Besser Ranken leichtgemacht: 5 schnelle SEO-Tipps

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Andreas Hecht

ist WordPress-Entwickler und bietet dir WordPress-Sicherheit für deine Website. Zudem entwickelt er...

Ihre Webseite bereits seit längerem online und doch sind Sie mit dem Ranking nicht zufrieden. Sie fragen sich, was Sie machen können, um von Seite 2 der Suchergebnisse auf die erste Seite zu gelangen? Oder vom Ende der ersten Seiten weiter nach oben rücken? Das ist gar nicht so schwer, wie man bisweilen annimmt. Sie müssen lediglich einige kleine Tipps beachten und diese so gut wie nur möglich umsetzen. Dann wird das Ranking Ihrer Webseite sich fast von selber verbessern. Daher stellen wir Ihnen in diesem Artikel 5 einfache Tipps vor, mit denen Ihre Webseite einen Schub nach vorne bekommt.

Besser ranken leichtgemacht: 5 schnelle SEO-Tipps

Tipp 1: Interne Links

Eine gute interne Linkstruktur ist eins der Dinge, welches gerne vernachlässigt wird. Dabei ist eine gute innere Verlinkung extrem wichtig, weil die Suchmaschinen eine Webseite mit einer guten internen Linkstruktur wesentlich besser crawlen können. Außerdem erweist sich eine gute interne Verlinkung als echter Rankingbooster. Allerdings ist die Art und Weise, wie interne Links gesetzt werden, sehr wichtig. Eine gut gemeinte Brotkrümel-Navigation einzusetzen, bringt nicht mal im Ansatz denselben Effekt.

So setzen Sie interne Links richtig:

  • Verlinken Sie Ihre Unterseiten von möglichst vielen anderen Unterseiten
  • Verlinken Sie diese aus dem Text heraus. Diese Links haben mehr Power als Links aus der Navigation oder dem Footer.
  • Verlinken Sie die Unterseiten immer mit dem Linktext, zu dem die Seite auch gefunden werden soll. Damit geben Sie Google ein eindeutiges Signal. Vernachlässigen Sie auch den Linktitel nicht, denn auch dieser ist für Google wichtig.

Ein hervorragendes Beispiel für das Setzen von internen Links und welche Wirkung sie haben, ist die Wikipedia. Schauen Sie sich einfach mal die Artikel genau an und achten besonders auf die Links zu anderen Artikeln auf Wikipedia.

Das Smashing Magazine auf Wikipedia

Tipp 2: Inhalte überarbeiten

Ich weiß. Dieser Tipp hört sich recht banal an, aber er ist wirklich wichtig. Stellen Sie sich vor, Sie wären der Suchende und kämen auf Ihre Website. Was würden Sie von Ihrer Website erwarten? Kann die Seite Ihre Erwartungen erfüllen? Kann ein Problem gelöst werden?

Hier einige Tipps und Anregungen zur eventuellen Überarbeitung des Inhalts:

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  • Betrachten Sie Ihre Inhalte aus verschiedenen Blickrichtungen. Sind Problemlösungen vorhanden? Ist für jeden potentiellen Anwendungsfall etwas dabei?
  • Googlen Sie Ihre Themen und achten Sie eingehend auf Fragestellungen. Kann Ihre Website diese Fragen beantworten?
  • Wichtig ist es, keine “Textwüste” als Webseite zu haben, sondern seine Artikel mit Fotos, Illustrationen, Grafiken und Videos aufzuwerten. Haben Sie dies in jedem Beitrag bereits umgesetzt?

Tipp 3: Die Klickrate in den Suchergebnissen steigern

Hoch im Ranking positionierte Ergebnisse werden auch immer bessere Klickraten erhalten; das ist völlig logisch. Wenn Ihre Webseite noch nicht ganz so hoch im Ranking steht, dafür aber eine überdurchschnittlich hohe Klickrate aufweist, dann ist das ein klares Signal für Google: der angeklickte Inhalt muss relevant für den eingegebenen Suchbegriff sein. Daraus wiederum resultiert ein besseres Ranking.

