Browser: Apples Safari – für MAC und WIN

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Sven Lennartz

Ex Webdesigner und Gründer von Dr. Web, heute ist Sven als Schriftsteller...

Der Safari-Browser gehört zum neuen Apple-Betriebssystem wie der Internet Explorer zu Windows. Und so wie der IE genau wie Windows von Microsoft kommt, haben die Apple Entwickler bei Safari die guten Kenntnisse des eigenen Betriebssystems bestens ausgenutzt.

Dass Safari aber auch die verfügbare Konkurrenz in den Schatten stellt, demonstriert Apple auf der Download-Seite nur zu gern: Statistiken zeigen die Geschwindigkeit beim Seitenaufbau, und natürlich liegt schon die Version 1.0 des Safari deutlich vor Mozilla und der Mac-Version des Internet Explorer.

Neben dem Einladen und Anzeigen sind aber auch die Start-Geschwindigkeit des Browsers sowie die Ausführung von Java- und Javascript-Code deutlich schneller als bei den anderen Mac-Browsern.

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Minimalistische Eleganz mit Werbeleiste: Safari

Das Aussehen orientiert sich an Quicktime, iTunes und dem neuen Finder Look von Panther. Nur die nötigsten Schaltflächen stören die Alu-Optik: Vorwärts, Zurück, Reload und Lesezeichen hinzufügen, dazu kommt noch die (Werbe-)Adressleiste und ein Google-Suchfeld. Die Fortschrittsanzeige braucht keine eigene Statusleiste, sie nutzt das Adressfeld, das während des Ladens dann blau hinterlegt wird.

Die Technik dahinter kommt wie schon das OS X Betriebssystem aus der Unix/Linux Welt: Als Engine wird KHTML verwendet, die auch schon die Webseiten im Linux-Browser Konqueror darstellt. Wie auch Mozilla und Opera kann Safari verschiedene Seiten im gleichen Fenster darstellen und Formulare automatisch vervollständigen. Auch Werbe-PopUps lassen sich auf Wunsch gleich automatisch deaktivieren.

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Die Google Suche darf nicht fehlen!

Unterstützt wird neben HTML auch XHTML, Java und Javascript und ein großer Teil der CSS2 Befehle. Etwas ungewöhnlich sieht auf den ersten Text die Schrift aus, die wird nämlich automatisch geglättet. Und wie auch Mozilla zeigt Safari Favicons direkt neben der URL an.

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Programmierer können sich freuen: Die Safari Render-Engine lässt sich von Programmen Dritter nutzen, um dort HTML-Seiten anzuzeigen. Dies wird bisher zum Beispiel von Apples Email-Programm Mail oder dem HTML Editor SubEthaEdit verwendet. Safari gibt es auf der Apple-Seite kostenlos, die Version 3.0 erfordert OS X Leopard.

Und meine Seite, wie sieht die im Safari aus? Wer keinen eigenen Mac besitzt, dem hilft Through the eye of a Mac browser.

Tipp: Das für deutsch-hörende Ohren seltsam klingende Programm “Saft” erweitert Apples Safari Browser um praktische Funktionen wie Vollbild- und Kioskmodus. Auf Wunsch lassen sich die offen gebliebenen Browser-Fenster beim nächsten Start von Safari wieder herstellen. Verschwörungstheoretiker können auf Knopfdruck alle Spuren in Verlauf, Cookies, Cache und “Geladene Dateien” wieder entfernen. Eine zusätzliche Speichern-Funktion archiviert Seiten als einzelnes PDF-Dokument. Die Version 4.0 ist kostenlos, arbeitet aber nur mit OS 10.2.8 und Safari 1.0 zusammen. Neuere Versionen sind auch zu Panther kompatibel, dafür bittet der Autor dann um 10 US-Dollar Shareware-Gebühr.

Zurück in die Safari-Vergangenheit
Einen Internet-Auftritt auf Browserkompatibilität zu trimmen hat schon so manchem Webworker dunkle Augenringe und graue Haaare beschert. Die Site muss nicht nur in der neusten Browserversion eine gute Figur machen, denn nicht jeder Rechner ist auf dem aktuellsten Stand. Firefox und der Internet Explorer stehen im Fokus der Kompatibilitätsanstrengungen, doch wer etwas auf sich hält kann es sich nicht leisten, weniger weit verbreitete Browser wie Apples Safari zu ignorieren. Der hat zwar nur einen Marktanteil von unter zwei Prozent, ist jedoch besonders oft in der Kreativbranche im Einsatz, und vor der will man sich ja nicht blamieren.

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Zum Testhelfer für den Safari avanciert Multi-Safari. Der simuliert derzeit alle Browserversionen von 1.0 – 2.0.4 und benutzt das zum damaligen Zeitpunkt gültige Webkit Framework des Betriebssystems, so dass ein konsistenter Testlauf über alle Browsergenerationen hinweg durchgeführt werden kann. (md)

Safari 3.0 Beta – Mac Browser nun auch für Windows
Auch wenn man nun den beliebten und modernen Browser unter Windows installieren kann, von selbigem muss gewarnt werden. Diese Beta ist eine der schlechtesten, die es je gegeben hat und steckt selbst die legendären Netscape 6 Veröffentlichungen in die Tasche. Der Browser ist unvollständig, fehlerhaft und stürzt extrem häufig ab. Zwei weitere Versionen benötigte es, um wenigsnten Seiten überhaupt ansehen zu können – Patches gab es nicht.

Die Darstellung von Texten ist ungewohnt – und nicht einmal Tooltipps gibt es, um die Bedeutung von Icons zu erkennen. Safari passt nicht zu Windows und wirkt wie ein Fremdkörper. Screenshot mit Dr. Web unter Safari 3.0.1.

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Apple hat sich und seinen Fans mit dieser peinlichen Arbeit keinen Gefallen getan. So überzeugt man niemanden vom Mac. Einige weitere – und hoffentlich echte – Beta-Versionen sollte man auf jeden Fall abwarten, bevor man einen Download in überhaupt in Erwägung sieht. Neugierige, die ihre eigenen Websites testen wollen, sollten davon absehen und auf keinen Fall versuchen etwas für den Browser zu reparieren. Es lohnt nicht. Safari ist einfach noch nicht so weit. Bevor jemand etwas falsch versteht: für die Mac Beta-Version des Dreiers gelten diese Zeilen nicht.

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Safari für Windows: Apple schießt einen Bock

Sven Lennartz

Ex Webdesigner und Gründer von Dr. Web, heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger (Conterest) unterwegs. Hol dir sein gratis eBook Wie du mit wenig Zeit viel für dein Blog herausholst. Die Blogpflege Fibel.