Webdesign-Trends 2016 [Infografik]

Webdesigner müssen immer am Puls der Zeit bleiben, um den neuesten Design-Trends folgen zu können. Niemand kann es sich leisten, veraltete Layouts an den Mann zu bringen. Damit du auch in diesem Jahr weißt, welche Trends gerade aktuell sind oder sein werden, stellen wir dir eine Infografik zur Verfügung. Die Grafik wagt einen Blick in die Zukunft und erklärt, welche Trends im Jahr 2016 bestimmend sein werden.

Die Webdesign-Trends 2016 mit Infografik

1 – Der Aufstieg des Flat- und Material-Designs

Flat-Design ist minimalistisch und auf das Nötigste reduziert. Der Sinn und Zweck ist rein funktional, was nicht bedeutet, dass es nicht gut aussehen kann. Ganz im Gegenteil, gut gemachtes Flat-Design überzeugt auch visuell und bietet ein ansprechendes Äußeres.

Allerdings fehlen die Eigenschaften, die für eine dreidimensionale Illusion sorgen würden. Flat-Design ist rein eindimensional gedacht und funktioniert auch so hervorragend.

Material-Design hingegen geht einen Schritt weiter und integriert realistische Effekte von Licht, Schatten und Bewegung. Zudem erzeugt es in kleinen Teilen einen leicht dreidimensionalen Effekt, gerade auch im Bereich der Navigations-Menüs. Beide Design-Trends stammen ursprünglich nicht aus dem Desktop-Bereich, sondern kommen aus dem Bereich der mobilen Geräte, wie Smartphones und Tablets.

Das minimalistische Flat-Design und das durch seine Schattenwürfe präsente Material-Design werden wir in diesem Jahr noch oft bewundern dürfen.

2 – Background- und Fullscreen-Videos

Durch die beständig schneller werdenden DSL-Verbindungen der Menschen kann erstmals ein Trend realisiert werden, der durchaus seine Berechtigung hat. Denn durch den Einsatz von Hintergrund- oder vollflächigen Videos kann eine bestimmte Message schneller zum Besucher einer Website transportiert werden, als dies mit Texten und Grafiken der Fall ist.

Videos sind ein wertvolles Werkzeug, solange ihr Einsatz nicht übertrieben wird. Nur weil man heute Videos einbinden kann, heißt es noch lange nicht, dass man es auch tun sollte. Diese Werkzeuge sollten nur verwendet werden, um eine ganz klare Nachricht an den Besucher der Website zu senden. Vielleicht um die Marke hervorzuheben und zu stärken, oder um eine ganz bestimmte Nachricht visuell zu unterstützen.

Bei einem Einsatz von Videos gerade im Hintergrund-Bereich einer Website gilt es zudem, sie auf Geschwindigkeit zu optimieren, damit die Ladezeit nicht unnötig verlängert wird.

3 – Mobile Apps und Social Networks werden dominieren

Die Nutzung von Smartphones und mobilen Endgeräten nimmt weltweit immer mehr zu. Gerade die Designer müssen sich auf diesen Trend einstellen, denn die nötigen Apps für alle denkbaren Einsatzbereiche müssen nicht nur funktional sein, sondern auch einfach gut aussehen. Man könnte sagen: Das Auge klickt mit.

Der Trend zu mobilen Apps wird nicht abflauen, er wird eher noch zunehmen. Das hat auch für die Betreiber von Websites Folgen. Während man bislang mit einer gut gemachten responsiven Ansicht seiner Website vorne mit dabei war, werden die User immer mehr nach schnell ladenden, speziellen Apps für ihre Smartphones verlangen.

Eindeutig: Der Trend wird in Richtung App anstatt Responsive gehen.

4 – Auf Geschwindigkeit optimiertes Responsive Design

Responsives Design ermöglicht die optimale Nutzung einer Website auf allen erdenklichen Ausgabegeräten mit einer Vielzahl von Bildschirmauflösungen. Inzwischen ist es völlig normal, dass ein User eine Website nicht nur in der Desktop-Ansicht nutzt, sondern auch mobil mit seinem Smartphone oder Tablet.

Dieser Vorgehensweise müssen die Designer und Entwickler Rechnung tragen. Während es bislang genügte, einfach nur eine passende Responsivität bereitzustellen, müssen die Entwickler heute bereits einen Schritt weiter denken.

Denn je mehr Inhalte mobil genutzt werden, desto mehr kommt ein wichtiger Aspekt zum Tragen: die Geschwindigkeit der Website auf dem mobilen Gerät. Zu wenig Entwickler optimieren die Ansicht auf kleinen Bildschirmen auf Geschwindigkeit. Doch darauf kommt es an.

