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Landing Pages: Beachte diese 23 Best Practices

Du hast ein tolles Produkt und benötigst eine gute Landing Page, um es verkaufen zu können. Wir zeigen dir heute, wie diese Landing Page gestaltet sein sollte.

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Die meisten Zielseiten für Produkte sind zu sehr auf die Eigenschaften des Produkts fokussiert und nicht genug auf den Nutzen für die potentiellen Kunden.

Diejenigen, die jedoch den Nutzen hervorheben, tendieren dazu, zu weit zu gehen. Auch gibt es zumeist zuviel Marketing-Sprech, durch das sich der Besucher nicht mehr angesprochen fühlt. Eine gute Landing Page muss sowohl den Kundennutzen als auch die wichtigsten Funktionen hervorheben. Die Beschreibung sollte kurz und prägnant sein und auf den Punkt kommen. Einen funktionierenden Ansatz gibt es heute gratis.

1. Konzentration auf den Job, der getan werden muss

Einige Produkte definieren sich besser durch die Aufgabe, die sie erledigen, als durch die Kunden, die diese Produkte einsetzen. Denn Kunden kommen in allen Formen und Größen und aus allen Branchen. Das einzige, was sie gemeinsam haben, ist das Problem, das sie gelöst wissen möchten.

In nur 12 Schritten Landing Pages erstellen, die konvertieren

Bevor Du startest, solltest Du sich genau überlegen, was der Nutzen deines Produkts für die Kunden sein wird. Was verschafft dir Nachfrage nach deinem Produkt und was ist das Problem, das die Kunden mit Hilfe deines Produkts lösen können?

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Wie der “Job” identifiziert werden kann

Mit dem “der Job muss erledigt werden”- Ansatz im Hinterkopf sollte nun eingehend darüber nachgedacht werden, was der “Job” – oder das Problem des potentiellen Kunden – sein kann. Was möchte der Besucher deiner Zielseite gerne erledigt wissen? Was kann der Grund sein, dein Produkt oder deine Dienstleistung zu erwerben?

Ein Beispiel: Wenn deine Firma ein Call-Center ist, dann könnte das Problem (oder der Job) qualitativ hochwertiger Produkt-Support sein, den der Kunde in guten Händen wissen möchte. Letztendlich kauft der Kunde niemals ein Produkt oder eine Dienstleistung, sondern immer den Nutzen, den er daraus für sich ziehen kann. Daher muss der Nutzen – oder der Job, die Lösung des Problems, wie auch immer man es nennen mag – in den Vordergrund gestellt werden.

2. Das Erstellen einiger Richtlinien

Damit der Nutzen des Kunden besser identifiziert werden kann, ist es vorteilhaft, einige Richtlinien für den Inhalt auf Landing Pages aufzustellen. Dies sind nur einige kleine Fragen, die für jede Zielseite erneut eingehend beantwortet werden sollten. So findest du relativ schnell heraus, was der Job, der Nutzen ist, für den der Kunde dich engagiert oder dein Produkt kauft.

Die Richtlinien könnten zum Beispiel so aussehen:

  • Warum: Was ist das Problem, welches wir lösen können?
  • Problemlösung: Was ist der Job, für den wir engagiert werden?
  • Was tun wir genau: Warum sollten uns die Kunden für den Job engagieren?
  • Die Zielgruppe: Wer kauft unser Produkt oder unsere Dienstleistung?
  • Schlüsselwörter: Wonach suchen diese Menschen genau?
  • Wettbewerb: Wer führt dieselben Produkte oder Dienstleistungen?
  • Unterscheidung: Warum werden wir uns gegen unsere Wettbewerber durchsetzen?

