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Daniel Dubsky 4. Juni 2007

Netzwerkspeicher für kleine Büros

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In einem kleinen Netzwerk mit mehreren Rechnern, kommt man um einen zentralen Datenspeicher kaum herum. Hier bieten sich NAS-Systeme an, die schon in den kleinsten Ausführungen Benutzerverwaltung, FTP-Server und Printserver mitbringen. Doch Achtung: Die Performance ist meist niedriger als erwartet.

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Ein Netzwerkspeicher lässt sich geschickt für Backup-Aufgaben nutzen und erlaubt es mehreren Anwendern, auf einen gemeinsamen Datenbestand zuzugreifen. Im Prinzip reicht dafür schon ein ausrangierter PC mit großer Festplatte. Doch ein solcher schluckt deutlich mehr Strom als ein richtiges NAS-System (Network Attached Storage) und ist meist auch lauter. Außerdem ist der Einrichtungsaufwand um ein Vielfaches höher.

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Große Auswahl

In den meisten Fällen ist daher ein NAS-System die beste Wahl. Sie können zu einem NAS-Gehäuse greifen, etwa von Netgear, Allnet oder Thecus, und dieses selbst mit Festplatten bestücken. Oder Sie entscheiden sich für ein Komplettsystem. Hier sind eine oder mehrere Festplatten bereits an Bord und Sie können direkt loslegen. Die Auswahl ist riesig: fast alle namhaften Anbieter von Netzwerk- und Speicherprodukten haben solche Geräte im Programm, etwa Buffalo Technology, Freecom, Iomega, Seagate, Trekstor und Western Digital, um nur einige zu nennen.

Am preiswertesten sind NAS mit nur einer Festplatte, sie kosten im günstigsten Fall unter 100 Euro und auch Modelle mit 400 GByte sind schon für rund 200 Euro zu haben. Wer mehr Speicherplatz und umfangreichere Backup-Funktionen benötigt, greift zu Geräten mit mehreren Festplatten. Diese sind zwar deutlich teurer (ab 650 Euro), fassen dafür aber auch 1 Terabyte und mehr.

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Festplatte im Netzwerk

Damit nicht alle Anwender im Netzwerk auf alle Daten zugreifen können, bringen NAS-Systeme eine Benutzerverwaltung mit. Für einzelne Benutzer und Benutzergruppen lassen sich so geschützte Verzeichnisse anlegen und es können Schreib- und Leserechte auf Benutzer- und Gruppenebene definieren. Das Übernehmen einer vorhandenen Rechtestruktur ist in dieser Preisklasse leider nicht vorgesehen, Benutzer und Gruppen müssen manuell angelegt werden. LDAP- und Active-Directory-Unterstützung findet sich erst bei größeren NAS-Lösungen für Unternehmen, die schnell mehrere tausend Euro kosten.

Datensicherung und RAID
Abakt Tinybackup

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Geht es darum, den Datenbestand des Netzwerkspeichers selbst zu sichern, sind Geräte mit mehreren Festplatten im Vorteil, denn diese lassen sich auch in einem RAID-Verbund betreiben. Dabei wird der Inhalt einer Festplatte komplett auf eine andere gespiegelt (Mirrorring, RAID 1). Fällt ein Laufwerk aus, gehen keinerlei Daten verloren – und ist das NAS mit einem Wechselrahmen ausgestattet, ist auch der Austausch des defekten Laufwerks in wenigen Sekunden erledigt.

Auch einige NAS mit nur einer Festplatte unterstützen RAID 1. Voraussetzung ist aber, dass sich ein zweites, baugleiches Gerät im Netzwerk befindet, auf das die Daten gespiegelt werden können.

Gebremster Durchsatz

Einige NAS liefern eine bessere Performance, da sie auf das von Ximeta entwickelte NDAS (Network Direct Attached Storage) setzen. Das proprietäre Protokoll ist für Dateitransfers ausgelegt, hat aber den Nachteil, dass sich der Speicher im LAN nicht über eine IP-Adresse ansprechen lässt. Auf jedem Client wird daher ein Tool benötigt, um den Speicher als Laufwerk einzubinden. Zudem fehlt den Geräten eine Benutzerverwaltung.

Funktionsvielfalt

Praktisch ist auch der integrierte Printserver, den die meisten Geräte mitbringen. So kann ein herkömmlicher Desktop-Drucker mit USB-Anschluss zum Netzwerkdrucker umfunktioniert werden und stellt seine Dienste allen Nutzern im LAN bereit.

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Andere Funktionen sind dagegen eher Spielerei: So hat Freecom etwa sein Storage Gateway mit einem kompletten Webserver mit PHP und MySQL ausgestattet. Ein richtiges Webhosting-Paket kann das allerdings nicht ersetzen. Und auch die WLAN-Fähigkeiten des Freecom-Gerätes und einiger Ximeta-Modelle werden zumeist nicht benötigt. Denn wer drahtlos arbeitet, hat im LAN normalerweise ohnehin schon einen Access-Point in Betrieb und ist nicht auf den des NAS-Systems angewiesen.

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Erstveröffentlichung 04.06.2007

Daniel Dubsky

Freier Journalist für Computer-und Internet-Themen. Schrieb unter anderem für verschiedene gedruckte Fachzeitschriften.

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