Sven Lennartz 13. Januar 2007

Microformats Quellensammlung

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Ex Webdesigner und Gründer von Dr. Web, heute ist Sven als Schriftsteller...

Die so genannten Mikroformate sorgen dafür, dass Seiteninhalte oder Teile davon besser von Suchmaschinen verstanden werden können. Vorhandene Daten werden auf eine spezielle Weise zusätzlich semantisch ausgezeichnet damit Maschinen mehr ihrer eigentlichen Bedeutung verstehen können. So etwas lässt sich vielfältig nutzen. Noch steht das alles am Anfang und hat wenig praktischen Nutzen, doch das mag sich noch ergeben. Was man dazu im Netz finden kann, haben wir versucht zusammenzutragen – in Deutsch und Englisch.

Lesenswertes

  • Microformats #1: Eine Einleitung
    Was sind Microformats? Welche Microformats gibt es bereits? Was bringen mir Microformats? von Sebastian Küpers
  • #1 – Microformats in 5 Minuten erklärt
    Dieser Podcast unternimmt den Versuch einer technisch nicht versierten Person innerhalb kürzester Zeit nahe zu bringen, was eigentlich Microformats sind.
  • Microformats kritisch betrachtet: Vor- und Nachteile
    Einführungen zu Microformats haben derzeit regelrecht Hochkonjunktur. In vielen Webdeveloper-Blogs wurde dieses Thema schon abgehandelt. Eine kritische Betrachtung fehlt jedoch leider oft….
  • Microformats und die Bots
    Über die negativen Aspekte des Einsatzes von Microformats
  • Mikrofortschritte – SELFHTML
    Die Zukunft von HTML: Die Konzepte des W3C, der WHATWG und des Microformats-Projektes
  • Einführung in Mikroformate
    Nutzen und Anwendung von Mikroformaten von Michael Jendryschik
  • Mikroformate
    Erweiterte Semantik von HTML-Dokumenten. Anhand von Beispielen erklärt Eric Eggert was Mikroformate sind und was sie tun.
  • Mikroformate für XHTML
    Ob hCard, hCalendar oder xFolk – XHTML-Dokumente lassen sich, ohne den Standard zu verletzen, mit Informationen anreichern, die es Anwendern beispielsweise erlauben, Kalenderdaten in ihren Organizer einzulesen. Das Schlüsselwort heißt Mikroformate…von Henning Behme/iX 11/2006, S. 62: Webentwicklung
  • Was sind Microformats?
    Björn Seibert fasst zusammen was man unter Mikroformaten versteht und worin deren Chancen bestehen.
  • Microformats
    Microformats – Designed for humans first…by Prof. Dr. Mathias Weske
  • Add microformats magic to your site
    Heard of the semantic web? Using Microformats everyone can contribute to the richness of the web. John Allsopp explains how.
  • microformats – What are microformats?
    Designed for humans first and machines second, microformats are a set of simple, open data formats built upon existing and widely adopted standards. Learn more about microformats…
  • Microformats and the Decentralized Future of Online Marketing
    Firefox’s Alex Faaborg has raised quite a few eyebrows with his piece on Microformats and the possibilities that exist for these platforms in terms of browser implementation
  • Microformats Challenge Web Feeds and Web APIs!
    Microformats are subversive: they not only challenge the approach of full-blown Semantic Web approaches, but even question fundamental Web 2.0 building blocks such as Web Feeds and Web APIs…
  • Digital Web Magazine – Microformats Primer
    Introductory article on Microformats by Garrett Dimon
  • Mozilla Does Microformats
    Firefox 3 as Information Broker – Richard MacManus
  • The Awesome Power of Microformats
    What Are Microformats? – by Kevin Lawver
  • Digital Web Magazine – The Big Picture on Microformats
    „In this article, we’ll review what people are doing with microformats right now, and finish up by looking at a couple of cool projects that might whet your appetite for microformats’ future prospects.“ by John Allsopp
  • Usable Microformats
    If you’re relatively new to microformats, then this article was written with you in mind. You don’t need to have any prior knowldege to understand what’s going on here…by Andy Hume
  • What are Microformats?
    von Tantek Çelik
  • Microformats: Evolving the Web
    Jeremy Keith – This is a transcript of a panel I sat in on at South by Southwest 2006. My fellow panelists are Chris Messina and Norm! The moderator is Tantek Çelik.

