WP-VR-View: Virtual Reality mit WordPress

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

WP-VR-View ist ein WordPress-Plugin, das es dir erlaubt, 360-Grad-Videos und Photospheres in deine Seite einzubauen. Betrachten kannst du die VR-Elemente dann im Web und auf mobilen Geräten. Auch Googles Cardboard wird unterstützt.

Google Cardboard in Action. (Bild: Google)

WP-VR-View basiert auf der Google-Bibliothek VR View

WP-VR-View von Alexander Tumanov, einem Entwickler aus Bishkek in der kirgisischen Republik, ist ein Aufsatz für die Google-Bibliothek VR View. Du kannst dich also darauf verlassen, dass alle in der Bibliotheksspezifikation genannten Plattformen auch tatsächlich funktionieren werden.

Alexander stellt ein kleines Video zur Verfügung, in dem er alle Anwendungsfälle nebst Vorgehensweise zeigt:

Das Einbinden von Photospheres oder 360-Grad-Videos funktioniert per Shortcode. Um alles andere kümmert sich das Plugin. Wenn du dir die Shortcodes nicht merken willst oder kannst, verwende einfach die entsprechenden Buttons im visuellen Editor TinyMCE.

Buttons im TinyMCE. (Screenshot: Alexander Tumanov)

Klickst du eine der beiden Schaltflächen an, öffnet sich ein Dialog-Fenster, in welchem du einige grundlegenden Einstellungen vornehmen kannst. Erforderlich ist dabei nur die URL zum jeweiligen Inhalt. Beachte dabei, dass auch in deiner Mediathek etwa vorhandener Inhalt nicht wie gewohnt eingefügt werden kann. Vielmehr musst du aus der Mediathek die URL zum Inhalt auskopieren und in den Optionsdialog als URL einfügen.

Optionsdialog zum Einbinden der VR-Elemente. (Screenshot: Alexander Tumanov)

WP-VR-View: Steuerung per Maus und Schwenken/Neigen

Die Steuerung der Inhalte erfolgt am Desktop mit der Maus. Rechts unten am jeweiligen Element findest du ein, einem Plus nachempfundenes Piktogramm, mit welchem du die Darstellung in den Vollbildmodus umschalten kannst. Links daneben befindet sich das Icon zur Umschaltung in den Cardboard-Modus. Dieser bewirkt die Zweiteilung des Videos, um jeweils das linke und rechte Auge separat zu bespielen.

Beispielinhalt mit Steuerungssymbolen unten rechts

Im Cardboard-Modus, wie auch generell bei der Betrachtung über das Smartphone, bewegst du dich innerhalb der virtuellen Realitäten durch das Bewegen des Smartphones selber. Schwenkst du das Smartphone nach rechts, wandert der Bildausschnitt in diese Richtung mit. Abgesehen von der Reaktionsverzögerung, die abhängig von der Leistung des Betrachtergeräts ist, entsteht so der Eindruck, dass du tatsächlich in eine andere Richtung schaust.

WP-VR-View ist erhältlich über WordPress und Github

Wenn du schon jetzt mit VR in WordPress experimentieren willst, ist WP-VR-View das Mittel der Wahl. Das Plugin wird unter GPL als Open Source vertrieben. Im WordPress-Plugin-Verzeichnis steht noch die ältere Version 1.6 bereit, während du auf Github schon die aktuelle Version 2.1 findest, die Alexander erst vor einer Woche fertig gestellt hat.

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Wenn du es dir einfach machen willst, installierst du das Plugin aus dem Backend heraus über Plugins Installieren. Hier gibst du über das Suchfeld rechts oben den Begriff wp-vr-view ein und drückst Enter. Im danach erscheinenden Suchergebnis wählst du das erste Plugin direkt oben links. Du siehst, dass es noch andere PLugins gibnt, die ebenfalls teils auf Googles Bibliothek setzen. Allerdings hat keines der anderen Plugins auch nur annähernd die Zahl an Installationen vorzuweisen, die WP-VR-View schon für sich in Anspruch nehmen kann. Nachdem du das Plugin in der Version 1.6 installiert und aktiviert hast, wartest du schlicht auf die Update-Benachrichtigung zur Version 2.1.

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.