WordPress-Plugin: Flexible Formulare mit dem Form Maker

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Form Maker lautet der schlichte Name eines weniger schlichten Plugins aus der WordPress-Schmiede WebDorado. Mit dem Form Maker baust du per Drag-and-Drop flexible Formulare, die auch auf mobilen Geräten funktionieren.

Form Maker: ausgereift und (in der Grundversion) kostenlos

Form Maker ist ein, in der Grundversion, kostenloses Plugin in aktiver Entwicklung. Aktuell ist die Version 1.10.7 am Markt. Die Kompatibilität des Plugins mit der aktuellsten WordPress-Fassung wird bestätigt. Minimal benötigt Form Maker ein WordPress ab Version 3, ein PHP ab Version 5 und MySQL ebenfalls ab Version 5.

Hier findest du Form Maker im Plugin-Repository:

Form Makers besondere Stärke liegt darin, dass du mit seiner Hilfe beliebige Formulare mittels eines einfachen Drag-and-Drop-Interfaces bauen kannst. Trotz der einfachen Erstellung kann die dahinterliegende Funktionalität umfassend sein. So kannst du mit Form Maker etwa Daten nicht nur versenden, sondern direkt in eine Datenbank schreiben lassen. Alle Formulareinstellungen, die du ansonsten bereits aus PHP kennst, stehen als Dialogoptionen zur simplen Konfiguration bereit.

Das Erstellen eines neuen Formulars ist, selbst wenn es platt klingt, ein Kinderspiel. Nach der Installation des Plugins, die du entweder per FTP oder über Plugins installieren im Backend deines WordPress erledigen kannst, indem du nach WebDorado Forms suchst, findest du einen weiteren Menüpunkt in deiner Backend-Navigation.

Der Form Maker im WordPress-Backend

Unter dem Menüpunkt Form Maker findest du eine Liste deiner Formulare mit ihren entsprechenden WordPress-Shortcodes, sowie alternativ ihrer PHP-Funktionen, solltest du sie irgendwo einbauen wollen, wo Shortcodes nicht greifen. Mit Hilfe des gelben Stiftsymbols rufst du ein Formular zur Bearbeitung auf.

Der blaue Plus-Button oben links erlaubt dir das Erstellen eines komplett neuen Formulars. Natürlich lassen sich Formulare aus dieser Liste heraus löschen. Verfügst du dereinst über eine massive Vielzahl verschiedenster Formulare, wirst du dich eventuell darüber freuen, dass du deine Formulare sogar per Suchbegriff finden kannst. Otto Normaluser wird den Überblick mutmaßlich auch ohne diese Funktion nicht verlieren. WebDorado nennt diese Übersicht den Manager.

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Unter dem Menüpunkt Submissions nimmst du Zugriff auf die Datenbank und lässt dir die bisherigen Eintragungen in der Datenbank gefiltert nach Ursprungsformular anzeigen. Hierzu musst du die Datenbankspeicherung für das jeweilige Formular konfiguriert haben, ansonsten versendet Form Maker ganz klassisch und ausschließlich an die entsprechend konfigurierte E-Mail-Adresse.

Der Punkt Blocked IPs erlaubt dir die Eingabe von IP-Adressen, die du für ein Ausfüllen deiner Formulare sperren willst. Du wirst ziemlich schnell merken, dass es für diesen Punkt tatsächlich reale Anwendungsfälle gibt.

Unter Themes findest du eine ganze Reihe vordefinierter Designs, die sich bei näherem Hinsehen als angepasste CSS-Dateien erweisen, die den Look deiner Formulare beeinflussen. Bist du des CSS mächtig, kannst du nicht nur bestehende Themes ändern, sondern auch neue erstellen. Das Erstellen neuer Themes ist in keiner Weise visuell unterstützt. Du schreibst pures CSS in ein pures Editorfenster.

Klickst du in der Themes-Übersicht auf eines der grauen Sternchen, so wird dieses vormals graue Sternchen gelb und zeigt an, dass dieses Theme künftig als Standardeinstellung für neue Formulare genutzt wird. Natürlich kannst du dennoch im individuellen Formular ein anderes Theme wählen, musst dich aber nicht unbedingt darum kümmern, wenn du eine passende Default-Einstellung gesetzt hast.

Zu guter Letzt findest du unter dem Unterpunkt Global Options noch die Eingabemöglichkeit für deine Recaptcha-Keys, wenn du mit dieser Antispam-Methode arbeitest. Außerdem hinterlegst du hier den Feldbegrenzer für den CSV-Export deiner Formulardaten.

Das Erstellen eines Formulars mit Form Maker

Wie bereits beschrieben, lassen sich Formulare aus dem Manager heraus bearbeiten oder ganz neu erstellen. Wenn du so ähnlich tickst wie ich, könnte es gut sein, dass du dir die Arbeit, ein Formular ganz neu zu erstellen, nur machen willst, wenn es gar nicht anders geht.

