10 Tipps, die deinen Schreibstil verbessern

10 Wege, um durch Praxis zu einem besseren Blogger zu werden

Andreas Hecht

ist WordPress-Entwickler und bietet dir WordPress-Sicherheit für deine Website. Zudem entwickelt er...

Für manche Menschen ist es einfach nur natürlich, zu schreiben und einen Blog mit unterhaltsamen Artikeln zu füllen. Sie haben ein gutes Verständnis für Sprache und lernen schnell, effektiv zu kommunizieren. Die Ideen für ihre Beiträge fließen ihnen nur so zu und die Leser scheinen wie von selbst auf den Blog zu gelangen. Für die meisten Menschen hingegen ist gutes Bloggen durchaus schwierig. Es dauert länger, bis sie ihren Rhythmus und Schreibstil gefunden haben. Für diese Menschen habe ich diesen Artikel geschrieben.

10 Wege, um durch Praxis zu einem besseren Blogger zu werden

Ideen zu finden und dann darüber zu schreiben, erscheint leicht zu sein. Doch das ist für die meisten Schreiberlinge in der Anfangszeit gerade nicht so. Selbst wenn die Ideen kommen, ist es nicht wirklich einfach, diese in brauchbare Worte zu fassen.

Wie du lernen kannst, gut zu schreiben

Einfach nur Worte aneinander reihen, ist vergleichsweise einfach. Es hingegen so zu tun, dass man die Leser damit auch unterhalten kann, ist für den überwiegenden Teil der schreibenden Zunft schwierig. Auch ich lerne stets dazu und mein Weg war nicht leicht.

Ideen zu bekommen, gestaltete sich gerade in meiner Anfangszeit als schwierig. Diese umzusetzen jedoch fiel mir leicht. Allerdings in einem Stil jenseits von Gut und Böse. Ich habe viel Zeit benötigt, um meinen eigenen Stil zu entwickeln. Daher weiß ich genau, dass Praxis ungemein hilfreich ist. Und natürlich jemand, der dich an die Hand nimmt und die Geduld hat, dich zu verbessern und zu formen. (Danke Dir, Dieter!).

Viel hatte und habe ich zu lernen, etwas davon gebe ich heute an dich weiter. Zudem bekommst du ein paar Ideen, die deiner Entwicklung dienen könnten.

1 – Aktion und Reflexion

Dieses ist sicherlich einer der besten und effektivsten Wege, um gut zu schreiben. Verfasse Beiträge und analysiere kurze Zeit später, was du geschrieben hast. Bloggen bedeutet, viel zu schreiben und sich dann die Zeit zu nehmen, dass Geschriebene kritisch zu bewerten.

Wenn du kein Lektorat und Korrektorat hinter dir hast, die diese Aufgabe für dich erledigen, um dir dann eine profunde Rückmeldung zu geben, dann ist dies der beste Weg um zu lernen. Schaue daher auf deine letzten zehn Beiträge zurück und frage dich folgendes:

E-Book Effektives Online Marketing von Andreas Hecht

E-Book: Effektives Online Marketing

Entdecke die Power des perfekten Online-Marketings für deine Website. Du erfährst neue Techniken, die deine Website automatisch besser ranken lassen und die dir nach und nach einen Expertenstatus verleihen werden. [...]

  • Welche Beiträge haben am besten funktioniert und warum?
  • Welche Beiträge haben nicht funktioniert und warum?
  • Auf welche Beiträge hast du die meisten Kommentare bekommen und warum?
  • Was kannst du aus den funktionierenden Artikeln lernen?
  • Wie könntest du diese Beiträge noch verbessern?

Sicherlich gäbe es da noch eine Menge anderer Fragen, die du dir stellen könntest. Doch wenn du dir einmal alle zwei Wochen nur die genannten Fragen stellst, wirst du bereits eine Menge lernen können.

2 – Stelle dir Aufgaben

Hierbei geht es darum, deine Komfortzone zu verlassen und dir selbst eine schwierige Aufgabe zu stellen. Experimentiere mit einem anderen Schreibstil, oder versuche ein Thema in so wenig Worte wie nötig zu verfassen. Vielleicht versuchst du zudem, deine Füllwörter zu eliminieren und einen klareren Stil zu entwickeln.

