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Andreas Hecht 21. Januar 2015

Kostenlose Online RSS-Reader für den informationshungrigen Webworker

Die Top 10 der kostenlosen Online RSS-Reader

Für Webworker, Journalisten und ähnliche Berufsgruppen gehört ein guter Feed-Reader zum notwendigen Handwerkszeug. Google Reader hinterliess eine große Lücke, als er eingestellt wurde. Es handelte sich immerhin um den mit weitem Abstand meistgenutzten RSS-Reader, der noch dazu komplett online nutzbar war. Ein Online-Reader hat den großen Vorteil, dass er rund um die Welt zu jeder Zeit und mit jedem internetfähigen Gerät verwendet werden kann, sofern Internet verfügbar ist. Online RSS-Reader gibt es einige. Heute stelle ich Ihnen einige kostenlose Online RSS-Reader mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Die Top 10 der kostenlosen Online RSS-Reader

1 – Feedly

 

Feedly Online RSS-Reader

Feedly dürfte einer der bekanntesten und beliebtesten Nachfolger des Google Reader als Online RSS-Reader sein. Es gibt ihn auch für mobile Geräte. So ist er für Android, iOS und sogar für Amazons Kindle erhältlich. Die Benutzeroberfläche ist aufgeräumt und klar strukturiert. Man findet sich sofort zurecht. Feedly besitzt zudem eine praktische „Inhalte hinzufügen“-Funktion, die Inhalte aufgrund von Kategorien vorschlägt. So kommt man schnell auf eine „Mindestfüllung“ des Readers. Inhalte in Form von Feed-Adressen oder einfach als URLs lassen sich über die Schaltfläche „Add content“ bequem hinzufügen.

Die Benutzeroberfläche von Feedly

Nach dem Klick auf „Add Content“ erscheint dieser Bildschirm. In das große Suchfeld gibt man entweder eine Feed-Adresse, eine URL oder ein Stichwort ein.

Feed zu Feedly hinzufügen

Weboberfläche: Feedly – auch erhältlich für: iOS, Android and Kindle

2 – Digg Reader

Digg RSS-Reader

Der Digg RSS-Reader ist im gesamten Look und Feel einfacher gehalten, was aber keinen Nachteil darstellt. Er kommt im Aussehen und der Funktionalität dem Google Reader recht nahe. Auch hier kann Inhalt nach Kategorien gesucht werden. Wenn ein Digg-Konto vorhanden ist, kann man dieses zur Anmeldung nutzen. Ansonsten akzeptiert Digg auch Anmeldungen über Google und Twitter, ebenso wie über das manuelle Anlegen eines Nutzer-Accounts. Die Art der Darstellung ist variabel. Der Import von OPML-Dateien geht recht fix. Mobile Apps für Android und iOS sind erhältlich.

Die Darstellung von Digg

Weboberfläche: Digg – auch erhältlich für Android und iOS

3 – Feedreader Online

Feedreader Online geht einen minimalistischen Weg und kann nur Feeds importieren und abonnieren. Der Import vom OPML-Dateien geht sehr langsam vonstatten, Man muss schon Geduld mitbringen. Auch ist die farbige Oberfläche in Grün und Grautönen ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Ich habe trotz sehr viel Geduld und einer funktionierenden OPML-Datei diesen Reader nicht zum Anzeigen von Feeds bewegen können. Vielleicht ergeht es Ihnen ja anders.

Der Feedreader Online

So sieht die Oberfläche mit importierten Feeds aus.

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Weboberfläche: Feedreader Online

4 – FlowReader

Der FlowReader RSS-Reader

FlowReader bietet eine frische, moderne und aufgeräumte Benutzeroberfläche und importiert zügig auch große OPML-Dateien. Die Darstellung der Feeds erfolgt bei diesem RSS-Reader ebenfalls als Liste und kann nicht umgestellt werden. Nur die Ansicht einzelner Artikel ist beeinflussbar. Eine Besonderheit stellt die Vernetzung mit Facebook und Twitter dar. Direkt aus der Anwendung heraus können Artikel geteilt werden. Die neuesten Updates beider sozialer Netzwerke bekommt man nach einmaligem Verbinden präsentiert. Apps werden leider keine angeboten.

Die Oberfläche des FlowReader Online RSS-Readers

Weboberfläche: FlowReader

5 – CommaFeed

CommaFeed RSS-Reader

CommaFeed zeigt eine übersichtliche Oberfläche, aber eben auch keinen Pep. Die Funktionen sind, mit anderen Online RSS-Readern verglichen, ziemlich mager. Um einen Feed abonnieren zu können, muss seine URL bekannt sein. Das reine Eingeben der Website-Domain reicht hier leider nicht. CommaFeed reagiert recht langsam, besonders beim Laden eines Feeds. Auch die Anzeige der einzelnen Artikel hält mit modernen Lösungen wie Feedly nicht mehr Stand. Apps werden nicht angeboten und ein Einloggen mit Facebook, Google+ oder Twitter ist ebenso nicht möglich. Auf der anderen Seite muss man schon einräumen, dass der originale Google Reader auch nicht weit mehr konnte und vor allem nicht besser aussah ;-)

Die Anzeige einzelner Artikel im CommaFeed Online RSS-Reader

Weboberfläche: CommaFeed

6 – inoreader

Der Online RSS-Reader inoreader

Der inoreader ist ein moderner und frischer Feedreader. Der Import vom OPML-Dateien geht fix und es werden Apps angeboten. Die Anzeige kann in vielen Variationen umgestellt werden – von simpler Listenansicht bis hin zu moderner Kartenansicht. Neben dem Standard-Design – genannt Wasser-Design – gibt es auch noch ein helles und ein dunkles Theme einzustellen, ganz nach persönlichen Vorlieben.

