Spaces. Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Webprojekte. Loslegen und Spaces testen. Von Mittwald.
Dieter Petereit 5. Juni 2013

Ist Linux Mint 15, Codename Olivia, wirklich die “ambitionierteste Version seit Projektbeginn”?

Keine zwei Wochen ver­gin­gen zwi­schen dem Release des RC und der Freigabe der end­gül­ti­gen Version 15 der popu­lä­ren Distribution Linux Mint. Erneut konn­ten die Entwickler den Releasezyklus locker hal­ten, obwohl sie Mint 15 nach eige­nen Angaben für die ambi­tio­nier­tes­te Version seit Beginn des Projekts über­haupt hal­ten. Dafür sind wohl vor allem zwei Tools ver­ant­wort­lich, die es bis­lang in Linux Mint über­haupt nicht gab.

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Linux Mint als Alternative zu Ubuntu

Linux Mint, für die­je­ni­gen, die eben zum ers­ten Mal davon lesen, basiert auf Ubuntu. Deshalb rich­ten sich die Releasezyklen von Mint auch nach den­je­ni­gen des Ubuntu-Projekts. Ubuntu ver­öf­fent­licht immer im April und Oktober eines Jahres eine neue Version, Mint ent­spre­chend ein bis zwei Monate spä­ter.

Der Hauptunterschied zwi­schen Ubuntu und Mint ist die Wahl des Fenstermanagers, auch Desktop-Umgebung genannt. Das klingt nur auf den ers­ten Blick unspek­ta­ku­lär. Die Desktop-Umgebung ist immer­hin die direk­te Schnittstelle zwi­schen dem Nutzer und dem System. Während Ubuntu mit Unity seit etwa zwei Jahren die eige­ne Vorstellung eines Desktops ver­folgt und ihn mitt­ler­wei­le zum Standard der Distribution erho­ben hat, blei­ben die Macher von Mint bei Gnome, wenn auch in der Version zwei­er ver­schie­de­ner Forks.

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Die Fortführung des Gnome-Konzepts darf wohl als Erfolgsfaktor der Distribution gewer­tet wer­den, die es dar­über hin­aus, aller­dings weni­ger erfolg­reich in wei­te­ren Varianten, etwa auf der Basis von Debian gibt. Gnome ist neben KDE die bekann­tes­te und belieb­tes­te Desktop-Umgebung in der Linux-Welt, wobei Gnome wie­der­um als Antwort auf KDE ent­stan­den ist.

Linux Mint 12 bis 14: Der Kampf um den perfekten Desktop

Linux Mint in sei­ner Ubuntu-basie­ren­den Variante wird seit zwei Jahren wie­der­um in zwei Versionen ange­bo­ten. Es gibt eine MATE- und eine Cinnamon-Variante. Beide basie­ren auf Gnome. MATE ent­wi­ckelt Gnome in der Version 2 wei­ter, Cinnamon ver­sucht, das zu Beginn weni­ger belieb­te Gnome 3 fort­zu­füh­ren.

Canonical ver­sucht, Ubuntu zum Linux-System für jeder­mann zu machen und geht dabei den Weg strik­ter Vereinfachungen und Standardisierungen. So wur­de die Einführung der Eigenentwicklung Unity als Standard-UI in Abkehr vom bis­lang prä­fe­rier­ten Gnome-Desktop von Powerusern als so radi­kal emp­fun­den, dass es zu einer immer­hin wahr­nehm­ba­ren Abwanderungswelle inner­halb die­ser Zielgruppe hin zu Mint gekom­men war.

Linux Mint 12, Codename Lisa

Linux Mint greift die­se und ande­re Entwicklungen auf und setzt ihnen Varianten ent­ge­gen. So blieb Mint bei­spiels­wei­se bis zur Version 12, Codename Lisa, bei Gnome als Standarddesktop. In der Version Mint 12 ver­such­te das Team den Spagat, ein Gnome 3 mit MGSE und via MATE gemein­sam mit Elementen aus Gnome 2 zu ver­wen­den. So woll­te Mint Nutzern die Wahl las­sen und das nicht nur ein­ma­lig wäh­rend der Installation, son­dern auf Dauer wäh­rend des all­täg­li­chen Gebrauchs des Systems.

