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Dieter Petereit 20. September 2017

Kreativer browsen mit Vivaldi 1.12

Das neue Projekt des Opera-Gründers kommt in Gang. Das Feature-Set erwei­tert sich lang­sam in Richtung Kreativarbeiter.

Firefox, Chrome, Edge: alle ähnlich

Ich kann nicht behaup­ten, mit den gro­ßen Browsern zufrie­den zu sein. Die neue Version des Vivaldi-Browsers inter­es­sier­te mich des­halb umso mehr. Wieso sehen Browser immer noch aus wie vor zehn Jahren? Soll ich inter­pre­tie­ren, dass die UI für Internetseitenbetrachtungsprogramme im welt­wei­ten Konsens für aus­ge­reift erklärt wur­de?

Der Doktor und Vivaldi

Nein, das kann es nicht sein. Denn sowohl die Macher des Opera, als auch die Ex-Macher des Opera zei­gen, dass es ande­re Ansätze gibt, den Browser der Zukunft dar­zu­stel­len und aus­zu­stat­ten.

Vivaldi: interessante Umsetzung interessanter Ideen

Vivaldi 1.12 etwa kommt mit der Fähigkeit, in optisch anspre­chen­der Form, die Eigenschaften eines belie­bi­gen Bildes auf einer Website über­sicht­lich anzei­gen zu kön­nen. Dazu liest er die Exif-Infos aus. Voraussetzung ist natür­lich, dass die Exif-Infos dem Foto noch inne­woh­nen. Auch ande­re Browser sind in der Lage, die­se Infos zu zei­gen, und sei es mit Extensions, aber die Art, wie Vivaldi das tut ist ein­fach schön im Sinne von ästhe­tisch ange­nehm.

Außerdem hat sich das Entwicklungsteam um das Thema Datei-Downloads geküm­mert. Mit Vivaldis Download-Panel bleibt kei­ne Frage offen. Hier wird ange­zeigt, wie die Datei heißt, wo sie her­kommt und wo sie hin­geht, wie schnell das pas­siert und vie­les mehr.

Das drit­te Feature ist das unge­wöhn­lichs­te und unnö­tigs­te zugleich. Über die Einstellungen des Browsers kannst du die Sättigung der Browser-Akzentfarbe her­ab­set­zen. Angeblich hat­ten sich Nutzer über zu domi­nan­te Farbdarstellungen des Browsers sel­ber beklagt. Mit der Sättigungseinstellungen für die Akzentfarbe sorgst du selbst bei knal­li­gem Rot für eine eher grau­ro­te Optik. Für mich hat das kei­nen Anwendungsfall, aber viel­leicht für Leute, die sonst nicht mehr wis­sen, was sie sich noch wün­schen könn­ten.

Anpassbar bis zur Konzeptionslosigkeit.

Nach wie vor ist Vivaldi jedoch ein optisch sehr anspre­chen­der Seitenbetrachter, der sich an den Grundsätzen des Flat Design ori­en­tiert. Vivaldi ist kein Feature-Monster, aber schlicht­weg schön.

Downloaden kannst du Vivaldi für Windows, macOS und Linux. Neben den ästhe­ti­schen Aspekten wer­den Kreativarbeiter auch Spaß an Features, wie der ein­ge­bau­ten Screenshot-Engine, sowie der viel­fäl­ti­gen Webseiten-Aktionen, mit denen du etwa die Schrift ver­än­dern oder Inhalte blo­ckie­ren kannst, haben. Auch der Browser selbst lässt sich optisch in allen mög­li­chen Belangen dei­nen eige­nen Vorstellungen anpas­sen. Mach dir selbst ein Bild.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

4 Kommentare

  1. Danke für den Beitrag. Der Browser gefällt mir von der Anwendung her sehr ein­fach. Vielen Dank.

  2. Danke für den Tipp! Vivaldi ist eine Wucht! Bis ins kleins­te durch­dacht, geni­al benut­zer­freund­lich, mit einer doch gro­ßen Anzahl an nütz­li­chen Möglichkeiten. Und da er auf Chromium basiert kön­nen sogar Chrome Add-ons instal­liert wer­den.
    Verstehe gar nicht war­um Chrome (noch) so erfolg­reich ist, wenn es solch eine gran­dio­se Alternative gibt.

  3. Ich nut­ze den Vivaldi tat­säch­lich schon mehr als ein Jahr und bin hoch­gra­dig zufrie­den. Die Integration der Community in die Entwicklung des Browsers hat zu einer Konfigurationsvielfalt geführt, die ihres­glei­chen sucht. Jeder, der mal einen ech­ten, nach eige­nen Wünschen gestalt­ba­ren Browser möch­te, soll­te unbe­dingt Vivaldi mal tes­ten.

  4. Danke für den Kommentar, dies ist neben Opera der 2te Browser, den ich häu­fig nut­ze, da mir vor allem die Starseiten-Option gut gefällt Zudem ist der Browser Vivaldi schlicht, ein­fach und somit für mich ele­gant. Herzliche Grüße aus Calau

    Jörg Rothhardt

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