3. SEO – Optimiere deine Zielseite

Deine Landing Page ist nutzlos, wenn sie nicht von deinen potentiellen Kunden gefunden werden kann. Wenn Menschen einen Job erledigt wissen möchten, dann suchen sie nach einer Problemlösung mit nur wenigen Schlüsselwörtern. Die Identifikation und Konzentration auf diese Keywords ist eine relativ simple Angelegenheit. Nachdem die Schlüsselwörter identifiziert wurden, sollten sie in die Seiten-URL eingefügt werden. Wenn die Keywords in der URL verarbeitet sind, kann sich das Ranking der Zielseite stark verbessern. Das ist eine relativ einfach anzuwendende Taktik zur Verbesserung der Auffindbarkeit im Ranking von Google und Co. Weitere SEO-Tipps haben wir für Du in diesem Beitrag zusammengestellt.

google-suchergebnis

4. Der Hero-Bereich: Zeige, wie dein Produkt das Problem löst

8 Sekunden. Das ist im Schnitt die Zeit, die Du hast, um die Aufmerksamkeit deiner Besucher zu gewinnen. Daher ist es immens wichtig, dass der Besucher dein Produkt/deine Dienstleistung – bei der “Arbeit” sieht, um heraus zu finden, ob dieses Produkt oder diese Dienstleistung sein Problem lösen kann. Das muss also das Erste sein, was der potentielle Kunde auf der Zielseite sieht. Optimalerweise ist das dann ein sogenannter “Hero-Bereich”, der bestenfalls zweiteilig ist.

Der erste Teil beginnt mit der Frage, die sich der nach einer Lösung suchende Besucher der Landing Page stellt und die sein Problem enthält. Begleitend zur Frage sollte eine möglichst ansprechende Abbildung verfügbar sein. Das kann ein passendes, vollflächiges Foto, ein Hintergrundvideo oder eine liebevoll gestaltete Illustration sein. Hier ein Beispiel einer optimalen Frage mit unterstützender Illustration:

illustration

Als nächstes sollte dann die Lösung präsentiert werden. Auch in diesem Fall wird die wichtige Frage – die Überschrift – wieder durch eine Illustration begleitet, aufbauend auf dem in der ersten Darstellung vorgestelltem Konzept. Verbunden damit ist eine kurze Beschreibung, wie genau der Job für den Kunden erledigt werden wird. Optimal ist hier noch die Einbindung eines Videos; am besten mittels Call to Action Button, wie in der folgenden Illustration ersichtlich.

Illustration

Der zweite Teil, nämlich die Lösung des Kunden-Problems, wird durch ein einfaches Scrollen der Webseite erreicht. Diese 2-teilige Lösung dürfte sicherlich das Optimum für viele Anwendungsbereiche darstellen, da Problem und Lösung nur einen Scroll auseinander liegen. Die gezeigte Landing Page kommt aus dem Hause Intercom.

Problem und Lösung in einer einzigen Hero-Abildung
© Intercom

5. Das Video: Zeige, wie deine Lösung funktioniert

“Zeigen, nicht erzählen” ist besonders wichtig bei der Vorstellung neuer Software. Ein Video ist eine wesentlich effizientere Lösung zur Kommunikation als einfacher Text, weil sofort für jedermann ersichtlich ist, was ein neues Produkt kann und ob es für die eigenen Zwecke in Frage kommt. Der überwiegende Teil der Besucher einer Webseite wird eher auf eine “Play”-Taste drücken, als sich durch Textwüsten zu kämpfen. Die Menschen sind nun mal von Natur aus faul, weswegen Videos gegenüber Text immer favorisiert werden.

Daher ist die Einbindung eines Videos in eine Zielseite stets eine effektive Lösung, um den Menschen ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erklären. Diese Videos sollten die 2-Minuten-Grenze nicht deutlich überschreiten. Nach den Erfahrungen der Video-Experten von Wistia sind kürzere Videos besser, um das Ganze zu erfassen. Vertrauen wir ihnen einfach mal. Hier eine Infografik zum Thema:

[Ein Klick auf die Abbildung öffnet die komplette Infografik.]

Videos auf Landingspages: Macht die Länge einen Unterschied?

Das Erstellen von Produktvideos wird oftmals als zu schwierig oder zeitaufwändig dargestellt. Das jedoch muss nicht sein. Hier findest du einen guten Beitrag über die Produktion eines kurzen Produktvideos.

