Über das Tagging

Tags wurde hier erst spät eingeführt. Anlass genug, um allerlei Fehler zu produzieren. Anders als Keywords (Stichwörter), die auf einen Begriff Bezug nehmen der tatsächlich einen Beitrag vorhanden ist, bieten Tags (Schlagworte) mehr Freiheiten. Mit ihnen lässt sich ein Inhalt beschreiben (etikettieren), der passende Begriff muss selbst nicht vorkommen. Nach eben diesen Schlagworten kann man sich hier und anderswo passende Inhalte ausgeben lassen. Tags bieten dem Leser auf diese Weise einen alternativen Weg, an passende Inhalte heranzukommen. Mit Stichwörtern funktioniert das auch, dazu ist die Suchbox da.

Es gilt einiges zu beachten, um das Optimum herauszuholen. Fehler die ich selbst gemacht habe:

  • Zu wenige Tags pro Beitrag. Ein oder zwei genügen nicht, es darf schon etwas mehr sein. Fünf halten ich für eine gute Option. Spätestens wenn die Tag-Leiste länger als der eigentliche Beitrag ist, läuft etwas falsch.
  • Was eh schon über eine Rubrik erreichbar ist, muss nicht zusätzlich noch zum Objekt des Taggings werden. Beispiel: die Rubrik „Browser“. Dort findet sich alles zum Thema. Wer es genauer mag, kann, so es ihm angeboten wird, Tags wie „Opera“, „Firefox“ oder „Internet Explorer“ versuchen. Ein Tag „Browser“ bringt nichts Genaueres, sondern eine noch größere Auswahl, was nicht Sinn der Sache ist.
  • Tags können einen Inhalt beschreiben mit Begriffen die im Text selbst nicht vorkommen. Das ist etwas, was Suchmaschinen nicht können. Man vergisst das oft und konzentriert sich auf Keywords. So könnte dieser Beitrag unter Tags wie „Verschlagwortung“, „Weblogs“ oder „Tipps“ laufen, die im Text nicht vorkämen, hätte ich sie nicht für dieses Beispiel erwähnt.
  • Einzahl oder Mehrzahl? Was wird getaggt: „Suchmaschine“ oder „Suchmaschinen“? Hier sollte man sich bereits am Anfang klare Regeln diktieren. Sonst verteilen sich später die Beiträge auf verschiedene Tags. Dies betrifft auch mögliche Abkürzungen (IE, Internet Explorer) oder Bindestriche (OpenSource, Open-Source), deutsche oder englische Begriffe (Tagcloud, Tagwolke). Man sollte das vorher festlegen und einen persönlichen Mini-Styleguide verfassen.
  • Tags sind weitgehend nutzlos, wenn sie nur zu einem einzigen Beitrag führen. Denn interessant wird die Sache erst wenn sich mehrere Beitrage unter dem Dach eines Tag versammeln. Es lohnt nicht exotische oder seltene Begriffe oder gar komplexe Phrasen zu verwenden. Zumal man diese eh vergißt, man brauchte dann ein perfektes maschinelles Vorschlagswesen.
  • Mehrfachbedeutung verwässert den Nutzen. Beispiel: „Meta“, „Suchmaschinen“ und „Metasuschmaschinen. Da ist einer zu viel.
  • Falsches Tagging. Eine Software, die just als Beta-Version erschienen ist, mit dem Tag „Beta“ zu versehen ist zwar für den Moment möglicherweise sinnvoll. Auf lange Sicht aber nicht haltbar. Anders verhält es sich mit Beiträgen, die dem Phänomen „Beta“ an sich zu Leibe rücken. Ein wenig Vorausschau ist nicht zu verachten.

Als Gründer habe ich Magazine für Webdesigner und -Entwickler aufgebaut. Das Smashing Magazine, das zu den 10 bekanntesten und trafficstärksten Blogs der Welt gehörte. Oder das Dr. Web Magazin, das nicht nur als Blog in Deutschland ganz vorn dabei war. Ich helfe dir, im Internet mit Blogs und Webseiten Erfolg zu haben.

