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Dieter Petereit 5. Juni 2012

Internet Explorer 10 Preview 6 mit Flash und mehr HTML5

Zum vergangenen Wochenende stellte Microsoft ein aktualisiertes Windows Release Preview zum Download zur Verfügung. Mit der neuen Version wird die Platform Preview 6 des kommenden Internet Explorer 10 geliefert. Diese bringt ein paar Überraschungen mit, bewegt sich ansonsten aber stetig in Richtung HTML5-Standardunterstützung. Windows 7 User schauen übrigens weiterhin in die Röhre. Der IE 10 bleibt auf die Version 8 und ihr Metro-Derivat beschränkt.

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IE 10, Preview 6: Flash und Do Not Track

Werfen wir zunächst einen Blick auf eher überraschendere Features der aktuellen Preview-Version des IE. In gleicher Weise wie Google es mit Chrome getan hat, implementierte Microsoft in Zusammenarbeit mit Adobe Flash fest in die Browserengine. Updates des Players, der streng genommen jetzt keiner mehr ist, erfolgen im Wege des Updates des kompletten Browsers. Flash findet sich sowohl in der 32bit-, wie auch in der 64bit-, wie auch in den Tabletversionen. Um den Einsatz auf dem Tablet zu optimieren, wurden touch-spezifische Funktionalitäten, etwa Doppel-Tap und Zoomen mit Fingergesten, in den Flash-Kern des IE programmiert. Andere Flash-Funktionalitäten, etwa Rollovers, wurden aus dem Metro-Tablet-Flash entfernt, da sie auf Touchdisplays ohnehin nicht funktionieren würden.

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Die Desktop-Varianten werden jeglichen Flash-Content darstellen, die Tabletversion wird mittels einer von Microsoft gepflegten Compatibilty View List auf die Anzeige der Websites begrenzt, die MS in der genannten Liste führt. So will man verhindern, dass auf Tablets Flashinhalte, die absolut ungeeignet für die mobile Nutzung sind, zu einem schlechten Nutzererlebnis führen. In der Liste werden sich Sites wie YouTube, CNN oder NetFlix finden.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=NJxQezX9L8U[/youtube] Das offizielle Video zur Windows 8 Release Preview

Wenig Freude werden Daten-Analysten daran finden, dass der IE10 per Standardeinstellung den Do-Not-Track-Header übermitteln wird. Dieser Header teilt Datensammlern mit, dass der Verwender des Browsers nicht getrackt werden möchte. Eben hat Twitter verlautbaren lassen, dass man sich künftig an den via Header geäußerten Wunsch strikt halten will. Bislang hatten auch große Datensammler, Google übrigens nicht, stets geäußert, dass man sich an das Do-Not-Track halten wolle. Ob diese Auffassung auch dann so beibehalten wird, wenn der Header sich zum Standard entwickelt, darf bezweifelt werden. Immerhin war Do-Not-Track bislang als optionale Browsereinstellung vorgesehen. Benutzer hätten den Header ausdrücklich einschalten müssen. Wie viele Otto Normalsurfer hätten das wohl getan? Die Datensammelei wäre, selbst unter Beachtung der paar Do-Not-Tracker nur unwesentlich beeinträchtigt worden. Wer Do-Not-Track einschaltet, verwendet auch Adblocker und ist ohnehin irrelevant für unsere Zwecke, mag man sich gedacht haben. Ist der Header allerdings standardmäßig aktiv und müsste manuell abgeschaltet werden, verkehrt sich die Situation ins Gegenteil.

IE 10, Preview 6: Mehr HTML5, mehr CSS3, weniger Vendor-Prefixing

In der Preview 6 lässt Microsoft für verschiedene Teile kommender Standards das Vendor-Prefix fallen, unterstützt somit die Schreibweise ohne Prefix. Es handelt sich um Standards, die bereits den Status der Kandidatenempfehlung (Candidate Recommendation) erreicht haben oder diesen Status wahrscheinlich kurzfristig erreichen werden. So unterstützt der aktuelle IE 10 CSS-Transitions, CSS-Animations und CSS-Gradienten, sowie die Eigenschaft font-feature-settings und die APIs IndexedDB und requestAnimationFrame(). Neben der Standard-Schreibweise versteht der IE 10 aber weiterhin die Versionen mit den -ms-Prefixes.

Ansonsten will man stark an der Performance-Schraube gedreht haben, so soll die JavaScript-Engine nun wesentlich schneller arbeiten. Erste Tester schwelgen allerdings nicht gerade in Lobeshymnen, wenn sie die Geschwindigkeit des Browsers beschreiben sollen. Dass es immer noch keine IE-Preview-Version für Windows 7 gibt, sowie keine verlässliche Info, ob und wann das jemals der Fall sein wird, stimmt die Community auch nicht sonderlich freundlich.

Es bleibt abzuwarten, wohin die Reise des Internet Explorer geht. Tröstlich ist immerhin, dass es eigentlich nur besser werden kann.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

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