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Heike Thormann 11. April 2008

Neun Tipps für mehr Durchhaltevermögen

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Egal, ob beruflich oder privat, an unserem fatalen Hang, den einfachsten Weg zu gehen, scheitern oft die besten Vorhaben. Wir lassen uns vom Start abhalten, ablenken, aus der Bahn werfen. Kurz, uns fehlt das Durchhaltevermögen, unsere Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen. Durchhaltevermögen kann man aber auch trainieren. Die folgenden neun Tipps zeigen Ihnen, wie.

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Durchhaltestrategien sind immer wieder gefragt, denn vieles, was gut für uns ist, fällt uns deshalb leider noch lange nicht leicht. Wir wollen zwar guten Willens abnehmen – aber die Chipstüte lacht einen so einladend an. Wir haben uns zwar vorgenommen, für die Prüfung zu lernen – aber das Fernsehprogramm trägt dann doch den Sieg davon.

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Die Welt ist voll von Versuchungen, die wir lieber hätten, als uns zu Vernunft-Zielen durchzukämpfen. Deshalb sind die folgenden neun Tipps zwar keine Garantie, dass Sie der Chipstüte jetzt widerstehen können, aber sie können es zumindest etwas wahrscheinlicher machen.

Formulieren Sie konkret, machbar und positiv
Unsere Sprache und unser Denken hängen eng zusammen. Unser Unterbewusstsein nimmt sozusagen alles wörtlich. Achten Sie deshalb darauf, wie Sie Ihr Vorhaben formulieren.

Mit Aussagen wie „ich sollte weniger arbeiten“ kann Ihr Gehirn nicht viel anfangen. Dafür ist so ein Satz nicht konkret genug. Das heißt, er erzeugt kein klares Bild, das Ihr Gehirn be– greifen kann. (Absichtlich so geschrieben.) Und der Satz hat auch entschieden zu wenig Aufforderungscharakter.

Formulieren Sie also

  • konkret („ich werde meine Wochenarbeitszeit um xx Stunden herunterfahren“)
  • machbar („dazu werde ich zum Beispiel jeden Monat eine halbe Stunde pro Woche weniger arbeiten“)
  • und positiv (statt „ich will nicht mehr so viel arbeiten“ lieber „ich werde das und das dafür tun“).

Gehen Sie methodisch vor
Starten Sie nicht einfach durch, sondern halten Sie die einzelnen Schritte Ihres Vorhabens vorher in einem Plan fest. Überlegen Sie sich,

  • was Sie konkret erreichen wollen
  • wie Sie dafür vorgehen wollen
  • welche Schritte dazu notwendig sind
  • auf welche Stolperfallen Sie achten sollten
  • bis wann Sie Ihr Ziel umgesetzt haben wollen

und Ähnliches mehr.

Denken Sie sich in Ihr Vorhaben ein und machen Sie es dadurch fassbarer. So vermeiden Sie nicht nur entmutigende Fehler und kräftezehrende Korrekturen. So sehen Sie vor allem, dass selbst ferne Ziele aus vielen einzelnen Schritten bestehen. Schritte, die für sich genommen erheblich leichter zu bewältigen – und damit durchzuhalten sind.

Übernehmen Sie sich nicht
Und, wo wir gerade bei einzelnen Schritten sind: Übernehmen Sie sich auch nicht. Engagement ist zwar gut, ermattet auf der Strecke zu bleiben aber nicht mehr ganz so gut. Gehen Sie die Sache kontinuierlich und gelassen an. In kleinen Etappen, die Sie ohne größere Kraftanstrengung bewältigen können.

Warum? Weil der Berg ansonsten unüberwindlich hoch zu sein scheint und die Niederlage so gut wie sicher. Kein Wunder, wenn Sie der erstbesten Versuchung, alles fallen zu lassen, nicht mehr widerstehen können.

Suchen Sie nach Alternativen
Um Hindernissen zu begegnen ist es auch eine gute Idee, immer eine Alternative parat zu haben. Das kostet Sie nur wenige Minuten, beugt aber den typischen Stolperfallen vor, die einem das Durchhalten so schwer machen. Wenn Sie dann ein verregneter Tag von Ihrem täglichen Dauerlauf abhält, geht es nicht auf die Coach, sondern ins Fitness-Studio.

