SEO Textgeneratoren – 50 Texte in 3 Stunden mit dem Content Composer

Warum sollte man für viel Geld einen Textdienstleister engagieren, wenn man auch selber innerhalb kürzester Zeit jede Menge Texte erstellen kann? Mit einem Textgenerator ist genau das möglich. Wie funktioniert das, und was kann man erwarten? Wir haben es uns am Beispiel des Programms „Content Composer“ angeschaut.

Nie war der Bedarf an Texten größer als in der heutigen Zeit. Um mit der eigenen Internetseite ein besseres Ranking bei Google & Co zu erlangen, werden verlinkte Texte benötigt. Artikelverzeichnisse wie 4.am oder Fachwissen-Katalog stellen dafür die ideale Plattform dar. Jeder darf auf solchen Seiten Texte veröffentlichen und diese mit der eigenen Webseite verlinken. Doch ein Text allein erzielt noch keine große Wirkung. Erst eine große Anzahl an verlinkten Texten sorgt für ein besseres Ranking. Doch woher soll man all diese Texte nehmen? Sicherlich findet man im Internet eine Vielzahl an Textdienstleistern, doch, wenn man diese mit der Erstellung von rund 50 Texten a 300 Wörter (die Mindestlänge der meisten Artikelverzeichnisse) beauftragt, beläuft sich die Rechnung selbst bei günstigen Anbietern auf über 400 Euro. Zu viel Geld für Texte, die keinen hohen Qualitätsanspruch erfüllen müssen und eigentlich nur von den Suchmaschinen „gelesen“ werden. Also schaut man sich nach günstigen Alternativen um.

Der Textbroker wäre geeignet. Der Text-Marktplatz besticht mit günstigen Preisen, weil man für einen 300 Wörter Text nur (je nach Qualität) 3,60 Euro bis 5,70 Euro zahlt. Aufgrund der geringen Qualitätsansprüche der Artikelverzeichnisse könnte man sich mit den günstigsten Texten zufrieden geben, so dass man für 50 Texte rund 180 Euro bezahlt. Ein guter Preis, keine Frage. Doch, wenn man einen ständigen Bedarf hat, vielleicht sogar die Suchmaschinenoptimierung als Dienstleistung anbietet, wäre es schon vorteilhaft, könnte man noch günstiger wegkommen. Und dank der sogenannten Textgeneratoren ist dies sogar möglich.


Content Conposer zählt zu den bekanntesten Textgeneratoren

Textgeneratoren sind Programme, mit denen man innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl an Texten erstellen kann. Und das funktioniert wie folgt: man schreibt zunächst auf gewohnte Art und Weise einen Text. Danach gibt man für die einzelnen Wörter, Satzteile oder Sätze mögliche Alternativen ein.

Ein paar einfache Beispiele:

  • Für das Verb „laufen“ könnte man unter anderem rennen, flitzen, rasen, sausen oder preschen eingeben.
  • Für den Satz „Die Suchmaschinenoptimierung hat eine große Wichtigkeit“ ließen sich Alternativen eingeben wie zum Beispiel „Die Relevanz der Suchmaschinenoptimierung ist immens“ oder „Heutzutage kann kein Seitenbetreiber mehr auf die Suchmaschinenoptimierung verzichten“

Auf diese Art und Weise geht man den gesamten Text durch. Da wir am Ende für die Wörter beziehungsweise Sätze diverse Alternativen eingegeben haben, können vom Textgenerator daraus viele verschiedene Texte erstellt werden. Wie viele genau, hängt von der Anzahl der Alternativen ab. Zwar kann man die Anzahl der erstellten Texte frei wählen, doch wenn es an Alternativen beziehungsweise Synonymen mangelt, ist am Ende trotz aller Mühe doppelter Content vorhanden.

Im Test haben wir festgestellt, dass das Austauschen von Sätzen meist besser funktioniert als das Austauschen von Wörtern. Denn es ist schon mit einer großen Schwierigkeit verbunden, für jedes einzelne Wort etwa fünf Synonyme zu finden und stets darauf zu achten, dass alle denkbaren Kombinationen sich noch gut lesen. Bei dem Austauschen von kompletten Sätzen ist man einfach freier, man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen und muss nicht darauf achten, ob die Synonyme zu den übrigen Wörtern im Satz passen.

Um 50 Unique-Content-Texte zu erstellen, braucht es je Satz etwa 8 Alternativen. Sofern man mit der Bedienung des Programms zurechtkommt und einigermaßen kreativ ist, dauert die Arbeit an einem Text mit 300 Wörtern rund 3 Stunden. Und die Aussicht auf 50 Texte nach nur 3 Stunden Arbeit dürfte Grund genug sein, um sich näher mit den Textgeneratoren zu befassen.

Der Content Composer

Der Content Composer zählt zu den beliebtesten Textgeneratoren. Mit einem Preis von 497 US-Dollar (im Angebot 297 US-Dollar) mag es nicht unbedingt günstig sein, doch, wie bereits erwähnt, ist er langfristig rentabel. Es ist auch keine große Einarbeitung nötig, so dass man schnell mit dem Erstellen der Texte anfangen kann.