Der Link zu deinem Produkt-Video sollte immer klar und deutlich angebracht und nicht zu übersehen sein. Ein Beispiel:

Der Link zum Produkt-Video auf der Landing Page

6. Sticky Navigation: Mach es leicht, Informationen zu finden

Es ist kein Geheimnis, dass gute Zielseiten manchmal recht lang sind. Vermutlich hast Du auch schon mal vom Mythos gehört, dass lange Landing Pages nicht verkaufen und das kurze Zielseiten viel besser sind. Wenn der Inhalt nicht aufklärend genug ist, ist das vermutlich sogar wahr. Doch wenn der Inhalt das Problem und seine Lösung wirklich fokussiert, dann wird jeder Besucher auch sehr gerne scrollen.

Damit auch ergänzender Inhalt schnell gefunden werden kann – und damit sich der Kunde über Du informieren kann – ist eine gute Navigation nötig. Die Navigation einer Webseite an sich und insbesondere einer Landing Page sollte “sticky” sein, was nichts anderes heisst, als dass sie beim Herunterscrollen auf einer Webseite ständig sichtbar ist. Ein Beispiel:

Demo einer Sticky-Navigation

Auch die Navigation hier bei Dr. Web ist sticky. Probiere es einfach mal aus.

7. Der Überblick: Was kann man mit deinem Produkt tun?

Nachdem Du das Interesse deiner Besucher geweckt haben, geht es nun um die Vertiefung der Informationen. Geschickt wäre es nun, dass Problem und seine Lösung in kleine, leicht verständliche Häppchen aufzuteilen. Diese Häppchen bilden den Überblick auf deiner Zielseite. Hier gibt es verschiedene Ansätze, wie man diese Häppchen am besten positioniert. Text mit Abbildung funktioniert sicherlich, doch Text mit bewegten Bildern – großflächigen Gifs oder Videos – funktioniert noch besser, denn die Menschen sind visuell orientiert.

Optimal wäre es, wenn jedes Problem oder Unter-Problem eines Kunden im Text dargestellt wäre und die Lösung durch dein Produkt als Video ergänzend daneben gestellt würde. So könnte ein potentieller Kunde sofort erfassen, ob dein Produkt die Lösung für sein Problem sein kann.

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© Intercom

 8. Die Features: Erkläre, wie sie das Problem lösen

Bisher hast Du nur behauptet, das Problem deines Besuchers lösen zu können. Nun musst Du anhand der Funktionen deines Produkts aufzeigen, wie Du das Problem lösen. Nicht jeder Mensch wird alle Features deines Produkts benötigst, doch die Schlüssel-Funktionen sollten bereits ausreichen, um die Kunden-Problematik bearbeiten zu können. Du brauchen auf deiner Landing Page also einen eigenen Bereich für die Funktionen deines Produkts.

Am geschicktesten teilst Du den Bereich für die Funktionen deines Produkts wieder in zwei Bereiche auf: die “Hauptmerkmale” sind die Must-Haves. Die Funktionen, die für dein Produkt wesentlich sind, um den Job zu erledigen und auch zu zeigen, dass es sich in wichtigen, wenn nicht allen Punkten vom Angebot deiner Mitbewerber unterscheidet.

Die Schlüsselfunktionen auf einer Landing Page

Danach kommen nur tabellarisch aufgeführte Funktionen. Diese sind nicht unbedingt wesentlich, um das Problem des Kunden zu lösen. Doch mit diesen Funktionen kannst du sich eventuell wesentlich von deinen Mitbewerbern unterscheiden.

Die tabellarische Dastellung von den restlichen Funktionen

9. Testimonials: Werbe mit der Glaubwürdigkeit deiner bekanntesten Kunden

Gerade wenn Du ein relativ neues Produkt anbieten, ist es wichtig, deine bekanntesten Kunden prominent hervorzuheben. Das ist ein einfacher und schneller Weg, deine Glaubwürdigkeit in den Augen deiner Besucher zu erhöhen. Deswegen solltest Du gleich unterhalb des “Hero”-Abschnitts die Logos deiner wichtigsten Kunden einbinden. Dies zeigt anderen – potentiellen – Kunden, dass Du der richtige Partner für deine Problemstellungen sind.

