Anzeige
Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Projekte.
↬ Loslegen und Spaces testen ↬ Jetzt testen!
Dieter Petereit 24. Oktober 2008

Mozy Home – Kostenloses Onlinebackup

Kein Beitragsbild

Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, wird man nicht umhin kommen, zuzugeben, dass die Datensicherung am eigenen Computer zu denjenigen Tätigkeiten gehört, die am ehesten hinten rüber kippen. Kurz: Man macht sie nicht. Ab und an schießt einem dann heiß der Gedanke durch den Kopf, dass man doch mal wieder sichern müsste. Gelegentlich lässt man diesem Gedanken auch Taten folgen. Allerdings kann bei den meisten Computeristen von planvoller, systematischer Datensicherung in der Regel wohl eher nicht die Rede sein. Mit der im folgenden vorgestellten Lösung „Mozy Home“ könnte sich das ändern…

Wix Webseiten — echt superpraktisch. ↬ Mehr erfahren

Datensicherung ist immer mit Arbeit verbunden. Auch wenn es heutzutage bereits recht komfortable Desktop-Programme gibt, die den Aufwand im Wesentlichen auf das Wechseln der DVD-RWs reduzieren, der Aufwand bleibt. Und Wartezeit. Vor allem Wartezeit. Und die frustrierende Erfahrung, dass selbst Backups auf DVD nicht immer funktionieren, wenn man sie tatsächlich einmal braucht, wird auch mehr als nur einer von Ihnen kennen. Wie schön wäre es doch, wenn man ein Backup-System hätte, das man einmalig aufsetzt und dann vergessen kann, weil es selbständig im Hintergrund werkelt und dabei Speicherplatz benutzt, den man nicht verkratzen, verlegen oder vergessen kann.

Anzeige

Ich fand diese für mich perfekte Lösung vor einigen Wochen. Sie hört auf den wenig sprechenden Namen „Mozy Home“ und ist eine Online-Backup-Lösung. Als Verwender hat man wenig zu tun. Man errichtet einen Account auf Mozy.com, lädt den Client runter, den es für Windows und OS X gibt und richtet die zu sichernden Verzeichnisse, sowie den Zeitplan für die Sicherungen ein.

Ich entschied mich zunächst für die kostenlose Variante. 2 GB Speicherplatz verschenkt Mozy nämlich. Für mich nicht im Ansatz ausreichend, aber immerhin eine gute Ausgangsbasis, das Angebot ausgiebig zu testen, bevor man möglicherweise Geld in den Sand setzt. Mittlerweile habe ich auf die kostenpflichtige Variante für knappe 5 Dollar im Monat upgedatet. Unbegrenzter Speicherplatz (für einen Computer) steht mir seitdem zur Verfügung.

Grundsätzlich macht Online-Backup nur Sinn, wenn man über eine entsprechende Anbindung ans Datennetz verfügt, was Mozy vorab auch prüft. Außerdem muss der Rechner schon die meiste Zeit des Tages laufen, ansonsten kommen große Backupsessions nicht zum Ende. Wer diese beiden Voraussetzungen erfüllt, könnte an Mozy seine Freude haben.

Ein wichtiger Punkt, gerade bei Online-Backup-Lösungen, denen man wichtige Daten überantwortet, ist die Verlässlichkeit des Anbieters. In der Vergangenheit haben sich schon die verschiedensten Dienstleister an dieser Thematik versucht. Die meisten sind mittlerweile nicht mehr am Markt, denn verschiedene Punkte muss ein Online-Speicherplatzanbieter einfach erfüllen:

  • die Anbindung der Server muss breitbandig genug für viele parallele Datenübertragungen sein
  • die Server müssen mehrfach redundant und mit großen Speichermedien ausgestattet sein
  • der Serverpark muss schnell wachsen können und dennoch beherrschbar bleiben.

