Bunte Buttons im Blog

Kein Beitragsbild

von Jochen Bauer

In Webblogs wimmelt es von Buttons, kleine meist mit Link unterlegte Bildchen. In der Web2.0-Ära steigt deren Anzahl und so mancher Besucher und Blogger verliert den Überblick.

Blog-Verzeichnisse, Bookmarkdienste, Netzwerkplattformen, alle haben eins gemeinsam: Sie setzen auf das Miteinander, das Mitmachen, zusammen einen Zusatznutzen schaffen. Je mehr beim Dienst dabei sind, desto besser ist es. Platzhirsche bilden sich erst langsam und so buhlen viele um die Gunst der Netzgemeinde. Ihre Logos bieten sie Bloggern als Buttons an. Diese kann man per „Drag & Drop“ ins Blog einbinden. Der klickende Besucher kommt direkt zur Anmeldeseite des Dienstes oder führt eine für den Dienst typische Aktion durch – beispielsweise abonniert er den RSS-Feed des Blogs oder fügt seiner Sammlung einen Favoriten hinzu. Der Besucher profitiert so durch eine komfortable Nutzung seines Dienstes. Der Dienst profitiert durch rege Beteiligung und der Blogger durch gesteigerte Aufmerksamkeit. Bestenfalls entsteht also eine Win-Win-Win-Situation.

Wir zeigen an einem frisch installierten Blog das Setzen von Buttons. Als Software wird WordPress mit seinem Standardthema „Kubrick“ genutzt. Es gibt zahlreiche Alternativen zu WordPress, genau wie zur Anordnung und Auswahl der Dienste.

Buttons verteilen
Bei WordPress gibt es drei unterschiedliche Ansichten, diese sind von einem Kopf- und Fußbereich eingeschlossen:

  • die Hauptseite
  • die Artikelansicht
  • die Ansicht einer Seite

Screenshot
WordPress-Hauptansicht des Themas „Kubrick“

Die Artikelansicht besitzt keine Navigationsleiste und unterscheidet sich dadurch von der Seiten- und Hauptansicht. Kopf und Fuß sind auf allen Seiten präsent, sie eignen sich somit für Lizenzbedingungen, Quelltext zur Bloganalyse, die Versionsnummer und ein Dankeschön an die Blogsoftware. Auf der Hauptseite setze ich Buttons, die sich auf den Blog beziehen. Nachrichtensammler wie der „Google Reader“ oder „Bloglines“ sind hier geeignet. Viele Blogs sind in Verzeichnissen, Karten und Ranglisten gemeldet – deren Buttons lege ich ebenfalls in die Navigationsleiste.

Die Blogroll, früher durch Textlinks realisiert, weicht immer öfter einer Liste von Favicons. Ein Favicon, das ist das kleine Bild, welches in der Adressleiste des Blogs auftaucht.

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Klicken wir auf die Überschrift eines Beitrags, gelangen wir zur Artikelansicht. Hier geben wir die Möglichkeit, dass der Leser den Beitrag seinem Dienst melden kann. Er kann ihn zum Beispiel beim Nachrichtendienst „Digg“ anpreisen. Dort tummelt sich die „Digg“-Gemeinde und bestenfalls wird der Beitrag so oft positiv bewertet, dass er es von der Digg-Warte- auf die Hauptseite schafft. Auf der Hauptseite bekommt der Artikel viel Aufmerksamkeit und eine hohe Zahl an Lesern wird auf das Weblog geschleust.

Dienste wie „Del.icio.us“ und „Mister-Wong“ lassen ihre Nutzer deren Favoriten verwalten und durchsuchen. Wird der Artikel von vielen „gewongt“, landet er bei einer entsprechenden Suchanfrage weit oben in der Trefferliste. Diese Dienste setzen also auf ein von Menschen gesteuertes Urteil der Seiten- oder Artikelqualität.

Die Seitenansicht ähnelt der Hauptansicht. Eine der Seiten teilt meist etwas über den Autor mit. Hier verweise ich auf mein Profil bei den sozialen Netzwerken Xing, Linkedin, zu meinem „Stayfriends“-Eintrag und zu meinem „Flickr-“ oder „Youtube“-Account. Bilderdienste wie „Flickr“ und Videodienste wie „Youtube“ ermöglichen ein einfaches Einbinden der Medien in sein Blog. Man fügt den auf der Seite angebotenen Quelltext in einen Artikel, in einer Seite oder in die Navigationsleiste ein.

Buttons per Auswahlmenü
Der Dienst „Addthis“ bietet Buttons per Auswahlmenü an. Die gängigsten Nachrichtensammler und Bookmarkdienste werden zur Verfügung gestellt. Es bleibt so übersichtlich, allerdings ist der Weg für den Leser vielleicht schon zu weit. Beachten Sie, dass „Addthis“ auf englischsprachige Dienste verweist. Sind Ihnen deutschsprachige Dienste lieber, müssen Sie sich ihr Auswahlfeld selbst schaffen.

Screenshot
Teil der „Addthis“-Auswahlmenüs

Überhaupt Buttons?
Sieht man sich bei „Blogscout“ einmal die Top-10-Blogs an, stellt man fest, einige haben Buttons, einige nicht. Bei zu vielen Buttons wird es unübersichtlich, bei keinem verschenkt man vermutlich Potential. Sie können jetzt entscheiden, welche Dienste Sie sich näher ansehen wollen, und welche Buttons Sie sich auf Ihr Blog holen.