Das Geheimnis heißt »Mobile first«. Dabei werden zuerst die responsiven Ansichten einer Website entwickelt und diese dann auf Ladegeschwindigkeit optimiert. Erst wenn der Bereich Mobil stimmt, wird die Desktop-Ansicht entwickelt.

5 – Die richtige Typografie finden und integrieren

Typografie war schon in 2015 wichtig, und in diesem Jahr werden typografisch ansprechende Websites noch wichtiger werden. Typografie ist die Grundlage einer jeden Website und auch eine Form von Kunst, wenn sie in Vollendung gesetzt wird.

Gute Typografie kann eine Nachricht transportieren und eine Marke stärken. Viele Logos großer Marken bestehen nur aus einem Schriftzug und haben trotzdem die Welt erobert. Man denke da an das berühmte Coca-Cola Logo.

Im Bereich Webdesign wird es immer wichtiger werden, sich eingehend mit guter Typografie zu beschäftigen, denn Typografie kann eine Website zu einer sehr guten machen, oder ein Design vollends zerstören.

6 – Erweiterter Minimalismus. Back to the Roots

Minimalismus wird wieder neu entdeckt. Kombiniert mit Flat-Design oder einem Design im Material-Stil kann er dafür sorgen, dass der Fokus des Besuchers auf die Funktionalität und den Inhalt ausgerichtet wird. Nichts sollte mehr ablenken von der eigentlichen Aussage des Inhalts.

Ein Design hat dafür Sorge zu tragen, dass die eigentliche Funktionalität der Website (oder der App) unterstützt wird. Der Trend geht in Richtung perfekte Benutzerführung. Ein minimalistisches Design kann hier sehr unterstützend wirken und den Besucher auf dem vorgesehenen Weg leiten.

7 – Storytelling: Entwürfe mit persönlichem Charakter

Die Besucher von Websites werden zunehmend durch das Volumen der Inhalte überwältigt. Eine ständig wachsende Liste von Quellen kommt hinzu, wenn etwas im Netz gesucht wird. Diese immense Flut von Informationen macht es eklatant wichtig, Websites mit Charakter und Persönlichkeit zu entwerfen.

Dem Besucher muss direkt bei einem Erstbesuch klar sein, worum es geht und was die Marke transportieren möchte. Um das Sicherstellen zu können, muss die Phantasie der User mit einbezogen werden. Im Idealfall erzählt die Website eine Geschichte, eine persönliche Geschichte.

Kaum ein Designer wird in der Zukunft noch damit durchkommen, Websites ohne sofort erkennbaren persönlichen Charakter zu entwerfen. Dieser Trend kommt der gewünschten Markenbildung der Klienten entgegen.

8 – Kartenbasiertes Interface-Design

Desktop-Design, wie wir es kennen, wird es voraussichtlich nicht mehr lange geben. Bereits jetzt ist eine Verschiebung vom bekannten Seiten-Design in den Bereich Karten zu beobachten. Ein kartenbasiertes Interface-Design ist mehr intuitiv und letztendlich wohl auch praktischer, denn die Inhalte werden in einzelne Komponenten zerlegt.

Diese einzelnen Komponenten sind bereits eingehend aus der Nutzung der mobilen Geräte bekannt, fast jeder Mensch mit Smartphone kann mit dieser Benutzerführung intuitiv umgehen. Auch für Desktop-Websites wird sich diese Art der Bedienung durchsetzen, denn man kann dem Besucher mehr Informationen auf eine übersichtlichere Art anbieten, als es herkömmlich der Fall wäre.

Die Infografik

Die Design-Trends im Jahr 2016

Quelle Infografik:

CoastalCreative.com

ist freier Journalist, WordPress-Entwickler und Spezialist für WordPress-Sicherheit. Er schreibt seit 2012 für Dr. Web. Auf seinem Blog TechBrain.de schreibt er über das Bloggen und veröffentlicht nützliche WordPress-Snippets.

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Raphael
Gast

Danke für den Beitrag. Habe mich gefragt wie eindimensionales Design oder allgemein Eindimensionalität aussieht…

Franz Meyer
Gast

Ich finde den vierten Punkt am wichtigsten.
Darüber hinaus finde ich, dass bei Google Maps individuelle Farben immer noch voll im Trend sind. Das kann man auch kostengünstig erwerben wie beispielsweise diese: https://codecanyon.net/item/colors-for-google-maps/6057236?s_rank=3 oder https://codecanyon.net/item/colorful-google-maps-api/5432242?s_rank=7 .

Franz Meyer
Gast
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