Die wichtigsten Kunden mit deinen Logos zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit

Logos zeigen den Besuchern sehr subtil, dass real exitierende Unternehmen deine Produkte nutzen. Doch letztendlich kommt es auf die Menschen hinter den Unternehmen an. Ein Geschäft wird schliesslich immer zwischen Menschen abgeschlossen und ein Foto ist immer ansprechender als ein Logo. Daher ist es sehr vorteilhaft, weiter unten auf der Zielseite noch Fotos von Kunden abzubilden, zusammen mit einem kurzen Zitat. Das sind dann die sogenannten “Testimonials”. Ein optimales Beispiel:

Ein optimales Beispiel für ein Testimonial

10. Mach deutlich, was es kostet

Nachdem sich der Besucher fast schon zum Kauf entschlossen hat, kommt bei ihm die Frage auf: “Kann ich es mir auch leisten?”. Diese Frage solltest Du schnell beantworten können, ein prominenter, deutlicher Link oder ein Preisrechner sollte deutlich auf der Landing Page positioniert werden, so dass der Preisbereich schnell gefunden werden kann.

Ein gut ersichtlicher Preisbereich gehört auf jede Landing Page

11. Anmelden leichtgemacht

Das hier muss ganz leicht sein. Bringe mehrere Anmeldebereiche auf der Zielseite unter und gestalten diese wirklich sichtbar. Vielleicht erwecken sie mit einer optimalen Gestaltung keine Toten zum Leben, doch jeder lebendige Mensch muss diese Bereiche sofort erfassen können. Eine optimale Gestaltung könnte so aussehen:

Der Anmeldebereich

Positioniere einen Anmeldebereich genau unter dem “Hero”-Bereich, oberhalb der Kundenlogos. Dies ist die richtige Position für schnellentschlossene Kunden, die bereits genug für einen Kauf gesehen haben. Ein weiterer Bereich wird geschickterweise im unteren Viertel der Seite eingebunden, noch unterhalb der tabellarischen Funktionen und der Foto-Testimonials. Ein dritter Bereich ist sinnigerweise in der Navigation untergebracht. Dort ist sie dank der Sticky-Navigation immer sichtbar.

Doch nicht nur die Positionierung ist ausschlaggebend, sondern auch die Form und Beschriftung der Call-to-Action-Buttons. Ein sehr guter Artikel beschäftigt sich mit den neuesten Trends im Landing Page Design.

12. Messen und Testen und Wiederholen

Was ist eine gute Conversion-Rate? Es gibt keine klare Antwort, denn es hängt sehr stark ab von der Art der Landing Page, vom Produkt und der Branche. Eine Zielseite für ein kostenloses Screenshot-Programm wird eine wesentlich bessere Conversion-Rate haben als eine kostenpflichtige Lösung für E-Mail-Marketing. Es gibt keine feste Regel, aber eins ist sicher, es gibt immer Raum, um deine Conversion-Rate zu verbessern. Glücklicherweise stehen ein paar gute Tools zur Verfügung, damit du verstehst, was funktioniert und was nicht. Experimentiere ruhig mit neuen Dingen.

Empfehlenswerte Tools zum Messen und Testen

Traffic und Ziel-Konvertierung mit Google Analytics messen

Google Analytics

Das ist ein Kinderspiel! Implementiere Google Analytics, bevor deine Zielseite veröffentlicht wird und sie können die Besucherzahlen, Page Views und die Ziel-Conversion mit Google Analytics verfolgen.

