Low-Poly-Trend: Sechs freie Generatoren für Hintergründe und Bilder

Denis Potschien

Denis Potschien ist seit 2005 freiberuflich als Kommunikationsdesigner tätig, seit Anfang 2010...

Immer mehr Websites folgen dem Low-Poly-Trend und setzen ihn ein, um Hintergründe und Bilder verfremdet darzustellen. Im Prinzip ist der Trend schnell geklärt: Er ähnelt dem klassischen Mosaikeffekt mit dem Unterschied, dass statt quadratisch angeordneter farbiger Flächen Polygone unterschiedlicher Form platziert werden. Da meist dreieckige Formen verwendet werden, ist auch von Triangulation die Rede. Im Folgenden stellen wir einige Generatoren und Werkzeuge vor, mit denen sowohl abstrakte Low-Poly-Hintergründe als auch aus Bildern erstellte Low-Poly-Grafiken erzeugt werden können.

„Trianglify“: Ein einfacher Hintergrundgenerator

low-poly_trianglify

Mit „Trianglify“ lassen sich einfache Low-Poly-Hintergründe per Knopfdruck erstellen und als SVG-Datei herunterladen. Die Farbe wird bei jeder Generierung zufällig ausgewählt. Über eine Steuerung gibt es die Möglichkeit, die Größe der Dreiecke sowie deren Verteilung einstellen. Außerdem steht ein Rauscheffekt zur Verfügung, der über das Bild gelegt werden kann. Für das eilige Erstellen schneller Hintergründe ist „Trianglify“ die richtige Wahl.

„triangulate images“: Bilder in Low-Polys umwandeln

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Mit „triangulate images“ werden hochgeladene Bilder mit dem Low-Poly-Effekt versehen. Über mehrere Schieberegler lassen sich die Anzahl der Polygone sowie die Detailtreue einstellen. Ein „randomise“-Button sorgt dafür, dass die Einstellungen zufällig ausgewählt und angewendet werden. Das Ergebnis steht anschließend zum Download als PNG- oder SVG-Datei bereit. Bei letzterer hat man entsprechend noch die Möglichkeit, die Grafik in einem Vektorprogramm zu bearbeiten.

„I ♥ ∆“: Offline-Tool für Low-Poly-Grafiken

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Unter dem Namen „I ♥ ∆“ verbirgt sich ebenfalls ein Werkzeug, welches Bilder in Low-Poly-Grafiken umwandelt. Hier muss man allerdings selbst Hand anlegen. Nachdem ein Bild importiert wurde, klickt man mit der Maus für jeden Punkt, der für ein Dreieck gesetzt werden soll, ins Bild. Auf diese Weise entsteht ein sehr individuelles Low-Poly-Bild, bei dem man selbst entscheidet, wie groß die Dreiecke jeweils sein und wie sie angeordnet sein sollen. Auch nachträglich lassen sich einmal gesetzte Punkte einzeln verschieben.

Wem das doch zu viel Aufwand ist, kann sich auf einen Schlag 25 Punkte zufällig im Bild verteilen lassen. So ist der Weg zum Ergebnis nicht ganz so aufwändig. Die Grafiken stehen auch hierbei als SVG-Datei zur Verfügung.

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Obwohl „I ♥ ∆“ per HTML und JavaScript realisiert ist, steht das Tools als Download bereit und wird offline im Browser betrieben.

„DMesh“: Teils kostenpflichtige klassische Anwendung

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Ebenfalls für den Offlinebetrieb ist „DMesh“ gedacht. Hierbei handelt es sich jedoch um eine klassische Desktopanwendung für Windows und Mac. Neben einer kostenlosen Variante, die einen eingeschränkten Funktionsumfang bietet, gibt es eine Pro-Version für 10 US-Dollar. In der freien Version gibt es leider keine Möglichkeit, die Dichte der Punkte und die Anzahl der Dreiecke zu steuern. Allerdings steht ein Radiergummi bereit, mit dem nachträglich die Anzahl der Dreiecke für bestimmte Bereiche reduziert werden kann.

Exportiert werden die Low-Poly-Bilder als Bitmap, PDF- oder als Wavefront-OBJ-Datei. Wer Low-Poly-Bilder unterwegs generieren möchte, kann sich „DMesh“ auch als App fürs iPhone herunterladen. Ich wüsste nicht wozu, aber – gut – jedem das seine…

„Image Triangulator App“: Java-App für den Desktop

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Die letzte Desktopanwendung im Bunde ist die „Image Triangulator App“, die auf Java basiert und ebenfalls für Windows und Mac erhältlich ist. Sie ist kostenlos und erstellt Low-Poly-Bilder mit einer variablen Anzahl an Punkten und Dreiecken. Exportiert werden die Bilder als PDF-Dateien.

Für optimale Ergebnisse besteht die Möglichkeit, Punkte manuell zu setzen. Die gesetzten Koordinaten der Punkte können exportiert und für andere Grafiken wieder importiert werden.

„Delauny Triangulation“: Tool mit vielen Einstellungsmöglichkeiten

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Mit diesem Online-Generator lassen sich ebenfalls aus hochgeladenen Bildern Low-Polys erstellen. Der Generator bietet eine Reihe von Einstellungsmöglichkeiten. Das Besondere hierbei ist, dass ein kreisförmiger Bereich im Bild definierbar ist, dem Punkte für die Polygone hinzugefügt werden können. So sind Low-Poly-Bilder möglich, in denen bestimmte Bereiche mehr und andere weniger Dreiecke besitzen.

Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, die Füll- und Rahmenfarbe der Dreiecke individuell anzugeben. So sind beispielsweise Bilder denkbar, bei denen nur die Rahmen der Dreiecke die Farbigkeit des Originalbildes übernehmen.

Auch bei „Delauny Triangulation“ werden die erstellten Grafiken als PNG- oder SVG-Datei exportiert.

Weitere Tools

Neben den vorgestellten Generatoren stellen auch andere Tools die Möglichkeit dar, Low-Poly-Bilder zu erstellen. Dazu gehören die hier bereits vorgestellten JavaScript-Bibliotheken „Snap.svg“ und „seen.js“, die Polygone als Basis zur Erstellung von für 2D- und 3D-Objekten nutzen.

Links zum Beitrag

(dpe)

Denis Potschien

Denis Potschien ist seit 2005 freiberuflich als Kommunikationsdesigner tätig, seit Anfang 2010 im Kreativkonsulat in Iserlohn, einem Büro für Gestaltung und Kommunikation. Dort betreut er kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie kommunale Körperschaften und Organisationen aus Südwestfalen und dem Ruhrgebiet.

Als Webdesigner und -entwickler gehören HTML5 und CSS3 zu seinen Kernthemen, weshalb er dazu 2013 ein Buch geschrieben hat. „Pure HTML5 und CSS3“ richtet sich an alle, die Vorkenntnisse haben, sich aber bisher mit HTML5 und CSS3 nicht oder nur am Rande beschäftigt haben.

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2 Kommentare auf "Low-Poly-Trend: Sechs freie Generatoren für Hintergründe und Bilder"

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Sabine
Gast

Hallo, eine tolle Sammlung haben Sie hier mal wieder zusammen getragen – darf man denn die zb mit trianglify erstellten Hintergründe kostenlos und auch in kommerziellen Produkten dann einfach so verwenden? Vielen Dank.

Dieter Petereit
Dr. Web

Ja, Trianglify ist Open Source unter GPL-Lizenz.