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[…] via: Über das Tagging – Dr. Web Weblog […]

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[…] Auch wenn viele bei Tag auf den ersten Blick noch an den Gegensatz von Nacht denken, sind Tags mehr und mehr auf dem Vormarsch und bieten einen wichtigen Grundpfeiler zur semantischen Erschließung des Webs. Mit “Über das Tagging” listet der Dr. Web Webblog nun die gröbsten Fehler und Missverständnisse im Zusammenhang mit diesem Thema auf und gibt wertvolle Tipps für den praktischen Einsatz. […]

Bumblebee Man
Gast
Bumblebee Man
10 Jahre 1 Monat her

Was mich nur an dem Begriff stört ist, dass er (auf deutsch) etwas völlig Neues suggeriert, daher auch die weit verbreiteten Missverständnisse. Tags sind also nichts anderes als eine andere Klasse von Schlüsselbegriffen. Nämlich solche, die sich nicht im Kontext des Inhalts befinden MÜSSEN.

Tja, aber was sollte man auch statt „Tags“ auf deutsch verwenden? „Tags“ ist im Vergleich zu „Nicht-zwingend-Kontextbezogene Schlüsselwörter“ irgendwie deutlich unhandlicher :)

Bumblebee Man
Gast
Bumblebee Man
10 Jahre 1 Monat her

PS: handlicher meine ich :)

Onlinestreet Tags
Gast
10 Jahre 1 Monat her

Vielen Dank für die Informationen, ich werde sie in meiner Umsetzung berücksichtigen!

@Bumblebee Man: Wie schon bei so vielen anderen Begriffen wird sich wohl die US-Amerikanische Bezeichnung auch hierzulande durchsetzen.

Deutschlehrer
Gast
10 Jahre 1 Monat her

Tag-Wolke? TAG-WOLKE ???

Knickipedia sagt dazu:
»die Tagwolke ist das Gegenteil der Nachtwolke.«

Mal wieder den Kopf in der Tag-Wolke, Herr Tagträumer, was?

Getaggtes
Gast
10 Jahre 1 Monat her

Schöner Text, bezieht sich aber wohl mehr auf Blogs?

Bandi Citrom
Gast
Bandi Citrom
10 Jahre 1 Monat her

toller deusch was schreibtt ir

rene
Gast
10 Jahre 1 Monat her

und was ist mit anglizismen? lege ich einen artikel nun unter filme, film, movie, movies, flick, flicks oder kino ab?

alles in allem ein weiterer grund, dem ganzen web2.1 hype zutiefst zu misstrauen..

Elmar
Gast
Elmar
10 Jahre 1 Monat her

Kennt jemand eine Suchmaschine für Sites mit statischen HTML-Seiten, die Tags auswertet, z.B. in einem speziellen Kommentar auf jeder Seite? Wörter, die nicht im body vorkommen, in die Meta-Keywords zu schreiben, könnte u.U. zu einer Rank-Abwertung bei I-Net-Suchmaschinen führen.

Alex
Gast
10 Jahre 1 Monat her

Guter Artikel! Interessant finde ich aber, dass Du bei der Wahl der/des Tags zu diesem Artikel den gelisteten Regeln widersprichst. Nur ein Tag, Tag verweist nur auf diesen Artikel, … :D

Markus Merz
Gast
10 Jahre 1 Monat her
@Elmar (10): Die Suchmaschine, die Du suchst heißt beispielsweise Technorati. Der spezielle Kommentar, der festgelegt werden soll/darf verbirgt sich in einem microformat. Das entsprechende microformat bringt man in links unter. Zusätzlich zu href und title verwendet man für die Kennzeichnung von tag-links das microformat rel=“tag“. Du kannst also beispielsweise am Kopf des Artikels eine Aufzählung von Links erstellen, die mit rel=“tag“ gekennzeichnet sind und auf Deine eigene interne Suche weiterleiten oder auf z.B. die Google-Suche (q=). Ich mache das z.b. auf meiner Seite (Link hinter meinem Namen) direkt unter den Artikeltiteln, allerdings per Textpattern plugin automatisch mit dem erweiterten Artikelfeld… Read more »
Markus Merz
Gast
10 Jahre 1 Monat her

Ein großes ENTSCHULDIGUNG an Alle wg. Dreifach-Kommentar.

