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Dieter Petereit 27. Juni 2019

Rationell und schnell: Professionelles Instagram-Management mit Combin

Um dir eine treue Gefolgschaft auf Instagram aufzubauen, bedarf es mehr als bloß guter Inhalte. Denn die Plattform ist so groß, dass du als Sandkorn in der Wüste kaum sichtbar bist. Das Tool Combin kann dir helfen, deine 15 Minuten Ruhm doch noch zu bekommen.

Idealerweise sollten es natürlich nicht bloß die Warhol’schen 15 Minuten werden, sondern eine dauerhafte solide Follower-Basis sei dir vergönnt. Ich mühe mich auch seit über einem Jahr damit ab, ein paar Follower für meinen Account zu sammeln. Ich verfolge nicht einmal finanzielle Absichten, sondern zeige bloß schöne Fotos aus aller Welt, respektive der Teile der Welt, die ich halt bereise.

Organisches Follower-Wachstum ist ein Märchen

Bislang konnte ich damit genau 55 Follower hinter dem Ofen vorlocken. Die Zahl schwankt sehr stark, pendelt sich aber langfristig immer wieder um die 50 ein. „Dir fehlt das Engagement”, meint meine Tochter und bescheidet mir, ich täte ja auch nix, um meine Followerschaft aktiv zu vermehren. Wenigstens die beliebtesten Hashtags müsste ich schon mal recherchieren und dann auch verwenden, schlägt sie vor. Zudem müsse ich mich auch nach Accounts umsehen, die ähnliche Inhalte posten, um mich dann mit denen zu vernetzen, per Herzchen und Kommentar und Folgen und so.

Gleichzeitig gälte es, darauf zu achten, dass Leute, denen man folgt, weil sie einem zuvor gefolgt sind, einem auch nachhaltig folgen, damit es kein einseitiges Geschäft wird. Follower, die einem nicht mehr folgen, müsse man auch selber wieder entfolgen. Das ist wohl das Gesetz der Balance in Social Media.

Das klingt insgesamt nach einer Menge Arbeit. Jetzt skalieren wir das mal gedanklich hoch.

Aufwand ist bei professionellem Einsatz manuell nicht zu leisten

Angenommen, ich hätte drei Instagram-Accounts zu verwalten. Da könnte es sich um einen eher privaten, einen eher beruflichen und einen Unternehmens-Account handeln. Jeder dieser drei Accounts hätte eine andere Zielgruppe (mit leichten Überschneidungen).

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Nun bräuchte ich also eine ganze Reihe an Suchen, um meine potenziellen Follower zu finden. Zudem würde ich ein und dieselbe Suche in einem gewissen zeitlichen Abstand immer wieder anstoßen wollen. Zu guter Letzt müsste ich über Likes und Kommentare in größerem Umfang potenzielle Follower triggern, um sie zum Besuch meiner Instagram-Seiten anzuspornen.

Es gibt kaum noch Tools für das Instagram-Management

Das kannst du manuell machen. Ist aber ganz sicher keine Freude. Denn Instagram bietet selber keinerlei Tools, um dir auch nur in irgendeiner Form das Leben leichter zu machen. Instagram stellt dir die Plattform, das war es aber auch.

In der Vergangenheit gab es einen ganzen Haufen, vornehmlich web-basierter Tools, mit denen sich alle möglichen automatisierten Aufgaben abarbeiten ließen. Genau wie auch die anderen Social Networks setzte Instagram sich früh gegen solche Maßnahmen zur Wehr. Das ist verständlich, denn schließlich soll es ja um echte menschliche Interaktion gehen. Voll social, ey.

Auf dem Boden der Tatsachen geht es sehr vielen Instagram-Aktivisten ums Geld. Und das verdient sich umso leichter, je mehr Follower du vorzuweisen hast. Dann bist du nämlich offiziell ein Influencer. Mittlerweile kannst du das sogar als Quasi-Beruf im Rahmen von Umschulungsmaßnahmen bei der Arbeitsagentur erlernen. Junge, Junge.