Mint konn­te wei­ter­hin mit purem Gnome 3.2 als Desktop betrie­ben wer­den. Diese Variante dürf­te den größ­ten Aufwand an Eingewöhnung für ein­ge­fleisch­te Mint-User sein. Die MGSE (Mint Gnome Shell Extensions) der Version 12 erlaub­ten es, Gnome 3 so anzu­pas­sen, dass es aus­sah, wie ein Mint-Desktop bis­lang aus­ge­se­hen hat. Insbesondere wur­de auf die­se Weise wie­der eine Taskleiste, sowie ein Startmenü ver­füg­bar gemacht. Dabei muss­te kei­ne radi­ka­le Wahl getrof­fen wer­den, viel­mehr erlaub­ten die MGSE eine fast stu­fen­lo­se Anpassung der Optik zwi­schen Gnome 3 pur und Mint-Desktop kon­ven­tio­nell.

Mit dem zur Version 12 neu­en, damals noch insta­bi­len Produkt MATE soll­te es mög­lich sein, zusätz­lich zum Gnome 3 ein Gnome 2 auf dem­sel­ben Rechner zu betrei­ben. MATE ist ein Fork des Gnome 2 und soll in der Endausbaustufe die iden­ti­sche Funktionalität bie­ten. Das Mint-Team sieht in MATE die Zukunft tra­di­tio­nel­ler Linux-Desktops.

Das Konglomerat aus Gnome 3, MGSE und MATE reprä­sen­tier­te die größ­ten Änderungen an der 12er Version des Mint Linux. Gleichzeitig han­del­te es sich um die größ­ten Unterschiede zum zugrun­de­lie­gen­den Linux Ubuntu.

Linux Mint 13, Codename Maya

In der Version 13, Codename Maya, gin­gen die Mint-Entwickler den ein­ge­schla­ge­nen Weg wei­ter, ent­fer­nen sich dabei aber stär­ker von Gnome als man das bis­lang hät­te anneh­men dür­fen. Die Fortführung der Unterstützung der 2er Linie des Gnome über­nimmt nun voll­stän­dig MATE, dass die Entwickler weni­ge Monate nach Einführung als sta­bil und aus­ge­reift sehen. Entsprechend legen sie eine 32bit-, wie auch eine 64bit-Version von Linux Mint 13 MATE vor.

Die Fortführung der Unterstützung der 3er Linie des Gnome-Desktops, die mit dem MGSE-Plugin in Version 12 begon­nen hat­te, erfolgt jetzt mit einem eige­nen Gnome-Fork namens Cinnamon. Zur Begründung heißt es, dass die Architektur des MGSE als Plugin in der Fortentwicklung schnell Grenzen auf­ge­zeigt habe.

Man arbei­tet also, Canonical nicht unähn­lich, an alter­na­ti­ven Desktop-Lösungen. Ich bin gespannt, ob die Linux-Community, ins­be­son­de­re deren Kernuser, die­sen Weg so mit­ge­hen wol­len. Auch Linux Mint 13 Cinnamon kann in einer 32bit-, wie in einer 64bit-Version bezo­gen wer­den.

Umsteiger von der Version 12 müs­sen sich also ent­schei­den, ob sie künf­tig auf MATE oder Cinnamon set­zen wol­len. Natürlich soll­te man sich stets vor Augen füh­ren, dass unter Linux die Installation eines alter­na­ti­ven Desktop nur eine Frage der Nutzung ent­spre­chen­der Repositories ist…

Seit Version 12 ver­wen­det Mint als Standardsuchmaschine Duck Duck Go. Diese Suchmaschine auf Open Source Basis hält sich strikt an das “No Tracking”-Versprechen und dürf­te Nutzern aus dem Tor-Umfeld bekannt vor­kom­men. Mit Version 13 wur­de zusätz­lich Yahoo! vor­in­stal­liert. Auch hier gilt: Die Wahl der Suchmaschine ist im Wesentlichen von der Eingabe einer URL im Browser zu beein­flus­sen…

Linux Mint 14, Codename Nadia

In Version 14 (Nadia) wur­de deut­lich, dass das Team den Fokus schritt­wei­se auf die Cinnamon-Variante ver­legt. Hier wur­den mehr als 800 Veränderungen vor­ge­nom­men. MATE wur­de mit Mint Nadia auf 1.4, Cinnamon auf 1.6 geho­ben. Speziell an der Stabilität will man gear­bei­tet haben.

Interessant: Seit Cinnamon 1.6 kön­nen Workspaces benannt wer­den. Die Namensgebung über­steht auch Neustarts und kann so den Organisationsgrad der eige­nen Arbeit erhö­hen. Weitere schi­cke Helferlein, wie eine klei­ne Fensterleiste und ein neu­es Notification Applet, sowie ein auf­ge­hübsch­tes Sound-Applets und ein eige­ner File-Browser namens Nemo ent­wi­ckel­ten das System fort.

