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Heike Thormann 28. April 2008

Mit Gelassenheit erfolgreicher arbeiten

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Egal, ob Ängste oder Ärger, es gibt vieles, was uns um unseren klaren Kopf bringen und ungut reagieren lassen kann. Die Folge: Nachteile im Job und Unzufriedenheit mit sich selbst. Nutzen Sie die folgenden Tipps, um im Fall des Falles nicht in Panik zu geraten oder an die Decke zu gehen, sondern souverän zu handeln und erfolgreich zu arbeiten.

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Entspannt seiner Arbeit nachgehen zu können, ist nicht nur gut für unsere Gesundheit und unser körperliches Wohlbefinden. Gelassen auf Anforderungen zu reagieren, ist auch gut für unseren Job. Wer im Fall des Falles einen klaren Kopf behält, kann

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  • Probleme besser lösen, statt sich in Panik und mit Tunnelblick selbst zu lähmen
  • in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben, statt nervös Fehler zu machen
  • in Stressphasen konzentriert arbeiten, statt in Hektik alles halbherzig anzureißen
  • Konflikte ruhig und konstruktiv anzugehen, statt gereizt an die Decke zu gehen

Nur – so einfach ist die Sache nicht. Es gibt vieles, was uns unsere Gelassenheit rauben kann. Von Ängsten bis Ärger ist so ziemlich alles dabei. Wie wird man also gelassener? Hier ein paar Tipps:

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Schenken Sie sich Zeit
Gehören Sie auch zu den Menschen, die hektisch einer Aktivität nach der anderen nachgehen? Oder besser noch mehrere Dinge gleichzeitig tun? Dann treten Sie hin und wieder auf die Bremse und schenken sich etwas Zeit. Wer ständig unter Strom steht, betreibt Raubbau an seinen Kräften – Dauergereiztheit und Stress können die Folge sein.

Gönnen Sie sich ganz bewusst Erholungsphasen, verbannen Sie Handy, Rechner oder Ihre Arbeit und laden Sie Ihren Akku wieder auf. Je regelmäßiger Sie das tun, desto gelassener können Sie auch in Stressphasen reagieren.

Sorgen Sie für Ausgleich
Das geht in die gleiche Richtung: Schalten Sie aber nicht einfach nur ab, sondern sorgen Sie für Ausgleich zu Ihren üblichen Anforderungen in Alltag und Beruf.

Wandeln Sie etwa Ihre Routinen wie die tägliche Fahrt zur Arbeit ab und entschleunigen Sie dadurch. Alles, was ungewohnt ist, nimmt Tempo aus Ihrem Leben, lässt Sie bewusster wahrnehmen und gelassener reagieren.

Oder suchen Sie sich ausgleichendes Futter in Form von Wellness-Elementen, einem Tag im Kloster (für die Geplagten eines Großraumbüros), einem fetzigen Work-out (für alle, die zu viel sitzen müssen) und anderes mehr. Danach geht’s dann wieder entspannt zurück an den Schreibtisch.

Und als Extra-Tipp: Wellness-Einlagen und Co. sind eine feine Sache, ihre Wirkung hält aber leider nicht auf Dauer an. Wenn es bis zur nächsten Ausgleichsphase noch etwas hin ist, dann nutzen Sie einen Trick Ihres Gehirns: „Verankern“ Sie diese Momente der Entspannung, indem Sie zum Beispiel gleichzeitig Ihren linken Daumen fest umgreifen. Wann immer Sie diese Geste jetzt – am besten ungestört und mit geschlossenen Augen – wiederholen, taucht die Erinnerung daran in Ihrem Gehirn auf.

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Lernen Sie, mit Problemen umzugehen
Probleme sind immer gut darin, uns unsere Gelassenheit zu rauben. Nicht nur, weil sie hartnäckig unsere Aufmerksamkeit fordern – egal, ob wir Zeit für sie haben oder in Stress geraten. Sie bedrohen auch den Status Quo, die Art, wie wir unser Leben eingerichtet haben. Und sie können zu Fehlern, Misserfolgen, Rückschlägen führen.

Gehen Sie jetzt aber dennoch bei Problemen nicht in Deckung, davon werden Sie sie nicht los. Versuchen Sie, einen klaren Kopf zu wahren und sie zu lösen.

„Gewichten“ Sie zum Beispiel Ihre Probleme, nehmen Sie sich das wichtigste Problem zuerst vor und danach dann Schritt für Schritt die anderen. Nicht alle auf einmal.

Wenn Sie nicht weiterwissen, dann gehen Sie erst einmal gedanklich auf Abstand. Überlegen Sie zum Beispiel, was Sie jemand anderem in dieser Situation raten würden. Meistens sind wir nämlich erheblich besser darin, die Probleme anderer zu lösen als unsere eigenen.

Wichtig: Machen Sie sich nicht verrückt oder geraten in Panik. Vielleicht hilft Ihnen ein Satz wie „Es gibt immer eine Alternative / Lösung“, den Sie gebetsmühlenartig wiederholen, bis Ihr Kopf wieder frei ist. Probieren Sie es aus.

