Adobe Photoshop: Dramatische Fotoeffekte im Handumdrehen

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Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen...

Wir alle haben hunderte oder gar tausende Fotos auf dem Rechner liegen und wissen nichts damit anzufangen. Dabei reichen oft wenige Schritte in Photoshop, um aus einer guten Aufnahme ein außergewöhnliches Foto zu zaubern. Wir geben drei Beispiele und regen zum Ausprobieren an. So kommen Sie in wenigen Schritten zu interessanten Varianten Ihrer schönsten Bilder.

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Fotoeffekt # 1: Weiche Lichter

Gerade bei Porträts in der Natur kann eine weiche, magische und warme Stimmung die richtige Umsetzung für das Foto sein. Lernen Sie aus einem guten Foto eine Variante zu entwickeln, die mehr Wärme zeigt. Dabei kommen so einige Einstellungsebenen zum Einsatz.

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Girl on a bike in the countryside / #137648174 / Masson

01 Gradationskurven

Für eine erste Farbänderung gehen Sie im Menü auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Gradationskurven. Über RGB haben Sie die Möglichkeit, die einzelnen Kanäle aufzurufen. Dort wählen Sie zunächst Rot an. Ziehen Sie den unteren Greifpunkt zur rechten Seite hin, den oberen Greifpunkt lassen Sie so stehen, sorgen aber dafür, dass die Kurve einen leichten Bogen nach oben erhält.

Im Grün-Kanal erhöhen Sie leicht den Kontrast. Das erreichen Sie über die Erzeugung einer angedeuteten S-Kurve. Im blauen Kanal ziehen Sie den unteren Anfasser etwas nach oben. Die Schattenbereiche werden so blaustichiger, die Lichter gelbstichig.

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02 Verlaufsumsetzung

Gehen Sie im Menü auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Verlaufsumsetzung. Erzeugen Sie einen Verlauf von #002255 (0, 34, 85) zu #ffaa33 (RGB 255, 170, 51). Stellen Sie die Füllmethode dieser Ebene auf Hartes Licht um und reduzieren Sie die Deckkraft auf etwa 14%. Kopieren Sie die Ebene mit Strg+J und ändern Sie die Füllmethode auf Negativ multiplizieren ab. Die Deckkraft stellen Sie auf etwa 30%. Diese Werte variieren natürlich je nach Bildinhalt.

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03 Farbbalance

Es folgt Ebene > Neue Einstellungsebene > Farbbalance. Hier können Sie Tiefen, Mitteltöne und Lichter der Farben gezielt regeln, um etwa in den Tiefen die Blautöne noch zu verstärken und in den Lichtern die Gelbtöne zu erhöhen.

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04 Licht dank Farben

Ein schöner Effekt ergibt sich, wenn Sie einen Farbton verwenden, um „Licht“ in das Bild einzuzeichnen. Erstellen Sie dazu eine neue Ebene, etwa über Umschalt+Strg+N. Stellen Sie die Füllmethode auf Negativ multiplizieren um und malen Sie mit dem Pinsel, einer sehr weichen Werkzeugspitze und einem Gelb-Ton das Licht von einer Seite ein.

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05 Staub in der Luft

Oder auf der Linse… Für etwas Staub erzeugen Sie jedenfalls eine neue Ebene und füllen diese mit weißer Farbe. Gehen Sie dann auf Filter > Rauschfilter > Rauschen hinzufügen. Monochromatisch sollte aktiviert sein und die Stärke auf über 250 % stehen.

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Gehen Sie auf Filter > Filtergalerie und aktivieren Sie den Kunstfilter > Schwamm mit Pinselgröße: 3, Struktur: 25 und Glättung: 5. Es folgt der Zeichenfilter > Stempel mit Hell/Dunkel-Balance: 40 sowie Glättung: 9.

Wenden Sie den Gaußschen Weichzeichner mit einem Radius von 7 Pixeln an. Nach Ebene > Neue Einstellungsebene > Farbton/Sättigung gehen Sie im Menü auf Ebene > Schnittmaske erstellen. Aktivieren Sie Färben und stellen Sie einen Gelb-Ton ein. Damit wurden die Staubpartikel auch noch eingefärbt.

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Fotoeffekt # 2: Sehenswerte Schwarz-Weiß-Umsetzung

Wird einer Aufnahme die Farbe entzogen, so fehlt dem Foto etwas. Dank einer gezielten Bildbearbeitung können Sie aber wieder etwas dazu geben und das ist bei einer Schwarz-Weiß-Umsetzung eine gewisse Dramatik, erzielt durch härtere Kontraste und dem gewissen Etwas.

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Portrait of a beautiful steampunk woman / #166891430 / Kiselev Andrey Valerevich

01 Neutralisieren

Da wir ganz gezielt bestimmen wollen, wie die Kontraste im Bild verteilt werden, neutralisieren wir das Ausgangsbild zunächst mit den folgenden Schritten: Kopieren Sie die Ebene über Strg+J, wenden Sie den Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner mit einem Radius von etwa 8 Pixeln an, drücken Sie Strg+I zum Umkehren und Umschalt+Strg+U zum Entfärben. Reduzieren Sie die Deckkraft auf um die 50%. Das Bild wirkt nun neutraler, wir halten nun alles Weitere in unseren Händen. (das Prinzip ist der Anwendung von Tiefen/Lichter nicht unähnlich, doch erhalten wir hier einfacher das gewünschte Ergebnis)

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02 Schwarz-Weiß mit Kontrast

Gehen Sie im Menü auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Schwarzweiß und verstellen Sie die Regler der einzelnen Farbbereich so, dass die unbunte Variante schön kontrastreich umgesetzt wird. Sie können auch das Werkzeug aktivieren, um damit direkt im Bild mit einer Links- und Rechtsbewegung zu bestimmen, wie die Schwarzweiß-Umwandlung wirken soll.

