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Andreas Hecht 5. Juli 2019

Content Marketing: So hältst du deine Inhalte frisch

Jedes Frühjahr aufs Neue steht der Frühjahrsputz ins Haus. Doch nicht nur die Wohnung kann zwischendurch mal eine eingehende Säuberung vertragen, sondern auch die eigene Website. Viele seit Jahren betriebene Sites haben unendlich viel Content angesammelt, wovon vieles nicht mehr aktuell, manches jedoch durchaus unterbewertet ist. Daher schlage ich dir heute einen Frühjahrsputz für deine Website vor und zeige dir neue Wege, wie man mit alten Inhalten umgehen kann und mehr aus seiner Website macht.

Wenn ich folgend der Einfachheit halber den Begriff „Blog” verwende, meine ich damit jede Art von inhaltsbeladener Website. Der Begriff ist nur so schön kurz ;-)

1 – Die Bestandsaufnahme

Mit der Zeit sammelt sich ganz schön was an. Wer viel postet, kann durchaus Hunderte von Beiträgen zusammenbekommen. Doch nicht alle Beiträge sind gleich wertvoll. Vieles ist nicht mehr aktuell und somit unnötig. Anderes kann durchaus etwas Auffrischung vertragen. Im Kern geht es darum, den Inhalt des Blogs wieder  in den Zusammenhang mit den möglicherweise veränderten Zielen zu bringen, die man mit diesem Blog verfolgt. Daher empfehle ich die Inhalte in vier verschiedene Kategorien einzuteilen und sich die betreffenden Artikel zu notieren:

  1. Kategorie 1: Frischer und aktueller Content
  2. Kategorie 2: Inhalte, die noch verfeinert werden könnten
  3. Kategorie 3: Content, der noch ausgebaut werden sollte
  4. Kategorie 4: Nutzloser, längst nicht mehr aktueller Inhalt, der gelöscht werden kann

Richtig gelesen. Völlig sinnloser und lange veralteter Inhalt kann durchaus gelöscht werden, denn er bietet deinen Besuchern keinerlei Nutzwert mehr. Zudem ist bei einem alten und nicht mehr aktuellem Inhalt zumeist kein Hinweis zu finden, dass der betreffende Content veraltet ist. Inhalte zu löschen, macht es den Besuchern wesentlich einfacher, den Inhalt zu finden, der tatsächlich von Bedeutung ist. Nachdem der alte Inhalt gelöscht wurde, bitte über die .htaccess-Datei einen 410 Error-Code für den Artikel ausgeben lassen oder eine permanente Weiterleitung auf einen frischen, thematisch passenden Beitrag setzen.

2 – Inhalte, die noch verfeinert werden könnten

feinarbeit-an-alten-artikeln

Vielfach hat man einige Artikel im „Sortiment“, die einfach zu schnell und oberflächlich erstellt wurden, um wirklich bedeutsam zu sein. Doch das ist kein Problem, denn diese Beiträge sind Geschenke, die man nur zu würdigen wissen muss. Mit etwas Feinarbeit und wichtigen Ergänzungen können aus diesen Artikeln wahre Schätze werden, die deinen Besuchern richtig gut gefallen könnten.

Daher rate ich zur Überarbeitung. Nicht sofort verständliche Passagen schreibst du einfach um, fehlende Informationen kannst du ergänzen und wichtige Aussagen auf den Punkt bringen. Wenn Du das getan hast, hast du aus »ollen Kamellen« gute und bedeutsame Inhalte geschaffen, die ein Qualitätsmerkmal deines Blogs darstellen werden.

3 – Inhalte, die noch ausgebaut werden sollten

Inhalte ergänzen und überarbeiten


Inhalte ergänzen und überarbeiten kann sehr viel bringen

Einige Artikel im Blog sind unter Garantie einfach zu kurz geraten. Sei es, weil du nicht mehr Zeit aufwenden konntest, oder weil dir einfach nicht so recht viel einfiel zum Thema. Viele kurze Beiträge können jedoch durchaus wertvolle und immer noch aktuelle Inhalte bieten. Bedeutsame Inhalte zu schaffen, heißt nicht unbedingt, neue und gute Artikel zu produzieren, sondern – wenn möglich – keine schlechten zu haben.

