Brainstorming – Mit diesen vier Methoden gehst du auf Ideenfang

Redaktion Dr. Web

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Viele Berufsfelder funktionieren nur dank kreativer Köpfe und der Umsetzung innovativer Ideen. Um bessere Ergebnisse zu generieren, greifen wir daher oft auf Kreativtechniken zurück, die eine höhere Erfolgsrate versprechen. Zu diesen Techniken zählt auch Brainstorming. Besonders häufig wird es dazu genutzt, um in einer Gruppe Lösungen für vorhandene Probleme zu erarbeiten. Doch was ist, wenn die klassische Methode nicht funktioniert? Mit diesen vier Alternativen wollen wir neue Anregungen schaffen und dir dabei helfen, deine Gehirnzellen wieder in Schwung zu bringen.

Der Klassiker der Ideenfindung: Brainstorming

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Der Klassiker der Ideenfindung: Brainstorming

Zu den sogenannten klassischen Techniken zählt neben dem Brainstorming auch das Mindmapping. Sie werden beide dazu genutzt, um möglichst schnell Problemlösungen zu liefern. Ob während des Studiums oder im Berufsleben – Kreativtechniken erfreuen sich großer Beliebtheit. Durch den gemeinsamen Gedankenaustausch werden die Ideen der Teilnehmer gebündelt und daraufhin eine effiziente Strategie entwickelt. Oft treten dabei aber auch Probleme auf, die du sicherlich ebenfalls kennst: Zum einen erfolgen die gemeinsamen Treffen nicht selten spontan und kurzfristig. Zum anderen beweisen viele Studien, dass sich diese Art der Ideenfindung durch folgende Punkte kontraproduktiv entwickeln kann:

  • Teammitglieder können sich gegenseitig blockieren
  • Sie haben Hemmungen gegenüber ihren Vorgesetzten
  • Die geschaffenen Bedingungen wirken sich negativ auf die Teilnehmer aus

Wenn ein Unternehmen oder der Vorgesetzte allerdings für eine optimale Umgebung sorgt, kann das klassische Brainstorming zum Erfolg führen. Experten sind der Meinung, dass du beispielsweise darauf achten solltest, dass die Gruppengröße acht Teilnehmer nicht überschreitet. Denn sind zu viele Menschen an der Ideenfindung beteiligt, hemmen bzw. blockieren sie sich gegenseitig und es findet sich kein gemeinsamer Nenner. Um verschiedene Denkanstöße zu gewährleisten, bietet es sich außerdem an, dass die Teilnehmer in verschiedenen (Themen-)Gebieten tätig sind. Der IT-Spezialist bietet anderen Input als der Ressourcenleiter oder der Buchhalter. Und trotzdem können sie gemeinsam eine Strategie entwickeln, die die Effizienz eines Unternehmens steigert.

Wenn die klassische Variante bei dir aber zu keinem Erfolg führt, solltest du eine der vier Alternativen ausprobieren, die wir dir hier vorstellen:

1. Das Brainwriting

Der Klassiker der Ideenfindung: Brainstorming

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Das Brainwriting kann auf unterschiedliche Art und Weise funktionieren: bei der klassischen Variante findest du dich hier ebenfalls mit deinen Teammitgliedern zusammen. Allerdings werden die Ideen zunächst nicht verbal kommuniziert, sondern auf ein DIN-A4-Blatt geschrieben. Wenn jeder seine Denkanstöße verschriftlicht hat, werden die Blätter an den direkten Sitznachbarn weitergegeben, damit dieser seine Gedankengänge ergänzen kann. Daraus ergibt sich eine Diskussionsgrundlage, auf der die Gruppe aufbauen kann.
In den letzten Jahren ging der Trend immer mehr Richtung Collective-Notebook. Dafür wird entweder ein öffentliches Notizbuch für alle zugänglich gemacht, in das jeder seine Einfälle spontan eintragen kann, oder jeder Mitarbeiter nutzt ein privates Kreativbuch. Hersteller wie brandbook.de haben ein Notizbuch für kreative Mitarbeiter auf den Markt gebracht, welches mit inspirierenden Illustrationen verziert ist und die richtigen Voraussetzungen für Kreativität liefert. Darin kannst du deine Notizen und spontanen Inspirationen verewigen. Nach einem bestimmten Zeitraum trägt die Gruppe dann die aufgeschriebenen Problemlösungen vor und stellt sie zur Diskussion.

