Dieter Petereit 3. September 2013

Koala – Brandneue Cross-Plattform-App erleichtert den Umgang mit Präprozessoren wie LESS , Sass und anderen

Aus der chinesischen Großstadt Shengzhen stellt uns Entwickler Ethan Lai kostenlos ein Tool zur Verfügung, das den Umgang mit Less, Sass, Compass und CoffeeScript erleichert. Dies gilt umso mehr, wenn Sie, wie ich, unter der Flagge verschiedener Betriebssysteme segeln. Denn Koala, so der sympathische Name des Werkzeugs, läuft unter Windows, Mac OS und Linux. Gestern stellte Lai die Version 2.0 in einer Beta-Fassung vor.

koala-app

Koala kompiliert und komprimiert einmal hinzugefügte Ordner automatisch

Ein nettes Detail will ich gleich einleitend erwähnen. Koala folgt dem Trend zum Flat Design und gehört optisch bereits jetzt zu meinen Favoriten für das sauberste App-Layout des Jahres. Sicherlich ist das nicht sonderlich schwierig zu erreichen gewesen, gemessen am sehr überschaubaren Feature-Set der App. Dennoch, es fällt auf.

Über seinen Amazon Clouddrive stellt Lai die verschiedenen Versionen zum Download bereit. Ubuntu erhält eine angepasste neben denen für die übrigen Linux-Derivate. Out of the box unterstützt Koala derzeit Less, Sass, Compass und CoffeeScript. Die in Version 2 hinzugekommene Extension-Architektur erlaubt es allerdings, der App weitere Sprachen beizubringen.

Ebenso modularisiert präsentiert sich Koala hinsichtlich der unterstützten Sprachen der UI. Language-Packs erlauben die Übersetzung in beliebige Sprachen, derzeit steht neben der englischen, chinesischen, französischen und portugiesischen Übersetzung auch bereits die deutsche zur Verfügung. Die genannten Sprachen sind im Download-Paket bereits enthalten.

Der Umgang mit Koala ist einfach. Nach dem Start der App zieht man seine Projektordner per Drag and Drop in das Programmfenster oder fügt sie mittels des links oben angeordneten Plus-Buttons über den Datei-Dialog hinzu. Einmal hinzugefügte Ordner werden fortan überwacht. Bei Änderungen an unterstützten Dateien werden diese automatisch kompiliert und komprimiert. Compiler-Optionen können bei Bedarf für jede Datei einzeln gesetzt werden. Es ist sogar möglich, externe Compiler einzubinden, sofern das erforderlich sein sollte.

Für die Kompilation von Sass wird Ruby benötigt. Dieses ist auf Mac-Systemen ohnehin per Standard vorhanden. Linuxer installieren es über die bevorzugte Package-Verwaltung nach. Für Windows liefert Koala seit Version 2 Ruby direkt mit, so dass es nicht separat installiert werden muss. Die von Koala erzeugten JS- und CSS-Dateien kann das Tool auch gleich kombinieren, so es denn gewünscht ist.

Koala wird seit April 2013 aktiv entwickelt, wobei die seit gestern vorliegende Version 2 sicherlich als Meilenstein, vor allem aufgrund der Modularisierung, bezeichnet werden darf. Lai stellt Koala über die Produkt-Website und das Github-Repository kostenlos zur freien Nutzung unter der Lizenz Apache 2.0 bereit.

Insbesondere webdesignende Betriebssystem-Weltenwanderer werden sich für das Werkzeug interessieren. Und das sicher nicht nur wegen des unbestreitbar niedlichen App-Icons ;-)

koala-icon

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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Ein Kommentar

  1. An dieser Stelle würde ich gerne Werbung für prepros (http://alphapixels.com/prepros/) machen, ein Programm das so wie Koala auch mit node-webkit (https://github.com/rogerwang/node-webkit) erstellt ist und abgesehen von der direkten Linux-Unterstützung und dem süßen Logo eigentlich die selben Funktionen wie Koala auch mitbringt.
    Zudem unterstützt es Live-Refresh von Chrom(e/ium) über ein Plugin, sowie einen integrierten Server und das Optimieren von Bildern.

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