Webseiten druckerfreundlich machen und Druckkosten sparen

Druckkosten sparen

Redaktion Dr. Web

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Verbraucher und Unternehmer entwickeln ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Einige von ihnen haben längst das Sparpotenzial im Bereich Drucken erkannt. Webmaster können diesen Menschen helfen, Druckkosten zu sparen, indem sie eine schlanke Druckversion ihrer Webseite gestalten. Was dabei zu beachten ist, zeigt der folgende Beitrag.

Druckkosten sparen

Druckkosten sparen durch gezielten Einkauf

Die wachsende Verbreitung von Smartphones und Tablets ändert wenig an dem Druckverhalten deutscher Familien. In zwei Drittel aller Haushalte wird ein- bis zweimal wöchentlich mindestens ein Dokument ausgedruckt. Für viele Verbraucher bringt der Ausdruck auf Papier ein Gefühl von Sicherheit mit. Einige wünschen sich lediglich, das Dokument mit Notizen zu erweitern oder es erfüllt gesetzliche Vorschriften. Hinzu kommt, dass Druckerangebote heutzutage Preisregionen erreicht haben, die keinerlei Kopfzerbrechen mehr bereiten.

Verbraucher müssen zum Drucken von Dokumenten allerdings regelmäßig Tinte oder Toner kaufen – eine kostspielige Angelegenheit. Der hohe Verbrauch kann verschiedene Gründe haben: Einerseits achten Menschen selten darauf, wie viel Tinte oder Toner ihr Drucker verbraucht. Auf der anderen Seite verzichten viele Verbraucher auf Sparmöglichkeiten, weil sie ihnen nicht bekannt sind. Sparsam sind spezielle Produkte, wie sie auf tonerpartner.de in Form von kompatiblen oder recycelten Druckerpatronen zu finden sind. Bei Ersteren handelt es sich um hochwertige Nachbauten, die zum jeweiligen Druckermodell passen, aber weniger als Originaltoner kosten. Recycelte Kartuschen sind rekonditionierte oder wieder befüllte Patronen.

Hohen Druckkosten beim Verbraucher können jedoch auch konzeptionell schon vermieden werden. Webmaster können einen Beitrag leisten, indem sie schlanke Druckversionen ihrer Webseite anbieten.

Webseiten werden immer aufwändiger

In der Anfangszeit des World Wide Web waren Webseiten sehr simpel gestaltet: Ein Großteil der Onlinepräsenzen bestand überwiegend aus Text. Die Navigation erfolgte mithilfe einer simplen Liste mit Verlinkungen.

Durch die rapide Entwicklung des Internets sind Webseiten heute immer aufwändiger und funktionsreicher. Hinzu kommen Werbeanzeigen, die zahlreichen Projekten im Internet als Finanzierungsmöglichkeit dienen. Viele Elemente einer Webseite sind auf einem Ausdruck nicht gewünscht. Einerseits stören sie den Lesefluss, andererseits verbrauchen sie unnötig Tinte oder Toner.

Wer eine Webseite ausdruckt, interessiert sich in den seltensten Fällen für das Design oder Layout, sondern den Inhalt – meist ein bestimmter Artikel. Der Besucher des Portals möchte folglich nur die Textpassage ausdrucken, also die Überschrift, die Zwischenüberschriften, alle Textabschnitte, Fußnoten, Tabellen und andere Bereiche, die zum Artikel gehören. Der Rest ist für ihn uninteressant.

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Eine geeignete Druckversion auswählen

Webmaster haben die Möglichkeit, eine spezielle Druckversion für ihre Webseite zu realisieren, die unerwünschte Teile entfernt. Dabei müssen sie wissen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, eine Druckversion zu realisieren. Des Weiteren ist ein wichtiger Hinweis zu beachten: Kunden, die Anzeigen schalten, wünschen sich oftmals, dass diese auch in der Druckversion erscheinen. Auch das Firmenlogo darf nicht immer ohne Rücksprache mit den Verantwortlichen ausgeblendet werden.