1. Zuerst müssen wir unserem Projekt einen Titel geben. Dazu klicken wir unten links auf „Content Statistics“ und geben im oberen Fenster den Titel ein. Von nun an können wir jederzeit speichern.

2. Der Content Editor ist zunächst uninteressant. Ganz oben können wir per Klick in das Content-Transformer-Template-Fenster wechseln.

3. Im Textfenster können wir nun unseren Artikel tippen beziehungsweise einfügen. Danach beginnen wir mit der Eingabe der Alternativen. Dazu markieren wir den betreffenden Satzteil und klicken danach auf das Auto-Create-Custum Symbol (siehe Bild unten).

4. Es öffnet sich das „Content Transformer Setup“ mit mehreren Textfeldern. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das rechte große Fenster und finden dort (eingerahmt von zwei Prozent Zeichen; siehe Bild unten) unseren markierten Satz wieder. Daran dürfen wir keine Änderung vornehmen. Stattdessen schieben wir den Regler nach rechts.

5. Hinter unserem Satz befindet sich ein = und dahinter steht erneut unser markierter Satz. Das Prinzip ist folgendermaßen, wir haben dem Programm mitgeteilt, dass wir für den markierten Satzteil Alternativen eingeben möchten. Das Programm erwartet nun von uns, dass wir hinter dem = all die einsetzbaren Satzteile eingeben.

6. Der erste mögliche Satzteil ist logischerweise jener Satzteil, den wir markiert haben. Schließlich kann dieser in den Texten verwendet werden. Dahinter setzen wir nun ein Komma und anschließend tippen wir einen alternativen Satzteil ein, der an dieser Stelle ebenfalls eingesetzt werden kann. Dahinter ein weiteres Komma und die nächste Alternative. Haben wir genug eingegeben, klicken wir unten auf OK.

Wieder zurück im Hauptfenster, können wir nun den nächsten Satzteil beziehungsweise das nächste Wort markieren und, wie beschrieben, auch dafür Alternativen eingeben. Möchten wir uns zwischendurch einmal anschauen, wie ein möglicher Text (bestehend aus unseren Alternativen) aussehen könnte, drücken wir auf unserer Tatstatur F5. Dies können wir beliebig oft wiederholen und jedesmal wird uns ein neuer Text angezeigt.

7. Haben wir unsere Arbeit an dem Text abgeschlossen, drücken wir F6 und können nun bestimmen, wieviele Artikel erstellt werden sollen, wie der Dateiname lauten soll, in welchem Dateiformat wir die Texte haben möchten und in welchem Ordner sie hinterlegt werden. Abschließend ein Klick auf den Button „Transform“ und schon werden die Texte erstellt.

Probleme und Lösungen
Soweit klingt die Bedienung des „Content Composers“ einfach. Leider hat das Programm seine Macken. Zunächst einmal stürzt es sowohl unter Windows XP als auch unter Windows Vista häufig ab. Ein regelmäßiges Zwischenspeichern ist also unbedingt zu empfehlen.

Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass es sich um eine englische Version handelt und die englische Sprache keine Umlaute (ä,ö,ü) kennt. Die Folge: Markiert man ein Wort mit Umlaut und wechselt in das „Content Transformer Setup“, so sind die Umlaute plötzlich verschwunden (siehe Bild unten). Das ist aber kein Grund, um auf Umlaute zu verzichten. Den Satzteil vor dem = lässt man unbedingt so zerstückelt wie er ist, und den Satzteil hinter dem = füllt man wieder mit den verschwundenen Umlauten aus. Wenn wir die Texte später vervielfältigen, wird die korrekte Version (also mit Umlaut) im Text verwendet.

Des weiteren könnte man sich an dem Fehlen einer deutschen Rechtschreibkorrektur stören. Gerade wenn man viele Satz-Alternativen eingibt, neigt man schließlich zum schnellen Tippen und es können Rechtschreibfehler entstehen. Das Programm wird uns darauf leider nicht aufmerksam machen. Also müssen wir uns selber helfen. Wir kopieren unsere Sätze und fügen Sie in einem Textprogramm mit deutscher Rechtschreibkorrektur ein. Auf den ersten Blick ist nun zu erkennen, ob wir uns irgendwo vertippt haben. Das mag aufwändig klingen, wird aber schnell zur Gewohnheit.

Das Hauptproblem wird bei den meisten Nutzern ohnehin nicht mit dem Programm zusammenhängen sondern mit der eigenen Kreativität. Für erfahrene Autoren mag es ein Leichtes sein, sich viele Synonyme und Satz-Alternativen auszudenken, doch für unerfahrene Schreiber kann es schon eine Herausforderung sein. Glücklicherweise gibt es im Internet eine passende Hilfe. Online-Synonym-Wörterbücher erleichtern die Arbeit ungemein, da nach der Eingabe eines jeden Wortes viele Synonyme angezeigt werden. Besonders zu empfehlen ist Wie-Sagt-man-noch und Synonyme-Woxikon.