Freunde des Eye-Candy konn­ten sich über die neue Version des Display-Managers MDM freu­en. Die Auswahl an ein­satz­fä­hi­gen Themes für das eige­ne Mint war damit gra­vie­rend erwei­tert wor­den.

Linux Mint 15: Evolution statt Revolution

Auch in der Version 15 star­tet Linux Mint kei­ne Revolution. Nach wie vor gibt es die bei­den Versionen namens MATE und Cinnamon auf Basis von Gnome 2 und 3. MATE wird mit Mint 15 auf die Version 1.6 und Cinnamon auf die Version 1.8 geho­ben. Das wirkt erst ein­mal unspek­ta­ku­lär.

Schien es noch in Version 14 so, als wür­de das Entwicklerteam den Fokus von der Gnome 2 basie­ren­den Variante MATE weg ver­la­gern, so macht Mint 15 klar, dass die­se Annahme total ver­kehrt war. MATE wird zwar nur mode­rat moder­ni­siert, teil­wei­se wur­den Kerntechnologien gegen zeit­ge­mä­ße­re Lösungen aus­ge­tauscht. Klar ist aber, dass das Mint-Team nach wie vor auf MATE setzt.

Cinnamon ruft eben­falls kein Featureset auf, auf­grund des­sen Schlagkraft man in Freudentränen aus­bre­chen müss­te. Looking Glass ist nun als ein­zel­ne App ver­füg­bar, einen eige­nen Screensaver gibt es und der Dateimanager Nemo wur­de deut­lich über­ar­bei­tet. Auf dem Lockscreen kön­nen nun der Nachwelt Botschaften hin­ter­las­sen wer­den.

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Der Bedienung zuträg­lich dürf­te vor allem die Einrichtung eines Cinnamon-eige­nen Einstellungsbereiches in Ersatz für die bis­he­ri­gen Gnome Settings sein. Ebenso unter das Label “ein­fa­che­re Bedienung” ist das neue Spices Management ein­zu­ord­nen. Damit kön­nen nun aus dem System her­aus Themes, Extensions, Desklets und mehr gesucht und instal­liert wer­den. Die Verwendung des Web-Browsers ist damit ent­behr­lich gewor­den.

Eine neue API ver­ein­facht Entwicklern das Development von Applets und Desklets. Bislang muss­te hier­zu gset­tings her­hal­ten. Ebenfalls inter­es­sant für Entwickler ist die ver­ein­fach­te Möglichkeit, Aktionen zum Kontextmenü Nemos hin­zu­zu­fü­gen.

Die Freunde des Eye-Candy kom­men auch in Version 15 nicht zu kurz. Es wur­den neue Wallpapers von einem Dutzend ver­schie­de­ner Künstler hin­zu­ge­fügt, der Fenstermanager MDM kann nun auch mit­tels HTML5 optisch ange­passt wer­den. Besonders der Bereich der Login-Screens kann in der neu­en Version hoch­auf­wän­dig gepimpt wer­den, wenn man das möch­te…

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Linux Mint 15 mit “Software Sources” und “Driver Manager”

Neu im Sinne von bis­her nicht da gewe­sen sind ledig­lich zwei Komponenten. Das neue Tool “Software Sources” erlaubt das kom­for­ta­ble Wechseln zwi­schen Repositories und Mirrors für das Nachladen der Software. Insbesondere die Geschwindigkeitsangaben zu den ein­zel­nen Quellen erlau­ben die qua­li­fi­zier­te Auswahl der schnells­ten Download-Location. Mir per­sön­lich gefällt Ubuntus Software Centre, das eine ähn­li­che Ausrichtung hat, dabei aber wei­ter geht, fast schon wie ein App Store agiert, deut­lich bes­ser.

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Als sehr nütz­lich dürf­te sich auch MintDrivers, der auf Ubuntu-Code beru­hen­de Treibermanager erwei­sen. Nach mei­nen per­sön­li­chen Erfahrungen ist gera­de die Treiberauswahl und -instal­la­ti­on stets die Achillesferse des Spaßes am Linuxen. Was nützt einem ein moder­nes System, sowohl auf Hard-, wie auf Softwareseite, wenn die Software die Hardware nicht ordent­lich unter­stützt. Wer sich schon mal auf die Suche nach manu­el­len Lösungen gemacht hat, weiß eine Lösung wie MintDrivers umso mehr zu schät­zen…

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Alles in allem stellt Linux Mint 15 einen kon­se­quen­ten Schritt auf dem vor zwei Jahren beschrit­te­nen Weg dar. Warum die­ses Release das ambi­tio­nier­tes­te der Projektgeschichte sein soll, erschließt sich mir nicht. Vielleicht aber über­se­he ich da was und einer von Ihnen hat den zün­den­den Gedanken…

Setzen Sie Mint ein? Werden Sie updaten? Oder geht der Trend zurück zu Ubuntu, jetzt, wo die Distribution auch Ambitionen auf mobi­le Plattformen hat?

