Appkind: Mobile Apps im Abo-Modell

Die mobile Internetnutzung verdoppelt sich Jahr für Jahr und so verwundert es kaum, dass die eigene App Wunsch und Ziel vieler Unternehmer ist. Hauptproblem ist dabei nicht einmal der Preis, sondern eher die Verfügbarkeit des passenden Programmierers. Die guten Programmierer sind nämlich alle satt im Geschäft. Appkind möchte beide Probleme lösen und bietet die Produktion einer einzigartigen App bei Bezahlung auf monatlicher Basis an. Wir haben den Service getestet und stellen die Möglichkeiten vor.

Appkind: Mobile Apps im Abo-Modell

Übersicht

Die App wird für IOS und Android umgesetzt, wobei appkind die komplette Gestaltung (auch der Inhalte) vornimmt. Im Detail geht es um das Design des App-Icons, über den Startbildschirm bis hin zu den Inhalten: alles aus einem Guss, passend zum Corporate Design des Unternehmens. Das eigene Logo, sowie die Unternehmensfarben sind dabei die Vorlage.

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Die App präsentiert dann Inhalte wie etwa Texte, Bilder, Videos, Produkte, Formulare und Karten (auf Google Maps-Basis). Eine Schnellkontaktoption bietet Optionen zum Anrufen, zum Schreiben einer E-Mail, dem Besuch der Website oder Zugang zu den Social Media-Accounts. News können per RSS ausgelesen und mitels Facebook oder Mail vom Unternehmer gesendet werden. Dabei werden App-typische Features, wie etwa die Push-Funktion, unterstützt.

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Preismodelle

Vor der Gestaltung der eigenen App entscheiden wir uns für ein Preismodell, wobei diese sich nur in wenigen Punkten unterscheiden. Generell enthalten sind Design und Programmierung, die Integration aller Inhalte, die Pushletter-Funktion sowie das Sammeln von Daten und deren Präsentation als Statistiken. Wichtige Designupdates für kommende Smartphones sind ebenso Bestandteil wie eine Chat-Option nebst CRM zum Kontakt mit den Kunden. Ein gutes Angebot, das als Appkind Go beschrieben wird. Diese Basis kostet 29,95 Euro pro Monat, bei 49 Euro einmaliger Einrichtungsgebühr.

Appkind Go+ bietet zusätzlich ein Marketing-Set, das ein Poster sowie 100 Flyer zur Bewerbung der neuen App beinhaltet, sowie eine Kalenderfunktion für Termine. Die monatliche Gebühr erhöht sich dafür auf 59,95 Euro, die einmalige Einrichtung auf 99 Euro.

Die Laufzeit beträgt bei beiden Paketen immer 12 Monate.

Der Start mit Appkind

Nach der Anmeldung (E-Mail und Passwort reichen zunächst) und einer schnellen Mail-Bestätigung führt die Website Schritt für Schritt zum Ziel: die eigene App. Nach Angabe weniger Kundendaten (im Prinzip reicht die Adresse) ist der Button Neue App bestellen aktiv.

Nach dem Registrieren (oder gar der Bestellung) nimmt ein Mitarbeiter des Unternehmens Kontakt auf, um alle weiteren Schritte zu besprechen, Möglichkeiten aufzuzeigen und um ganz persönlich und individuell zu beraten.

Wer mag, geht dann über Jetzt App anlegen weiter. Wir geben die Basisdaten an, wie etwa den Namen der App (2 bis 30 Zeichen), die Bezeichnung unter dem App-Icon (höchstens 11 Zeichen) und eine aussagekräftige Beschreibung zu den gebotenen Inhalten. Sehr schön ist der Fortschrittsbalken der uns anzeigt, wie weit es noch zur eigenen App ist. 25% sind damit schon geschafft!

Jetzt geht es an die Kontaktdaten in der App: mindestens eine muss genannt werden. Ich biete mit Adresse, Telefonnummer, E-Mail sowie einigen Social Media-Seiten (Facebook, Google+ und Twitter) alles an, um den Kontakt zu erleichtern. Es folgen die Newsquellen, wie etwa die Website, eine Facebook-Seite oder per E-Mail. Ist das erledigt, können wir die Menüpunkte auswählen. Ich entscheide mich für die Klassiker Impressum, Kontakt, Über uns und News. Damit sind wir fertig und haben alle nötigen Informationen zum Start eingegeben.