Du könntest auch ein Thema wählen, an das du dich zuvor nicht recht herangetraut hast. Mache etwas anders, als du es bisher gewohnt bist. Fordere dich und schau dir an, was du durch diesen Prozess lernen kannst. Nichts verpflichtet dich dazu, diese Beiträge zu veröffentlichen. Es geht ausschließlich um den Lernprozess.

3 – Schreibe Gastartikel oder erstelle Videos

Die meisten Blogger schreiben für exakt ein Medium, nämlich für ihren eigenen Blog. Grundsätzlich muss das nicht falsch sein, nur dazulernen wirst du so kaum. Wenn du das hingegen möchtest, musst du deine Komfortzone verlassen und auch für andere Medien schreiben.

Ich habe fast ein Jahr für ein politisches Magazin geschrieben, dass ich mit einer Kollegin gründete. Dazu musste ich meine Komfortzone verlassen und mich auf etwas völlig Neues einlassen. Gerade in dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt. Trotzdem ist mir bewusst, dass ich jeden Tag lernen und mich stets verbessern kann.

Daher rate ich dir dringend, Gastartikel für andere Blogs zu schreiben. Vorzugsweise für erfolgreichere Blogs in deiner Nische. Diese möchten zumeist die Beiträge in einer bestimmten Form haben und sorgen durch konstruktive Kritik für eine Verbesserung deines Stils. Natürlich könntest du auch Videos aufnehmen und einen eigenen YouTube-Kanal gründen. Auch dieses Medium wird dich in deiner Kommunikation weiterbringen, wenn es zu dir passt.

4 – Nimm die gedruckten Medien in Angriff

Für ein gedrucktes Medium, also eine Zeitschrift oder ein Magazin zu schreiben, ist nicht einfach. Viele würden sogar so weit gehen und sagen, dass es unmöglich sei. Nichts ist unmöglich. Das musst du wissen. Wenn du wirklich für ein Magazin oder eine Zeitung / Zeitschrift schreiben möchtest, dann wirst du dieses Ziel mit einiger Hartnäckigkeit erreichen können.

Die Frage ist nur: Was bist du bereit zu investieren? Wenn du täglich alles gibst, beständig dazulernst und dein Ziel nicht aus dem Fokus lässt, dann tust du alles Nötige, um es zu erreichen. Der Weg ist hart, steinig und lang. Doch er kann gegangen werden.

5 – Frage nach Kritik

Bloggen ist eine Tätigkeit, die dir sehr unmittelbare Kritik vermitteln kann. Wenn du bereits ausreichend Traffic auf deinem Blog verzeichnen kannst, dann frage deine Leser nach direktem Feedback.

Sie werden dir mitteilen, was sie mögen und was nicht. So erfährst du von Fehlern, auf die du selbst nie gekommen wärst. Zudem wirst du deinen Blog optimieren können, da das Feedback bisweilen technischer Natur sein kann.

Wirklich sehr gute Kritik wirst du von anderen Bloggern erhalten. Solltest du durch Gastbeiträge bereits eine Beziehung hergestellt haben, bitte diese Menschen um Kritik! Da sie deinen Blog mit völlig anderen Augen sehen, wirst du Dinge zu hören bekommen, die zumeist extrem hilfreich und konstruktiv sein können.

Allerdings: Du könntest so eine Menge Dinge zu hören bekommen, die du als sehr hart und gnadenlos empfinden könntest. Da musst du durch. Denn gerade dadurch lernst du unendlich viel dazu.

6 – Lies und analysiere andere Blogger

Das ist einer der besten Tipps, die ich dir geben kann. Vorteilhaft wäre hier, die Blogger zu lesen, die wirklich erfolgreich sind. Lies auch die Autoren in Fachzeitschriften und analysiere den Stil der Menschen hinter diesen Publikationen.

Hierbei geht es nicht darum, den Stil zu kopieren. Leser bemerken recht schnell, wenn du versuchst, einen anderen Blogger zu imitieren. Doch einige grundlegende Dinge werden sich auf dich abfärben. Vielleicht die Art, in der Überschriften verfasst werden. Es könnte auch die Aufteilung eines Posts oder aber die Art sein, in der man die Zusammenfassung am Beginn eines Artikels verfasst.

So vieles kannst du von anderen Bloggern und Autoren lernen. Mach dich auf die Suche. Schwierig ist es beispielsweise, auf Beiträge Kommentare zu erhalten.

