Mit Domainhandel Geld verdienen

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Sven Lennartz

Als Gründer habe ich Magazine für Webdesigner und -Entwickler aufgebaut. Das Smashing...

Domainnamen werden wie Immobilien verkauft, versteigert und vermietet. Angesichts eines immensen Überangebots ist der Handel alles andere als einfach. Mit attraktiven Namen ist trotzdem ein Erfolg möglich.

Der größte Teil der registrierten Domainnamen ist nicht einmal in Gebrauch. Das heißt jedoch nicht, dass diese alle zum Verkauf stünden. Namen werden vorsorglich reserviert: aus markenrechtlichen Gründen, für zukünftige Projekte, als Aliase, als Reserve oder zum Zweck der Suchmaschinenpromotion.

Chancen auf einen Verkauf bieten nur wirklich attraktive Namen. Ein wichtiger Faktor ist die TLD. Außerhalb von .de (respektive .at und .ch), .com, .info, .eu und .biz sind die Chancen praktisch Null. Vermeintlich attraktive Endungen wie .net oder .org sind nicht wirklich lukrativ, vor allem dann nicht, wenn ein .de oder .com Pendant bereits existiert. Solche Namen sind wertlos und bergen nicht unerhebliche Risiken in sich. Bestenfalls lenkt man als Betreiber einer solchen Domain seine Kunden zur Konkurrenz.

Kombinationen mit Zahlen (drweb7.de) oder sehr lange Namen (die-ist-ein-toller-domainname.de) eignen sich nicht für einen Verkauf. Auch Kombinationen wie surftipp4u.de sind nur eingeschränkt interessant, es gibt zu viele davon, die Gefahr einer Verwechslung mit ähnlichen Namen ist groß.

Einprägsamkeit ist Trumpf, dann ist auch ein Bindestrich kein Problem (domain-name.de). Mehr Interesse ist bei Domainnamen zu erwarten, die sich kommerziell nutzen lassen. Wo Geld verdient werden kann, wird es auch ausgegeben. Natürlich spielt auch hier der Erotikbereich eine besondere Rolle. Solche Betreiber haben ein gesteigertes Interesse daran, möglichst attraktive Domainnamen zu besitzen. Ihre Anzahl wirkt sich beinahe unmittelbar auf die Einnahmen aus, man ist deshalb auch gern bereit weitere Namen hinzuzukaufen.

Generische Namen, also Schlagworte wie Auto oder Computer, sind ganz besonders gefragt – nur leider nicht unendlich verfügbar. Solche Begriffe werden von Surfern sowohl direkt in den Browser eingetippt als auch über Suchmaschinen benutzt, allein das sichert einen stetigen Strom an Traffic und macht entsprechende Namen wertvoll. Die Domain urlaubsreisen.de war einem Käufer 5700 Euro wert. Und nicht umsonst gilt sex.com als wertvollste Domain der Welt, die im zweistelligen Millionenbereich gehandelt wird.

Wie finde ich einen Käufer?
Verlassen Sie sich nicht auf die bekannten Domainbörsen. Diese bieten zwar eine ideale Plattform. Allerdings sind hier häufig Händler unter sich. Das Angebot an Domainnamen ist schier grenzenlos, so dass nur wenig Aussicht bleibt, überhaupt wahrgenommen zu werden. Darauf verzichten sollte man jedoch auch nicht.

http://www.sedo.de
http://www.greatdomains.com
http://www.domain-handel.de
http://www.ebay.de

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Bei Ebay wurde die Domain javascripte.de angeboten, und bei einem Gebot für gerade einmal 100 Euro ersteigert. So geht es den meisten Angeboten. Der Anbieter hatte, sein “Sofortkauf-Angebot” zeigte es, Preisvorstellungen in der Größenordnung von 2000 Euro.

Erfolgversprechender ist es, für die zu verkaufende Domain eine Webseite zu erstellen. Diese kann neben der Kontaktadresse auch Ideen zur Verwendung eines Namens enthalten. Melden Sie diese Seite in den Suchmaschinen an. Wenn Sie über eigene Webprojekte verfügen, verlinken Sie dorthin (Stichwort Page Rank) und schalten Sie Eigenanzeigen. Diese Seite kann neben Informationen auch ein Formular enthalten oder Interessanten auffordern, ein Gebot abzugeben.

