Adobe Photoshop Elements 2018: Der Alltagshelfer für Fotoaufgaben wird immer besser

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

Adobe Photoshop Elements 2018 ist da und kommt mit einigen guten Argumenten für den spontanen Kauf. Wir sagen dir, welche das sind.

Adobe Photoshop Elements: keine abgespeckte Variante

Adobe Photoshop Elements wird gerne als abgespeckte Variante des großen Photoshop CC bezeichnet. Dabei war diese Definition schon immer falsch. Elements, das gerade in der Version 2018 erschienen ist, war schon immer eine ganz andere Software mit einem ganz eigenen Bedienkonzept.

Während die teure Dickschiff-Variante sich an professionelle Bildbearbeiter wendet, die auch noch das letzte Pixel manipulieren wollen, ist Elements eher auf den Alltagsnutzer ausgerichtet. Das bedeutet indes nicht, dass Elements keine professionellen Ergebnisse liefert. Das Gegenteil ist der Fall.

Gerade für Webdesigner kann Adobe Photoshop Elements die bessere, weil vollkommen ausreichend fähige Wahl sein. Die Vorteile liegen immerhin auf der Hand. Elements kannst du mit einer Einmalzahlung von aktuell 98,77 Euro kaufen, während Photoshop CC nur über ein Creative-Cloud-Abo zu haben ist.

Wichtiger noch ist aber, dass Elements vom Bedienansatz her weitaus einfacher zu erlernen ist als das große, vielfach zu große Gegenstück. Dabei ist Elements gleichzeitig eine Alternative zu Adobe Lightroom, dem Fotolabor des Grafikriesen, denn Elements richtet sich auch insoweit an Nutzer, denen die schnelle und unkomplizierte Manipulation von Bildeinstellungen wichtig ist. Man könnte also von einer gelungenen Mischung aus Photoshop und Lightroom sprechen, die zwar das Featureset der beiden genannten nicht erreicht, aber genau an den Stellen mit Funktionen spart, die im normalen Bearbeitungsalltag ohnehin nicht vorkommen.

Wenn du professioneller Fotograf bist, gelten die Aussagen natürlich nicht. Dein Alltag sieht allerdings auch garantiert vollkommen anders aus als mein Webdesign-Alltag.

Weil wir hier bei Dr. Web schon seit Jahren davon überzeugt sind, dass Elements die ausreichende Lösung für fast jeden Webdesign-Anwendungsfall ist, haben wir zu Adobe Photoshop Elements 14 eine ganze Reihe von Tutorials veröffentlicht, die du hier finden kannst:

Die besten Neuerungen aus Adobe Photoshop Elements 2018

Mit der Version 2018 stellt Adobe die Versions-Benennung auf Jahreszahlen um. Das ist eigentlich schon lange überfällig, gibt es doch ohnehin stets nur eine Version pro Jahr.

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Neben vielen Verbesserungen im Detail wartet Adobe Photoshop Elements 2018 mit ein paar vollkommen neuen Features auf, die die tägliche Arbeit mit Fotos stark erleichtern.

Automatisches Öffnen geschlossener Augen

Wer kennt das nicht. Du fotografierst das Team der Meier-Müller SteuerberatungsGmbH für deren Website, aber einer hat immer die Augen zu. Natürlich nicht immer der oder die gleiche. Das ließe sich ja beeinflussen.

Adobe Photoshop Elements 2018 öffnet dir die Augen. Und anderen auch. (GIF: Adobe)

Mit Elements 2018 hast du jetzt eine Funktion zur Hand, die dir automatisch geschlossene Augen auf Bildern öffnen kann. Voraussetzung dafür ist, dass du ein weiteres Bild hast, auf dem die betroffene Person die Augen offen hat. Elements setzt also nicht etwa eine Art generisches Auge ein, sondern verwendet schon das Original als Grundlage.

Auto-Selektion nach grober Markierung

Auch die Trennung von Objekten, meist Vordergrund von Hintergrund, stellt sich mit Version 2018 einfacher dar. Verbesserte Algorithemen versprechen eine genauere Selektion schon bei grober Markierung des freizustellenden Objekts.

Auto-Selektion nach grober Auswahl. (Foto: Adobe)

Neue Assistenten für häufige Bildbearbeitungswünsche

Wie oft kommt es vor, dass ein Hintergrund ersetzt werden musst, sich Bilder überlagern sollen oder der besondere Effekt der Doppelbelichtung gefragt ist? Dezidierte Assistenten für diese Anwendungsfälle führen dich in Elements 2018 Schritt für Schritt durch die jeweilige Aufgabe.

So kann das Ergebnis des Assistenten zur Doppelbelichtung aussehen. (Foto: Adobe)

Erweiterte Fähigkeiten des Elements Organizers

Schon bislang war Elements in der Lage, Fotos nach verschiedenen Kriterien, etwa Personen oder Aufnahmeorten, zu filtern. Nicht neu ist das auch das Foto-Tagging basierend auf dem Motiv. So wurde dir das Suchen und Finden relevanter Bilder schon bisher massiv erleichtert.

Neu ist die Möglichkeit, dir Zusammenstellungen der besten Fotos machen zu lassen. Nehmen wir an, du brauchst zwölf Bilder für einen selbst gemachten Kalender. Wähle nun eine beliebige Zeitspanne im Elements Organizer aus und klicke oben rechts auf “Auto-Kuratierung”. Mit dem daneben liegenden Slider legst du fest, wieviel Bilder in der Auswahl sein sollen. Im Beispiel würdest du den Regler also auf 12 Bilder ziehen.

In Echtzeit analysiert Organizer jetzt die Auswahl und filtert die besten Aufnahmen unter verschiedenen, auch technischen Gesichtspunkten aus.

Lohnt das Update?

Wenn du die letzte Version 15 bereits dein eigen nennst, musst du überlegen, ob dir die eben geschilderten Neuerungen den Preis wert sind, der im Upgradefalle immer noch bei 80,92 Euro liegt. Nutzt du Elements häufig als Teil deines professionellen Werkzeugkastens wird die Antwort, auch angesichts des – so betrachtet – recht niedrigen Preises, wohl ja lauten.

Hast du bisher nicht mit Elements gearbeitet, dann ist die Version 2018 ganz klar der richtige Einstieg. Nie war das Tool mächtiger als jetzt.

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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4 Kommentare auf "Adobe Photoshop Elements 2018: Der Alltagshelfer für Fotoaufgaben wird immer besser"

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Martina Schein
Gast

Kann man mit Photoshop Elements die Meta-Daten wie Ort, Datum, Uhrzeit der Aufnahme, etc. im Batch von den EXIF-Daten übernehmen lassen? Kann man ferner selbst hinzugefügte Stichwörter usw. auch im Batch bearbeiten?

pezi
Gast
Der virtuose Umgang mit IPTC / XMP (egal ob manuell eingetragen od. von Exif, od. …) ist uns sehr wichtig. Dzt. erledigt dies ein kostenloser Bildverwalter. Jener kann dies natürlich im Stapel, hat Vorlagen, Kombinationsregeln uvam. In Redaktionen, wo va. Credits-, Lizenz- Links usw. immer IM Bild sein müssen ist sowas täglich dran. Daher ist Martinas Frage auch meine: Kann PSE das auch gut? Ich pers. habe immer noch einen alten, richtig installierten PS CC irgendwas, keine sch… Cloud usw.. Kann mir nichts anderes vorstellen, der PS ist einfach der beste. Doch ein paar Macken lassen mich über einen Wechsel… Read more »
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