Photoshop Elements 14 #7: Das Ebenenprinzip einsteigerfreundlich erklärt

Das Ebenenprinzip einsteigerfreundlich erklärt

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen...

Herzlich willkommen zu unserer Serie hilfreicher Tutorials rund um die neue Version 14 des kleinen Bruders von Photoshop. Gerade für das Webdesign reicht vielfach das wesentlich günstiger zu erwerbende Photoshop Elements 14 vollkommen aus. Wenn es um einfache Bildbearbeitung mit Assistentenunterstützung geht, ist Elements sogar empfehlenswerter als der große Bruder. Kurzum, für die meisten Seitenbetreiber in der Weite des Netzes wird Photoshop Elements 14 jedenfalls nicht zu wenig bieten. Verfolge unsere umfassende Serie und du wirst zum Master of the Elements.

Das Ebenenprinzip einsteigerfreundlich erklärt

Da die Serie zu einem späteren Zeitpunkt auch als eBook verfügbar sein wird, haben wir für die Tutorials die formelle Anrede gewählt.  Wundere dich also nicht, wenn du im folgenden plötzlich wieder gesiezt wirst ;-)

Grundkurs: Photoshop Elements 14

Elements-Kurs Folge 7 | Das Ebenenprinzip einsteigerfreundlich erklärt

Der Erfolg der Bildbearbeitung Photoshop und seiner Varianten basiert sehr stark auf der Idee der Ebenen. Statt mit nur einem Foto in einem Dokument zu arbeiten, liegen in diesem auf Wunsch nicht nur einige Fotos übereinander und ergeben so ein ganz neues Bild, sondern es könnten auch Formen, Text oder gar Einstellungen der Software abgelegt werden. Dazu bietet uns Elements ein eigenes Bedienfeld, dessen Optionen so vielfältig wie mächtig sind.

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Das Ebenenprinzip #1: Ebenen leicht erklärt

Bisher wurden Farben und Kontraste optimiert, auch schon im Detail. Und damit haben wir auf einer Ebene gearbeitet. Jedes Dokument besteht aus mindestens einer Ebene, der so genannten Hintergrundebene. Sie sehen diese am rechten Rand, sobald Sie ein Foto öffnen, mit „Hintergrund“ betitelt. (falls nicht, so gehen Sie bitte auf Fenster > Ebenen)

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Weitere Ebene erzeugen

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Gehen Sie im Menü auf Ebene > Neu > Ebene. Sie können der Ebene einen Namen geben und auch einige weitere Einstellungen vornehmen. Es reicht aber zunächst, den Vorgang über OK abzuschließen. Sie sehen am rechten Rand oberhalb der Ebene „Hintergrund“ nun eine „Ebene 1“. Aktivieren Sie den Pinsel aus der Werkzeugleiste und malen Sie mit einer beliebigen Farbe im Dokument einige Striche ein. Da Sie eine neue Ebene erzeugt haben, malen Sie nicht auf dem Foto, sondern auf einer leeren Ebene genau darüber.

Zum Beweis könnten Sie diese einmal kurz deaktivieren und dann auch gleich wieder aktivieren. Gehen Sie dazu im Ebenenbedienfeld an der rechten Seite auf das Augensymbol der „Ebene 1“ und klicken Sie dieses an. Die Ebene wurde ausgeblendet, die farbigen Striche sind nicht mehr zu sehen. Klicken Sie das Augensymbol ein zweites Mal an, so werden die Linien wieder sichtbar.

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Ebenenprinzip dargestellt

Anhand der folgenden Grafik können Sie das Grundprinzip leichter verfolgen. Ebenen bauen sich zu einem Bild auf, wobei weiter oben liegende Ebenen darunter liegende überdecken. Sie sehen dazu in der rechten, unteren Ecke die einzelnen Ebenen des Bildes, das sich oben im Hintergrund als Ganzes zeigt. Die Grafik auf der linken Seite zeigt den Aufbau der Ebenen noch einmal anhand von Farben. Die braune Ebene 5 könnte etwa die Hintergrundebene sein, darüber liegen dann die weiteren Ebenen 1 bis 4, die jeweils mit einer anderen Farbe gefüllt wurden.

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Das Ebenenprinzip #2: Deckkraft und Transparenz

Die „Ebene 1“ ist aktiv und blau hinterlegt. Sie sehen gleich oberhalb des Schriftzuges „Ebene 1“ die Deckkraft. Darüber steuern Sie die Sichtbarkeit einer Ebene. 100% bedeutet eine komplette Sichtbarkeit, bei einem Wert von 50% ist die Ebene halbdurchsichtig und bei 0% natürlich gar nicht mehr sichtbar. Bereiche, die eine Sichtbarkeit von 0% aufweisen, werden auch als transparent beschrieben.