Prüfe mit Inspectlet, was die User deiner Zielseite wirklich interessiert

Mit der Heatmap-Funktion von Inspectlet kannst du genau sehen, welche Dinge auf der Zielseite von größtem Interesse sind oder wo die User höchstwahrscheinlich hinklicken werden. Hier kannst du sogar zwischen mehreren Heatmaps auswählen, je nachdem ob für Du die Augenbewegungen, die angeklickten Elemente oder eine Ansicht der Scrollweite relevant sind. Auf diese Weise kannst du leicht feststellen, ob deine Landing Page bereits optimal ist, oder wo noch Bedarf zur Nachbesserung ist.

inspectlet

Zum Testen des Services existiert ein kostenloser Account, mit dem bis zu 100 User-Sessions in Monat aufnehmen können. Möchtest Du mehr, so musst Du einen kostenpflichtigen Plan wählen, diese kosten zwischen $39 bis zu $299 monatlich.

Forschung mit UserTesting.com

UserTesting.com

Eine wirklich sehr interessante Art zu testen ist das Angebot von UserTesting. UserTesting kommt für Software-Produkte in Frage – egal ob Computer-Anwendung, mobile Apps, Webseiten oder Prototypen. Mit UserTesting ist es möglich, Videos von Usern zu erstellen, welche gerade live dein Produkt nutzen und deine Erfahrungen dabei laut aussprechen. Du erhalten bereits innerhalb einer Stunde die Resultate. deine Anwendungen kannst du entweder von deinen eigenen Kunden testen lassen oder durch den eine Million zählenden Kundenstamm von UserTesting. Nicht nur “freie” Tests sind möglich, Du können ebenfalls eine Art “Drehbuch” vorgeben oder gar live Einfluss auf den Testverlauf nehmen.

Die Videos könne schnell mit Anmerkungen versehen werden, Usability-Probleme sind sehr schnell bestimmt und es ist ebenfalls möglich, bestimmte Bereiche von Usern erklären zu lassen. Im Anschluss lassen sich die erstellten Videos mittels eines Links einfach mit weiteren Entscheidungsträgern in deinem Unternehmen teilen. UserTesting ist kostenpflichtig, ein einfaches Video liegt bei $49.- und ein erweitertes, weitaus aussagekräftigeres Video kostet $225.-. Eine Testversion kann angefordert werden.

Teste deine Hypothesen mit Optimizely

Optimizely

Zusätzlich zu den Lernerfahrungen, die Du durch die bereits vorgestellten Tools haben, wirst Du wahrscheinlich eigene Hypothesen haben, die Du auch dringend testen sollten. Genau das kannst du mit Optimizely tun. Egal, ob es sich um eine einfache Änderung wie eine andere Farbe oder Beschriftung eines Call-to-Action-Button handelt oder um eine umfangreichere Änderung – Optimizely ist das richtige Tool dafür. Optimizely bietet ein kostenfreies “Starter Paket” an, in dem man die wichtigsten Dinge (für die meisten Bereiche sicher ausreichend) prüfen kann und eine wesentlich umfangreichere “Enterprise”-Version, deren Preis jedoch erfragt werden muss.

Die optimale Landing Page im Bild

[Ein Klick auf das Vorschaubild öffnet den kompletten Screenshot]

Eine optimale Landing-Page - Vorschau

Der Aufbau einer Landingpage

Doch wie genau soll die Landing Page aufgebaut werden? Hier die einzelnen Elemente und der Sinn hinter dem Einsatz.

Landingpage Aufbau

1 – Das Logo

Das Logo sorgt für einen Wiedererkennungswert und vereint alles, wofür das Unternehmen steht. Es sollte sich von dem der Mitbewerber deutlich abheben, denn der Kunde sieht im Logo den Absender des Angebots. Ein gutes Logo sollte zudem Vertrauen schaffen können, daher ist es eines der wichtigsten Elemente einer gutgemachten Landingpage.

2 – Headline und Subline

Diese beiden Elemente zeigen dem Besucher schnell und eindeutig, ob er sich auf der richtigen Seite befindet. Die Headline kann hierbei die Keywords wiederholen, durch die der Besucher auf die Seite gekommen ist. Die Subline kannst du sehr gut für eine erweiterte Beschreibung verwenden. Beide Überschriften zusammen sollen dem Kunden im Idealfall klarmachen, dass er am Ziel seiner Wünsche angekommen ist.