Der Anbieter hat demnach relativ hohe Vorinvestitionen und muss auch im laufenden Betrieb finanzielle Flexibilität behalten, um erforderlich werdende Investitionen in die Infrastruktur zügig tätigen zu können, ganz zu schweigen von den potenziell hohen Kosten für den entstehenden Traffic. Es ist daher kein Wunder, dass sich der Markt auf wenige Dienstleister konzentriert. Zu den größten Speicherplatzdiensten gehören heutzutage Akamai, die man allerdings als Marke kaum wahrnnimmt, sowie Amazon, die mit ihrem S3-Service dabei sind, Akamai Marktanteile abzujagen. Viele kleinere Anbieter kaufen den Platz, den sie vermieten, wiederum bei einem der beiden ein.

Mozy gehört zum Speicherhersteller EMC, der seinerseits möglicherweise wieder die beiden anderen Genannten mit Hardware ausstattet. Jedenfalls besteht darin sein Hauptgeschäftszweck. Es dürfte daher gerechtfertigt sein, Mozy ein gewisses Standing im Markt zuzutrauen. Jedenfalls ist nicht mit dem kurzfristigen Zusammenbruch des Unternehmens und dem damit einhergehenden Spontanverlust Ihrer Daten zu rechnen. Aber bitte, ich bin nicht der Buffett, grundsätzlich kann eine lokale Sicherung nie schaden… ™

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

15 Kommentare

  1. Ich nutze TeamDrive für das automatische Backup meiner Dokumente. Ich schätze dabei die automatische Versionierung und die gleichzeitige Synchronisation zwischen meinem Mac zu Haus und meinem PC im Büro. Viele Fliegen mit einer Klappe, ohne das ich mich um irgend etwas kümmern muss.
    Die automatische Verschlüsselung sind 256 Bit AES. Als Server nutze ich einen eigenen WebDAV Server, aber TeamDrive bietet Alternativ auf gehosteten Service in der Amazon Cloud in Irland an.

  2. Hej,

    ich glaube hier in den Kommentaren Gerät einiges durcheinander. Erstens verschlüsselt Mozy die Daten sehr wohl, zweitens ist Dropbox alles, aber keine Backup-Lösung und drittens muss der Rechner bei Mozy nicht den ganzen Tag an sein. Unterbricht man eine größere Backupsitzung, dann macht Mozy halt beim nächsten mal weiter wo es war – kein Problem.

    ciao,
    Robert, der auch drüber gebloggt hat, hier:
    http://www.robertkrueger.de/2009/03/online-backup-mozy/

  3. Mac-Anwender speichern die Daten in ein DMG und verschlüsseln dieses, bevor sie es online ablegen. Auch das ist ein bombensicheres Verfahren.

  4. Ich persönlich nutze Dropbox. Welche Art von Daten man darauf lagert, muss jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings finde ich die Entscheidung, auf AWS zu setzen alles andere als dumm. Denn die Infrastruktur von Amazon ist sicherlich eine der konsistentesten und ausfallsichersten der Welt.

    Kleiner Tipp:
    Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will in Punkto Datensicherheit, der kann statt einzelnen Dateien einfach ein ganzes TrueCrypt Volume synchronisieren lassen und dann auf den einzelnen Computern mounten.

  5. Ich kann hier noch

    http://www.sugarsync.com

    beisteuern. Neben dem üblichen Backup kann man die Daten auch präsentieren. Habe aber keine Erfahrung mit der Zuverlässigkeit der Daten.

    Tom

  6. finde ich einen großen Vorteil, dass Dropbox nur veränderte Daten synchronisiert, das ist für mich entscheidend!

  7. Hallo zusammen,

    was Dieter vergessen hat zu erwähnen ist ein Sicherheitsvergleich vom Heise-Verlag in der Zeitschrift c’t:
    http://www.heise.de/netze/c-t-Test-Online-Backups-mit-schweren-Sicherheitsproblemen–/news/meldung/108105
    Und da schneidet Mozy als Testsieger ab! Als einziger warnte er den Benutzer vor einer MITM-Angriff.

    PS: EMC ist nicht mehr nur ein Speicherhersteller–der neue Kurs heisst ILM (Information Lifecycle Management)

  8. Ich bin erstaunt, daß bisher nur einer über die Sicherheitsproblematik Bedenken geäußert hat.

    Die Sicherheistsproblematik bei möglicherweise sensiblen Daten, wurde nicht im Konzept solcher Online-Backups vorgestellt.
    Man sollte sich im klaren sein, daß ein Zugriff auf die abgelegten Daten durch Dritte durchaus möglich ist.