Combin nimmt dir einen Großteil der Arbeit ab

Combin ist ein Instagram-Tool, das immer noch funktioniert. Mit Combin kannst du einige der aufwändigsten Aufgaben durchaus automatisieren. Dass Instagram Combin nicht so leicht abschießen kann, wie etwa dunnemals Instagress, liegt daran, dass Combin eine Software ist, die du auf deinem Computer, egal ob Windows, MacOS oder Ubuntu, installierst. Die IP-Adresse, mit der du bei Instagram in Erscheinung trittst, ist immer die deines Rechners und nicht eine leicht zu erkennende Adresse eines Instagram-Dienstleisters im Web.

Zudem haben die Macher von Combin das Tool so angelegt, dass selbst automatisierte Vorgänge so langsam ablaufen, dass sie durchaus in der Geschwindigkeit auch von einem Menschen in der gleichen Zeit hätten abgewickelt werden können. Du hinterlegst zu erledigende Aufgaben und lässt deinen Computer über Nacht an und schon hast du am nächsten Morgen eine leere Aufgabenliste.

Schauen wir uns das Tool nun einmal aus der Nähe an.

Erste Schritte mit Combin: Liken, Kommentieren und Folgen

Zunächst lädst du dir Combin von der offiziellen Website herunter. Dazu hinterlegst du dort eine E-Mail-Adresse, die du tatsächlich abrufen kannst. An diese wird dir unverzüglich der Download-Link gesendet. Du lädst das Tool herunter, installierst es und startest es auf gewohnte Weise.

Beim ersten Start musst du Combin mit deinem Instagram-Account verknüpfen. Hierzu gibst du deinen Benutzernamen und dein Passwort im entsprechenden Popup-Fenster ein. Danach erhältst du eine Ansicht, wie diese hier:

Hier siehst du die Inhalte des Accounts, den du im Schritt zuvor mit Combin verknüpft hast. Dabei ist Combin grundsätzlich in der Lage, mehrere Accounts zu verwalten. Hierzu benötigst du dann aber den Business-Account für 35,70 EUR im Monat, der fünf Konten enthält und den du um zehn weitere gegen zusätzliche Gebühr erweitern kannst.

Für diese Anleitung arbeite ich ausschließlich mit der kostenlosen Version, die keine zeitliche Beschränkung, sondern lediglich funktionale Beschränkungen hat, auf die ich jeweils hinweisen werde.

Auf der linken Seite des Bildschirms, unterhalb des Account-Namens findest du das Menü, das die Funktionen enthält, mit denen du deine Followergemeinde erweitern sollst. Ein wichtiger Teil dieses Vorgangs ist der Bereich „Suchen”, der bei mir so aussieht, nachdem ich schon ein paar Suchen eingerichtet habe.

Natürlich kannst du jederzeit weitere Suchen konfigurieren. Das machst du über diesen Bildschirm:

Hier kannst du nach Hashtags und/oder Orten, sowie nach Benutzern suchen. Dabei kannst du die Suche zeitlich eingrenzen, aber auch Ergebnisse ausschließen, die eine von dir festgelegte Zahl an Likes und/oder Kommentaren unterschreiten. Erweiterte Filter erlauben zudem, nur Nutzer eines bestimmten Geschlechts und/oder einer bestimmten Sprache, sowie solche mit einer Mindestzahl an Followern oder Follows anzuzeigen.

Im kostenlosen Account sind Combin-Suchen stets auf 50 Ergebnisse beschränkt. Bei den kostenpflichtigen Plänen erhältst du für 11,90 EUR monatlich 1.000 Ergebnisse pro Suche. Auch der bereits erwähnte Plan für mehrere Accounts bietet dann 1.000 Ergebnisse pro Suche.

Einmal angelegte Suchen bleiben gespeichert und können einfach mit aktuellen Ergebnissen neu geladen werden. So legst du dir schon mal einen Recherche-Plan an, den du nur immer wieder neu abrufen musst. Über Filter änderst du die Anzeige der Suchergebnisse schnell und flexibel:

Dabei kannst du indes nicht die fundamentalen Suchparameter ändern, etwa den Hashtag oder den Ort. Hier musst du die Suche löschen und ganz neu anlegen.