Begegnen Sie Blockaden
Entziehen Sie Hürden und Blockaden gedanklich den Boden, indem Sie sich zum Beispiel fragen: Was wird mich das kosten, wenn ich jetzt aufgebe? Was werde ich verlieren? Was macht das aus mir, meinen Wünschen und Zielen? – Können Sie den Preis sehen, den Sie zahlen, wenn Sie Ihrem inneren Schweinehund nachgeben?

Erzeugen Sie aber auch positive Gegenbilder. Überlegen Sie: Was könnte ich alles erreichen, wenn ich wirklich durchhalten würde? Was würde das für meine Motivation und mein Selbstvertrauen bedeuten? Wie würde ich mich dann fühlen?

Arbeiten Sie dabei auch ruhig ganz wortwörtlich mit (mentalen) Bildern. Stellen Sie sich die Szenen so konkret und plastisch wie möglich vor. Lassen Sie Ihr Kopf-Kino laufen und spielen Sie sie gedanklich durch. Je besser Sie sich selbst sehen können, desto mehr können Sie sich mit einer Situation identifizieren, sie als leuchtendes Ziel gutheißen oder als abschreckendes Beispiel nicht mehr vergessen wollen.

Behalten Sie vor Augen
Noch ein Tipp, um es sich und Ihrem Gehirn leichter zu machen: Behalten Sie Ihre Ziele und Vorhaben buchstäblich immer um sich herum. Der Spruch „aus den Augen, aus dem Sinn“ kommt nicht von ungefähr. Steuern Sie hier gegen und kleben Sie sich zum Beispiel Zettel mit Ihren Zielen dorthin, wo sie Ihnen nicht entgehen können. Jeder Blick auf diese Zettel wird Ihnen einen kleinen Push geben, Ihre Vorhaben weiter durchzuziehen.

Werden Sie verbindlich
Übrigens: Wenn Sie Ihre Vorhaben aufschreiben, machen Sie sie damit auch ein gutes Stück verbindlicher. Sie gehen sozusagen einen Vertrag mit sich selbst ein, dass Sie das und das tun wollen. Eine Absichtserklärung, die Ihnen helfen wird, am Ball zu bleiben.

Den gleichen Effekt erreichen Sie, wenn Sie Ihren Mitmenschen davon erzählen und so einen zusätzlichen Druck aufbauen durchzuhalten. Allerdings ist das nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter. Kritik und Häme sind schnell bei der Hand. Zettel, Dateien oder auch ein Tagebuch sind dann barmherziger und erfüllen oft denselben Zweck.

Oder Sie holen sich gleich Unterstützung bei Freunden, Familie, Coaches und Co. Zu zweit geht immer noch vieles besser. Logisch.

Vertrauen Sie auf Ihre Fähigkeiten
Wir alle kennen das: Je öfter wir schon etwas angefangen und wieder sein gelassen haben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, bei auftauchenden Hindernissen einzuknicken. Die Überzeugung „ich schaffe das sowieso nicht“ hat sich in unsere Gehirnbahnen eingefressen. Das Muster, den leichten Weg zu wählen und im Zweifelsfall lieber aufzugeben, ist uns zur Gewohnheit geworden.

Wie steht es also bei Ihnen? Vertrauen Sie Ihren Fähigkeiten, eine Sache durchzuziehen, oder befürchten Sie insgeheim, es eh nicht zu schaffen?

Je optimistischer Sie Ihre eigene Kraft beurteilen, desto eher wird Ihnen Ihr Vorhaben auch gelingen. Setzen Sie hier an und suchen Sie nach positiven Beispielen, seien sie noch so klein. Das Wissen darum, auch Dinge wirklich umgesetzt zu haben, die Sie sich vorgenommen hatten, wird Ihren Glauben an sich selbst beflügeln.

Belohnen Sie sich selbst
Last but not least: Feiern Sie Ihre Fortschritte und gehen Sie bei Ausrutschern nicht zu hart mit sich ins Gericht. Lernen Sie lieber aus ihnen für das nächste Mal. Belohnen Sie sich auch ruhig immer wieder zwischendurch. Sie wissen schon: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Das gilt auch für Sie selbst und Ihr Durchhaltevermögen. ™

Erstveröffentlichung 11.04.2008

Heike Thormann

Heike Thormann ist Trainerin, Redakteurin und Autorin. Ihr Schwerpunkt sind kreative Schreib-, Denk-, Lern- und Arbeitstechniken. Sie schreibt für verschiedene Fachmagazine und gibt mit ihrer Website ein Online-Magazin zu ihren Fachthemen heraus.

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