Folgende Möglichkeiten bieten sich, um die Klickrate zu erhöhen:

  • Formulieren Sie Titel und Beschreibung um. Diese müssen Lust auf mehr machen und den Suchenden praktisch “zwingen”, Ihre Webseite zu besuchen. Sie könnten ein Problem beschreiben und die Lösung dafür anbieten. Bedenken Sie aber, dass die Erwartungen dann auf der Webseite auch tatsächlich erfüllt werden sollten.
  • Nutzen Sie in Titel oder Beschreibung Sonderzeichen. Das hebt Ihren Eintrag von den anderen ab und sorgt für erhöhte Aufmerksamkeit. Siehe Beispiel 1.
  • Sie können auch Googles Rich Snippets verwenden, um Ihr Suchergebnis noch etwas mehr von den anderen hervorzuheben. Am einfachsten einzusetzen und für fast jede Website anwendbar sind die “Bewertungen”. Siehe Beispiel 2.

Die Beispiele:

Der Otto Versand nutzt Sonderzeichen in der Beschreibung, um sich von anderen abzuheben. Das können Sie auch! Eine Übersicht der dafür nötigen HTML-Sonderzeichen finden Sie hier: Entity Code

Ein auffällige Suchergebnis des Ottoversands

Die Hervorhebung eines Suchergebnisses mittels Rich Snippets könnte so aussehen:

Ein Google-Suchergebnis mittels Rich Snippet hervorgehoben

Tipp 4: Die Interaktion steigern

Es zählen nicht nur die Klickraten für das Ranking, sondern mttlerweile auch die beiden Faktoren Absprungrate und Besuchszeit. Da Google verstärkt auf diese beiden Faktoren achtet, sollten sie optimiert werden. Beide Faktoren können durch eine erhöhte Interaktion gesteigert werden. Interaktion heisst nichts anderes, als dass sich ein Besucher mit der Webseite beschäftigt. Gute Beispiele hierfür sind T-Online.de und Spiegel.de.

T-Online:

Teil der T-Online Webseite

Bereits im zweiten Absatz eines Artikels findet sich eine “Mehr zum Thema” Box, welche direkt dazu verleitet, noch mehr zum Thema zu lesen und dementsprechend länger auf der Seite zu verweilen. Gut ist auch die Box “Aktuelles” auf der rechten Seite des Artikels.

Spiegel Online:

Ein Artikel der Spiegel-Online

Auf der linken Seite des Artikel befinden sich hier wichtige Bereiche zum Interagieren, die “Thema”-Box stellt alle weiteren Links zum Thema (hier: Pegida) zusammen und gleich darunter befindet sich ein Video.

Konkret: Welche Elemente wirklich helfen

Es gibt einige Dinge, die die Besuchszeit verlängern und die Absprungrate verringern. Dabei ist es jedoch extrem wichtig, dass sich diese Dinge in unmittelbarer Nähe des Artikels befinden. Am besten funktionieren Sie höchstwahrscheinlich im Artikel. Diese einfachen Dinge helfen ungemein:

  • Eine “Mehr zum Thema” Box
  • Ein Video
  • Eine Bildergalerie
  • Eine Umfrage
  • Weitere Artikel verlinkt

Tipp 5: Ladegeschwindigkeit – All you need is speed

Es gibt so viele Gründe, die Ladegeschwindigkeit einer Webseite zu optimieren. Der wichtigste Grund ist der Besucher Ihrer Website und gleich danach kommt dann Google.

  • Die Geschwindigkeit einer Webseite ist offizieller Rankingfaktor bei Google. Objektiv betrachtet, ist es auch ein Rankingfaktor bei Ihren Besuchern. Denn je kürzer diese auf die Informationen warten müssen, umso mehr steigt die Chance, dass sie sich weitere Unterseiten Ihrer Website anschauen und somit auch mehr Zeit auf der Seite verbringen. Auch das fällt Google auf und fliesst in das Ranking ein.
  • Die Ladegeschwindigkeit fliesst übrigens auch in die Berechnung des Qualitätsfaktors bei den Google Adwords Anzeigen ein.
  • Viele große Webseiten wie Amazon, Walmart oder Firefox testen die Auswirkungen von Ladegeschwindigkeiten auf ihr Geschäft. Diese Tests haben stets bewiesen, dass die Verbesserung der Performance einen direkten Einfluss auf den Umsatz hat.

Hier eine Infografik zur Wichtigkeit der Website-Performance:

[Ein Klick auf die Vorschau öffnet die vollständige Infografik]

Illustration

Wenn Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer WordPress-Webseite verbessern wollen, bleiben Ihnen 2 Möglichkeiten: Zum einen das volle Programm und dazu unsere zweiteilige Serie über Website-Performance:

Die Wahrheit über WordPress-Performance – Teil 1 | Die Wahrheit über WordPress-Performance – Teil 2

Oder Sie setzen einfach die folgenden Kurz-Tipps hier im Artikel um, dass bringt auch bereits einiges an Geschwindigkeit. Vorher jedoch sollten Sie den Ausgangszustand Ihrer Webseite mit den Google PageSpeed Insights Tool testen.

