Dieter Petereit 30. Juni 2013

Neu: Kostenlose Kundenzufriedenheitsumfragen mit Google Consumer Surveys

Wie zufrieden sind Ihre Besucher mit dem Angebot Ihrer Website? Wer wüsste das nicht gern, speziell, wenn das eigene Angebot direkt kommerziell ausgerichtet ist? Große Unternehmen betreiben mit hohem Ressourceneinsatz entsprechende Recherchen. Als kleiner E-Commerceler werden Sie allerdings weder große Summen dafür in die Hand nehmen können, noch es überhaupt wollen. Dennoch müssen Sie bald nicht länger auf diese durchaus wichtigen Informationen verzichten. Google stellt ab sofort eine kostenlose Standard-Umfrage für Seitenbetreiber zur Verfügung.

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Google Consumer Surveys: Die Umfrage wird rechts unten als modales Fenster eingeblendet

Google Consumer Surveys – derzeit nur für US-Besucher

Die brandneuen Kundenzufriedenheitsumfragen aus Mountain View haben zwei Haken, die ich vorab direkt nennen will:

  1. Zur Zeit werden in die Website eingebundene Umfragen nur Besuchern aus den USA gezeigt. Weiterhin sind die Umfragen auf nicht-mobile Geräte beschränkt.
  2. Nur die Standard-Umfrage ist kostenlos. Mehr Antworten oder benutzerdefinierte Fragen kosten Geld.

Die Beschränkung auf die Anzeige der Umfragen bei englischsprachigen Besuchern aus den USA ist naheliegenderweise für deutsche Unternehmen der Dealbreaker schlechthin. Es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis diese Beschränkung fällt. Wer mit seiner deutschen Seite allerdings ohnehin den amerikanischen Markt fokussiert oder wissen will, wie das Angebot dort ankommt, kann den Google Survey bereits jetzt einbauen. Die Beschränkung gilt für Besucher, nicht für Betreiber.

Google Consumer Surveys – nur von der Stange kostenfrei

In der Standard-Umfrage wird der Besucher mit vier Fragen konfrontiert, die Google für diejenigen mit der höchsten Relevanz hält, wenn es um die Analyse der Kundenzufriedenheit geht. Die Fragen werden gestellt, bis sie 500 Antworten erhalten haben. Dann endet die Umfrage, um nach 30 Tagen automatisch erneut zu starten. Auf diese Weise lässt sich die Entwicklung der Kundenzufriedenheit recht gut im Blick behalten.

Möchte man, abweichend von Googles Vorstellungen zur Fragefindung, andere Umfrageinhalte abfragen, muss man das Portemonnaie öffnen. Abgerechnet wird mit 1 Dollar-Cent pro Antwort oder 5 Dollar für 500 Antworten.

Google Consumer Surveys – Schneller Einbau, Auswertung via Dashboard

Die Einbindung der Umfrage in die eigene Website ist google-typisch sehr simpel über einen kleinen Codeschnipsel erledigt. Die Einblendung der Umfrage erfolgt als modales Fenster unten rechts am Browserrand. Die Position ist mittlerweile als etabliert zu bezeichnen. Auch Live-Chat-Kundensupport oder Empfehlungen zu weiteren Artikeln, wie etwa bei Plista, werden dort angezeigt. Der Besucher wird nicht überrascht.

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Auswertungen im übersichtlichen Dashboard

Die Antworten lassen sich bequem auswerten und ansprechend aufbereiten. Hierzu dient ein in Google Insights integriertes Dashboard, das Nutzern der Webmaster Tools oder der Analytics-Lösung bekannt vorkommen wird. Im Ergebnis ist Google Consumer Surveys ein interessantes Angebot für kleine und mittlere Internet-Angebote, eine Zielgruppe also, die ohne die Consumer Surveys eher nicht zu entsprechenden Analyse-Tools greifen würde.

Abschließend sei noch erwähnt, dass es natürlich auch jetzt bereits Lösungen für Umfragen jedweder Art gibt. Wir bei Noupe und Dr. Web setzen seit längerer Zeit auf Polldaddy aus dem Hause Automattic. In Polldaddy lassen sich unter anderem Umfragen völlig frei konfektionieren, die Art der Integration ist flexibel, der internationale Einsatz ist möglich. Dafür ist sinnvolles Arbeiten auch erst mindestens mit dem Pro-Account möglich, der mit 200 Dollar jährlich zu Buche schlägt und dennoch noch eingeschränkt ist.

Da machen sich 5 Dollar monatlich doch deutlich tragbarer aus…

Links zum Beitrag

  • Website Satisfaction By Google Consumer Surveys – For Free | Google Analytics Blog
  • The most powerful and easy-to-use polling & survey software around | Polldaddy

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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