Ich hatte einen Beispiel-Link per code eingeschlossen und da gibt es leider einige Probleme hier auf der Seite. Deswegen steht da jetzt sehr missverständlich „(Beispiel: meine tolle Webseite mit Hamburg Sankt Georg Informationen)“.

Hoffentlich löscht ein Admin den ganzen Kram?!

Nochmals Entschuldigung!

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[…] Sven Lennartz gibt auf drweb.de Tipps für die Verschlagwortung von Beiträgen. Mehr über Tagging als Möglichkeit zur Kategorisierung findet man bei Oliver Schwarz (hasematzel.de), EfA (einfach-fuer-alle.de), einem PDF über Folksonomy vom Thomas Link (blog.namics.com, Download als PDF Usability Evaluation Folksonomy und Tagging) und einer englischsprachigen Anleitung für die Verwendung von Del.icio.us für Macnutzer. Jetzt hören: […]

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[…] · Über das Tagging Dr. Web Weblog […]

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[…] Ganz langsam schlich sich diese Sitte ein. Mittlerweile findet man auf vielen Blogs regelmäßige Einträge mit Titeln wie »Links for 2006-12-11«. Jene Beiträge enthalten dann auch lediglich einen bis mehrere meist zusammenhanglose Links mit einer kurzer Beschreibung und ein paar Tags. Ich persönlich finde das immer extrem unpersönlich und wenig ansprechend. Will sagen, diese »Links des Tages« haben mich – ohne das jetzt irgendwie grundsätzlich verurteilen zu wollen – noch nie dazu bewogen, auf selbige zu klicken. Ich will wirklich niemandem zu nahe treten, aber bin ich die Ausnahme, oder ignoriert ihr diese Blogbeiträge ebenfalls? Findet ihr diese kurzen… Read more »
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[…] · Über das Tagging Dr. Web Weblog […]

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[…] Am konkreten Beispiel bespricht Dorian Mash-Ups, Tags und Tag-Clouds. Damit lassen sich bestehende Informationsquellen verknüpfen und neu verwenden. Das Resultat: Eine für den Nutzer interessantere Website. Und, ergo, mehr Nutzer für Dich als Site-Betreiber. […]

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9 Jahre 6 Monate her

[…] Über das Tagging […]

Markus Merz
Gast
9 Jahre 4 Monate her
Zur Klarstellung und Ergänzung: Der von Suchmaschinen ausgewertete tag (dt. Etikett) bei rel=tag in Links gilt… a) Für das Ziel! Also nur dann ‚taggt‘ es die eigene Zielseite, wenn intern verlinkt wird. Aber selbstverständlich ist es auch eine sehr sinnvolle Etikettierung der Zielseite. b) Der tag / das Etikett ist der letzte Bestandteil der URL und nicht etwa der Linktext! S.a. die rel=tag Spezifikation. Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, dass man mehrere Begriffe in rel=““ vergeben darf: “The value of this attribute is a space-separated list of link types.” D.h. z.B. rel=“tag nofollow“ ist problemlos möglich. Das wird auch… Read more »
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[…] vom Tagging zu überzeugen. Das semantische Web muss verbreitet werden und er hat recht, auch Dr. Web hat heute einen Artikel zum Thema Tagging gebracht. Hier werden kurz und prägnant ein paar sehr brauchbarer Richtlinien […]

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[…] Über das Tagging (22) […]

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[…] Im Rahmen des Taggings bzw. des Social Taggings ist ein Tag vor allem als Schlagwort,Wortphrase oder Schlüsselwort zu übersetzen. Mit einem Tag lassen sich Texte und andere Inhalte etikettieren. Sven Lennartz hat den Begriff auf drWeb.de sehr schön beschrieben: […]

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[…] http://www.drweb.de/magazin/ber-das-tagging/ Kurzdefinition von „Tagging“ mit anschließenden Optimierungsvorschlägen und Tipps für ein sinnvolles und produktives Nutzen […]

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