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Heike Thormann 20. November 2008

Keine Angst vor ungeliebten Aufgaben

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Was wir has­sen, ist ver­schie­den, der eine sei­ne Steuererklärung, der nächs­te die Entrümpelungs-Aktion im Büro. Aber jeder hat wohl sein Waterloo, Aufgaben, die er mei­det wie die Pest. Dennoch, man­che Arbeiten müs­sen ein­fach sein. Nutzen Sie dann die fol­gen­den Tipps, um etwas leich­ter mit Ihren unge­lieb­ten Aufgaben fer­tig zu wer­den.

Machen Sie sich die Notwendigkeit klar

Seien wir ehr­lich: Manche Aufgaben müs­sen ein­fach sein, auch wenn sie kei­nen Spaß machen. Wenn wir sie vor uns her­schie­ben, krie­gen wir womög­lich nur Probleme. Und unser schlech­tes Gewissen wird uns heim­su­chen wie ein wun­der Zahn. Besser ist es da, wenn wir uns klar­ma­chen, dass und war­um die­se Aufgabe sein muss. Dann wis­sen wir wenigs­tens, war­um wir tun, was wir tun.

Führen Sie sich den Nutzen vor Augen

Und Sie müs­sen ja auch nicht bei der Notwendigkeit ste­hen blei­ben. Sehen Sie es posi­tiv und füh­ren Sie sich den Nutzen der Aufgabe vor Augen. Jede Aufgabe dient ja einem Zweck und hilft Ihnen, ein bestimm­tes Ziel zu errei­chen. Wenn Sie sich also nicht dazu auf­raf­fen kön­nen, eine unge­lieb­te Arbeit anzu­ge­hen, dann fra­gen Sie sich zum Beispiel: „Was habe ich kon­kret davon, wenn ich das jetzt erle­di­ge? Wie bringt mich die­se Aufgabe vor­an?“ Suchen Sie immer nach dem Gewinn. Das moti­viert.

Untersuchen Sie Ihre inneren Widerstände

Wenn Ihre Aufgabe trotz des Gewinns immer noch wie ein Damokles-Schwert über Ihnen hängt, dann über­le­gen Sie mal, war­um sie Ihnen eigent­lich so zuwi­der ist. Sind Sie im Stillen davon über­zeugt, dass das sowie­so nichts bringt? Fühlen Sie sich ihr nicht gewach­sen? Haben Sie Angst? Wehren Sie sich gegen Druck und Bevormundung? Untersuchen Sie Ihre inne­ren Widerstände und fin­den Sie her­aus, wo es hakt. Dann kön­nen Sie auch an der tat­säch­li­chen Ursache anset­zen.

Lehnen Sie die Aufgabe ab oder sitzen Sie sie aus

Dieser Tipp ist mit Vorsicht zu genie­ßen, aber manch­mal hilft es tat­säch­lich. Warten Sie erst ein­mal ab, ob die Aufgabe wirk­lich sein muss. Vielleicht haben Sie Glück und sie erle­digt sich von selbst. Der Auftraggeber über­legt es sich anders, die Zeiten ändern sich und so wei­ter und so fort.  Oder aber, ler­nen Sie, „Nein“ zu sagen. Ist die Aufgabe nicht zwin­gend erfor­der­lich? Dann leh­nen Sie sie freund­lich, aber bestimmt ab.

Wenden Sie die Salami-Taktik an

Wenn das „Nein“-Sagen kei­ne Alternative für Sie ist, ver­su­chen Sie, sich Stück für Stück an Ihre Aufgabe her­an­zu­tas­ten. Zerlegen Sie die­se dazu in ihre Einzelteile. Was brau­chen Sie für Ihre Steuererklärung? Was ist für die Buchhaltung zu tun? Machen Sie aus Ihrem Plagegeist eine Vielzahl klei­ner, harm­lo­ser Schritte, die Sie – jeden für sich – leich­ter bewäl­ti­gen kön­nen. Nebenbei, eine Teilaufgabe geschafft zu haben, beschert Ihnen schnel­ler ein Erfolgserlebnis, als den Blick aufs gro­ße Ganze zu rich­ten. Auch das moti­viert.