7 – Lies deine Beiträge laut

Gerade mit dieser Taktik wirst du eine Menge stilistischer Fehler entdecken können. So mancher geschriebene Absatz hört sich laut ausgesprochen nicht halb so gut an wie gedacht. Immer, wenn ich mir nicht sicher bin, wie ich etwas formulieren soll, lese ich mir Passagen laut vor und finde dann ziemlich schnell heraus, ob das Geschriebene einfach nur Mist ist.

Wenn dein Post schlecht klingt, ist er auch schlecht. Kein wirklich erfolgreiches Buch hört sich laut ausgesprochen schlecht an. Lies Harry Potter laut oder die Millennium-Trilogie. Diese Erfolge lesen sich nicht nur gut, sie hören sich auch gut an. So gut, dass die Menschen in die Lesungen der Autoren gehen und Geld dafür ausgeben.

8 – Kritisiere deine alten Beiträge

Du bloggst schon eine Weile? Dann hast du voraussichtlich schon etliche Artikel geschrieben und verfügst über eine ausreichende Sammlung von Texten. Mache eine Zeitreise und gehe weit in die Vergangenheit zurück.

Analysiere deine eigenen Frühwerke wie ein Dritter, der diese Texte nicht schrieb, sondern nur liest. Gehe hart mit dir in die Kritik und frage dich, was du verbessern könntest. Vielleicht gehst du noch einen Schritt weiter und schreibst die Beiträge um und aktualisierst sie? Auf diese Art könntest du an Evergreen-Content geraten, der immer wieder die Besucher auf deine Website zieht.

9 – Miete dir einen Lektor

Wenn dich ein Tipp weiterbringen kann, dann ist es dieser. Natürlich kostet ein Lektor Geld. Mit einem Blog im Rücken, der bereits Geld verdient, ist dieser Schritt hingegen nicht mehr so kostenintensiv, wie er erscheinen mag.

Freie Lektoren konzentrieren sich hauptsächlich auf klassisches Korrekturlesen und das Bearbeiten von Manuskripten. Im Zentrum der Arbeit stehen formale und inhaltliche Aspekte eines Textes.

Miete dir für einige Tage oder eine Woche einen professionellen Lektor. Lasse den Lektor jeden einzelnen Beitrag begutachten, den du in dieser Zeit veröffentlichen möchtest. Du kannst sicher sein, in dieser Zeit unendlich viel zu lernen. Es könnte allerdings auch eine frustrierende Zeit sein, weil dir ein Lektor jedes Manko aufzeigen wird. Im Anschluss wirst du jedoch bessere Texte verfassen können.

10 – Belege einen Schreibkurs

Viele professionelle Lektoren und Editoren bieten Schreibkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Einen dieser Kurse zu belegen, kann dich durchaus weiterbringen und ist nicht so kostenintensiv wie das Mieten eines Lektors.

Wenn du die Zeit und das Geld hast, dann versuche ruhig, diesen Schritt zu gehen. Bedenke, dass du nichts zu verlieren, aber eine Menge zu gewinnen hast.

Fazit: Bleib am Ball

Eine Karriere als Blogger in Angriff zu nehmen, ist kein Zuckerschlecken. Gerade am Anfang wirst du es als sehr schwierig empfinden, dich am Markt durchzusetzen. Doch auch später wirst du noch einige Male mit dir zu kämpfen haben. Kritik wird auf dich niederprasseln und es gibt stets etwas zu verbessern und zu lernen. Du benötigst daher vor allem diese Eigenschaft: Durchhaltevermögen.

(dpe)

Andreas Hecht

ist WordPress-Entwickler und bietet dir WordPress-Sicherheit für deine Website. Zudem entwickelt er WooCommerce Shops mit Ladezeiten von unter einer Sekunde. Er schreibt seit 2012 für Dr. Web. Auf seinem Blog veröffentlicht er unter anderem nützliche WordPress-Snippets.

Sortiert nach:   neueste | älteste | beste Bewertung
Daniel
Gast

Gute Artikel zu schreiben is schon eine kunst Art. Da muss man nicht nur auf artikulierung achten, sondern auch darauf das es von anfang bis zum ende den leser dran hallt. Es darf weder zu lang noch zu kurz. Das wichtigste ist aber immer noch das man am ende noch spass am schreiben hat. Wenn man selbst kein spass hat wird der leser auch schnell gelangweilt und hort auf zu lesen.

wpDiscuz