Architekturretusche leicht gemacht: So werten Sie Fotos von Gebäuden kreativ auf

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Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen...

Etwas Abstand zum Objekt oder ein gutes Weitwinkelobjektiv sorgen dafür, dass große Gebäude im Ganzen abgelichtet werden können. Trotzdem kommt es zu Verzerrungen, wie etwa verschobene Horizonte oder gebogene Linien. In Photoshop können Sie diese Fehler leicht ausbügeln und so einige weitere Optimierungen vornehmen. Auch Camera RAW und Adobe Lightroom bieten uns dazu Lösungen an.

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Architektur-Optimierung #1: Objektivkorrektur in Camera RAW

Sie können RAW-Dateien und natürlich auch JPEGs in Adobe Camera RAW öffnen. Nach dem Start wechseln Sie da in die Palette Objektivkorrekturen. In aktuellen Photoshop CC-Versionen können Sie auch den Weg über Filter > Camera RAW-Filter wählen.

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Trevi Fountain, #172449233, SoWhat

Aktivieren Sie den Reiter Manuell und probieren Sie unter Upright eine der Schaltflächen wie etwa Ausgewogene Perspektivkorrektur, Nur horizontale Korrektur oder Nur vertikale Korrektur aus. Ist diese Korrektur noch nicht auf den Punkt, so korrigieren Sie die Verzerrung weiter von Hand. Nutzen Sie dazu die angebotenen Regler unter Transformieren. Der Regler Vertikal etwa kann dafür sorgen, dass stürzende Linien sich gerade aufrichten. Verschieben Sie den Regler also solange, bis die Linien gerade stehen.

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Alternative #1: Objektivkorrektur in Adobe Lightroom

Auch in Lightroom stehen uns nützliche Werkzeuge zur Verfügung, um Verzerrungen etwas entgegen zu setzen. Das Bild wird ausgewählt und über Entwickeln zur Bearbeitung bereit gemacht. Auf der rechten Seite wird nun die Palette Objektivkorrekturen aufgerufen. Setzen Sie ein Häkchen bei Profilkorrekturen aktivieren und klicken Sie unter Upright auf Auto. Sie können gerne auch die Schaltflächen Ebene, Vertikal und Voll ausprobieren. Wechseln Sie zum Eintrag Profil und geben Sie die Marke und das Modell Ihres Objektivs an.

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Wurde die Korrektur noch nicht zu Ihrer Zufriedenheit umgesetzt, so wechseln Sie zu Manuell und verschieben da zunächst den Regler Vertikal. Nutzen Sie dann die Regler Horizontal bis Seitenverhältnis und aktivieren Sie Zuschnitt beschränken, damit der unerwünschte weiße Rand sofort weg geschnitten wird. Über Details erhöhen Sie die Schärfe und nutzen die Rauschreduzierung.

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Alternative #2: Objektivkorrektur in Photoshop

In Photoshop direkt gehen Sie auf Filter > Objektivkorrektur, um Verzerrungen auszugleichen. Wechseln Sie zum Reiter Benutzerdefiniert und spielen Sie zunächst mit dem Regler Verzerrungen entfernen, der sich auf tonnenförmige Verzerrungen bezieht. Stürzende Linien korrigieren Sie über die Regler Vertikale Perspektive und Horizontale Perspektive. Hilfreich ist es dabei, unten auf der linken Seite Raster einblenden zu aktivieren.

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Architektur-Optimierung #2: Horizont ausrichten

Ist der Horizont klar ersichtlich, wie etwa am Meer, so fällt sofort auf, wenn der Fotograf seine Kamera bei der Aufnahme etwas schief gehalten hat. Der Horizont sollte aber gerade verlaufen. Mit dem Linealwerkzeug können Sie diesen auch nachträglich noch gerade rücken (das Werkzeug versteckt sich hinter der Pipette). Klicken Sie auf der linken Seite den Horizont an, halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie eine Linie bis zur rechten Seite auf, immer entlang des Horizontes. Klicken Sie dann oben in der Optionsleiste den Button Ebene gerade ausrichten. Das Bild wird automatisch ausgerichtet und freigestellt.

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black wooden church, #154642274, FCG

Architektur-Optimierung #3: Perspektivisch stempeln

Sie kennen den Kopierstempel zum Kopieren von Bildelementen. Bei Perspektiven stößt dieser sehr schnell an seine Grenzen. Die Lösung ist der Perspektivische-Kopierstempel, der sich allerdings etwas versteckt. Drücken Sie Strg+J, um die Ebene zu kopieren. Gehen Sie dann im Menü auf Filter > Fluchtpunkt. Für die perspektivische Retusche muss diese zunächst definiert werden. Klicken Sie dazu entlang der „Fluchtlinien“ im Dokument und ziehen Sie damit das blaue Gitternetz auf.

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Aktivieren Sie den Stempel und bestimmen Sie mit gedrückter Alt-Taste und einem Klick ins Dokument die Quelle zum Kopieren. Malen Sie dann (ohne Alt-Taste) über das Bildelement, das überdeckt werden soll. Photoshop passt automatische die Perspektive an. So konnte diese kleine Taube hier schnell retuschiert werden. Der Verlauf der Pflastersteine bleibt dabei erhalten.

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Pantheon, #176443106, Phant

Architektur-Optimierung #4: Schatten und Lichter kontrollieren

Die Perspektive ist stimmig, so auch der Horizont und selbst unerwünschte Objekte wurden schon überdeckt und weg retuschiert – und doch wirkt das Foto noch nicht ganz stimmig. Es fehlt der letzte Feinschliff. Klicken Sie dazu auf Filter > Camera RAW-Filter und spielen Sie mit den Reglern Tiefen, Lichter, Weiß und Schwarz, um Unter- und Überbelichtungen auszugleichen und um besonders die Schatten im Detail zu kontrollieren.

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Erhöhen Sie den allgemeinen Kontrast und über den Regler Klarheit die Mikrokontraste. Mir ist das Foto noch zu grünstichig, weshalb sich die Palette HSL/Graustufen anbietet, um über die Reiter Farbton, Sättigung und Luminanz den Farbbereich Grüntöne ganz gezielt anzusprechen. Auch die Gelbtöne wurden hier noch angepasst.

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Beautiful Edinburgh, #112513559, Shaiith

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

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