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Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

22 Kommentare

  1. Ich ver­wen­de auch mate mit vor­zug, geflogt von Xmonad. Gnome3 ist wirk­lich sehr hübsch, aber eben nicht so effi­zi­ent wie mate/xmonad. Auch wenn ein paar Features (fil­ter in nau­ti­lus) echt nett sind reicht es nicht mich zu über­zeu­gen.

  2. Kürzlich habe ich mein Mint Maya Mate auf Mint Olivia upge­da­tet. Zuerst habe ich die Mate-Version instal­liert und bin dann nach­träg­lich auf Cinnamon umge­stie­gen. Das war viel­leicht ein Fehler, aber ich sehe es als Fehler von Mint, dass der Umstieg nicht Anwenderfreundlich zu voll­zie­hen ist.

    Mein Eindruck von Mint Olivia: So einen inkon­sis­ten­ten, undurch­dach­ten Scheiß habe ich nicht mehr seit KDE 4 auf FreeBSD gese­hen. Nach nun knapp 4 Wochen täg­li­cher Arbeit, habe ich gro­ße Lust das System in die Tonne zu klop­pen und mir irgend­was ande­res zu instal­lie­ren. Fragt sich nur was. Unity kommt mir nicht ins Haus und auch sonst kein System, dass mir vor­schrei­ben will, wie sei­ner Ansicht nach mei­ne Arbeitsumgebung aus­zu­se­hen hat.

  3. Nach dem tes­ten von mint 14 auf einem alten HP Desktop woll­te ich immer einen alten lap­py mit linux aus­tat­ten. ein alter AMILO la 1703 mit 1 gb ist es gewor­den. Linux mint 15 geht , aber nur in der mate ver­si­on. grund ist die vöö­lig ver­al­te­te gra­fik­hard­ware für die schon unter vis­ta mit gepush­ten trei­bern beim her­stel­ler gear­bei­tet wur­de. (ver­damm­te VIA chips) .
    die gra­fik geht , solan­ge kei­ne beschleu­ni­gung erwar­tet wird. die ein­ge­bau­te wlan ist ein­fach nicht aktiv zu bekom­men. eben­falls geht beim sound nur der kopf­hö­rer­aus­gang , der groß­zü­gi­ge mono laut­spre­cher im gehäu­se sagt unter mint kei­nen ein­zi­gen pieps. ging aber kurz­zei­tig mit suse 14 .
    alles in allem.…linux mint 15 mate läuft sta­bil auf der alten kis­te.
    mit hil­fe von usb ist sogar noch wlan , tv emp­fang dvbt sowie , man höre und stau­ne UMTS mög­lich , wer hät­te gedacht das der olle aldi surf­stick per­fekt funk­tio­niert.
    fazit… für die­sen hoff­nungs­los ver­al­te­ten lap­top der von sie­mens fuji­tsu was die trei­ber angeht nach vis­ta auf­ge­ge­ben wur­de, war Mint mate die ret­tung.……

    und mir per­sön­lich gefällt die mate ober­flä­che sehr gut. ich brauch kei­ne unity oder cina­mon ober­flä­che alles schick hier so wie es ist. !

    pri­ma lap­py um sich mehr mit linux zu beschäf­ti­gen.….

  4. Hallo,
    nach­dem mein Windows Xp wie­der mal extrem lang­sam gewor­den ist und ich den Fehler nicht gefun­den habe, habe ich Mint instal­liert. Der 1. Eindruck war sehr posi­tiv. Leider habe ich noch ein paar Probleme, so dass ich wohl not­ge­drun­gen wie­der auf Win 7 unm­stei­gen muss: 2 wich­ti­ge Programme, die nur unter Java lau­fen, bekom­me ich nicht zum Laufen. Selbst die Hotline vom Anbieter hat nach 2 Stunden auf­ge­ge­ben. Was auch noch sehr nega­tiv auf­fällt: Die Farben sind so ein­heit­lich grau, dass etli­che Schaltleisten nicht und etli­che nur sehr schwer zu erken­nen sind. Dazu habe ich noch kei­ne Lösung gefun­den. Was auch ner­vig ist, dass sich immer wie­der Seiten ein­blen­den, die nicht ange­klickt wur­den. Zwischenfazit: auch für mich zeigt sich immer mehr, dass es wohl eine Lösung für Computerfreaks ist, bei der vie­le Arbeit erfor­der­lich ist.

