Anzeige
Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Projekte.
↬ Loslegen und Spaces testen ↬ Jetzt testen!
Dr. Web Team 25. Januar 2008

MySpace

Kein Beitragsbild

MySpace ist einer der wichtigsten Vertreter des Web 2.0. Darunter versteht man die Veränderung des Internets von einem Informationsmedium zu einem sozialen Netzwerk. User greifen aktiv in das Geschehen des Internets ein, schreiben Lexikonbeiträge, benutzen Tauschbörsen und schließen sich Webcommunitys an. MySpace ist eine solche Community, die weltweit verbreitet ist, besonders aber im englischsprachigen Raum dominiert.

Ins Leben gerufen wurde das heutige MySpace im Jahr 2003 von Tom Andersen. Vorher gab es unter gleicher Adresse ein Angebot zur kostenfreien Datenspeicherung. 2005 kaufte Rupert Murdoch das Unternehmen, das weit über 100 Millionen Nutzer hat, für 580 Millionen Dollar. Bislang ist MySpace.com für User kostenlos und finanziert sich ausschließlich über Werbung.

Screenshot

Von Anfang an spezialisierte sich MySpace.com auf Musik und hatte damit großen Erfolg. Mittlerweile ist es für Musiker ein absolutes Muss einen Auftritt bei MySpace zu haben. Die neuesten CDs werden vorgestellt und können von den Mitgliedern, meist in speziellen Versionen, auf ihrer eigenen Seite abgespielt werden. Jeder Besucher sieht sofort, auf welche Musik der Besitzer steht und hört das aktuelle Lieblingslied. Dies ist natürlich auch eine Chance für viele unbekannte Musiker und Bands, die sich auf MySpace darstellen können.

In einem sozialen Netzwerk wie MySpace.com kann man auch Freundschaften schließen. Dazu schickt man eine Einladung an den gewünschten neuen Freund, welche dieser dann erwidern muss. Sehr populär sind Freundschaften mit Stars, die natürlich in den seltensten Fällen selber eine solche Seite betreiben. Meist ist es der offizielle Fanclub, der sich um die Internet-Community kümmert.

Screenshot
Myspace-Seite der deutschen Band Panda. Trashiges Design gehört zum Konzept von MySpace

Anzeige

Die Seiten von Prominenten sind ein großer Reiz, andererseits aber auch ein ärgerliches Thema. Da es keine Verifizierung bei der Anmeldung gibt, weiß man nie so ganz genau, ob es sich nicht um eine Fakeseite handelt. Sucht man nach einem bestimmten Künstler, kann es durchaus passieren, dass dutzende Ergebnisse angezeigt werden. Im besten Fall findet man viele Fanseiten, aber niemand verhindert, dass sich irgendwer zum Beispiel als Elton John ausgibt.

Auf MySpace.com treffen sich Menschen, sie schreiben sich Nachrichten, hinterlassen Kommentare in Gästebüchern und lernen neue Leute kennen. Da jedes Mitglied die eigene Seite sehr leicht individuell gestalten kann, bekommt man bei einem Besuch sofort einen Eindruck von der jeweiligen Person. Man kann Fotos einstellen, einen Begrüßungstext verfassen und in einem Steckbrief Auskunft über Hobbies und Interessen geben. Wie die meisten anderen Communitys, wird auch MySpace ausgiebig zum Flirten und Kennenlernen genutzt.

MySpace.com will das Angebot in Zukunft erweitern und neben der Musik auch verstärkt Filme unterstützen. Ob Myspace.com damit zu einem ernsten Konkurrenten für Youtube werden kann ist abzuwarten. Es sieht eher so aus, als ob man sich auf große Kinoprojekte und die damit verbundene Werbung spezialisieren will.

Durch die große Zahl der Mitglieder sind zwar beste Voraussetzungen gegeben, aber wie lange die derzeitige Expansion sich fortsetzen lässt, kann niemand vorhersagen. Das Internet kennt viele Geschichte von erfolgreichen Unternehmen, die heute gar nicht mehr oder nur in marginaler Größe existieren. Für die nahe Zukunft ist dies bei MySpace.com wohl nicht zu befürchten. Täglich melden sich bis zu 230.000 neue User an. Laut Alexa, einem Dienst, der Webseitenzugriffe misst, ist MySpace.com weltweit an Nummer sechs (Januar 2008) der meist aufgerufen Internetseiten. (tb)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.