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Rene Schmidt 27. Juli 2005

Komplexe Kür: Welches Shop-System ist das richtige? Teil 2: Webspace und Server

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Shop-Software läuft meistens direkt auf dem Webserver. Dynamische und flexible Shop-Anwendungen werden erst dadurch möglich. Wenn Sie auf eine ASP-Lösung setzen, müssen Sie sich um Hosting und Systemvoraussetzungen keine Gedanken machen – damit haben Sie im Prinzip nichts zu tun. Shop-Software, die direkt auf dem Desktop läuft, ist ebenfalls unproblematisch, denn meist ist sie nur unter Windows lauffähig.

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Für den Betrieb der Shop-Software brauchen Sie in der Regel Webspace, einen Webserver und eine Datenbank. Für den Anfang wird ein Angebot für 20-30 EUR im Monat inklusive 2 GB Datenvolumen ausreichen. Große Massenhoster und kleine Hosting-Anbieter sollten Sie meiden.

Erstere, weil Sie dort nur einer von vielen sein werden, auf dessen Bedürfnisse nicht eingegangen werden wird. Letztere, weil sie oft mit niedrigen Preisen wie die Massenhoster werben, das Preisniveau aber nicht lange durchhalten. Deren Mitarbeiter sind oft nicht ausgebildet und somit nicht fachlich qualifiziert. Ausnahmen gibt es selbstverständlich immer. Mittelständische Webhoster können in gewissem Maße noch individuell reagieren und eine für Kunden günstige Preisstruktur dauerhaft anbieten.

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Breites Tarifangebot
Achten Sie darauf, dass der Hoster ein breites Tarifangebot hat, damit Sie bei Bedarf in einen Tarif mit mehr Leistungen wechseln können. Vor allem wenn abzusehen ist, dass das Besucheraufkommen im Shop stark steigen könnte, sollten Sie vor der Wahl eines Webspace-Anbieters klären, wie aufwändig der Tarifwechsel ist. Produziert die Shop-Software aufgrund von Besucheranstürmen zu hohe Serverlast, wird es zwangsläufig Probleme mit langen Wartezeiten beim Seitenabruf geben.

Absolute Zahlen sind in diesem Zusammenhang nur bedingt hilfreich, weil jede Software unterschiedlich Serverlast produziert. Den Wechsel inklusive Umzug sollte nach Möglichkeit der Hoster übernehmen. Es ist für ihn recht einfach, ein paar Verzeichnisse zu verschieben und Konfigurationsdateien anzupassen. Wälzt der Anbieter die Arbeit auf Sie ab, haben Sie ein Problem. Sie müssen unter Umständen den ganzen Shop mit einem Datenbank-Abzug erst herunterladen und dann auf den neuen Server hochladen – ein durch tausende Dateien sehr langwieriger und fehleranfälliger Prozess. Durch kluge Hoster-Auswahl können Sie dieses Problem einfach umschiffen.

Eigener Server
Von einem sogenannten Root-Server, also einem dedizierten, eigenen Server, sollten Sie Abstand nehmen, solange Sie die Kapazität eines solchen Systems nicht brauchen. Ein dedizierter Server steht ungeschützt im Internet, mit allen Gefahren von Hackern, Crackern und Spammern. Ein solcher Server kann – ohne Übertreibung – jeden Tag tausenden Angriffen ausgesetzt sein – auch wenn Ihrer Meinung nach auf dem Server nichts Interessantes zu finden ist. Die Angreifer interessieren sich mehr für den Server selbst als für dessen Daten, beispielsweise um ihn zum Versenden von Spam-Mails zu missbrauchen.

Lassen Sie sich auch nicht vom Server-Anbieter durch integrierte Firewalls zu einem Root-Server überreden. Eine Firewall ist in erster Linie ein Sicherheitskonzept, keine Software. Dieses Konzept muss 1. zu Ihnen passen, 2. ständig überwacht und 3. regelmäßig angepasst werden.

Root-Server-Administration
Wenn Sie die volle Kapazität eines eigenen Servers dringend benötigen: Betrauen Sie mit der Administration eines solchen Servers nur Mitarbeiter, die objektiv dafür qualifiziert sind, beispielsweise durch ein Informatik-Studium, MCSE-Zertifikat für Windows-Server oder RHCE– bzw. LPI-2/3-Zertifikat für Linux-Server. Delegieren Sie unternehmenskritische Systeme nicht an Mitarbeiter, die „zufällig“ einen Computer bedienen können oder sich nach eigener Aussage „damit auskennen“ – geht etwas schief, kann das teuer werden und sogar juristische Konsequenzen haben.

Sogenannte Managed-Server sind eine andere Möglichkeit, einen Server allein zu nutzen. Die Sicherung und Überwachung übernimmt dann der Hosting-Anbieter und dennoch steht Ihnen der Server allein zur Verfügung. Ein solcher Managed-Server ist im Vergleich zu RootServer-Mietkosten und dem Gehalt eines kompetenten Administrators sehr günstig. ™

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Erstveröffentlichung 27.07.2005

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