Was kann ich herausholen?
Rekordpreise sind selten. Sehr selten sogar. Eine gute Übersicht über bisher erzielte Preise bietet der Domain-Spiegel. Selbst wirklich attraktive Namen dürften kaum mehr als 500 bis 1000 Euro erzielen. Ausnahmen kommen immer dann zustande, wenn es eine entsprechende Nachfrage gibt. Wer einen Ihrer Namen unbedingt haben will, wird auch bereit sein, dafür zu bezahlen. Geben Sie bei Angeboten keine Mondpreise an, bleiben Sie realistisch. Online-Tools, die den Wert einer Domain schätzen, sind im Übrigen weitgehend Unfug.

Professionelle Händler bieten Pakete an, die gleich Dutzende oder sogar Hunderte von thematisch verwandten Namen enthalten. Wert steigernd wirkt es sich aus, wenn Sie über mehrere TLDs eines Namens verfügen. Zudem können Domainnamen auch vermietet werden. Das senkt die Hürden für den Käufer und bietet dem Verkäufer planbare Einnahmen.

Material zum Thema:

Sven Lennartz

Als Gründer habe ich Magazine für Webdesigner und -Entwickler aufgebaut. Das Smashing Magazine, das zu den 10 bekanntesten und trafficstärksten Blogs der Welt gehörte. Oder das Dr. Web Magazin, das nicht nur als Blog in Deutschland ganz vorn dabei war. Ich helfe dir, im Internet mit Blogs und Webseiten Erfolg zu haben.

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Heinz Tiede
Gast

Ist der Artikel heute (26.04.2009) noch aktuell?

Frank Lehmann
Gast
Werte Freunde des Internets, zurzeit bin ich dabei für einen guten Freund die notwendige Internetplattform für ein Kunstprojekt vorzubereiten. Dabei bin ich über diesen Artikel gefallen. Meine Meinung wollt ihr wissen? Ich finde den ganzen Domainhandel pervers. Es ist der Versuch aus NICHTS Geld zu machen. Das ist ein besonders anschauliches Beispiel, wie solche Sachen wie Börse und Spekulation funktioniert, die potentiell dazu geeignet sind Krisen auszulösen und unsere Welt noch besch… zu machen, als sie schon ist.. Was sollte man tun? Jedermann hat das Recht sich Domains im Internet zu reservieren. Er muss sie aber auch nutzen. Solche Aktionen,… Read more »
Karl
Gast

Dieser Artikel ist nach wie vor aktuell. Ich habe vor einiger Zeit meine Domain für die Immobilienbranche an einen sehr netten Herrn aus der Immobilienszene verkauft. Ohne Sedo! Dort war die Domain 6 Monate geparkt. Ergebnis null. Er hat einfach per Email bei mir angefragt.
Ich möchte mit meinen Domainen, die ich nicht mehr benötige, nicht den offizeillen Handel betreiben. Natürlich freue ich mich, wenn mir etwas dafür bezahlt wird. Momentan habe ich 2 Domainen abzugeben. Die Namen (Dating- und Affiliate-bereich)gerne auf Email-Anfrage. Ich möchte auf dieser Seite keine Werbung dafür betreiben.

Gruß
Karl

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[…] Sven Lennartz auf seinem Blog. Anschließend gibt er gute Hinweise, wie Domainhandel funktioniert und auf was […]

Imre
Gast

@Frank Lehmann: Ich kann dir nicht zustimmen. Es gilt: Wer für eine Domain bezahlt, bekommt sie auch. Wenn Herr Schmidt die Domain Schmidt.de haben will, soll er dafür bezahlen. Wenn er nicht so viel dafür ausgeben will/kann, hat er immer noch die Möglichkeit herr-schmidt.de oder schmidt-meister.de kaufen… ;)
Reservieren ist nichts illegales, denn die Person, die eine Domain reserviert, bezahlt dafür solange, bis sie in ihrem Besitz ist!

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[…] Geld verdient werden kann, gefolgt von .net, .eu, .org und .de. Schenkt man diversen Blogs wie drweb.de glauben, ist der Preis von einigen hundert bis tausend- Euro pro “attraktiver” Domain […]

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