  5. Mint oder nicht, jeden­falls Linux, aus­ser Ubuntu mit Unity Oberfläche.

    Die Bevormundung vom Konzern in Redmond soll­te sein Ende fin­den. Ständig wird man nahe­zu unter Druck gesetzt und soll noch zusätz­li­che Sicherheits-Updates machen, respek­ti­ve ent­spre­chen­de Software kau­fen. Ohne MS geht nahe­zu nichts mehr. Das war mal anders… Nun gut, Linux Mint ab 14 ist schon ziem­lich geni­al. Dennoch fehlt wie in vie­len ande­ren Linux Varianten Surround-Sound. Ich mei­ne die älte­ren linux Ubuntu und Mint konn­ten das. So bald das mit 5.1 Sound geklärt ist Windows vom Rechner. Die Bevormundung muss ein Ende fin­den…

  6. Ich bin erst vor einer Woche mit mei­nem MacBook Pro 13″ kom­plett von Ubuntu 13.04 und Unity auf Mint 15 mit Cinnamon umge­stie­gen. Ich hat­te bereits eini­ge Versionen auf ande­ren PCs am Laufen, die jedoch alle spe­zi­el­len Zwecken dien­ten. Auf mei­nem eigent­li­chen Allround-Arbeits-Laptop hat­te ich bis­her mit Ubuntu rela­tiv wenig Probleme, jedoch gefällt mir die Strategie von Canonical, auf Mir bzw. XMir zu set­zen, nicht wirk­lich und die gerin­ge Variabilität von Unity hat mir das Arbeiten in letz­ter Zeit auch reich­lich erschwert. Deshalb die Suche nach einem adäqua­ten Ersatz.

    Die Gnome3-Oberfläche in ihrer Reinform hat mir gar nicht zuge­sagt, da ich für mei­ne Auflösung von 1280x800 zu wenig Platz für so einen brei­ten Fenstermanager habe und ich auch von der Optik nicht sehr ange­tan war. Dann habe ich mich über den Cinnamon-Desktop schlau gemacht, Mint 15 Live getes­tet und war mehr als begeis­tert. Vor allem mit dem numix-gtk-the­me ist das ein­fach das – ent­schul­digt den Ausdruck – geils­te Arbeiten, das ich je erlebt habe. Mein MBP ist mit zwei SSDs aus­ge­stat­tet, sodass ich einer­seits Leistung satt habe und ande­rer­seits nun end­lich ein System, das optisch anspre­chend und zugleich ein­fach ist. Außerdem konn­te ich den gewohn­ten Ubuntu-Unterbau behal­ten, also per­fekt.

    Die Installation hat im Übrigen ohne irgend­wel­che Probleme funk­tio­niert, und das auf einem Apple-Computer. Allein die WLAN-Treiber muss­ten nach­in­stal­liert wer­den, was mir aber bereits bekannt war.

  7. Das Linux was für ehr­gei­zi­ge Computerfreaks sein soll, das war viel­leicht mal so, dies ist aber schon lan­ge vor­bei. Und zu Druckertreibern sei gesagt, das älte­re Drucker bei Ubuntu und Derivaten meis­tens “Out of the Box” gehen (zb. HP Deskjet-2050-J510), da muß man nicht mal einen Treiber instal­lie­ren.
    Gewies, es gibt sachen die unter Linux nicht gehen, das ist aber bei einem unge­fäh­ren Anteil von 1.5% auf dem Desktop auch logisch. Windows wird sich über­dies in Zukunft mit Android aus­ein­an­der­set­zen müßen, wen man bedenkt was man mit einem Tablet oder mit einem Chromebook alles machen kann.

  8. Eine Alternative zu Windows ist das Mate Mint 15 schon wenn man kein Multimedia braucht. Was mir dar­an impo­niert hat das man einen älte­ren Rechner benut­zen kann als Beispil einen Medion PC für den man kei­ne Treiber mehr bekommt. Bei Windows das Aus, hier kein Problem alles an Bord. Das ein­zi­ge was ich zu bemän­geln habe ist die Mint Suchmaschine im Firefox aber das Problem wird sich noch lösen las­sen. Und noch die Fehlermeldung ein­hän­gen nicht mög­lich auch bei USB Sticks und beim zwei­ten mal geht es dann doch. Gewohnheitsmäßig arbei­tet man meis­tens mit Windows, in mei­nem Fall XP und 7 aber wenn man sich wie­der ein­mal eini­ge Zeit mit Mint befasst und so lernt man es schät­zen weil man vie­les ent­deckt. Zu frü­he­ren Linux Versionen hal­te ich Mint für einen ech­ten Windows Ersatz wenn es sein muss.