Da ist es gut, dass wir bestehende Formulare zur Bearbeitung öffnen und dann mit dem rechts oben befindlichen Button Save as Copy als Kopie speichern können. Dabei bleibt das komplette Layout erhalten, etwa bereits eingetragene Inhalte aber nicht.

Hast du die Drag-and-Drop-Funktionalität abgeschaltet, schiebst du Formularfelder nicht mehr einfach per Maus durch die Gegend. Vielmehr findest du jetzt an jedem Formularfeld eine kleine Bearbeitungsleiste, mit deren Hilfe du die Position und andere Parameter verändern kannst.

Hier hat es besonders der kleine, unscheinbare gelbe Stift in sich. Klickst du dieses Symbol an, öffnet sich ein Bearbeitungsfenster, innerhalb dessen du vollen Zugriff auf alle Parameter des gewählten Formularfelds hast. In diesem, recht komplexen Beispiel geht es etwa darum, eine Bewertungsskala für eine Produktbewertung anzulegen.

Der Vorgang ist nicht vollständig selbsterklärend oder intuitiv, von daher ist es gut, dass WebDorado sich um die Dokumentation seines Plugins verdient gemacht und diese Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt hat.

Rechts oben im Editor findest du den Punkt Form Options. Hier hinterlegst du die Logik hinter dem Formular. Es steht etwa eine einfache Paypal-Integration zur Verfügung (nur kostenpflichtig). Spezielle Funktionen programmierst du mit JavaScript und sogar bedingungsabhängige Reaktionen erstellst du mit ein paar Mausklicks.

Darunter fiele etwa das Einblenden bestimmter Formularinhalte nur dann, wenn zuvor bestimmte andere Formularinhalte in einer bestimmten Weise beantwortet wurden. Etwa bräuchte man nach dem Feld männlich/weiblich das Feld Wie viele Paar Schuhe haben Sie? nicht mehr einzublenden, wenn das Feld zuvor mit weiblich beantwortet wurde.

Form Maker: die einzelnen Ausbaustufen

Form Maker gibt es in vier Geschmacksrichtungen. Die kostenlose Variante kommt ohne Support und einer Begrenzung auf sieben Felder pro Formular. Immerhin kannst du unbegrenzt viele Formulare einrichten. Ebenfalls verzichten musst du auf die Paypal-Integration, den File-Upload und verschiedene andere Features.

Ab dem Tarif Personal erhältst du das volle Featureset. Unterschiede bestehen in der Unterstützung für Domains, sowie der Support-Dauer. Personal sichert dir für eine Einmalzahlung von 30 Dollar einen 6-monatigen Support für eine Domain. Im Business-Tarif wird dir ein Jahr lang auf drei Domains für eine Einmalzahlung von 45 Dollar geholfen und der Developer-Plan sichert dir einen 12-monatigen Support auf unbegrenzt vielen Domains für 60 Dollar.

In Anbetracht der absolut doch recht überschaubaren Preise empfiehlt sich für den Webentwickler auf jeden Fall der Developer-Tarif, während sich ambitionierte Einzelverwender auch eher den Business-Plan gönnen sollten, schon wegen der doppelt so langen Supportphase im Vergleich zum Personal-Tarif.

Fazit: Flexibles Formular-Plugin lässt kaum Wünsche offen

Form Maker ist ein Premium-WordPress-Plugin, das sein Geld in jedem Fall wert ist. Selbst für den höchsten Preis von 60 Dollar einmalig kannst du dir nicht mal eine Stunde eines Klempners kaufen und wenn du mit drei Leuten zu Luigi’s ums Eck gehst, wirst du vermutlich auch nicht damit auskommen und bist nachher nur einmal satt.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, würde ich am ehesten das nicht ganz ausgereifte Design des Plugins benennen. Das wirkt an vielen Stellen schon recht hemdsärmelig, nicht mehr ganz zeitgemäß, funktioniert aber.

Wichtig zu erwähnen ist, dass gute CSS-Kenntnisse die Optik der Formulare deutlich verbessern können. Die integrierten Themes sind da doch eher nur mittelgut. Alles in allem aber verdient sich Form Maker durchaus eine Empfehlung.

Mach dir selbst ein Bild!

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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Sebastian
Gast

In dem Zusammenhang kann ich nur Caldera empfehlen.
Featurebomber. Gratis. Per Premium Plugins erweiterbar (allerdings nichts was man “normal” vermissen würde).
Einzig beim updaten muss man aufpassen und sollte die immer erst testen, da der Entwickler gern mal mit der heissen Nadel arbeitet.

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