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Dieter Petereit 14. Juli 2013

Kostenloses Hörbuch: Free – The Future of a Radical Price

Kennt irgend­je­mand, der nicht erst seit ges­tern sei­ne Brötchen im Netz ver­dient, den Namen Chris Anderson nicht? Kann ich mir nicht vor­stel­len. Anderson war jah­re­lang der Chefredakteur von Wired, einem der bekann­tes­ten Netz-Magazine der letz­ten zwei Jahrzehnte. Zudem ist er der Autor des Bestsellers “The Long Tail”, wor­in er den Weg weg vom Massenprodukt hin zur Produktmasse beschreibt und den Siegeszug des Mass-Customization und der Konzentration auf Nischenprodukte vor­zeich­net. In “Free: The Future of a Radical Price” ana­ly­siert er Konzepte, die dar­in bestehen, dass Unternehmen Geld ver­die­nen, obwohl oder gera­de weil sie etwas kos­ten­los abge­ben. Das eng­li­sche Hörbuch steht jetzt bei NoiseTrade eben­falls zu einem radi­ka­len Preis, näm­lich kos­ten­los zum Download bereit.

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NoiseTrade: Eine Plattform, die Künstler mit ihrer Fan-Basis verbinden will

NoiseTrade ist eine Plattform, auf der Audio-Produkte kos­ten­los ange­bo­ten wer­den, ver­bun­den mit der Möglichkeit, frei­wil­lig den Betrag zu zah­len, den man für abge­mes­sen hält. Dabei ist der optio­na­le Bezahl-Part nicht der Kern des Dienstes. Vielmehr geht es NoiseTrade dar­um, Künstlern zu hel­fen, sta­bi­le und vor allem direk­te Verbindungen zu ihrer Fan-Basis auf­zu­bau­en. Künstler geben bei­spiels­wei­se ein kom­plet­tes Album umsonst ab, poten­zi­el­le Fans zah­len dafür mit E-Mail-Adresse und der Angabe ihrer Postleitzahl sowie des Landes, in dem Sie leben. So kön­nen Künstler Mailing-Listen auf­bau­en, die ihnen bei spä­te­ren Marketing-Aktionen nütz­lich sein kön­nen. In der ein­fachs­ten Form kön­te eine Band etwa ihren Tourneeplan ent­lang der Postleitzahlenbereche pla­nen, in denen die meis­ten Fans leben.

Der Gedanke hin­ter NoiseTrade ist nicht nur theo­re­tisch erfolg­reich, son­dern basiert auf soli­den Erfahrungen. Singer/Songwriter Derek Webb ver­schenk­te in 2006 eines sei­ner Alben online. Als Gegenleistung bat er um Mailadresse, Land und PLZ, sowie dar­um, dass die Fans ihre eige­nen Freunde über die kos­ten­lo­se Downloadmöglichkeit infor­mier­ten. In drei Monaten ver­schenk­te Wegg mehr als 80.000 Alben. Seitdem hat sich die Besucherzahl auf Webbs Konzerten sehr posi­tiv ent­wick­let, auch Merchandising und Alben-Verkäufe lau­fen bes­ser. Erstaunlicherweise ver­kauf­te sich sogar das ver­schenk­te Album kom­mer­zi­ell erfolg­reich. Der gro­ße Erfolg die­ses Experiments bewog Webb dazu, mit eini­gen Partnern NoiseTrade zu grün­den.

Heute nut­zen sogar gro­ße Plattenlabel NoiseTrade, um kos­ten­ef­fek­tiv ihre Künstler zu pro­mo­ten, indem sie etwa älte­re, aber auch brand­neue Songs ver­schen­ken oder exku­si­ves Material abge­ben, das nicht käuf­lich erwor­ben wer­den kann.

Kostenloses Hörbusch: Free von Chris Anderson

Ich muss zuge­ben, ich habe es noch nicht ganz durch­ge­hört. Aber schon die ers­ten fünf Kapitel haben mir Ideen und Zusammenhänge ver­deut­licht, die ich bis­lang nicht kann­te. Dabei sind sie viel­fach so ein­fach, dass ich mich wun­de­re, wie­so es eines sol­chen Buches bedurf­te, mich auf die rich­ti­ge Spur zu set­zen. Schon jetzt kan ich resü­mie­ren, “Free” bringt mich per­sön­lich nach vor­ne.

Der ein­zi­ge Kritkpunkt bis­her ist der Sprecher. Gut, es ist Anderson selbst und wer soll­te ihm ver­wei­gern, sein eige­nes Buch zu ver­le­sen, aber, er kann es halt nicht so wie ein pro­fes­sio­nel­ler Sprecher. So ist sein mono­to­ner Singsang schon eine gewis­se Prüfung für das Wachzentrum des Gehirns, aber der Inhalt ist es defi­ni­tiv wert, sich die­ses Leid anzu­tun.

Der Inhalt ist, wie schon “The Long Tail”, erneut abso­lut hörens­wert. Anderson beginnt mit der Darstellung der Geschichte, wie Monty Python aus der Not her­aus einen kos­ten­lo­sen YouTube-Channel star­te­te. Die Videos der Gruppe wur­den in schlech­ter Qualität von unzäh­li­gen Nutzern hoch­ge­la­den. Monty Python war es satt und setz­te dem Piraten-Content ech­te Videos in Premium-Qualität ent­ge­gen. Und obschon jeder­mann im offi­zie­len Python-Channel kos­ten­los glück­lich wer­den konn­te, zogen die Kauf-DVDs der Gruppe inner­halb von zwei Monaten nach dem Start des Channels auf Top-Plätze in den Amazon-Verkaufscharts. Anderson nimmt die­ses und vie­le ande­re Beispiele in ihre Einzelteile aus­ein­an­der und ver­sucht, das Konzept dahin­ter repro­du­zier­bar zu erläu­tern.

Wenn Sie sich nun auch etwas Weisheit in Sachen Geschäftskonzepte gön­nen wol­len, wech­seln Sie ent­we­der rüber zu NoiseTrade oder ver­wen­den Sie das fol­gen­de Widget, wel­ches Ihnen sogar erlaubt, die ein­zel­nen Kapitel des Buches direkt hier anu­hö­ren.

Wenn Sie den 300 MB schwe­ren Download auf Ihre Platte zie­hen wol­len, kli­cken Sie im obi­gen Widget auf “Free Download”, geben E-Mail, Land und PLZ ein und war­ten auf die Zusendung des Download-Links in Ihr Postfach. Prüfen Sie Ihre Mail, kli­cken den erhal­te­nen Link und hören Sie los…

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

Ein Kommentar

  1. “Kostenloses Hörbusch”

    So ein Busch ist bei der Hitze ganz gut als Schattenspender :D

    P.S. Danke für den Tipp.

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