Blogs & Wikis

  • Developers Wiki – MicroFormats
    a set of thoughts written by Tantek Çelik and Adam Rifkin.
  • microformats
    Designed for humans first and machines second, microformats are a set of simple, open data formats built upon existing and widely adopted standards. Learn more about microformats…
  • Microformats Wiki
    What are microformats? What can you do with them?
  • mikroformate.org ist
    Kollektivblog zum Thema Microformats
  • Mikroformate-Wiki
    Was sind Mikroformate und was kann man mit ihnen anfangen.
  • mikroformate
    Deutschsprachiges Microformats Wiki – was sind Mikroformate, Anwendungsfälle,Beispiele, Implementationen …
  • Alex Faaborg – Microformats
    Part 0 – Part 3: Introduction, Structured Data, The Fundamental, Introducing Operator
  • microformatique
    Microformatique is an unofficial blog covering all things microformats, and “data at the edges”. Latest specifications, presentations, events, publications and more. It’s put togther by John Allsopp

Diverses

  • microformats.css
    Marc Tobias Kunisch hat sich das microformats cheatsheet – PDF vorgenommen und basierend darauf ein CSS Template für die existierenden Mikroformate angelegt
  • Microformats Firefox Add-on: Operator
    Sebastian Küpers über Operator… eine offizielle Erweiterung für den Firefox, um Microformate erkennen und weiterverarbeiten zu können.
  • Microformats Cheatsheet – PDF
    Elemental Microformats, Compound Microformats, Design Patterns
  • Microformats Cheat Sheet
    Ein Microformats Cheat Sheet
  • Highlight Microformats with CSS
    Those that use Firefox with the Tails extension, read no further. This is not for you. You have it given to you on a plate, you don’t know how lucky you are. This is for those of us using Camino, Safari or Omniweb – by Jon Hicks
  • Microformats Icons
    The starter set contains icons for hCal, hResume, hCard, XFN and a generic TAG icon….
  • Microformats in Web Browsers
    This is a concept for putting Microformats ‘auto-discovery’ user interface in a web browser. Any web browser (although the sketches were original conceived as a Firefox extension)…by Ben Ward
  • Operator
    Operator lets you combine pieces of information on Web sites with applications in ways that are useful. For instance, Flickr + Google Maps, Upcoming.org + Google Calendar, Yahoo! Local + your address book, and many more possibilities and permutations. All of these scenarios are possible due to Microformats, an emerging standard for injecting semantics into HTML.
  • Practical Microformats
    Microformats from the Ground Up – Microformats Tutorial, by Ryan King and Brian Suda
  • Using Microformats in WordPress
    There are two approaches you can take. One: Manually pasting relevant microformat code created via microformat creators. Step-by-step instructions are as follows…

Sven Lennartz

Ex Webdesigner und Gründer von Dr. Web, heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger (Conterest) unterwegs. Hol dir sein gratis eBook Wie du mit wenig Zeit viel für dein Blog herausholst. Die Blogpflege Fibel.

15 Kommentare

  1. Ich kann der Diskussion um die Mikroformate sowohl positive, als auch negative Seite abgewinnen. Zum einen ist es natürlich schon beängstigend wie man mittlerweile – zumindest teilweise – zum „Sklaven“ von Google und & Co. wird. Google weiß mittlerweile zum Teil schon mehr über einem, als man selbst weiß. Diese Daten jetzt weiter aufzubereiten um die Indizierung noch einfacher zu machen, versetzt mir irgendwie schon ein komisches Gefühl. Auf der anderen Seite ist es aber auch so – und das ist hier ja auch schon angesprochen worden – dass hier ja niemand gezwungen wird mitzumachen und wenn ich die Indizierung über Mikroformate noch besser und feiner steuern kann dann muss das ja nicht unbedingt schlecht sein. In jedem Fall ist das Ganze ein super-heißes Thema, das man auf alle Fälle im Auge behalten sollte…

  2. Pingback: Thematic – Framework für WordPress-Themes | Blogs | Dr. Web Weblog
  3. Den Ansatz von Microformats halte ich prinzipiell schon für gut. Eine Internetseite so aufzubauen, dass ihr Inhalt auch einer gewissen Semantik entspricht (Stichwort “POSH”), war ja auch das Anliegen derer, die HTML ursprünglich entworfen hatten.
    Woran allerdings die Microformats kranken ist letzten ihr Missbrauch des class-Attributs, was ja gar keinen semantischen Nutzen, sondern einfach nur ein Notbehelf darstellt. Dies resultiert daraus, dass es bislang nicht geschafft wurde, XML so ins Web bzw. die Browser zu integrieren, dass man damit vernünftig arbeiten kann.

    Meiner Meinung nach sollte man vielmehr dransetzen, die Webformate voranzubringen und so wirklich zu einer vernünftigen Semantik im Web zu kommen, als mit irgendwelchen frei erfundenen Klassen-Konstrukten zu imitieren, was letztlich nur einen Wust an HTML-Tags und -Attributen darstellt.

  4. Für mich machen maschienenlesbare Informationen durchaus Sinn. Beispielhaft ist dafür die Verknüpfung von Google Maps und lokalen Anbietern. Es ist doch durchaus sinnvoll, dass wenn ich nach „Bäckerei“ suche, dass ich dann als erstes Ergebnisse aus meiner Umgebung als Treffer angezeigt bekomme statt irgendeinem Backwarenverkäufer in Hamburg, der – aus welchen Gründen auch immer – ein besseres Ranking hat.