Daher ergänze die zu kurz geratenen Beiträge, strukturiere sie neu, ergänze Fakten und baue den Artikel auf eine brauchbare Länge unter Verwendung der neuesten verfügbaren Informationen aus. Im Anschluss kannst du den Beitrag mit dem aktuellen Datum veröffentlichen.

4 – Erstelle Artikelserien und verlinke sie prominent

Die Artikelserien des Affenblogs


Der bekannte Marketingblog »Affenblog« verlinkt seine Artikelserien in der Sidebar.

Oftmals haben Blogs, die bereits seit Jahren existieren, ein ganzes Archiv zu nur einem einzigen Thema veröffentlicht. Viele Artikel beleuchten dann ein Thema von verschiedenen Seiten und stellen sehr viele Informationen bereit. Das sind genau die Schätze, nach denen deine Besucher höchstwahrscheinlich suchen werden. Denn alle benötigten Informationen an nur einem Platz zu finden, ist ein echter Glücksfall. Überarbeite daher die Beiträge zu den jeweiligen Themenbereichen und erstelle eine Themenübersicht. Diese Übersicht der einzelnen Themen sollte prominent und sofort erfassbar verlinkt sein, damit dein Besucher schnellstmöglich die für ihn bedeutenden Inhalte erfassen kann.

5 – Social Media Strategie überdenken

social-media-strategie-ueberdenken

Soziale Netzwerke sind eine tolle Sache. Doch sie können auch ein Fluch sein, je nachdem. Auf jeden Fall gehören sie zur korrekt angewendeten Content-Strategie. Auch in diesem Bereich muss eine Bestandsaufnahme her, du musst herausfinden, von welchen sozialen Medien du deinen Traffic bekommst. Auch hier ist es ratsam, knallhart auszusortieren. Ich mache mich mit dieser Empfehlung wahrscheinlich unbeliebt, doch mit einigem Abstand betrachtet ist mein Tipp sehr wertvoll. Die Social-Network-Accounts, von denen kaum Traffic zu deiner Website kommt, sind überflüssig. Du brauchst sie nicht. Sie kosten dich nur Kraft und Zeit. Beides brauchst du für eine erfolgreiche Website, beides ist nur in Maßen vorhanden.

Konzentriere deine Aktivitäten also auf diejenigen sozialen Medien, von denen der meiste Traffic auf deine Website kommt. Hier kannst du dein Engagement noch weiter ausbauen.

6 – Schrubbe deine E-Mail-Liste sauber

E-Mail-Liste bereinigen

Ich weiß. Deine E-Mail-Liste ist dein Heiligtum. Du hütest sie wie einen kostbaren Schatz. Es hat sehr viel Zeit gebraucht, um sie aufzubauen. Das wird jetzt der nächste Punkt, mit dem ich mich nicht gerade beliebt machen werde. Doch auch dieser Punkt ist absolut nötig.

Mein Rat an dich ist nicht, die gesamte Liste zu killen, sondern sie nur zu bereinigen. Damit meine ich, dass du diejenigen aussortieren solltest, die deine E-Mails nicht öffnen. Das kannst du ganz einfach in den Statistiken deines Mail-Providers (zum Beispiel Mailchimp) erkennen. Du brauchst die Adressen nicht in deiner Liste, wenn deren Verwender deine Mails nicht öffnen und lesen. Eine bereinigte Liste ist im Anschluss wertvoller für dich, denn du erreichst dann einen wesentlich höheren Prozentsatz an Öffnungen deiner verschickten Newsletter. Beachte dabei unbedingt die DSGVO.

Fazit

Mit etwas Arbeit und Sachverstand kann man aus einem wohl gefüllten Blog eine wahre Schatzkammer an Informationen errichten. Alte Artikel müssen nicht unbedingt „alt“ bleiben, sondern können aktuelle und bedeutende Informationen bereitstellen, nach denen dein Besucher schon lange gesucht hat. Wenn du dann thematisch gleiche Artikel noch zu Serien zusammenfasst und überarbeitest, dann hast du gegenüber deiner Konkurrenz vielleicht das lang gesuchte Alleinstellungsmerkmal.

Ergänzend zum Beitrag

(Beitragsbild: Engin Akyurt / Pixabay)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

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