3 – Der Hero-Shot

Hier solltest du dein Produkt von der Schokoladenseite zeigen. Mache es zum Superstar, zum Helden der Oskar-Verleihung. Je besser dein Produkt dargestellt ist, desto größer werden die Chancen auf einen Verkauf. Vorstellbar wäre auch ein schickes Video, in dem du eine Geschichte rund um dein Produkt erzählen kannst.

4 – Die Einleitung

Was ist der Nutzen für den Kunden, warum genau sollte er kaufen? Wenn das bis jetzt noch nicht klar gestellt wurde, musst du hier noch einmal alles investieren. Die Keywords aus der Headline darfst du gern wiederholen. Schreibe eine kurze, knackige Beschreibung, die deinen potenziellen Kunden berührt.

5 – UVP (Unique Value Proposition)

Übersetzt bedeutet das so viel wie »Welchen konkreten Nutzen habe ich durch dieses Angebot?«. Mache deinem Besucher also klar, welchen Nutzen er durch dein Angebot hat. Halte diesen Bereich kurz und prägnant. Ergänze ihn vielleicht mit einer Liste, in der du die wichtigsten vier bis fünf Punkte stichwortartig aufführst.

6 – Der Preis

Hier zeigst du deinem potenziellen Kunden den Preis – oder die Preisgestaltung, wenn du mehrere Versionen oder Varianten deines Produktes anbietest. Es ist psychologisch wichtig, den Preis zu »erklären«. Das könntest du mit einem Originalpreis und einem reduzierten Preis machen. Oder aber du bietest dein Produkt mit einem zeitlich begrenzten Sonderpreis an. So erzeugst du einen künstlichen »psychologischen Druck«, der einen Kunden leichter zum Kauf bewegen kann.

7 – Call To Action

Jetzt machst du deinem Besucher klar, was du von ihm erwartest. Du führst ihn in den nächsten Schritt des Prozesses. Trage Sorge dafür, dass sich dein Call to Action sehr deutlich von den anderen Elementen abhebt und zum Klicken verleitet. Ein CTA kann übrigens auch aus einem Satz bestehen, der den Besucher psychologisch geschickt in den nächsten Bereich leitet.

8 – Reason Why – Der Grund für den Kauf

Warum sollte dein Besucher zu deinem Kunden werden? Gib ihm deutliche und gute Argumente an die Hand, die ihn dazu bringen, das zu tun, was du erwartest. Ein Mensch braucht stets einen Grund für eine Entscheidung – besonders, wenn es um einen Kauf geht. Ein guter Grund kann je nach Zielgruppe eine Statistik, ein Bericht oder eine Grafik sein.

9 – Das Funktionsprinzip

Dein Besucher wird sich keine langen Texte durchlesen. Dieser Bereich funktioniert genauso wie ein guter Text in einem Blog. Sorge dafür, dass sich die zur Verfügung gestellten Informationen »scannen« lassen. Der Besucher möchte schnell und ohne viel Aufwand erfahren, ob dein Produkt den gewünschten Nutzen bringt und das Richtige für ihn ist. Illustrationen können in diesem Bereich hilfreich sein.

10 – Testimonials

Hast du dein Produkt bereits an zufriedene Kunden verkauft? Sehr gut! Dann frage sie nach ihrer Meinung und bringe diese als hübsch formatierte Testimonials auf die Seite. Ein gutes Testimonial lässt den Kunden nicht allein, sondern stellt ihm »Kenner« des Produktes an die Seite. Das stärkt das Vertrauen in dein Unternehmen und dein Produkt. Hier ist es wichtig, ehrliche Meinungen zu bekommen und zu posten.

11 – Trust Elemente

Das Vertrauen ist eines der stärksten psychologischen Motive für einen Kauf. Hier musst du Vertrauen und Sicherheit vermitteln. Gute Elemente hierfür sind zum Beispiel Dugel, Marken und Zertifikate. Doch auch Facebook-Likes können unter Umständen vertrauenerweckend sein. Ein professionelles Design deiner Landingpage sorgt ebenfalls für ein Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens.