    Freilich, die Suchmaschinenbetreiber erfassen immer mehr Informationen und verknüpfen sie. Der Gedanke daran, was man damit alles machen kann, ist schon etwas beängstigend. Aber hey: Google & Co. nutzen nur die Informationen, die jeder von uns freiwillig (z. B. diesen Text) in Netz stellt. Die Semantik (= Microformats) hilft den Suchmaschinenbetreibern – und letztlich uns, den Benutzern – nur aus der Aneinanderreihung von Wörtern einen Sinn und einen Zusammenhang zu erkennen.

  5. @ Helli

    Wir haben damals gewitzelt über Bill Gates und fanden die Perspektive beängstigend. Heute scheint sich andererseits kein Mensch erntshafte Sorgen zu machen. Der größte Teil der Netznutzer versteht schonlange nicht mehr genau, worum es eigentlich geht und ist froh, daß er alles Nützliche aus dem Netz für sich zu ziehen vermag. Ein kleinerer Teil ist informiert und denkt sich nichts weiter dabei, der noch kleinere Teil ist etwas nachdenklicher und eine kleine Gruppe von Web 2.0 Jüngern ist am lautstärksten und entwicelt fröhlich abseits aller Kontrolle vor sich hin und setzt die Technologie auch um. Das größtenteils anzutreffende Schweigen in dieser Diskussion um die Konsequenzen aus der Web 2.0 Diskussion finde ich viel beängstigender im Vergleich zur damaligen Bill Gates und „arbeitskräfteleeren Werkhallen-Vision“.

  6. Eigentlich schreibe ich ja mein Blog für Menschen, und nicht für Maschinen. 🙂

    Beim Lesen der ganzen Beiträge zum Thema Microformats kommt mir doch die beängstigende Vorstellung, das wir unsere Sprache, unser Handeln und Denken immer mehr an stromlinienförmiges „Maschinendenken“ anpassen, statt den Maschinen beizubringen uns Menschen zu verstehen.

    Ein weiterer Punkt ist: In den 80er und 90er Jahren haben wir immer gewitzelt, dass Bill Gates die Weltherrschaft anstrebt. Heute habe ich wirkliche Bedenken gegen Google und Konsorten, die sich anschicken immer weiter in private Bereiche vorzudringen: Mail, Webseiten – Google etc. speichert schon mit, was andere Leute auf meiner Site suchen -, Landkarten, Telefondienste, immer mehr kontrollieren einzelne Firmen wie Google was ich wann und wie im Internet mache. Microformats erleichtern das ganze nur noch…

    Ich denke, man sollte vorsichtig sein, und nicht jeden Hype mitmachen.

    Helli

  7. Kann deinen Ausführungen nur zustimmen, Carsten. Ich tue mich auch damit recht schwer, auch wenn gerade die Aktiven im Netz sehr viel an persönlichen Daten freigeben, neige ich persönlich dazu mich möglichst wenig in solche „Datennetze“ zu begeben.

    Gruss,

    Coki

  8. Tolle Liste! Aber mir wird beim Thema Microlinks ein wenig mulmig. Für was machen wir das? Für die Robots im Hintergrund, die das dann auslesen und ihre immense Datenliste anhäufen. Das Zeugs kriegt man dann da nie mehr weg. Unter dantenschutzaspekten betrachtet ein Supergau, da man dann zunehmend Daten inhaltlich verknüpft suchen kann. Nach einer Umfrage unter Personalern gaben bereits heute 28% von denen an, daß sie die Bewerbungsbögen auf Athentizität und anderweitigen Aktivitäten der Bewerber im Internet überprüfen. Dem ist dann natürlich mit 100% Microformatabdeckung Tür und Tor geöffnet.

    Wir schreiten da glaube ich auf eine Entwicklung zu, die mehr als fragwürdig ist. Man wird zum Googlesklaven, der das gefräßige Monster verpflichtet ist, mit immer mehr geordneten Daten zu füttern.
    Transparency International hat genauso angefangen. Einige entrüstete Amerikaner aus der fundamentalistischen Moralapostelecke fanden Korruption unerträglich, weil sie selber in Ländern außerhalb der USA nie mit Aufträgen zum Zuge gekommen sind. Also erfanden sie mit einem mächtigen PR Etat diese Organisation. Und da man sich den NGOs heutzutage verpflichtet fühlt mehr zu glauben als allen anderen Organisationen, wird man zu Richtlinien verdonnert, die alles andere als lebensnah sind. Es geht letztendlich nur noch darum, Konkurrenten zu brandmarken, um audf der anderen Seite dadurch wiederum herauszufinden, wie man es am besten nicht machen sollte. Die Korruption ist jedenfalls durch Transparency nicht weniger geworden, nur die Methoden verdeckter.

    Transferiert auf das Internet wird eine ähnliche Nutzenstrategie hinter den Mikroformats stehen. Und ich sehe irgendwie nicht ein, warum ich das Spiel eines Marktführers unbedingt mitspielen soll, bloß weil es so mode ist. Aber vielleicht hat ja jemand anderes eine andere Meinung dazu…

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