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Das Ebenenprinzip #3: Verschiedene Typen von Ebenen

Es gibt verschiedene Arten von Ebenen in Photoshop Elements 14. Zwei haben Sie schon kennengelernt: die Hintergrundebene, die sich von normalen Ebenen nur dadurch unterscheidet, dass sie fixiert und somit von Bewegungen ausgeschlossen ist, sowie normale Ebenen, wie halt die „Ebene 1“. Setzen Sie ein Text-Werkzeug ein, so entsteht eine Text-Ebene. Dabei bleibt der geschriebene Inhalt jederzeit editierbar. Übrigens: Ein Doppelklick auf die Ebenenminiatur wählt den kompletten Text schnell aus.

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Weitere Ebenenarten

Auch bei den Form-Werkzeugen wie etwa dem Rechteck-Werkzeug wird eine besondere Ebene erzeugt. Hier sorgt ein Doppelklick für das Öffnen des Farbwählers, um schnell die Farbe der Form anzupassen.

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Optimierungen als Ebene

Über das Menü und Ebene > Neue Einstellungsebene können Sie sogar einige der Korrekturen zum Überarbeiten im Ebenenbedienfeld ablegen. Nach dem Bestätigen stellen Sie die jeweilige Funktion nach Bedarf und wie gewohnt ein. Wir die Ebene später wieder durch Anklicken aktiviert, so können Sie die Einstellungen wieder editieren.

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Farben als Ebene

Ebene > Neue Füllebene bietet noch die Option, Farben, Verläufe oder Flächen als Ebene abzulegen, die ebenso jederzeit editierbar bleibt.

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Das Ebenenprinzip #4: Füllmethoden vorgestellt

Ihnen wird vielleicht schon im Ebenenbedienfeld (gleich neben der Deckkraft) der Eintrag „Normal“ aufgefallen sein. Dahinter verbergen sich zahlreiche Berechnungsmethoden, wie die aktuelle Ebene mit allen darunter liegenden verrechnet wird. Diese Methoden werden Füllmethoden oder auch Mischmodi genannt. Zum Kennenlernen bitte ich Sie, ein relativ helles Foto zu öffnen und einmal im Menü auf Ebene > Neu > Ebene durch Kopie zu klicken. Ändern Sie die Füllmethode dieser Ebene von Normal auf Multiplizieren ab. Sie werden erkennen, dass sich das Foto generell abgedunkelt hat.

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Negativ multiplizieren

Öffnen Sie ein zu dunkles Foto, drücken Sie Strg+J auf Ihrer Tastatur (das entspricht Ebene > Neu > Ebene durch Kopie) und ändern Sie die Füllmethode auf Negativ multiplizieren ab. So wurde das Foto aufgehellt. Diese zwei Berechnungsmethoden beziehen sich also auf die Helligkeitswerte.

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Ineinanderkopieren und Weiches Licht

Es gibt zwei weitere Füllmethode, die praktisch eine Kombination aus Multiplizieren und Negativ multiplizieren sind: Ineinanderkopieren und Weiches Licht. Dabei sorgen hellere Bereiche der Ebene für eine Aufhellung (wie bei Negativ multiplizieren) und dunkle Bereiche für eine Abdunkelung (wie bei Multiplizieren).

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Das Ebenenprinzip #5: Reihenfolge anpassen oder löschen

Oft ergibt es Sinn, die Reihenfolge der Ebenen anzupassen. Wir haben gelernt, dass die jeweils obere Ebene die darunter liegende überdeckt. Um nun die Position einer Ebene zu verändern klicken Sie diese an, halten die Maustaste gedrückt und ziehen sie nach oben oder unten. Bei einer Hintergrundebene, die ja fixiert ist, müssen Sie diese Fixierung zunächst lösen, über einen Klick auf das Icon an der rechten Seite der Ebene.

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Löschen und benennen

Um eine Ebene zu löschen, aktivieren Sie diese durch Anklicken (falls nicht schon geschehen) und drücken dann die Entfernen-Taste. Auch der Papierkorb als Symbol am oberen Rand des Ebenenbedienfeldes sorgt dafür. Übrigens können Sie einer Ebene auch einen weitaus aussagekräftigeren Namen geben: klicken Sie dazu den aktuellen Ebenennamen im Ebenenbedienfeld doppelt an.

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Das Ebenenprinzip #6: Ebenenstile

Erstellen Sie eine neue Ebene, etwa über Umschalt+Strg+N (was Ebene > Neu > Ebene entspricht), und erstellen Sie mit dem Abgerundetes-Rechteck-Werkzeug eine Fläche. Gehen Sie im Menü auf Ebene > Ebenenstil > Stileinstellungen. Es öffnet sich ein Dialog-Fenster, in dem Sie einige Effekte für die aktuelle Ebene aktivieren können. Aktivieren Sie etwa einen Schlagschatten und eine Kontur. Nach dem Bestätigen werden Sie sehen, dass diese Effekte der Ebene zugeordnet wurden, was durch ein fx-Symbol dargestellt wird. Ein Doppelklick darauf öffnet wieder das entsprechende Dialog-Fenster.

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(dpe)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.