Umsteigen: iSkysofts Editor 6 ist eine sehr gute Alternative zu Adobe Acrobat

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Der PDF Editor 6 von iSkysoft ist zu einer echten Alternative zu Adobe Acrobat herangereift. Alle Alltagsaufgaben, sowohl im privaten, wie im beruflichen Umfeld sind mit dem günstigen Werkzeug im Handumdrehen zu erledigen.

Creative Cloud Fatigue: Mein Weg weg von Adobe

Seit über zwanzig Jahren benutze ich Adobe-Produkte. Dabei hat sich der Riese eigentlich durch die Hintertür in mein Designerleben geschlichen. Das geschah mit dem Erwerb der Software-Schmiede Macromedia, die die großartigen Tools Dreamweaver und Fireworks ersonnen hatte. Zufrieden war ich mit dieser Entwicklung nie, blieb dann aber bis vor kurzem im Adobe-Kosmos gefangen.

Was mich vor einiger Zeit motivierte, den Umstieg zu wagen, war mehrdimensional. Zum einen kann ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass ich alle 12 Monate einen namhaften Betrag zahlen muss. Ich dachte zwar, das mich das nicht weiter beeinträchtigen würde. Ich habe jedoch in den letzten Jahren jeweils nur sehr überschaubare Gründe gesehen, warum man dieses oder jenes Adobe-Update nun unbedingt mitmachen sollte. Früher, als Adobe die User noch vom Update überzeugen musste, war das anders. Da wollte ich das Update. Jetzt bekomme ich graduelle Verbesserungen oder schlicht Veränderungen mehrmals im Jahr. Begeisterung ruft das nicht hervor. Ich bin der Creative Cloud müde.

Zum anderen gibt es immer mehr Alternativen auch im Bereich der Kernkompetenz des Hauses Adobe. Photoshop und Illustrator habe ich schon sehr elegant ersetzen können, ebenso den Dreamweaver. InDesign benötige ich glücklicherweise immer seltener und die meisten anderen Adobe-Tools sind zwar in meinem Abo enthalten, werden aber nie benutzt, weil ich sie schlichtweg nicht brauche. Dass ich sie mitbezahlen muss, schmerzt mich ein ums andere Mal.

Ein Tool indes hat mich bislang in Adobes Bann gehalten, und zwar der Acrobat. Ich arbeite beruflich sehr viel mit PDF-Dokumenten und habe mich an den Komfort und Leistungsumfang des PDF-Boliden gewöhnt. So blieb ich letztlich wegen der bequemen PDF-App Abonnent des zwischenzeitlich für mich völlig überdimensionierten Cloud-Angebots.

Wie es aussieht, kann ich nun endlich Nägel mit Köpfen machen und mich aus dem Klammergriff der Kreativbewölkten aus San José befreien, denn der PDF Editor aus dem Hause iSkysoft bietet mir genau die Funktionen, die ich benötige.

PDF Editor 6: PDF-Bearbeitung für den Alltag

PDF-Erzeuger gibt es einige, viele davon kostenlos. Wenn es mir also um die reine Erstellung von PDFs aus diversen Programmen ginge, bräuchte ich nicht lange zu suchen. Zumal Microsofts Office in den aktuellen Versionen ohnehin das Speichern als PDF nativ unterstützt. PDF-Drucker braucht man heutzutage nur noch selten. Wenn es dann aber an die Arbeit mit PDF-Dokumenten geht, trennt sich die Spreu vom Weizen.

Ich erstelle regelmäßig große PDF-Dokumente mit dreistelligen Seitenzahlen. Die einzelnen Inhalte kommen dabei aus höchst unterschiedlichen Quellen. Am Ende soll das PDF dennoch einen homogenen Eindruck machen und gut aussehen. Ich arbeite daher sehr viel mit den Bearbeitungswerkzeugen in Acrobat, verschiebe Inhalte, editiere Text, füge Text hinzu, füge andere Elemente hinzu und ändere die Paginierung so, dass sie durchgängig läuft.

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Das Editieren von Text mit der Mac-Version. (Screenshot: iSkysoft)

In meinen Tests mit dem PDF Editor war ich der Begeisterung nah. Denn, es ist nicht nur so, dass das Tool all meine Anforderungen mühelos bewältigt, es ist dabei sogar noch einfacher zu bedienen als der große Konkurrent Acrobat. Auch das positionsgetreue Editieren von Text, selbst in Acrobat stets ein Quell der Furcht, klappte mit dem PDF Editor einwandfrei.

