Cartoon von Feinstem

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

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Erst vor ein paar Tagen hatte ich wieder so ein Erlebnis. Ich fuhr hinter einem Mercedes Kombi her, als mir ein viel zu dunkler, aber riesiger Schriftzug auf der Heckklappe auffiel. Ein ausnehmend hässlich gestaltetes Logo mit einem blödsinnnigen Slogan bewarb die Webdesign-Agentur des Fahrers. Junge, dachte ich bei mir, wenn der schon seine eigene Corporate Identity nicht ordentlich rüber bringt, was hat dann erst der Kunde zu erwarten oder eher, zu befürchten.

Dabei ist diese Beobachtung meinerseits kein Einzelfall. Ich sehe im Gegenteil sogar mehr schlechte Beispiele einer gelungenen Designer-CI in der realen Welt als derer gute. Liegt es am Ende vielleicht doch daran, dass Webdesigner kein geschützter Beruf ist und jedermann es einfach mal probieren kann? Unplausibel ist das nicht. Schaut euch nur mal die Optik des herkömmlichen Kiosk oder der herkömmlichen Kneipe an. Früher galt: “Wer nichts wird, wird Wirt.” Heißt es heute etwa: “Wer nichts wird, wird Webdesigner”?

Oder ist alles ganz anders und es gilt die alte Weisheit, dass der Schuster immer die schlechtesten Schuhe hat?

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Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.