Tool-Tipp: Bilddiebstahl schnell aufgedeckt mit Copypants

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Wer kennt das nicht? Du setzt eigene Bilder auf deiner Website ein. Andere finden sie ebenfalls schön und schon macht dein Bild die Runde. Copypants hilft dir, dein Eigentum zu schützen.

Dienste gegen Bilderdiebe gibt es einige

Dienste, die dir dabei helfen, Bilderdiebe zu finden, gibt es bereits einige. Die simpelste Methode besteht darin, die Bildersuche der Kalifornier mit deinen Bildern zu füttern und sie nach etwaigen Einsatzorten fahnden zu lassen. Das funktioniert ganz gut, ist aber überaus umständlich und zeitaufwändig.

Andere Dienste funktionieren automatisiert, rufen aber teils drastische Preise auf. Was mir am neuen Dienst Copypants aus dem kanadischen Vancouver besonders gut gefällt, ist, dass die Kanadier es nicht beim Finden und Melden belassen. Vielmehr bieten sie dir ganz unkompliziert weitere Unterstützung an. Aber, beginnen wir mit dem Anfang.

Anschalten und warten, mehr ist nicht zu tun. (Screenshot: Dr. Web)

Copypants hilft dir nicht nur beim Finden, sondern auch danach weiter

Copypants verbindest du mit dem Online-Speicherort deiner Bilder, typischerweise deiner Website. Es ist jedoch ebenso möglich, Dropbox, 500px, Facebook, Flickr und Deviantart zu überwachen. Bei Facebook und Dropbox kannst du die Überwachung auf bestimmte Ordner beschränken, bei allen anderen Diensten werden stets sämtliche Bilder überwacht.

Einmal verbunden, sucht Copypants stetig nach Kopien deiner Bilder im Netz und meldet dir Resultate. Diese hast du jederzeit im Backend des Dienstes im Blick.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie du mit den festgestellten Verwendungen deiner Bilder umgehen willst. Hier bietet dir Copypants mehrere Möglichkeiten. Zum einen könntest du feststellen, dass es sich tatsächlich gar nicht um dein Bild handelt. Das würdest du Copypants per simplem Klick mitteilen. Zum anderen könntest du feststellen, dass es sich um eine Verwendung handelt, die du selber oder eine von dir autorisierte Person auf irgendeiner anderen Website vorgenommen hat. In diesem Falle würdest du die Nutzung per Klick erlauben.

Von sanft bis drakonisch: Copypants hilft dir bei der Durchsetzung deiner Bildrechte. (Screenshot: Copypants)

Nun kann es sich auch um eine Nutzung handeln, die du generell erlauben würdest, aber durchaus gern dafür als Urheber benannt würdest. Hier erlaubt dir Copypants per Klick den Bilderdieb zu kontaktieren und ihn um das Anbringen eines Urheberhinweises zu bitten. Wird dein Bild jedoch kommerziell verwendet, wirst du wohl eher eine Lizenzgebühr, denn eine bloße Urhebernennung erreichen wollen. Auch diese Vorgehensweise unterstützt Copypants, nebst Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Als Ultima Ratio reichst du über Copypants eine Takedown-Notice nach dem DMCA ein.

Copypants bietet ein überragendes Preis-Leistungsverhältnis

Damit bist du zum Thema Bildurheberrechte bestens versorgt. Sicherlich hast du dir schon gedacht, dass das Featureset Copypants nicht kostenlos zur Verfügung steht. Tatsächlich gibt es jedoch einen Free Account, mit dem du immerhin 100 Bilder von einem Speicherort aus überwachen kannst. Zwei weitergehende Aktionen (also Takedown, Lizenzgebühr usw. anfordern) sind ebenfalls kostenfrei möglich. Im Falle des erfolgreichen Erhebens einer Lizenzgebühr, behält Copypants 30 Prozent davon als Provision. In den kostenpflichtigen Plänen beschränkt Copypants sich auf fünf Prozent der Gebühr als Provision.

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Kommst du mit dem kostenlosen Account nicht hin, solltest du dir überlegen, einen Starter-Account für 8,25 US-Dollar monatlich (bei jährlicher Zahlweise) zu buchen. Der schützt 2.500 Bilder von zwei Speicherorten und erlaubt dir fünf Aktionen pro Woche. Selbst der Growth-Account für runde 25 Dollar und 15.000 Bilder macht dich nicht arm, wenn du beruflich Bilder erstellst. Eine erfolgreiche Lizenzgebühranforderung kann dir den Dienst schon bezahlen.

Fazit: Schau dir den kostenlosen Account jedenfalls an

Copypants macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Endlich wird das Thema mal zu Ende gedacht und konsequent mit Features hinterlegt. Die Kosten sind überaus überschaubar, selbst in den größten Accounts. Lege dir einen kostenlosen Account zu und schau dir den Dienst an. Upgraden kannst du jederzeit.

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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5 Kommentare auf "Tool-Tipp: Bilddiebstahl schnell aufgedeckt mit Copypants"

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Fiona
Gast

Die Frage ist doch, funktioniert dieser Service auch in Deutschland? Wer reagiert schon auf eine Englisch sprachige E-Mail mit einer Geldforderung in Sachen Urheberrechtsverletzung. Auf der Website habe ich nichts dazu gefunden. Ansonsten wäre dieses Angebot nämlich perfekt für mich.

klawischnigg
Gast
“Als Ultima Ratio reichst du über Copypants eine Takedown-Notice nach dem DMCA ein.” – und dann? Da wäre eine “Einreichung” beim Salzamt sinnvoller, das hätt’ wenigstens einen gewissen Charme. Wenn es nicht gerade eine us-amerikanische Seite ist, die die Bilder widerrechtlich verwendet ist dieses Verfahrern komplett nutzlos. Aber selbst dann kann es leicht ein Kampf gegen Windmühlen werden. Als Europäer (ohne US-Anwalt) einen Anspruch gegen eine us-amerikanische Rechtsperson (egal ob physische Person oder Firma) durchzusetzen, das bringt idR genau gar nichts. Was jetzt nichts gegen dieses Instrument an sich sein soll, es ist ja schon einmal hilfreich, wenn man auf… Read more »
Bill
Gast

Wir hatten kürzlich einen Abmahn Fall, wo die geforderte Schadenssumme zu Beginn vierstellig war. Nach einer Bildersuche kam heraus, dass das betroffene Bild keine 20 Euro kostete, da es auf einem Portal zur Nutzung angeboten wurde. Wir empfehlen einen auf Medien spezialisierten Anwalt! Es lohnt sich in vielen Fällen also genauer zu prüfen.

ahoy
Gast

Ich habe es mit dem kostenlosen Account bei copypants vesucht, allerdings passiert nix. Auch nach Tagen nicht. Ein Fotoblog sollte doch doch rasant gescannt sein oder was mache ich falsch?

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