Dirk Metzmacher 8. April 2005

Logodesign Teil 7: Buchstaben und Kalligrafie

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von Dirk Metzmacher

Logos können auch nur aus Buchstaben bestehen. Schriftarten können gemischt oder kunstvolle Schriftzüge mit Hilfe der Kalligrafie kreiert werden. Wichtig bleibt eine gute Lesbarkeit und die richtige Empfindung im Auge des Betrachtes.

Buchstaben
Geschriebene Logos gibt es zuhauf. Oft werden Standard-Schriftarten angepasst, aber auch eigene Fonts entworfen. Der Schriftzug ist meist einfarbig. Bei Einzelunternehmern wird zumeist der eigene Name zum Firmennamen gemacht, wie etwa Meyers Zweiradladen oder Müllers Weinwelt.

Hier kann es zu Problemen mit der Schriftgröße kommen. Nicht umsonst haben viele Unternehmen die typische Dreier-Abkürzung wie IBM, AOL oder ABC. Man muss also dafür sorgen, dass selbst bei kleinster Verwendung des Logos der Text gut lesbar bleibt. Ein brauchbarer Weg dahin besteht in der Auswahl eines Fonts mit anschließendem Test der Lesbarkeit in verschiedenen Textgrößen. Der Font kann dann abgewandelt werden, um etwas Einzigartiges zu kreieren.

Neben der Lesbarkeit sollte man aber auch die Wirkung der Schriftart bedenken. Sie vermittelt dem Betrachter eine bestimmte Atmosphäre und löst Emotionen aus, ganz so wie wir es von den grafischen Grundformen oder Farben her kennen. Eine verspielte Schreibschrift darf nicht für das Unternehmen Tiefbau Heinze genutzt werden.

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Zwei Buchstaben, große Wirkung

Schriftmischung
Sollen Schrifttypen gemischt werden, spielt der Kontrast die größte Rolle. Alles andere sieht nur nach Fehler aus. Die Unterschiede müssen deutlich hervortreten. Fett und fein sowie Schreibschrift und serifenlose Schrift sind hier die beste Wahl. Ein gutes Beispiel ist das Logo der Ritter Sport Schokolade. Hier ist der Kontrast groß und trotzdem harmonisieren die Schriften, da die Laufweite zueinander passt und die Mittellängen gleich sind. Der Bezug zu Energie und Leben drängt sich förmlich auf.

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Gut gemischt

Kalligrafie
Der wohl bekannteste Kalligrafie-Schriftzug, Coca-Cola, geht auf das Jahr 1886 zurück. Er wurde vom Werbefachmann Frank Robinson erstellt, der den Markenamen Coca Cola einfach in geschwungener Buchhalterschrift niederschrieb. Ein solcher Effekt ist nur schwer und nicht zufrieden stellend am Rechner zu simulieren. Entsprechende Techniken mit Kalligrafie-Füller oder auch mit Kreide können gerade bei Logos für kreative Unternehmen Wunder bewirken. Ein derartiger Schriftzug wird immer ein einmaliges, unverwechselbares Einzelkunstwerk bleiben. Allerdings ist hier der Anwendungsbereich stark eingeschränkt.

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Kunstvoll geschrieben

Buchstaben-Elemente
Viele Logos schreien geradezu danach, Teile ersetzt zu bekommen. So kann zum Beispiel der i-Punkt in ein Bildelement verwandelt werden. Dieser sollte zur Schriftgröße passen. Theoretisch kann auch die ganze Schrift aus Bildelementen bestehen, wobei auch hier die Anwendungsbereiche stark begrenzt sind. Das O bietet viel Raum für Veränderungen. Seine Form kann leicht ersetzt werden (Ball, Erde, Mond, Auge) oder der Innenraum, wie hier beim Logo der AOK, mit einem Bildelement gefüllt werden.

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Logo mit Bildelement

Kleinbuchstaben
Englische Texte und der Aufschwung des Internets sorgen in zunehmende für Logos mit Kleinbuchstaben. Gerade bei Unternehmen aus der Internet- und Computerbranche findet sich dieser Stil wieder. So werden Internationalität und Aktualität vermittelt. Umlaute werden absichtlich vermieden und Zeichen wie \\ oder @ gerne genutzt.

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Voll im Trend: Kleinbuchstaben

Zusammen mit der Gestaltung des Logos aus den Grundelementen wie Kreis, Quadrat oder Dreieck gehört die Typografie zu den wichtigsten Werkzeugen.

Erstveröffentlichung 08.04.2005

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.
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