So gründest du einen Webshop

Frank Schneider

Der studierte Diplom-Betriebswirt (FH) Frank Schneider hat sich auf die betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche...

Es gehört heutzutage zum Standard, dass wir unsere Einkäufe im Internet tätigen. Denn es bietet uns die Möglichkeit, nicht bei Wind und Wetter zum nächsten Laden laufen zu müssen, sondern bequem vom Sofa aus zu bestellen. Andererseits ermöglicht es Unternehmen, ihren Absatzmarkt zu erweitern, eine größere Zielgruppe anzusprechen und Neukunden zu akquirieren. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass sich immer mehr Menschen über Produkte im World Wide Web informieren und ein Online-Shop daher für den Nutzer attraktiv sein muss. Wenn du den Schritt in die Selbstständigkeit mit der Gründung eines Webshops wagen möchtest, gilt es demnach einiges zu beachten, damit aus deiner Idee ein lukratives Geschäft entsteht. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung helfen dabei, erfolgreich einen Shop zu gründen.

Gründung Webshop

1. Ein Online-Shop will finanziert werden

Wie jeder Neugründer hast du eine Geschäftsidee, von der du überzeugt bist. Diese gilt es nun adäquat umzusetzen, damit deine Selbstständigkeit nicht endet, wo sie eigentlich beginnen sollte. Damit deine Unternehmung von Erfolg gekrönt ist, empfehlen wir dir, einen Businessplan zu erstellen. Der bringt nämlich einige Vorteile mit sich:

  • Du verschaffst dir einen Überblick über die Umsetzung sowie die Erfolgschancen deiner Idee.
  • Fehler werden von dir rechtzeitig gefunden und können behoben werden, bevor sie dir Schaden zufügen.
  • Er wird dir gegebenenfalls dabei helfen, notwendige Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen.

Sofern du mit dem Gedanken spielst, einen Kredit, ein Darlehen oder Fördermittel beim Staat, der Bank und/oder bei privaten Investoren zu beantragen, hilft dir der Businessplan. Denn er zeigt externen Geldgebern, ob sich eine Investition in dein Unternehmen lohnt bzw. als gewinnbringend erweisen könnte.

2. Gewerbeanmeldung nicht vergessen

Wenn du dich selbstständig machst und einen Webshop gründest, bist du zu einer Anmeldung beim Gewerbeamt gesetzlich verpflichtet. Weiterhin musst du deine Selbstständigkeit dem örtlichen Finanzamt melden, um deine Umsatzsteuernummer zu erhalten. Je nachdem was für Produkte du anbietest bzw. in welcher Branche du tätig bist, kann auch der Gang zur zuständigen Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer notwendig sein. Informiere dich frühzeitig darüber, welche Behördengänge vor dir liegen.

3. Was macht eine erfolgreiche Webseite aus?

Du musst dir von Vornherein im Klaren darüber sein, dass Konsumenten stets den Weg des geringsten Widerstandes gehen werden. Das bedeutet, dass dein Online-Shop folgende Punkte beinhalten muss, um zum einen einen professionellen Eindruck zu hinterlassen, und zum anderen die Konsumenten auf deiner Plattform zu halten:

  • Ein ansprechendes Design
  • Eine leichte Bedienung bzw. Navigation
  • Eine funktionelle Aufteilung in einzelne Kategorie- und Produktseiten
  • Eine Suchfunktion
  • Aussagekräftige Produktfotografien
  • Detaillierte Texte mit Mehrwert für den Kunden
  • Optimierung des Inhalts für mobile Endgeräte
  • Ein großes Angebot an aktuellen Zahlungsmitteln wie Paypal, Kreditkarte, Lastschrift oder Sofortüberweisung

Du musst den Nutzern den Bestellvorgang so einfach wie möglich machen. Durch die Suchfunktion können sie entweder gezielt nach dem einzelnen Produkt suchen oder sich einen Überblick über die Produktkategorie verschaffen. Wenn sie zu lange suchen müssen und nicht fündig werden, verlassen sie deinen Shop und kaufen woanders ein.