Für einen gezielten Eingriff erstellen Sie eine neue Ebene über Umschalt+Strg+N, stellen die Füllmethode auf Ineinanderkopieren ein und aktivieren Mit neutraler Farbe füllen. Malen Sie nun ganz gezielt mit dem Abwedler-Werkzeug Lichter ein, mit dem Nachbelichter-Werkzeug Schatten. In der Optionsleiste stellen Sie die Größe, Weichheit und Deckkraft der Werkzeuge ein.

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03 Schmutz einfügen

Für etwas mehr Schmutz im Bild erstellen Sie eine neue Ebene und drücken D auf der Tastatur, für die Standardfarben Schwarz und Weiß. Nach Filter > Renderfilter > Wolken wenden Sie den Renderfilter > Differenz-Wolken an. Stellen Sie die Füllmethode auf Ineinanderkopieren um und reduzieren Sie die Deckkraft auf etwa 70%. Klicken Sie im Menü auf Ebene > Ebenenmaske > Alle einblenden und wenden Sie in der erstellten Maske den Renderfilter > Wolken an.

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04 Farbiges Licht

Leicht können Sie farbiges Licht einzeichnen, wenn es zum Motiv passt. Auf einer weiteren Ebene wurde hier mit hellblauer Farbe das Sichtgerät hervorgehoben. Die Füllmethode wurde auf Negativ multiplizieren umgestellt. Auf einer weiteren Ebene folgte eine Auswahl mit dem Polygon-Lasso-Werkzeug in Sternform, um diese mit dem Verlaufswerkzeug, einem Verlauf von Weiß zu Transparent und Radialverlauf gefüllt wurde.

Strg+D hebt die Auswahl auf, der Gaußsche Weichzeichner sorgt für einen weichen Übergang. Wichtig ist noch die Füllmethode Ineinanderkopieren für den Lichteffekt.

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05 Feinste Details

Drücken Sie nun Umschalt+Strg+Alt+E, um alle Ebenen (wie reduziert) auf einer neuen Ebene abzulegen. Drücken Sie Strg+J und wählen Sie die beiden Ebenen mit gedrückter Strg-Taste im Ebenenbedienfeld an. Drücken Sie Strg+G, um diese Ebenen zu gruppieren. Die Füllmethode der Gruppe wird nun auf Ineinanderkopieren umgestellt. Klappen Sie die Gruppe auf. Die Füllmethode der unteren Ebene lassen Sie auf Normal stehen, die der oberen Ebene ändern Sie auf Strahlendes Licht ab. Drücken Sie Strg+I zum Invertieren.

Wenden Sie nun den Filter > Weichzeichnungsfilter > Matter machen an. Kleinere Werte sorgen für feinere Details, grobe Werte für größere Kontrastverläufe im Bild. Deshalb habe ich hier die Gruppe einmal kopiert und konnte so in der einen Gruppe einen kleinen, in der anderen Gruppe einen weitaus größeren Wert umsetzen. In Kombination erhalten Sie eine sehr schöne Kontrastkombination im Foto.

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Fotoeffekt # 3: Märchenwald

In Deutschland ist es recht leicht, einen dunklen, kalten Wald zu entdecken, der am Morgen gar dank Nebel für eine mystische Stimmung sorgt. Solch ein Foto kann also praktisch jeder machen. Doch was damit anstellen? Wir zeigen auf, wie aus einer normalen Waldaufnahme eine märchenhafte Variante wird.

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path / #101562784 / andreiuc88 & Gold glittering / #104344673 / Ron Dale

01 Farben umsetzen

Ein mystischer Wald ist sicher viel farbenfroher, als der düstere deutsche Wald. Erstellen Sie dazu eine neue Ebene und ändern Sie die Füllmethode auf Ineinanderkopieren ab. Die Deckkraft wird auf 65% reduziert. Mit einem Blauton wurde hier der Rand des Waldes mit dem Pinsel und einer weichen Werkzeugspitze übermalt. In der Mitte wurde die Komplementärfarbe Orange eingesetzt. Schon diese leichte Änderung führt zu einem ganz anderen Eindruck.

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02 Glitzer und Vignette

Möchten Sie den Blick des Betrachters weiter in die Mitte lenken, so erzeugen Sie eine weitere Ebene und malen mit schwarzer Farbe und einem großen, sehr weichen Pinsel eine Vignette ein. Die Ebenendeckkraft steuert die Stärke der Umsetzung.

Wer mag, kann dieses Bild nun als Grundlage für eine Komposition einsetzen. Als ein schnelles Beispiel habe ich hier etwas Glitzer auf schwarzem Hintergrund eingefügt, und diesen mit der Füllmethode Negativ multiplizieren in das Bild hinein gerechnet.

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(dpe)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

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Matze
Gast

Hi,

geile Beispiele, die du hier zeigst. Allerdings konnte ich jetzt nicht alles direkt nachvollziehen, weil mir da wohl einige Zwischenschritte fehlen.

Ansonsten Top!

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