Farben finden: 5 Tools für gute Farbkombinationen

Farben finden: 5 Tools für gute Farbkombinationen

Denis Potschien

Denis Potschien ist seit 2005 freiberuflich als Kommunikationsdesigner tätig, seit Anfang 2010...

Farben spielen im Design natürlich eine große Rolle. Doch stimmige und passende Farbkonzepte zu erstellen, ist nicht jedermanns Sache. Daher gibt es eine Reihe von Webanwendungen, die dir helfen, gute Farbkombinationen zu finden. Monochromatische Farben lassen sich ebenso zusammenstellen wie Komplementärfarben. Dabei unterscheiden sich die Tools teils bereits im Ansatz.

Farben finden: 5 Tools für gute Farbkombinationen

Adobe Color CC

adobe-color-cc

Das bekannteste Farbtool ist sicher Adobe Color CC, welches jeder kostenfrei nutzen kann – auch ohne Anmeldung per Adobe ID. Zunächst entscheidest du dich für eine Farbregel. Damit legst du fest, ob du beispielsweise monochromatische oder komplementäre Farben nutzen möchtest. Insgesamt gibt es sieben Regeln, die Farben nach unterschiedlichen Ansätzen miteinander kombinieren.

Je nach Farbregel erscheinen verschieden viele bewegbare Punkte auf einem Farbkreis. Diese Punkte lassen sich nur abhängig voneinander bewegen. Bei einer Triade sind die Punkte beispielsweise so angeordnet, dass der Winkel zwischen den Punkten immer gleich ist. Bei Komplementärfarben stehen sich die Punkte immer gegenüber.

Jede Farbe lässt such auch über Schieberegler oder die Eingabe von RGB- oder Hexadezimalwerten festlegen. Die anderen Farben werden dann entsprechend der Farbregel angepasst. Als angemeldeter Nutzer speicherst du Farbthemen auch ab und hast somit immer Zugriff auf einmal definierte Kombinationen.

Paletton

paletton

Ganz ähnlich funktioniert die Webanwendung Paletton. Auch hier wählst du zunächst eine Regel aus. Neben monochromatischen Farben wählst du zwischen benachbarten Farben und einer Triade – in beiden Fällen bestimmst du jeweils drei Grundfarben – sowie einer Tetrade, bei der du vier Grundfarben vorgibst.

Kennst du unser E-Book-Bundle? Spare jetzt 6,99 €!

E-Book Bundle von Andreas Hecht

Der Farbkreis ist bei Paletton zweigeteilt. Auf dem äußeren Ring definierst du die Grundfarben und im Inneren definierst du die Helligkeit der Grundfarben sowie den Kontrast der Sekundärfarben zu den Grundfarben. Ausgegeben wird dir ein Farbkonzept mit den jeweiligen Grundfarben und jeweils passenden zusätzlichen Sekundärfarben.

Für jedes Farbthema wird eine individuelle URL erstellt, sodass du deine zusammengestellten Farben jederzeit wieder aufrufen und auch bearbeiten kannst.

Colorcode

colourco

Wer lieber ohne Farbkreis arbeitet, sollte einen Blick auf Colorcode werfen. Bei diesem Dienst definierst du beliebig viele Farben, indem du die Maus innerhalb eines Feldes bewegst. Je nach Bewegung variiert der Farbwert. Hast du eine Farbe gefunden, die dir gefällt, speicherst du diese per Klick. Auf diese Weise stellst du dir alle Farben für dein Konzept zusammen.

Auch hierbei kannst du monochromatische Farben zusammenstellen oder Komplementärfarben finden. Dabei wird jeweils eine Grundfarbe definiert. Alle weiteren Farben – es können beliebig viele sein – werden aufgrund der ausgewählten Farbregel festgelegt.

Das Farbkonzept lädst du dir bequem für Sass oder Less oder als PNG-Datei herunter.

Coolors

coolors

Auch Coolors kommt ohne Farbkreis aus. Stattdessen werden Farben per Schieberegler festgelegt. Es werden dir dabei fünf Farben dargestellt, die du individuell anpassen kannst. Anschließend hast du die Möglichkeit, den Farbton, Sättigung, Helligkeit und Temperatur aller fünf Farben zu verändern.

Außerdem besteht die Möglichkeit, einzelne Farben vor Veränderung zu schützen. Diese bleiben dann unverändert, während du beispielsweise die Sättigung der anderen Farben veränderst.

Während die anderen Tools komplette Farbthemen vorschlagen, musst du bei Coolors selbst eigene Farben definieren. Allerdings ist es mit Coolors einfach, diese zu verändern und das Thema zum Beispiel insgesamt heller oder dunkler darzustellen.

Dein Farbthema exportierst du als SVG-, PNG, PDF- oder SCSS-Datei. Auch das Speichern als URL ist möglich.

Multicolr Search Lab

multicolr-earch-ab

Einen gänzlich anderen Ansatz verfolgt Multicolr Search Lab. Hierbei definierst du bis zu fünf Farben und das Tools sucht dir aus 20 Millionen Creative-Commons-Bildern jene aus, die zu den vorgegebenen Farben passen.

Das Tool stellt eine interessante Ergänzung zu den anderen Anwendungen dar. So findest du zu deinem Farbthema nämlich auch gleich die passenden Fotos – beispielsweise für einen Seitenhintergrund.

(dpe)

Denis Potschien

Denis Potschien ist seit 2005 freiberuflich als Kommunikationsdesigner tätig, seit Anfang 2010 im Kreativkonsulat in Iserlohn, einem Büro für Gestaltung und Kommunikation. Dort betreut er kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie kommunale Körperschaften und Organisationen aus Südwestfalen und dem Ruhrgebiet. Als Webdesigner und -entwickler gehören HTML5 und CSS3 zu seinen Kernthemen, weshalb er dazu 2013 ein Buch geschrieben hat. „Pure HTML5 und CSS3“ richtet sich an alle, die Vorkenntnisse haben, sich aber bisher mit HTML5 und CSS3 nicht oder nur am Rande beschäftigt haben.

Sortiert nach:   neueste | älteste | beste Bewertung
Wolfgang
Gast

Danke für diese Zusammenstellung. Die richtige Farbkombination ist insbesondere beim Webdesign im Zusammenspiel mit der Branche wichtig. Auch werden bestimmte Farben eingesetzt (z.B. grün) um Firmen und Branchen eine neue Corporate (Brand) Identity zu verleihen. Die richtige Kombination macht dann aus, ob die Farben zusammenpassen.

wpDiscuz