Bisweilen werden sogar eingescannte Vorlagen Teile meiner Gesamtwerke. Hier verwende ich stets die OCR-Funktion in Acrobat. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass die OCR-Funktion des PDF Editors ähnlich funktioniert und keine schlechteren Ergebnisse zeitigt. Allerdings muss man sie vor der ersten Verwendung herunterladen, denn sie ist als Plugin ausgeführt. Das muss man wissen, damit man nicht die erste OCR dann anstößt, wenn man schon in Eile ist und das Dokument schon vorhin brauchte.

Die OCR-Funktion startet. (Screenshot: iSkysoft)

Auch das Konvertieren von PDF zurück zu Ausgangsformaten, wie Excel oder Word, beherrscht der PDF Editor; den umgekehrten Weg sowieso. Die Absicherung der erzeugten Dokumente mittels Passwort oder Wasserzeichen stellt ebenfalls kein Problem dar. Über den Eigenschaften-Dialog lassen sich, genau wie in Acrobat, Beschränkungen des fertigen PDF festlegen. So könnte man etwa verhindern, dass das PDF gedruckt werden kann. Was ich bei nahezu jedem meiner PDFs verbiete, ist das Editieren und Extrahieren der Inhalte. Auch das geht mit dem PDF Editor.

Das Konvertieren zu verschiedenen Formaten wird ebenfalls unterstützt. (Screenshot: iSkysoft)

Wer mit PDF-Formularen arbeitet, ist beim PDF Editor ebenso gut aufgehoben. Sowohl in Design, wie auch in Verwendung und Auswertung braucht sich das Tool nicht zu verstecken. Eingegebene Daten lassen sich per Klick extrahieren. Ich nutze die Funktion nicht, sie funktionierte jedoch im Test einwandfrei. Wo wir gerade bei Formularen sind, iSkysoft bietet einen ganzen Reigen vorgefertigter Formulare für die verschiedensten Zwecke kostenfrei über diese Website an.

Sogar die Arbeit mit digitalen Signaturen ist auf einfache Weise gelöst. Natürlich ist gerade an dieser Stelle der PDF Editor nicht mit professionellen Signaturlösungen zu vergleichen. Du kannst jedoch Dokumente digital signieren und digital signierte öffnen und die Gültigkeit der Signatur prüfen lassen. Bei signierten PDFs verweigert der Editor richtigerweise auch die Bearbeitung. Für den kleinen Bedarf reichen die Features völlig. Wäre ich im Signatur-Business würde ich wohl eine voluminösere Lösung bevorzugen.

Fazit: Der PDF Editor 6 von iSkysoft löst bei mir den Acrobat ab

Ich brauchte keine halbe Stunde mit dem Programm, um zu erkennen, dass es genau meine Anforderungen, und sogar noch ein paar mehr, erfüllen kann. Die Bedienung ist intutiv, auf jeden Fall einfacher als die Bedienung des teils sperrigen Konkurrenzprodukts aus San José.

Wenn wir nun noch auf den Preis schauen, bleibt kein Argument für den Acrobat übrig. Denn der PDF Editor 6 kostet in der Pro-Version 99,95 Euro einmalig. Der Abschluss eines Abos ist dabei nicht erforderlich und auch gar nicht möglich.

Den PDF Editor 6 gibt es sowohl für Windows, wie auch für macOS. Die Versionen müssen einzeln erworben werden. Wer also beide Welten bewohnt, muss im Zweifel zweimal in die Tasche greifen.

Die Optik der Windows-Version passt sich perfekt dem Look von Windows 10 an und verwendet entsprechende UI-Elemente. Wenn du mit Office arbeitest, wird es dir vorkommen, als hätte Microsoft jetzt auch ein PDF-Programm im Angebot. Die Optik der Version für macOS ist nicht ganz so perfekt angepasst. Dennoch ist das Tool auch auf der Apple-Plattform leicht zu bedienen. Vom Funktionsumfang her gibt es ohnehin keine Unterschiede.

Möglicherweise interessiert es den einen oder anderen noch, dass das Programm in deutscher Sprache verwendet werden kann. Updates werden aus dem Menü heraus angestoßen und abgewickelt. Einen Haken konnte ich bislang beim besten Willen nicht finden. Bye bye, Adobe.

Zum Download geht es hier: PDF Editor Win | PDF Editor Mac

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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Achim
Gast

Zitat: “Photoshop und Illustrator habe ich schon sehr elegant ersetzen können, ebenso den Dreamweaver”

Ich glaub ich hab da was Wichtiges verpasst :) Was war nochmal die Alternative zu Photoshop? ;) Gab es hier dazu einen Artikel?

Michael C. Gahn
Gast

Das gleiche wollte ich eben fragen xD

Jork
Gast

Affinity Photo würde ich meinen – es ist für die meisten Aufgaben geeignet – gerade was WEB-Design angeht – für 50€ einmalig!

axel
Gast

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