Landingpage-Statistiken, die du kennen solltest

  • 48 Prozent aller Marketer erstellen für jede Marketing-Kampagne eine neue Landingpage
  • Auswirkungen der Landingpages auf das Leadvolumen nach Unternehmensgröße. Hierbei erzielen kleine Unternehmen bis zu 10 Mitarbeitern das höchste Leadvolumen. Besonders dann, wenn viele Landingspages erstellt worden sind. Das könnte durchaus an kurzen Entscheidungswegen in kleineren Unternehmen liegen.
  • Nur 22 Prozent der Unternehmen sind mit ihrer Conversion-Rate zufrieden. Hierbei können eingehende Tests der Landingpages hilfreich sein. Die Kampagnen von Ex-US-Präsident Obama haben dies gezeigt.
  • Nur 52 Prozent der Unternehmen testen ihre Landingpages.
  • Nur eine einzige Sekunde zusätzliche Ladezeit kann die Conversion um 7 Prozent vermindern.
  • Ex-US-Präsident Obama sammelte zusätzliche 60 Millionen Dollar Spenden aufgrund der Ergebnisse umfangreicher A/B Tests ein.
Landingpage Statistiken

Inspirierende Inhalte – Texte, die zum Kaufen verführen

Unser Gehirn ist faul und will nicht immer rational denken. Viel lieber lassen wir uns durch Emotionen zu etwas »verführen«. Kaufentscheidungen werden daher oftmals auf rein emotionaler Ebene getroffen. Im Anschluss wird die Entscheidung durch unseren Verstand begründet.

Mit diesem Wissen im Hintergrund sollten wir dafür sorgen, dass unsere Verkaufstexte die Besucher emotional ansprechen. Du musst deine Besucher bewegen, berühren und fesseln. Das ist mit Sicherheit nicht immer leicht. Zudem wird nicht jeder Text sofort ins Schwarze treffen. Teste daher deine Verkaufsseiten. Eine einfache Änderung am Text kann eine wesentlich höhere Conversion-Rate zur Folge haben.

Texte auf einer Landingpage, die uns emotional ansprechen

Der wichtige Unterschied zwischen den Kommunikationsarten

Die beiden Beispiele zeigen die wichtigsten Unterschiede auf. Bei der normalen Kommunikation weißt du schnell, was das Produkt tut. Du erfährst ebenfalls zügig, wie das Produkt funktioniert. Allerdings lässt man dich bei der wichtigsten Frage allein: WARUM brauche ich das, warum genau soll ich kaufen, warum will ich das jetzt sofort haben?

Kennst du das Gefühl, etwas sofort und auf der Stelle haben zu wollen? Diesen Moment, wenn du nur noch an das denken kannst, was du unbedingt haben willst? Der Text auf der rechten Seite der obigen Grafik erfüllt die Voraussetzungen, um dieses Gefühl erzeugen zu können. Wäre ich Gamer, würde ich jetzt vielleicht über einen Kauf nachdenken.

Download der Infografik

Die Infografik kannst du hier wirklich hochauflösend herunterladen.

(mit Material von: Infografik: Landingpage Baukasten)

Fazit

Der optimale Aufbau einer Landing Page ist nicht einfach. Vieles muss beachtet werden. Doch mit den Tipps, die wir dir an die Hand gegeben haben, und den Tools zum eingehenden Testen der Zielseite ist die Umsetzung kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Du weisst nun, worauf du achten musst. Und Du weisst, dass eine optimal funktionierende Landing Page erst nach vielen Tests und Auswertungen wirklich gut sein wird. Doch wenn du diese Schritte erst einmal gegangen sind, so wirst du eine Zielseite dein eigen nennen, die richtig gut verkauft.

2 Kommentare zu “Landing Pages: Beachte diese 23 Best Practices”

Perfekter Bericht, Andreas!
Habe gute Ansätze bzw. Ideen für meinen Blog entdeckt. Werde einiges verändert in Kürze. Gut wäre noch ein Splitttest zwischen 2 bis 3 Landingpages einzubauen! Wie könnte man das umsetzen? Ist nur eine Idee.
Habe nun viel zu tun für meine Blogstruktur.

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