4. Rechtsschutz ist enorm wichtig

Zunächst einmal ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass ein seriöses Unternehmen sowohl die Allgemeinen Geschäftsbedingungen als auch das Impressum gut sichtbar für die Kunden positioniert. Denn dies ist für Verbraucher ein sicheres Zeichen dafür, dass sie bei einem seriösen Anbieter ihre Produkte kaufen. Ebenso wichtig sind außerdem folgende Informationen:

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Betreiber eines Online-Shops müssen stets die aktuellen Vorschriften im Blick behalten. Denn noch immer kursieren veraltete Versionen der Widerrufsbelehrung auf diversen Verkaufsseiten. Diese wurde jedoch 2014 geändert. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

5. Vertrieb und Logistik

Ein Webshop besteht aus mehr, als die Webseite zu pflegen und die verkauften Produkte an die Kunden zu verschicken. Spätestens, wenn dein Geschäft wächst und deine Umsätze steigen, musst du stets einen Überblick über deine Warenein- sowie ausgänge behalten, um effektiv Handel betreiben zu können. Ich empfehle dir daher ein vernünftiges Warenwirtschaftssystem, denn dieses hilft dir dabei, folgende Dinge zu meistern:

  • Sammlung der Bestellungen
  • Überwachung des Lagerbestands
  • Erstellen von Aufträgen sowie Rechnungen
  • Buchhaltung
  • Lagerwirtschaft

Dafür gibt es spezielle Software, die dir anzeigt, wenn es nur noch wenige Exemplare eines Produktes gibt und füllt deinen Lagerbestand gegebenenfalls selbstständig wieder auf.
Lager ist ein wichtiges Stichwort. Du darfst nämlich nicht vergessen, dass du deine angebotenen Güter adäquat lagern musst. Dafür benötigst du geeignete Räumlichkeiten. Diese sind zwingend notwendig, auch wenn sie für zusätzliche Kosten sorgen. Ebenso wichtig wie die Lagerung ist der Versand. Du als Jungunternehmer hast wahrscheinlich ein begrenztes Budget und wirst dir keinen eigenen Fuhrpark leisten können. Weiterhin sind Fahrzeuge und Behälter notwendig. Da dies mit enormen Kosten verbunden ist, entscheiden sich viele Unternehmen dafür, diesen Teil an einen Behälterlogistiker wie Sprintbox auszulagern. Für einen fairen Preis liefern diese Unternehmen nicht nur die verkauften Waren von A nach B, einige Firmen stellen zusätzlich die notwendigen Behälter, Paletten und Container für einen vorschriftsmäßigen Transport zur Verfügung.

6. Die richtigen Werbemaßnahmen für deinen Webshop

Seid euch stets bewusst, dass es im Onlinehandel sehr viel Konkurrenz gibt. Um besser zu sein, müsst ihr frühzeitig anfangen, kräftig die Werbetrommel zu rühren. Ich empfehle euch, von Anfang an eine Cross-Media-Marketingstrategie durchzuführen. Das bedeutet, dass ihr sowohl Online-Marketing als auch Printwerbung betreibt. Auch mit einem knappen Budget könnt ihr adäquate Werbemaßnahmen ergreifen:

  • Macht in den Sozialen Medien auf euch aufmerksam!
  • Flyer, Visitenkarten und Prospekte ziehen ebenfalls eine große Zielgruppe an.
  • Nutzt Streuartikel und verteile vielleicht ein paar kleine Werbegeschenke.

Frank Schneider

Der studierte Diplom-Betriebswirt (FH) Frank Schneider hat sich auf die betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche Marketing, Personal und Controlling sowie Rechnungswesen spezialisiert und ist als selbständiger Betriebswirt (Unternehmensberater) tätig. Daneben schreibt der freischaffende Autor als Experte für bekannte Onlineportale und Fachverlage zum Thema Unternehmensführung und der Existenzgründung.

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Marco
Gast

Der richtige Artikel zur richtigen Zeit. Gibt einen guten Überblick über die Thematik Webshop.
Vielen Dank für den Überblick.

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