Atmen Sie durch
Kein Witz. Das ist ein netter, kleiner Tipp, um aufkommende Panik oder Ärger in den Griff zu bekommen. Denn ein paar tiefe Atemzüge beruhigen Ihre Atmung wieder, die in solchen Momenten schnell und flach ist. Atmung und Pulsschlag verlangsamen sich, Sauerstoff gelangt in Ihr Gehirn und Ihre kleinen, grauen Zellen schalten von Autopilot wieder auf rationales Denken um. Und damit auf die Möglichkeit, Probleme oder Konflikte zu lösen.

Arbeiten Sie an Ihrer Wahrnehmung
Den Unterschied zwischen „gelassen sein“ und „nicht gelassen sein“ macht oft unsere Wahrnehmung aus.

Wenn Sie Ihren Job, Vorgesetzte, Arbeitskollegen und so weiter nicht mögen, werden Sie erheblich schneller aus dem Häuschen geraten als jemand, der sich dort gut aufgehoben fühlt. Wenn Sie im Stillen von Ihrer eigenen Minderwertigkeit überzeugt sind, werden Sie abwertende Äußerungen nicht als bedauerliche Entgleisungen empfinden, sondern sich darüber aufregen. Wenn Sie eine Sache als aussichtslos ansehen, kommen schneller Gefühle von Panik hoch, als wenn Sie daran glauben, dass es immer eine Alternative gibt.

Sie sehen das Prinzip? Wie Sie etwas wahrnehmen, bestimmt, wie Sie damit umgehen. Setzen Sie hier an und versuchen Sie, Lösungen zu finden.

Akzeptieren Sie Ihre Grenzen
Setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck und steigern sich damit in eine Spirale von Angespanntheit, Nervosität, Panik oder Gereiztheit hinein. Niemand kann rund um die Uhr 100 Prozent Leistung bringen und Fehler sind nicht nur normal, sie gehören zum Lernprozess dazu. Entwickeln Sie ein Grundvertrauen in Ihre Fähigkeiten, ohne sie ständig beweisen zu müssen, und akzeptieren Sie Ihre Grenzen – umso entspannter können Sie Ihre Aufgaben erledigen.

Akzeptieren Sie die Grenzen anderer
Hohe Ansprüche können ebenfalls eine Quelle von Ärger und Gereiztheit sein. Legen Sie deshalb die Messlatte nicht zu hoch an, wenn Sie andere Menschen beurteilen, sonst werden Ihnen nicht erfüllte Erwartungen immer wieder die innere Ruhe rauben. Auch andere machen Fehler und haben ihre Schwächen. Regen Sie sich nicht darüber auf, sondern suchen Sie gegebenenfalls gemeinsam nach Lösungen.

Und: Reiben Sie sich nicht daran auf, eine Situation ändern zu wollen, die Sie nicht ändern können. Wenn Sie durch sie hindurch müssen, dann versuchen Sie, sich anzupassen. Und wenn Sie die Wahl haben, dann ziehen Sie sich dort raus.

Hinterfragen und relativieren Sie
Hinterfragen Sie, was Sie Ihre Gelassenheit kostet und relativieren Sie damit Ihre Ängste oder Ihren Ärger. Diese verschwinden dadurch zwar nicht, verlieren aber einen gut Teil ihrer Macht und ihres Schreckens.

Fragen Sie sich zum Beispiel:

  • Was ängstigt oder ärgert mich gerade genau?
  • Warum ängstigt oder ärgert mich das?
  • Wie wichtig ist das für mich?
  • Wie wichtig wird das in x Jahren noch sein?
  • Was kann es mich im schlimmsten Fall kosten?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass es so weit kommt?
  • Was kann ich tun, um das zu verhindern?

Durch das Hinterfragen legen Sie Abstand zwischen sich und die Sie belastende Situation. Sie bekommen den Kopf wieder frei, um nach Lösungen zu suchen. Und nicht selten werden Sie auch merken, dass vieles nur halb so wild ist, wie befürchtet oder wahrgenommen. Das allein wird Sie schon aufatmen und entspannter mit der Sache umgehen lassen.

Lachen Sie
Im Ernst, auch etwas mit Humor zu nehmen, ist eine erstklassige Methode, sich seine Gelassenheit zu bewahren. Bedeutet es doch, etwas nicht so verbissen zu sehen, dass Sie darüber Ihren klaren Kopf zu verlieren drohen.

In diesem Sinne: Bevor Sie das nächste Mal in Panik geraten oder an die Decke gehen – schauen Sie erst mal, ob sich die Sache wirklich lohnt. ™

Erstveröffentlichung 28.04.2008

Heike Thormann

Heike Thormann ist Trainerin, Redakteurin und Autorin. Ihr Schwerpunkt sind kreative Schreib-, Denk-, Lern- und Arbeitstechniken. Sie schreibt für verschiedene Fachmagazine und gibt mit ihrer Website ein Online-Magazin zu ihren Fachthemen heraus.

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