Greifen Sie zu Zuckerbrot und Peitsche

Das ist ein alter Trick, aber einer, der immer noch zieht: Arbeiten Sie mit Zuckerbrot und Peitsche. Das heißt, schaf­fen Sie sich künst­lich Druck oder hal­ten Sie eine Belohnung parat. Je nach­dem, was bei Ihnen bes­ser funk­tio­niert. Kurzfristige Abgabetermine oder öffent­li­che Selbstverpflichtungen sit­zen Ihnen im Nacken und trei­ben Sie an. Und die Belohnung nach der geta­nen Arbeit lockt und ver­süßt den Weg dort­hin.

Arbeiten Sie mit anderen zusammen

Es hat ja kei­ner gesagt, dass Sie sich allein mit Ihrem unge­lieb­ten Werk her­um­schla­gen müs­sen. Sie wis­sen selbst: Gemeinsam geht vie­les bes­ser und geteil­tes Leid ist hal­bes Leid. Suchen Sie sich Menschen, mit denen Sie zusam­men­ar­bei­ten kön­nen. Feuern Sie sich an und hel­fen Sie sich gegen­sei­tig. Wer weiß, ob Ihre unge­lieb­te Aufgabe nicht plötz­lich anfängt, Spaß zu machen. Kleiner Tipp noch: Achten Sie dar­auf, die Teilaufgaben gleich­mä­ßig zu ver­tei­len, so dass jeder sein Scherflein bei­trägt. Dann muss sich auch nie­mand aus­ge­nutzt füh­len.

Suchen Sie sich Opfer und geben Sie ab

Okay, regel­rech­te Opfer soll­ten Sie nicht suchen. Das ist nicht nett. Aber viel­leicht ken­nen Sie jeman­den, dem die Aufgabe Spaß machen wür­de? Sind Sie bei­spiels­wei­se zwar fit im Design, aber beim Schreiben ver­krampft sich jedes­mal Ihre Tastatur? Vielleicht kann Ihnen dann ein Freund oder eine Bekannte aus der Patsche hel­fen, die mit der Welt der Worte weni­ger auf Kriegsfuß ste­hen.

Oder suchen Sie sich einen Profi, der Ihnen die Aufgabe abnimmt. Delegieren Sie zum Beispiel an Mitarbeiter oder ver­ge­ben Sie den Auftrag an einen exter­nen Dienstleister. Das ist effek­ti­ver, als sich in dem Versuch, alles selbst machen zu wol­len, zu ver­schlei­ßen.

Sehen Sie es sportlich

Wenn nichts ande­res hilft: Sehen Sie es sport­lich. Brechen Sie Ihre per­sön­li­che Bestzeit bei der Abrechnung. Loben Sie einen Preis für den größ­ten Stapel an aus­sor­tier­tem Papierkram aus. Finden Sie den effek­tivs­ten Weg, Ihre Akten neu anzu­ord­nen. Ob wir etwas gern machen oder nicht, hängt oft davon ab, wie wir die Sache sehen. Gehen Sie die Aufgabe unter einem ande­ren, hier her­aus­for­dern­den Gesichtspunkt an. So trick­sen Sie Ihren Widerwillen aus.

Machen Sie einfach

Wie heißt es so schön: Der Appetit kommt beim Essen. Und der Geschmack an der Aufgabe viel­leicht beim Gehen. Nicht weni­ge stel­len im Nachhinein erstaunt fest, dass ihr Plagegeist ihnen doch leich­ter gefal­len ist als befürch­tet. Deshalb, gehen Sie ein­fach los und machen Sie. Ob eine Aufgabe wirk­lich das Schreckgespenst war, als das Sie sie am Horizont gese­hen haben, kön­nen Sie erst hin­ter­her wis­sen. Und nicht zuletzt ist es immer ein gutes Gefühl, eine Last los zu sein und sich durch­ge­boxt zu haben. Auch eine Art, sich (etwas) zu bewei­sen. (tm)

Heike Thormann

Heike Thormann ist Trainerin, Redakteurin und Autorin. Ihr Schwerpunkt sind kreative Schreib-, Denk-, Lern- und Arbeitstechniken. Sie schreibt für verschiedene Fachmagazine und gibt mit ihrer Website ein Online-Magazin zu ihren Fachthemen heraus.

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