2. Brainwalking

Bewegung fördert sowohl den Körper als auch den Geist – Diese Aussage ist allgemein bekannt. Körperliche Betätigung hilft aber nicht nur dabei, den Körper gesund zu halten, sondern sorgt für eine bessere Durchblutung und somit für mehr Kreativität. Brainwalking wird dann effektiv genutzt, wenn im Büro verschiedene Flipcharts aufgebaut werden, die jeweils mit einem Thema betitelt sind. Jeder Mitarbeiter sieht sich die einzelnen Flipcharts an und schreibt die Ideen auf, die ihm spontan einfallen. Wenn alle Gruppenmitglieder fertig sind, werden gemeinsam Ergebnisse generiert.

3. Brainswarming

Eine Gruppe besteht bekanntlich sowohl aus verschiedenen Charakteren als auch aus unterschiedlichen Arbeitsweisen: da gibt es die extrovertierten und introvertierten Mitarbeiter oder die Kollegen, die ein Problem entweder von oben oder von unten angehen. Durch das Brainswarming wird jedem Teammitglied die Möglichkeit gegeben, das Thema nach eigenem Ermessen zu bearbeiten, ohne der Kritik oder den Regeln anderer Teilnehmer ausgesetzt zu sein. Das Problem beim Brainstorming liegt oft darin, dass die extrovertierten Kollegen das Gespräch führen, während sich die Introvertierten zurückhalten. Hier soll aber allen Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben werden, die eigenen Ideen beizusteuern.
Beim Brainswarming wird zunächst das Ziel als Überschrift festgehalten. Im Anschluss werden die benötigten Ressourcen verschriftlicht und an das untere Ende der Magnetwand positioniert. Nun haben die Mitarbeiter innerhalb eines bestimmten Zeitraums die Chance, eigene Post-it‘s mit ihren kreativen Vorschlägen an der Wand zu befestigen. Diese Methode wurde von dem Amerikaner Dr. Tony McCaffrey entwickelt und in diesem Video näher erläutert.

4. Walt-Disney-Methode

Der berühmte Filmproduzent hat nicht nur die Kinderfilme revolutioniert, sondern auch eine Kreativtechnik erschaffen, die oft und gern genutzt wird. Bei dieser Methode werden drei Rollen vorgegeben: die des Träumers, des Realisten und des Kritikers. Während der Ideenfindung schlüpfen die Teilnehmer abwechselnd in die einzelnen Rollen und betrachten das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln. Rollenspiele sind bei Mitarbeitern zwar nicht sonderlich beliebt, deren Effizienz ist aber erwiesen. Du beginnst mit der Rolle des Träumers, der das Ziel ohne Regeln oder Grenzen betrachtet. In der Rolle des Realisten konzentrierst du dich auf die Realisierung der Ideen. Den Abschluss bildet der Kritiker, der sich skeptisch mit der Problematik auseinandersetzt und offene Fragen thematisiert. Diese Reihenfolge wird solange wiederholt, bis der Kritiker keine Punkte mehr zu bemängeln hat.

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Alle von uns vorgestellten Kreativtechniken bieten viel Spielraum zur Ideenfindung – sofern sie objektiv durchgeführt werden. Wenn sich die Teilnehmer nicht auf die verschiedenen Methoden einlassen, erfolgt keine produktive Auseinandersetzung mit der Problematik. Durch die richtige Umsetzung ersetzen sie das klassische Brainstorming aber zumindest in dem Punkt, dass jeder Mitarbeiter die eigenen Ideen einbringen kann, ohne Kritik oder Hemmungen befürchten zu müssen.

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