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Zur Erstellung meiner App werden natürlich einige Dateien und Vorlagen benötigt, die etwa in Form von Logo-Dateien, Texte, Flyer und Fotos hochgeladen werden können. Ich biete da ein Logo in zwei Versionen an, ein Hintergrundbild sowie einen kurzen Text für den Über uns-Bereich. Damit ist meine Arbeit getan. Klar: Nicht immer hat man gleich alle Dateien parat, was aber auch kein Problem darstellt. An dieser Stelle erfolgt eine zweite Kontaktaufnahme eines Appkind-Mitarbeiters, um über das Telefon oder per Mail zur Seite zu stehen.

Jeder Kunde wird also ganz individuell über die Inhalte und Möglichkeiten der eigenen App beraten und das bei jedem wichtigen Schritt zur Erstellung.

Yeah! Deine App ist fertig

Nach nur vier Werktagen erhalte ich eine Freigabevorschau per E-Mail mit einem ersten Eindruck und der Möglichkeit, die App zu beurteilen. Diese wird in einer Smartphone-Simulation im Browser* präsentiert: sozusagen im Live-Betrieb. Natürlich entspricht diese Simulation nicht ganz der App, da einige Funktionen erst auf dem Smartphone funktionieren werden. Trotzdem ist diese Darstellung für eine Beurteilung ideal und absolut ausreichend, von Kleinigkeiten wie dem Abweichen der Schriftgröße oder möglichen Scrollbalken, je nach eingesetztem Browser, abgesehen.

In naher Zukunft soll es aber eine mobile Vorschau geben, welche direkt auf dem Smartphone geöffnet wird, was die Vorschau noch einmal wertiger und dann absolut realistisch macht. (*Unter Chrome, Safari, Firefox und Internet Explorer bekommen wir derzeit etwas zu sehen, so der Anbieter)

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Statt sofort freizugeben, wähle ich erst einmal den Eintrag Nicht freigeben an und kann nun meine Änderungswünsche auflisten. Oben, links rufe ich das Menü auf, wie zuvor definiert. Zunächst möchte ich da gerne einige Menü-Namen ändern, sowie einen Text bei „Über uns“ noch leicht anpassen. Kleinigkeiten also. Sofort setzt sich das Unternehmen mit mir in Verbindung, erfragt die Änderungswünsche im Detail und zeigt den weiteren Ablauf auf.

Die erste eigene App

Zwei Tage später erhalte ich wieder eine E-Mail mit der Aufforderung, die Änderungen zu begutachten. Ich bin zufrieden und gebe die App frei. Mit der Nachricht „Ihre App wurde erfolgreich freigeben“ ist die Erstellung abgeschlossen und es erfolgt der Upload in die Stores. Dabei ist die Android-App nach nur 2-3 Werktagen verfügbar, die Apple-App dagegen erst nach 7-9 Werktagen, da Apple die Apps von Hand testet.

Unser Fazit

Appkind bietet uns einen recht einfachen Weg hin zur eigenen App, wobei Service hier wirklich großgeschrieben wird. Der Kontakt zum Kunden wird stetig gehalten und Änderungswünsche umgehend umgesetzt. Das hat seinen berechtigten Preis, der aber auch auf die Laufzeit aufgeteilt wird, so dass praktisch jedes Unternehmen unkompliziert und schnell zur eigenen App kommt.

(dpe)

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

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Rainer Lamberts
Gast
8 Monate 7 Tage her

In der Laufzeit des Abo hat sich vermutlich ein Fehler eingeschlichen. Oben heißt es:
„Die Laufzeit beträgt bei beiden Paketen immer 212 Monate.“
212 Monate scheinen mir doch recht lang :-)

Dieter Petereit
Dr. Web
8 Monate 7 Tage her

Danke. Richtig sind natürlich 12 Monate.

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