    Durch eine zeitintensive starke Verschlüsselung der Daten, mit dazugehörigem Kennwort und Schlüsseldaten, könnte eine höhere Sicherheit erreicht werden.

    Aber dennoch gilt: Misstrauisch bleiben! Sensible Daten in falschen Händen, machen es Betrügern leicht eine Bandbreite von schädigenden Aktionen durchzuführen.

  9. An sich keine schlechte Lösung. Aber ehrlich gesagt habe ich etwas Bedenken meine wichtigen Daten online bzw. bei einem externen Anbieter abzulegen. Theoretisch können die sich alle meine Sachen anschauen. Tun sie vermutlich nicht..aber sie könnten….

    Ich bleibe da lieber bei DirSync und sichere regelmäßig auf eine externe Festplatte und ein anderes Laufwerk.

  10. Oh, „Carry It Easy“ könnte das sein, wonach ich schon ne kleine Weile Ausschau halte. Ich hab ja letztens feststellen können, wie doof das ist, an einem fremden Rechner zu sitzen und die eigenen Bookmarks etc. nicht parat zu haben. Danke für den Tipp :-)

    Backups mache ich regelmäßig, spätestens wenn sich was verändert hat, was nicht soo oft vorkommt. Aber meine Daten sonstwo im Weltweiten zu parken, nee, das behagt mir gar nicht.

  11. Dropbox finde ich auch interessant. Allein bin ich unsicher, mich an ein Startup zu binden, dass seinen Speicherplatz bei Amazon mietet.

    Mozy bietet nur Dateibackup, keine Images. Ist also eher was für diejenigen, die von weltweit an ihre Steuererklärung kommen müssen oder wollen…

  12. Ich benutze dafür Dropbox (http://www.getdropbox.com), also auch ein Online-Backup. dass sich aber dadurch auszeichnet, nur die veränderten Daten zu syncronisieren. Und dazu noch zwischen mehreren Rechner, auf denen man seine „Dropbox“ eingerichtet hat. So habe ich wichtige Daten immer syncron auf meinem MacBook und meinem Mac Pro. Die Daten werden SSL-verschlüsselt übertragen, der Dateistatus wird wie von bspw. TortoiseSVN gewohnt angezeigt, die Verbindung zum Server ist schnell (400-700kb/s) und kostenlos gibt es 2GB sowie für 9,99$ im Monat bzw. 99$ im Jahr 50GB Platz.

  13. Ich mache es genauso wie Frank. Ein Online-Backup hat sich auch bei mir problematisch herausgestellt. Die beste Lösung ist wie Frank schon geschrieben hat die mit dem USB-Stick. Benötigt keine Bandbreite, geht schnell und Speicher kostet nicht mehr die Welt.

  14. Speichert das ganze nur die Daten als Kopie auf den Rechner oder macht es Images von der Festplatte?
    Bei Images wäre es interessant zu wissen wie das ganze wieder eingespielt wird.

    Bei zB. Acronis schiebt man ja einfach die Boot CD ins Laufwerk und läßt dann von seinem externen Medium alles wieder aufspielen.

    Geht das dort auch so? Also LiveCD rein und alles downloaden?

  15. Hi,

    ich habe mich vor Monaten auch mit dem Backup-Problem rumgeschlagen und verschiedene Lösungen ausprobiert.

    Das Online-Backup war mir einfach zu laaaaangsam. Ich habe eine 6Mbit-DSL-Leitung. Ich habe auch mit Festplatten im Netzwerk etc. experimentiert. Irgend etwas ging immer schief, keine Verbindung bzw. Verbindungsprobleme und zum Schluss ist es doch immer recht langsam.

    Jetzt nutze ich einen USB-Stick. Auf dem war das Programm Carry it easy installiert. 2x am Tag mache ich nun Backup. Da nur Daten gesichert werden die sich auch geändert haben dauert das ganze Backup nur wenige Sekunden und kostet keine Bandbreite.

    Außerdem sind die Daten bei mir und nicht bei irgend einem Anbieter in der Welt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.