E-Commerce: wie Nutella & Co. ihre Kunden mit personalisierten Artikeln binden

Redaktion Dr. Web

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„Have it your way“ – mit diesem Slogan wirbt der Fastfood-Riese Burger King schon seit mehr als 40 Jahren dafür, dass man sich seinen Burger genau nach dem eigenen Geschmack zusammenstellen kann. Die Auswahlmöglichkeiten können dabei zwar – überspitzt formuliert – auf „mit oder ohne Gürkchen“ heruntergebrochen werden, dennoch muss man konstatieren, dass der US-Konzern bei seinen Kunden schon vor langer Zeit einen Wunsch erkannt hat, der sich auch im momentanen Konsumverhalten extrem niederschlägt, nämlich den nach einem individuellen Produkt. Immer mehr Anbieter kommen diesem Wunsch nach, indem sie auf ihrer Webseite das Feature anbieten, den gewünschten Artikel zusammenzustellen oder gar komplett zu designen. Gibt es diese Möglichkeit nicht, so soll zumindest die Verpackung persönlich gestaltet werden können.

E-Commerce: wie Nutella & Co. ihre Kunden mit personalisierten Artikeln binden

Die emotionale Ebene bindet Kunden langfristig

Unternehmen bieten sich hier große Chancen, Kunden dauerhaft an sich zu binden. Denn durch das personalisierte Produkt beschäftigen sie sich einerseits mehr mit dem Unternehmen; andererseits fördert der psychologische Aspekt, der solchen Artikeln innewohnt auch den Wunsch, es wieder zu kaufen.

Für den E-Commerce sind personalisierte Produkte perfekt zugeschnitten. Denn die Möglichkeit, sie online zu gestalten, ist der einfachste Weg für Kunden, die eigenen Wünsche an ein Unternehmen heran zu tragen. Ist man als Händler ohnehin im Internet aktiv, so sollte es technisch keine allzu große Herausforderung sein, ein entsprechendes Feature einzubauen. Und auch die Umsetzung funktioniert in den meisten Fällen ohne allzu großen Mehraufwand.

Kunden zahlen den Aufpreis gerne

Dass es nicht ganz ohne Mehraufwand funktioniert, schlägt sich in den Preisen nieder. Je früher ein Artikel innerhalb des Produktionsprozesses individualisiert wird, desto höher sind diese. Ein selbst designter Schuh, wie ihn etwa adidas anbietet, bringt natürlich einiges mehr an Aufwand mit sich als die Cola-Flasche, die nach der Abfüllung lediglich mit einem Etikett versehen wird, auf dem der gewünschte Name steht.

Der reißende Absatz, den personalisierte Produkte im Moment finden, spricht allerdings stark dafür, dass Verbraucher kein Problem mit diesen Mehrkosten haben. So kostet eine Flasche Cola mit Wunschnamen mehr als das doppelte wie eine reguläre Version. Die Originalität reicht jedoch augenscheinlich aus, den Kunden darüber hinwegsehen zu lassen.

Personalisierte Produkte ziehen sich durch alle Sparten

Neben den oben bereits genannten Beispielen gibt es aktuell noch diverse andere Firmen, die mit individuellen Produkten großen Erfolg haben – sei es als kundenbindende Maßnahme oder gleich als Geschäftsmodell. Einige davon sollen hier noch kurz vorgestellt werden:

Nivea


Dass auch etablierte Produkte mit einem ohnehin schon riesigen Standing durch die Personalisierung noch einmal einen Boost in ihren Verkaufszahlen erwarten können, zeigt das Beispiel dieses Kosmetikherstellers. Die bekannten blauen Dosen kann man mit seinem Wunschmotiv – etwa dem Foto der Partnerin – bedrucken lassen und ihr so eine ganz individuelle Note verleihen.

Nutella


Ähnlich wie bei Nivea wird auch hier eine Marke, die fast schon synonym für alle vergleichbaren Konkurrenzprodukte verwendet wird, durch die Personalisierung nochmal näher an den Kunden gebracht. Ob der süße Brotaufstrich tatsächlich besser schmeckt, wenn der eigene Name auf dem Etikett steht, sei dahingestellt – dass Kunden dieses Gefühl haben, steht hingegen außer Frage.

Vertbaudet


Wer junge Eltern im Freundeskreis hat, kennt es sicher: Fragt man sie, was sie sich beispielsweise zum Geburtstag wünschen, kommt als Antwort: Irgendwas fürs Baby. Will man ein solches Standardgeschenk nicht machen, aber dennoch auf die Bedürfnisse der Eltern, für die sich momentan nun mal alles um den Nachwuchs dreht, eingehen, so kann man bei diesem Anbieter personalisierte Artikel für Babys und Kleinkinder erwerben. Die sind nicht nur praktisch, sondern auch eine tolle Erinnerung für später.

MyMuesli


Wer sich früher jeden Morgen darüber ärgern musste, dass der Anteil an Goji-Flocken in seinem Lieblingsmüsli viel zu gering ist, findet bei MyMuesli Abhilfe. Denn hier kann jeder seine Frühstückscerealien so zusammenstellen, wie er es persönlich am liebsten mag. Durch diese individuelle Mischung gelingt der Start in den Tag deutlich besser – denn was ist schlimmer, als direkt nach dem Aufstehen eine Enttäuschung erleben zu müssen?

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