  9. Linux Mint 15 (MATE/Cinnamon – 32bit) habe ich jeweils aus dem lau­fen­den System (XP) zu instal­lie­ren ver­sucht, was auch als Möglichkeit vor der Installation anwähl­bar war. Nachdem Neustart lief der Installationsprozeß an, kam aber in bei­den Version vor dem Abschluss zum erlie­gen – in bei­den Fällen wäh­rend der Installation der Sprachpakete. Da sich nach län­ge­rem war­ten nichts mehr rühr­te -> Neustart -> Mint in die Tonne.

    Meine ers­te Erfahrung mit Linux, bin begeis­tert :)

    • Ich habe meh­re­re Rechner und hat­te das sel­be Problem bei dem einen. Beim ande­ren ging es ohne Probleme. Warum weiß ich nicht. Bei einem Rechner mit XP und 7 mit Bootmanager ging es erst recht nicht. Von Bekannten weiß ich das sie auch dies­be­züg­lich Probleme hat­ten. Ich wür­de die Festplatte ver­mu­ten so das es nichts mit dem Rechner zu tun hat. Das müss­te man wie­der aus­pro­bie­ren was auf­wän­dig ist. Irgend ein Leseproblem mit der Erkennung des reser­vier­ten Platzes den Mint benö­tigt. Das ist wie gesagt nur eine Vermutung aber etwas ande­res wie z. B. ein Hardwareproblem kann ich mir nicht vor­stel­len.

  10. Ich benut­ze Linux Mint seit erst wein­gen Wochen. Davor habe ich ab Ende Juni 2013 eini­ge Zeit Ubuntu benutzt. Mint 15 gefällt mir am bes­ten. Vorallem vom Aufbau her. Deutlich ein­fach zu nut­zen als Ubuntu und benut­zer freund­li­cher.

    Windows wer­de ich mir nie­wie­der rauf machen. Zu teu­er, zu unsi­cher!

    Ich bin mit Linux Mint sehr, sehr zufrie­den!

  11. Bin recht neu in der Linux Szene und habe schon sämt­li­che Distibutionen aus­pro­biert. Ubuntu fin­de ich eigent­lich nett, sieht gut aus und ist modern.
    Habe mich aber für Mint als AlltagsOS ent­schie­den, da mir das am bes­ten gefällt und ich damit sehr gut zurecht­kom­me.
    Nebenbei nut­ze ich auch Windows 7, will zwar davon weg­kom­men, geht aber nicht in jeder Situation (lei­der…).
    Habe Windows 8 und 8.1 als vir­tu­el­le Maschine laufen(zum Test), kom­me damit über­haupt nicht zurecht.
    Sieht zwar schön aus, aber ich will es eigent­lich im Alltag nicht ver­wen­den, ist eben Geschmacksache…

  12. Linux ist was für ehr­gei­zi­ge Computerfreaks, wer es ein­fach und bequem haben möch­te der soll­te sich Windows 7 kau­fen und gut ist.

    Und ja, ich habe Linux Mint, Xubuntu, PC-BSD und Debian Installiert und damit gear­bei­tet, gear­bei­tet im wars­ten sin­ne des wor­tes.

    Bei Linux feh­len ein­fach die ATI Treiber, und unzäh­li­ge Treiber für Drucker, Scanner usw.
    Und ja, man bekommt sein Drucker, Digi Cam usw. umständ­lich zum lau­fen, aber das kann man nicht einen bequem Orientierten, nicht Computeraffinen Menschen antun.

    Linux ist wirk­lich gut und logisch auf­ge­baut, aber Windows wird es nicht unter wei­te­re 10 Jahre erset­zen.

    Und ja, Linux ist nicht Windows, ich weiss.