3 schnelle Tipps für mehr Website-Speed

Tipp 1: Komprimierung und Caching per .htaccess aktivieren

Aktivieren Sie Kompression und Browser-Caching in der .htaccess Datei auf Ihrem Server (oder dem Webhosting-Paket).

Fügen Sie den folgenden Code in die .htaccess Datei ein, die sich im Hauptverzeichnis des Servers befindet.


################### Kompression aktivieren ######
AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html
AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE text/css
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-javascript

################# Browser Caching aktivieren ######
ExpiresActive On
ExpiresDefault "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType text/html "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType image/gif "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType image/jpeg "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType image/png "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType text/css "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType text/javascript "access plus 1 month 1 week"
ExpiresByType application/x-javascript "access plus 1 month 1 days"
ExpiresByType text/xml "access plus 1 seconds"

Diese Maßnahme sollte bereits einiges gebracht haben, falls es nicht bereits für Ihre Webseite aktiviert war.

Tipp 2: Setzen Sie ein Caching-Plugin ein

Auch die Webseite an sich sollte gecacht werden. Hierbei macht das Caching-Plugin aus den dynamischen PHP-Seiten statische HTML-Seiten, die wesentlich schneller vom Browser aufgerufen und angezeigt werden können, da sie nicht erst durch den PHP-Interpreter müssen.

Ich empfehle Ihnen den Einsatz von Cachify, wenn Sie mit WordPress arbeiten. Das Plugin arbeitet hervorragend und ist kostenfrei.

cachify-WordPress-Plugin

Download Cachify von WordPress.org

Tipp 3: Bündeln und komprimieren Sie JavaScript und CSS

Ein weiteres WordPress-Plugin sorgt für die Bündelung der CSS- und JavaScript-Dateien und komprimiert dann die gebündelten Dateien so weit wie nur möglich. Das hat dann zur Folge, dass weniger und kleinere Dateien geladen werden müssen. Das beschleunigt spürbar. Ich empfehle hier das kleine Plugin Autoptimize.

Autoptimize

Download Autoptimize von WordPress.org

Fazit

Wenn Sie diese zum Teil recht einfach umzusetzenden Tipps umsetzen und beherzigen, dann dürfte einem bedeutend besseren Ranking bei Google nichts mehr im Wege stehen. Mit dem Setzen von internen Links und der Kontrolle des Inhalts kann man sofort anfangen, wirklich wichtige Dinge im Bereich SEO umzusetzen.

Links zum Beitrag

(dpe)

Andreas Hecht

ist WordPress-Entwickler und bietet dir WordPress-Sicherheit für deine Website. Zudem entwickelt er WooCommerce Shops mit Ladezeiten von unter einer Sekunde. Er schreibt seit 2012 für Dr. Web. Auf seinem Blog veröffentlicht er unter anderem nützliche WordPress-Snippets.

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ati
Gast

Nicht neu, aber immer wieder interessant – und notwendig. Danke!

Dieter Petereit
Dr. Web

Ja. Auf G+ gab ich noch den Hinweis, dass der Beitrag nicht für Experten, sondern für den Seitenbetreiber von umme Ecke geschrieben wurde.

ati
Gast

Ich bin mir sicher, auch der Experte umme Ecke entdeckt den einen oder anderen wichtigen Hinweis. ;-)

Patrick
Gast

Als Ergänzung würde ich noch die Punkte HTTPS und Schema.org für ein besseres Google-Ranking und Schreibfehler kann zu schlechten Ranking führen, mit aufnehmen:
http://www.webneo.de/blog/die-unscheinbaren-kriterien-zum-besseren-suchmaschinen-ranking/

Toni
Gast

Eine guter Leitfaden,
Besonders gut fand ich den Tipp mit der inneren Verlinkung. Jedoch sollte man auch hier darauf achten, dass man es nicht übertreibt. Sobald etwas spammig ist, wird die Seite im Ranking nicht aufsteigen. Man muss bei SEO immer das Richtige Maß finden.

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Sylvia Springer
Gast

Danke für den nützlichen Beitrag. Das Thema SEO stand bei uns nie wirklich im Fokus, seit dem Relaunch unseres Forschungsportals waren wir aber gezwungen, uns stärker auch damit zu beschäftigen. Es bleibt eine Wissenschaft für sich. Beiträge, wie dieser hier, helfen echt weiter.

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