VR/AR: Google Poly stellt 3D-Objekte kostenlos bereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Die virtuelle Realität kann nur gelingen, wenn sie mit dreidimensionalen Objekten versehen, wenigstens etwas an Realismus vermittelt. Um dich von der Last, alle Objekte selbst erstellen zu müssen, zu befreien, bietet Google Poly dir einen ganzen Haufen solcher an.

Umfangreiches Portfolio an 3D-Objekten

Google Poly ist eine Sammlung von 3D-Objekten für die Verwendung in Projekten, die sich mit AR (Augmented Reality) oder VR (Virtual Reality) befassen. Während du in AR-Projekten nur mäßig viele 3D-Objekte benötigst, weil du ja die analoge Realität auf dem Userinterface mit abbildest und die AR lediglich ergänzend zum Einsatz gelangt, bauen sich VR-Projekte vollständig digital zusammen.

Google Poly: Landing Page

Für die Erstellung digital konzipierter 3D-Modelle gibt es etliche Lösungen. Eine der frischesten davon ist Google Blocks. Mit Google Blocks wird das Modeling selbst in die virtuelle Realität verlegt. Die Software unterstützt nämlich ausschließlich VR-Brillen, und zwar die Oculus Rift, sowie die HTV Vive.

Um die so entstehenden Objekte kollektiv nutzen zu können, stellt Google der Software nun ein Repository zur Seite. Dieses Projekt namens Poly, von Polygon, dem bestimmenden Rohstoff eines jeden 3D-Modells, ist allerdings nicht nur in der Lage, Objekte aus Blocks aufzunehmen. Vielmehr kannst du hier Projekte aus beliebigen 3D-Modelern herunter- und auch hochladen.

Manch einer bietet hier seine Konstrukte aus Legos Visual Designer an. Wichtig ist halt, dass die Software in das gewünschte Format .OBJ exportieren kann. Wenig verwunderlich ist, dass Blocks schon den größeren Teil der erhältlichen Objekte beizusteuern hat.

Weitestgehend frei verwendbare 3D-Objekte in hoher Qualität

Die von Google, wesentlicher aber von der Community hochgeladenen Objekte, unterliegen unterschiedlichen lizenzrechtlichen Einschränkungen. Nach ein paar Stichproben würde ich mit einiger Sicherheit sagen, dass die CC-BY, also die Creative Commons (by Attribution)  die häufigste ist. Hier darfst du die Elemente kostenlos verwenden, wenn du den Urheber nennst.

Google Poly: Große Detailansichten

Poly hat schon ein beachtliches Spektrum unterschiedlichster Themen zu bieten. Da ist es gut, dass du nicht nur per Freitextsuche, also Google-typisch, suchen kannst. Vielmehr sind die Beiträge zusätzlich kategorisiert. So findest du etwa Schubladen wie “Tiere und Lebewesen”, “Essen und Trinken”, “Technologie” und etliche mehr.

Google Poly: Mobile-First und als Community angelegt

Poly selbst folgt dem Mobile-First-Ansatz und lässt sich mobil, wie am Desktiop gleichermaßen gut bedienen. Die einzelnen 3D-Objekte, die Protagonisten der Plattform, werden bedienbar groß dargestellt. So lässt sich die Frage der Verwendbarkeit in eigenen Projekten einfach und sicher beantworten.

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Poly ist als Community angelegt. Mitglied wirst du mit deinem Google-Account. Die Bedienung von Poly erinnert recht deutlich an die Bedienung von Google+. Deinen Favoriten vergibst du ein “Gefällt mir”, was zur Folge hat, dass so gekennzeichnete Objekte in deinem Profil über den Ordner “Gefällt Dir” schnell erreicht werden können. Benötigst du ein Objekt nur für eine Präsentation oder eine Website ohne VR-Funktionalität, kannst du daraus jeweils ein GIF erstellen. Bei diesem Prozess beeinflusst du zusätzlich das Seitenverhältnis und die Geschwindigkeit, mit der die Rotation abgespielt wird. Ebenfalls gedacht ist an die Möglichkeit des Teilens individueller Objekte über die gängigen sozialen Medien und das Einbetten als iFrame per Embed-Code.

Poly vermittelt den ersten Einstieg in das Thema

Poly ist ein Fundgrube für jeden Designer, der sich näher mit VR und AR befassen will. Einen schnelleren Weg, als sich über vorgefertigte Objekte mit dem Thema vertraut zu machen, gibt es nicht. Aber auch im Echtzeiteinsatz wird man immer mal auf das ein oder andere Objekt zurückgreifen wollen, speziell wenn es um generischere Items, wie Tische oder Stühle geht.

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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