Generell erfolgt die Ausgabe einer Druckversion der Webseite über Cascading Style Sheets (CSS). Hier bedienen wir uns des Mediums print:

<link rel="stylesheet" type="text/css"; media="print" href="druckversion.css">

Es ist meist nicht nötig, zwei CSS-Dateien zu erstellen – eine für die Webseite und eine für die Druckversion. Der Code sollte in derselben CSS-Datei untergebracht werden, da auf diese Weise weniger externe Dateien geladen werden müssen und die Serverlast sinkt. In diesem Fall kann man das Styling für die Hauptseite mit @media screen in der CSS-Datei einschränken. Für die Druckversion wird das Styling mit @media print definiert.

Mit der Deklaration display:none besteht die Möglichkeit, Teile der Webseite auszublenden, die nicht in der Druckversion erscheinen sollen, zum Beispiel:

@media print {  
#header {  
  display: none;  
}
#sidebar {  
  display: none;  
}
#footer {  
  display: none;  
}

Desktopversion einer Website

Angepasste Druckversion

Der untere Screenshot zeigt, wie eine Druckversion aussehen kann. Bei huffingtonpost.de hat man sich dazu entschieden, den Header zu entfernen. Es wird lediglich der Artikel ausgegeben. Die Desktopversion zeigt der obere Screenshot.

Druckkosten sparen: Reduktion der Website auf das Nötigste

Wer besonders effizient sein möchte, der wählt eine schwarze Schriftfarbe für den Ausdruck. Empfehlenswert ist diese Einschränkung nicht, da jeder selbst wählen sollte, ob er einen farbigen oder schwarz-weißen Ausdruck wünscht. Beim Design ist es sinnvoll, alles auf das Nötigste zu reduzieren. Hintergründe sind komplett zu entfernen. Die Druckversion sollte lediglich aus Text und maximal den Artikelbildern bestehen.

Genauso wichtig wie die Farbwahl ist die Schriftart. Es gibt Fonts, die für Bildschirme optimiert sind, auf gedrucktem Papier aber weniger gut aussehen. Deshalb ist eine Schriftart mit Serifen empfehlenswert:

@media screen {  
  * {  
    font-family: verdana,sans-serif;  
  }
} 

@ media print{  
  * {  
    font-family: "times new roman",times,serif;  
  }
}

Die Webseite verwendet die Schriftart Verdana ohne Serifen. Für die Druckversion wird der Artikel in Times New Roman mit Serifen ausgegeben.

Druckansicht über ein Skript realisieren

Wer die Druckversion seiner Webseite nicht über CSS realisieren möchte, kann ein Skript verwenden. Das ist beispielsweise bei Wikipedia der Fall. Jeder Eintrag hat eine spezielle Druckversion:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Drucker_(Gerät)
  • https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Drucker_(Gerät)&printable=yes

Der Nachteil dieses Skriptes liegt darin, dass eine neue Seite aufgerufen wird. Darunter leidet die Usability und der Aufwand für den Besucher steigt, da er eine separate Seite aufrufen und diese ausdrucken muss.

Redaktion Dr. Web

Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

Sortiert nach:   neueste | älteste | beste Bewertung
Marcel
Gast

Aus privater Sicht ist der Drucker auch bei mir längst noch nicht ausgestorben, aber als Betreiber mehrerer Webseiten (auch einige ausführliche Informationsportale) kann ich nicht bestätigen, dass noch viel gedruckt wird. Auf 10.000 Besucher kommt (lt. Tracking) vielleicht mal ein Druck zustande. Eingeschlossen sind die versehentlichen Aufrufe des Druckerdialogs.

Andreas Hecht
Gast

So unterschiedlich kann es sein. Bei mir haben sich die Leute recht schnell beschwert, weil ich kein vernünftiges Druck-Stylesheet angeboten hatte. Aber vielleicht sollte ich die wahre Nutzung auch mal tracken. Wie machst Du das?

Felix
Gast

Als Ergänzung:
Amit Agarwal hat einen interessanten Artikel zu QR-Codes auf ausgedruckten Webseiten geschrieben: http://www.labnol.org/internet/qr-code-for-print-stylesheet/26064/

Peter
Gast

Mal ehrlich, wer unbedingt eine Webseite drucken will, sollte sich einfach den Text in ein Word Dokument kopieren und dann eben dieses drucken.

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