Das helle Design – inoreader

Das helle Design des inoreaders

Das dunkle Design – inoreader

Das dunkle Design des inoreaders

Eine Anmeldung mittels Facebook oder Google+ ist möglich. Es muss daher nicht zwingend ein Benutzerkonto erstellt werden. Die Sprache kann auf Deutsch umgestellt werden.

Weboberfläche: inoreader – auch erhältlich für iOS und Android

7 – Feedspot

Feedspot - Online RSS-Reader

Feedspot bietet die Möglichkeit, sich per Twitter, Facebook und Google+ einzuloggen. Die Oberfläche ist übersichtlich und die Ansicht der Feeds kann von „ganzer Artikel“ auf „Liste“ oder „Magazine View“ umgestellt werden. Das Hinzufügen eines Abonnements geht genauso einfach wie bei Feedly. Es reicht bereits, wenn man die Domain einer Website eingibt. Feedspot zieht dann aus der URL selbsttätig die Feed-Adresse heraus. Die Suche nach Kategorien ist ebenfalls genau wie bei Feedly möglich. Als etwas nervig hingegen empfand ich die eingebundene Werbung und die ständigen Hinweise, man möge doch bitte die „Gold-Mitgliedschaft“ erwerben. Eine Android-App ist verfügbar.

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Weboberfläche: Feedspot – auch erhältlich für Android

8 – The Old Reader

The Old Reader Online RSS-Reader

The Old Reader besitzt ein klare und benutzerfreundliche Oberfläche, kann zügig OPML-Dateien importieren und Feeds nach URL oder Kategorie hinzufügen. Beiträge werden entweder als voller Artikel oder nach Liste angezeigt. Allerdings können nur 100 Feeds kostenfrei abonniert werden, danach muss ein Premium-Account ausgewählt werden, der zwischen $ 3.- und $ 99.- kostet. Mobile Apps stehen für Android, iOS und Windows Phone bereit.

Die Oberfläche des

Weboberfläche: The Old Reader  –  Apps für jedes Gerät inklusive Windows Phone

9 – G2Reader

Der Online RSS-Reader G2Reader

Der Online Rss-Reader G2Reader bietet eine gut strukturierte Benutzeroberfläche und konzentriert sich hierbei auf das Wesentliche. Die Startansicht bietet entweder eine geöffnete oder geschlossene Liste. Die Ansicht der einzelnen Artikel wirkt veraltet, wenn man sie mit modernen Lösungen wie Feedly, inoreader oder FlowReader vergleicht. Doch auch dieser Reader wird seine Fans finden, denn das Abonnieren von Feeds geht recht einfach. Man kann nach URL, Titel oder aber Stichwort zu einem Ergebnis kommen.

Die Oberfläche des G2Readers

Die abonnierten Feeds lassen sich durchsuchen. So kommt man schneller zum Ziel, wenn man etwas bestimmtes sucht. Einloggen kann man sich nur über Facebook oder mit manuellem Anlegen eines Accounts. Eine Android-App existiert ebenfalls. Wichtig: Auch der G2Reader ermöglicht als freie Version nur das Abonnieren von 100 Feeds und wird bei höherem Volumen kostenpflichtig mit $ 29.- jährlich.

Weboberfläche: G2Reader – auch erhältlich für Android

10 – Good News

Der Good News Online RSS-Reader

Good News punktet mit einer aufgeräumten und übersichtlichen Oberfläche. Feeds können über eine OPML-Datei importiert werden oder aber durch Eingabe von Feed-URL oder Domain. Auch das Auswählen nach Kategorien beherrscht Good News – vielleicht sogar noch besser als andere Online RSS-Reader. Die Darstellung erfolgt in Magazin-Ansicht. Allerdings können 12 verschiedene Möglichkeiten zur Ansicht eingestellt werden. Da sollte für jeden etwas dabei sein. Beim Importieren von OPML-Dateien lässt sich Good News ziemlich viel Zeit, das ist definitiv verbesserungswürdig. Mobile Apps stehen nicht zur Verfügung.

Die Oberfläche des Good News Online RSS-Readers

Weboberfläche: Good News

Fazit

Sie sehen, es gibt eine Menge guter und kostenloser Online RSS-Reader. Die Kunst ist es, den für den persönlichen Bedarf besten Reader herauszupicken. Einige der hier vorgestellten RSS-Reader sind wirklich interessant und benutzerfreundlich, ein näherer Blick lohnt sich auf jeden Fall. Mein persönlicher Favorit ist immer noch Feedly, auch wegen der Android-App. Welchen Online RSS-Reader nutzen Sie?

Übrigens: Wer seinen RSS-Reader zwar online nutzen, dabei aber selber hosten will, sollte sich mal diesen Beitrag des Kollegen Dieter Petereit ansehen.

Links zum Beitrag

(dpe)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

3 Kommentare

  1. Ich benutze schon seit Jahren netvibes und bin damit sehr zufrieden.

  2. Schön das trotz des Endes des Google Readers Online-RSS-Reader nicht am aussterben sind. Dennoch würde ich selbstgehostete Software wie ownCloud (News App) oder selfoss bevorzugen. Für die ownCloud News App gibt es mittlerweile auch eine entsprechende OpenSource-Android-App, die die Lektüre am Mobilgerät ermöglicht.

    Bei selfoss reicht schon ein PHP-fähiger, kostenloser Webspeicher aus. Wie die Installation funktioniert, hatte ich damals aus Anlass des Aus für den Google Reader beschrieben.

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