
Ist Ihre Website bereit für WordPress 7.0?

Markus Seyfferth
Autor Dr. WebDer finale WordPress 7.0 Release Candidate erscheint am 8. Mai, das stabile Release am 20. Mai 2026. Kommt Ihnen das bekannt vor? Jeder größere WordPress-Sprung bringt erst Begeisterung, dann Stress mit Plugins, die einen Tag vorher noch funktionierten.
Das Wichtigste in Kürze
- Finaler Release Candidate für WordPress 7.0 erscheint am 8. Mai 2026
- Stabile Version geht am 20. Mai 2026 live, sechs Wochen später als ursprünglich geplant
- Echtzeit-Co-Editing wie in Google Docs, neue Web Client AI API, neue Blöcke
- WordPress 7.0 empfiehlt PHP 8.3 oder höher
Warum wurde der Release verschoben?

Die Verschiebung vom 9. April auf den 20. Mai geht auf das Core-Team zurück. Architekturarbeiten an Stabilität und Performance sollten nicht unter Termindruck zu Ende gebracht werden. Die Milestones wurden umnummeriert: Was als RC 3 geplant war, läuft jetzt als finaler Release Candidate am 8. Mai.

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Damit bleiben Hostern, Plugin-Entwicklern und Agenturen knapp zwei Wochen für den Kompatibilitätscheck. Ein Sprung wie 7.0 fasst die Gutenberg-Versionen 22.0 bis 22.6 zusammen. Wer Beta- oder RC-Tests vernachlässigt, riskiert kaputte Layouts auf produktiven Sites.
Welche Funktionen bringt WordPress 7.0?

Im Mittelpunkt steht die Echtzeit-Kollaboration. Mehrere Nutzer bearbeiten denselben Beitrag gleichzeitig, vergleichbar mit Google Docs. Standardmäßig synchronisiert WordPress über HTTP-Polling, Hoster und Plugins können WebSocket-Support per Hook nachrüsten. Offline-Bearbeitungen werden beim Reconnect übernommen, das Notes-Feature unterstützt Echtzeit-Sync und einen neuen Tastenkürzel für Inline-Kommentare.
Zweiter Schwerpunkt ist die Web Client AI API. Sie öffnet WordPress für KI-Agenten und ist eng mit dem in 6.9 eingeführten Abilities-API-System verzahnt. Was das für die KI-Anbindung an WordPress konkret bedeutet, hatten wir vor einigen Wochen detailliert beschrieben.
Die WordPress-Welt bekommt mit 7.0 nicht nur Co-Editing, sondern auch das Fundament für KI-Agenten direkt im Core. Wer jetzt nicht testet, dem fliegen am 21. Mai die Plugins um die Ohren.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was sollten Site-Betreiber jetzt tun?

Vier Schritte stehen oben auf der Liste. Erstens: PHP-Version prüfen, das Core-Team empfiehlt 8.3 oder höher. Zweitens: Vollständiges Backup einrichten, bevor der 20. Mai kommt. Drittens: Aktive Plugins und Themes auf der Staging-Umgebung gegen den finalen RC testen, idealerweise mit dem WordPress Beta Tester Plugin. Viertens: Plugin-Entwickler markieren ihre Readme-Dateien mit „Tested up to: 7.0″.
Standardmäßig spielt WordPress nur Minor- und Sicherheits-Updates automatisch ein. Major-Sprünge wie 7.0 erfordern eine manuelle Bestätigung oder explizite Auto-Update-Einstellung im Dashboard.
Was bedeutet 7.0 für Page Builder und Agenturen?

Page Builder wie Elementor, Divi und Bricks arbeiten mit eigenen Editor-Strukturen, die das neue Co-Editing nicht verstehen. Layouts können dabei kaputtgehen. Agenturen, die Kundensites mit Kadence, Bricks oder Elementor pflegen, sollten sich vor dem Update mit dem jeweiligen Plugin-Anbieter abstimmen.
Die Web Client AI API unterstützt offiziell drei Anbieter: OpenAI, Google Gemini und Anthropic Claude. Drittanbieter dürfen sich erst ab WordPress 7.1 eintragen. Wer KI-Workflows direkt in WordPress andockt, arbeitet damit zunächst in einem überschaubaren Anbieter-Ökosystem.
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