    • Ich hab jah­re­lang zufrie­den mit Win XP gear­bei­tet, das letz­te Jahr dann auch noch mit Lubuntu 11.10, Linux Mint 14 Cinnamon u. aktu­ell Xubuntu 13.04.
      Jetzt hab ich einen gebrauch­ten PC gekauft, auf dem Win7 instal­liert ist. Hierzu ein paar Anmerkungen zur Einfachheit, Bequemlichkeit u. zu den Treibern:
      – der IE9 ist an einem simp­len PDF-down­load geschei­tert
      – das Win7 hat erst­mal 4 GB! updates instal­liert; nach einer Stunde u. eini­gen Neustarts waren dann über 20 GB auf C:\ belegt!
      – es war mit Win7-Bordmitteln nicht ermit­tel­bar, wel­che Grafikkarte ver­baut ist; ich habe das erst mit einer Linux Live-CD her­aus­fin­den kön­nen

      Fazit: Win7 Klicki-Bunti ist was für die Generation face­book oder für Spieler. Es ist fett u. vol­ler über­flüs­si­gem Ballast (in 20GB instal­li­er ich 2–3 Linux-Desktop-Systeme). Win7 kau­fen? Es ist so gut, dass ich es nicht ein­mal geschenkt haben möch­te. Für Standardaufgaben (Internet, Office, Mail, Bildbearbeitung usw.) ist m.E. eine aktu­el­le Linux-Distri die bes­se­re Wahl. Ich wer­de daher das Linux Mint 15 down­loa­den u. instal­lie­ren.

      • Auch wenn ich dem Linux nicht abge­neigt bin, so sind doch die Aussagen, dass man kein Windows mehr benö­tigt abso­lut aus der Luft gegrif­fen.
        Im tech­ni­schen Bereich gibt so gut wie kei­ne Software. Man muss sich an den Marktführer ori­en­tie­ren und da ist und bleibt nur Windows.
        Persönlich, oder bes­ser gesagt im pri­va­ten, set­ze ich bei Windows über­wie­gend auf OpenSource-Software, wel­che i.d.R. auch auf Linux zu bekom­men ist.
        So kom­me ich mit einem Debian Wheezy und Gnome3 bes­tens zurecht, eben­so wie mit Windows8 das vor­al­lem auf mei­nem Tablet ein Traum ist.
        BlueScreens, Abstürze oder ande­re Ärgernisse habe ich seit Win2000 nicht mehr.
        Was mir an Linux Mint gefällt: Erkennt fast alle Treiber. Habe es als 2tes BS auf mei­nem Laptop in der Arbeit.
        Trotzdem blei­be ich pri­vat beim “Großvater” Debian – auch hier habe ich bis­her kei­ne Probleme.

        Gruß
        Robert

      • ich arbei­te von anfang an mit win­dows 7 und kann dir nicht recht geben,mein win­dows 7+anno1404+ad on ist 16gb gross.wer weiss was alles bei dir instal­liert ist.das dein update 4gb gross war kann ich nicht nachvollziehen.hardware kann man in der sys­ten steue­rung unter gerä­tema­na­ger ein­se­hen.
        habe jetzt mal linux mint auf mei­nen mini pc instal­liert und das update was danach lief war auch nicht gera­de das schnellste.dauerte auch eine hal­be stunde,bei ubun­tu dau­er­te es sogar 4stunden,warum auch immer,keine ahnung.

        mfg

        udo
        ich will damit nur zum aus­druck brin­gen das man nicht gleich ein os schlecht reden muss.

  13. Hallo!

    Kurz zu mei­ne Vorgeschichte.
    Ich hab frü­her jah­re­lang Win genutzt bis 2009 als ich mit XP Probleme hatte.Es wa rwie­der mal so weid, als der PC wie­der mal abge­schmiert ist und ich alles neu auf­set­zen woll­te, hat­te ich das Problem das bei der instal­la­ti­on bei mir der Key nicht ange­no­men wur­de. Als ich bei der Kundenhotline ange­ru­fen habe, wur­de mir gesagt das ich im lau­fe der Jahre angeb­lich mein XP 25x instal­liert habe (was nicht stimmt). Ich hab die net­te Frau am Telefon gefragt was kann ich nun machen? Sie sag­te mir XP ist eh shcon ver­al­tet ich soll mir eine neue Win doch kau­fen. Nach lan­gen über­le­gen habe ich mich schlau gemacht im Internet habe alter­na­ti­ven gesucht bis ich auf Linux gesto­sen bin. Ich habe mir 2009 Linux Ubuntu instal­liert fand es klas­se das seid der instal­la­ti­on ich kei­ne abstür­ze hat­te wie die ab und an bei WIn auf­ge­tre­ten sind. Jedes mal als neue Ubuntu raus kam habe ich ein Upgrade gemacht bis zu dem Tag als ich bei Ubuntu 13.04 ange­kom­men war, da fin­gen mei­ne Probleme an mit mei­ner Nvidia Geforce 630 GT wenn ich Update gemacht habe bei Ubuntu hat dann Ubuntu nicht mehr rich­tig funk­tio­niert und ab und an war mein Unity und Panel weg und konn­te nix machen auch nicht per Terminal. Juni 2013 war es wie­der mal so weid ich habe Ubuntu von der Platte geschis­sen. Im Internet habe ich mich so infor­miert was da noch so für gute Distributionen gibts (eigent­lich sehr vie­le) schwe­re Entscheidung was ich mir nun instal­lie­ren soll­te. Als ich auf Linux Mint gesto­sen bin hat es mir auf anhieb sehr gefal­len, ich habe dann mir Linux Mint 15 Olivia Cinnamon 64 Bit run­ter­ge­la­den und es erst mal aus­pro­biert. Es hat mir so gut gefal­len das ich es nach 2 Tage Tests es mir gleich instal­liert habe. Da ich schon biss­chen mit Ubuntu paar Jahre Erfahrung habe ist es kein Problem Linux Mint zu nut­zen. Was mir an Mint gut gefällt ist das, das da kein Unity gibt da ich mich nie so rich­tig mit Unity anfreun­den konn­te.