Fazit

Nüchtern betrachtet mag es wie eine Zumutung erscheinen, einen dreistelligen Betrag für ein Programm zu bezahlen, das regelmäßig abstürzt. Aber selbst wenn es komisch klingen mag, bei der Arbeit stört es erstaunlich wenig. Es geht einem quasi ins Blut über, regelmäßig auf das Speichern-Symbol zu klicken. Wenn das Programm dann wirklich abstürzt, startet man es schnell neu und ruft die Datei wieder auf. Nach etwa 5 Sekunden kann man mit der Arbeit fortfahren.

Auch mit den sonstigen Macken (die Umlaut-Problematik und keine deutsche Rechtschreibkorrektur) kommt man überraschend schnell zurecht. Was dann noch bleibt, ist ein Textgenerator, mit dem man innerhalb kürzester Zeit viele Texte erstellen kann. Daher fällt das Fazit trotz aller Defizite positiv aus. ™

arbeitet als freiberuflicher Texter und Journalist und ist für Zeitschriften, Redaktionen und verschiedene Firmen tätig. Bevor er diesen Werdegang einschlug, konzentrierte er sich auf die dramaturgischen Aufgaben, wobei er ein Theaterstück und Drehbücher für Kurzfilme und Showreels schrieb.

Sortiert nach:   neueste | älteste | beste Bewertung
52eins
Gast
52eins
7 Jahre 5 Monate her
Das ist genau die Suchmaschinenoptimierung, die das Web braucht. Sinnfreie Texte in Textsammlungen, die lediglich Links generieren. Die „bessere“ Form der Linkfarmen. Hoffentlich werfen die Suchmaschinen bald diesen Quark aus ihren Indizes. Ein Zeichen unserer Zeit, in der die Menschheit immer mehr verblödet. Man selbst ist zu doof, gescheite Texte zu schreiben und diese auch noch auf sinnvollen Sites zu publizieren. Selbstverfreilich ist man auch zu geizig, damit Leute zu beauftragen, die das besser können. Also lassen wir das von Software erledigen. Und überhaupt muss alles fix fix gehen, schließlich haben wir keine Zeit, die nächste Party ruft schon nach… Read more »
Thomas Weise
Gast
7 Jahre 5 Monate her

Ich schließe mich der Meinung von 52eins an!

expressisverbis
Gast
expressisverbis
7 Jahre 5 Monate her

Selten findet man es trefflicher formuliert.
Gratuliere 52eins.

Frank B.
Gast
Frank B.
7 Jahre 5 Monate her
ich kann mich der allg. meinung dieser runde nur anschließen. man sollte schon seine eigenen gedanken zu papier bringen und das das texten nicht einer software überlassen. versteht man den beitrag von herrn jensen aber so, dass diese textgeneratoren einem beim finden der richtigen worte behilflich sein könnten – warum nicht! es ist ein frage des geldbeutels, ob man es sich leisten kann, professionelle leute zu beauftragen oder sich die mühe gibt und die zeit nimmt, selbst etwas aufzusetzen. ich selbst würde es nicht so hinbekommen, wie ein prof. texter. wie heißt es doch so schön. erst an die leser… Read more »
Harry Schmieder
Gast
7 Jahre 5 Monate her
Auch ich schließe mich meinen Vorrednern in beinahe allen Punkten an. Ich finde die gegenwärtige Entwicklung bezüglich SEO erschreckend und den Sinn völlig falsch. Beim Blick auf die Zukunft wird mir Angst und bange. Wo bleibt die individuelle Kreativität?! Wie kann sich derjenige durchsetzen, der es versteht, höchst benutzerfreundliche Websites mit relevantem und sinnvollem Content zu erstellen?! Das alles zählt heutzutage nicht mehr, weil man immer nur Tricks anwenden muss, um ein einigermaßen zufriedenstellendes Ranking zu erzielen. Dass das Ranking überhaupt das wichtigste Kriterium ist, stellt den Sinn des Internets und die Arbeit der Webdesigner bezüglich Infomaterial und Interessen der… Read more »
putty25
Gast
putty25
7 Jahre 4 Monate her

Google kann mittlereweile schon die Unterschiede zwischen händisch verfasste und Software generierte Texte erkennen. So mit erledigt sich eigentlich der Nutzen des Composer.

Homer Simpson
Gast
2 Jahre 8 Monate her

Ich kann mir kaum vorstellen, dass das dann auch wirklich funktionieren soll. Ich kann vielleicht ein Wort durch ein anderes ersetzten, aber das funktioniert theoretisch besser als praktisch. In den meisten Fällen kommt dann irgendein Kauderwäsch raus, welches sich nicht gut liest.

wpDiscuz

Mit der Nutzung unseres Angebots erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anzubieten und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Dadurch geben wir nicht personenbezogene Informationen zur Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Nähere Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung. Durch die Weiternutzung unserer Website (oder das ausdrückliche Klicken auf "Einverstanden") gehen wir davon aus, dass du mit der Verwendung von Cookies einverstanden bist.

Schließen