Hat Googles Android Open Source Project eine Lösung für das Updateproblem?

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Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Jean-Baptiste Queru aus dem Android Open Source Project, als solcher auf der Payroll Googles, beginnt ein Experiment, das das Update-Problem Androids beseitigen könnte, wenn es denn klappen würde. So will Queru, ähnlich wie alternative ROM-Anbieter, etwa CyanogenMod, Geräte direkt mit Android adressieren. Durch den offiziellen Status der Distribution dürfte deren Verbreitungsgrad den der alternativen ROMs bei weitem übersteigen. Ist das der Hoffnungsschimmer am Horizont der fragmentierten Android-Nutzerschaft?

Android-Updates device-spezifisch: eine naheliegende Idee?

In diesem Beitrag auf Google Groups erläutert Queru sein Experiment, das er zunächst auf der Basis des Sony Xperia S aufbauen will. Nach seinen Erkenntnissen liegen dem Android Open Source Project (AOSP) naturgemäß stets viele gerätespezifische Informationen vor, so dass es nur eines bedingten Aufwandes bedürfte, wollte man das Open Source Android direkt auf diese Geräte bringen. Das Ganze soll überdies ohne Root funktionieren.

So verlockend das klingt. In den Kommentaren zum Beitrag wird von Entwicklern, unter anderem aus dem CyanogenMod-Projekt, sehr deutlich gemacht, dass die Geräteversionen separat so stark angepasst sind, dass eine Anpassung über das AOSP zwar interessant und wünschenswert erscheint, jedoch hinsichtlich ihrer Erfolgsaussichten stark eingeschränkt ist.

Das Problem ist im Grunde nicht unlösbar. Google müsste lediglich die Hoheit über Android zurück erobern und verbindliche Designrichtlinien herausgeben. Solange jeder Hersteller jedoch Android bis an die Grenzen der Erkennbarkeit verbiegen kann, wird die Update-Problematik eher zu-, denn abnehmen.

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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Hubert K
Gast

Wäre cool. Habe mein Motorola MileStone via CyngaMod auf 2.3.3 aktuallisiert, neuere machen Hardwaretechnisch keinen Sinn. Aber der Support seitens Motorola ist diesbezüglich echt Schlecht. Verständlich, die Hersteller wollen Hardware Verkaufen. Neue und Kostenlose Updates bringen denen kein Gewinn. Im Gegenteil!

Domingos
Gast

Das Problem wird sein, dass sich die anderen Hersteller auf Dauer selbst das Wasser abgraben. Wenn ich heute ein Gerät kaufe, möchte ich für zwei Jahre Updates haben. Wenn nur Google selbst das gewährleisten kann, werde ich – und andere – halt nur noch Nexus kaufen oder gleich auf Blackberry, iOS oder Windoof wechseln.

Dieter Petereit
Gast

Das sehe ich ganz genau so.

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