    PS: Linux Mint 15 läuft sehr Stabil bei mir (bis jetzt noch xd) bin sehr zufrie­den.

    Vielen Dank an die Produzenten von Linux Mint wei­ter so.

  14. Ich set­ze aus­schließ­lich auf den Mate Desktop, die per­fek­te Lösung! Und ich bin seit 20 Jahren dabei… Mint Mate auf Intel. Mehr braucht der Mensch nicht. Ein Tipp für ttcon­nect dvb-s2 user (HDTV): Kaffeine instal­lie­ren und glück­lich sein. Empfehle es allen wei­ter. Genial! Nach 300 Win Installationen aller Versionen bin ich end­lich weg von dem Mist.
    Win steht für mich für den Alptraum Gefängnisplanet.
    Nur Mint Mate star­te­te und lief ein­wand­frei auf ca. 30 ver­schie­den PC’s und Laptops. Jede ande­re Distri, die ich getes­tet hat­te, schmier­te irgend­wann ab.
    10 von 10 Sternen für Mint. Gebt euch 14 Tage lern­zeit, und ihr wollt nie wie­der Win!!!

  15. Bin nach mei­nem per­sön­li­chen Unity-Desaster auf Xubuntu umge­stie­gen. Mint wäre eine Alternative gewe­sen, wird hin und wie­der auch getes­tet. Die aktu­el­le Version von Unity ist deut­lich bes­ser als frü­he­re Versuche, aber mit dem Original (Mac) kann es nicht mit­hal­ten.

  16. Ich habe mir Mint in der Version 13 ange­se­hen, aber betrei­be mein Notebook wei­ter­hin mit Ubuntu (den Desktop-Rechner noch mit Windows).

    Als Ubuntu in Version 12.04 Gnome durch Unity ersetz­te, habe ich mir (für die Übergangszeit sozu­sa­gen) XFCE instal­liert. Ich kam am Anfang nicht mit die­sem Dash klar. Inzwischen arbei­te sowohl ich, als auch mei­ne Freundin (die schon seit Beginn damit klar kommt) mit Unity. Die ande­ren Desktopumgebungen habe ich dann wie­der ent­fernt.

    Im Büro habe ich noch einen Trouble-Shootingrechner der mit Linux Mint 13/ MATE. Läuft auf einem AMD Sempron Rechner :-)

  17. Ja, Linux und deren Desktopumgebungen.…
    Ich war immer ein rei­ner Ubuntu Nutzer, bin aber dann auf Mint umge­stie­gen, da mir der Unity “Desktop” gar nicht gefiel und er mir zu vie­le Fehler hat­te.

    Seit der Version 13.04. bin ich wie­der auf Ubuntu mit Unity, es läuft sehr gut, ist schnell und sta­bil, somit für mich die (Alte)Neue Nummer 1. Mint 15 habe ich ange­tes­tet, war aber für mich nicht mehr Interessant.

    lg

  18. Also, ich muss sagen mir gefällt Ubuntu deut­lich bes­ser. Ich emp­fand den “radi­ka­len” Schritt hin zu einer neu­en Umgebung (Unity) als sehr ange­nehm. Fortschritt eben, wie ich das per­sön­lich fin­de. Auch die neue Oberfläche von Windows 8 gehört für mich dazu, die ich als sehr modern und benut­zer­freund­lich emp­fin­de. Aber da hat ja sicher­lich jeder sei­ne eige­ne Meinung, und das ist ja das schö­ne bei Linux, jeder kann es sich so machen wie er es ger­ne hät­te ;)

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