Innerhalb des Suchergebnisses beginnst du nun mit der Anbahnung deiner Follower-Gewinnkampagne. Du siehst die Suchergebnisse in einem Grid. Ein Klick auf eines der angezeigten Thumbnails wählt selbiges aus. Ein Klick auf das Herz-Icon unterhalb des Thumbnails verteilt einen Like und ein Klick auf die Sprechblase daneben, erlaubt das Hinzufügen eines Kommentars. Per Klick auf das Icon mit dem zweiseitigen Pfeil zeigst du den Post in einer Vorschau in Combin an.

Das ist alles schön und gut. Der wirklich Clou indes ist das, was du tun kannst, wenn du eine ganze Reihe von Thumbnails per Klick ausgewählt hast. Ganz unten am Bildschirmrand siehst du drei über dem Grid schwebende Icons. Das Herzchen, die Sprechblase und einen Ziegelstein mit einem Fußball oben drauf, nee, ein Menschlein-Icon.

Per Klick auf das Human-Symbol folgst du auf einen Schlag all jenen, die das Bild gepostet haben, welches du per Klick ausgewählt hast. Per Klick auf die Sprechblase kommentierst du alle gewählten Beiträge.

Dabei kannst du immer den gleichen Kommentar posten, aber auch verschiedene eingeben und Combin entscheiden lassen, welchen das Tool wo setzt. Ebenso hast du Zugriff auf die kürzlich abgegebenen Kommentare, sowie auf eine Vorlagenliste mit den üblichen Verdächtigen, wie Awesome oder Great Shot.

Du kannst dir sicherlich denken, dass das verbleibende Herzchen-Icon nun die Aufgabe übernimmt, an alle gewählten Beiträge einen Like zu verteilen.

Wie bereits erwähnt, werden die Aufgaben, die du anstößt, etwa das Folgen von X Instagrammern oder das Abgeben von drei Dutzend Kommentaren nicht simultan ausgeführt, sondern vom Tool zeitversetzt erledigt. Rechts oben unterhalb der Menüleiste findest du ein Icon mit einem Quadrat und einem Häkchen drin. Klickst du darauf, öffnet sich die Aufgabenübersicht. Hier siehst du, welche Aufgaben sich noch in der Warteschleife befinden. Hast du dir etwas anders überlegt, löscht du die entsprechende Aufgabe einfach aus der Liste.

Ebenfalls kannst du diese Übersicht über den Punkt Aufgaben in der linksseitigen Navigationsliste aufrufen. Die darunter befindliche Statistik-Funktion steht nur in den kostenpflichtigen Plänen zur Verfügung.

Erste Schritte mit Combin: Behalte deine Follower im Blick

Den gesamten eben beschriebenen Vorgang kannst du auch durchführen, wenn du über den Punkt „Benutzer” in der linksseitigen Navigation gehst. Hier erhältst du eine Übersicht derer, denen du folgst und jener, denen du folgst. Markiere mehrere und kommentiere oder like. Das Icon mit dem Humanoiden erlaubt dir in diesem Zusammenhang, je nach Kontext, Accounts zu folgen oder sie zu entfolgen.

Oberhalb des Grid kannst du sehen, wem du zwar folgst, wer dir aber nicht folgt. Dazu klickst du auf „Keine Abonnenten”. Bei den Followern erhältst du eine korrespondierende Übersicht mit „Ich folge ihnen nicht”. Entfolgst du nun aus diesen Ansichten heraus Konten, dann wechseln selbige in die Übersicht mit dem fast schon poetischen Namen „Die entfolgenen”.

In die Sicherheitsliste packst du per Rechtsklick Accounts, denen du auf jeden Fall immer folgen wirst, auch wenn sie mal versehentlich Teil deines Entfolgungsprozederes geworden sind. Und in die schwarze Liste verfrachtest du Instagrammer, denen du auf keinen Fall folgen willst. Hierzu klickst du innerhalb eines Suchergebnisses mit der rechten Maustaste und wählst „Zur schwarzen Liste hinzufügen”.

Damit sind wir gemeinsam einmal grob durch den Funktionsumfang des Combin-Tools gezogen. Die Feinheiten erarbeitest du dir dann im laufenden Betrieb.

Was du auf jeden Fall tun solltest, ist, dir die kostenlose Version zu besorgen und ausgiebig zu schauen, wie dir das Tool bei deinen Instagram-Bemühungen helfen kann. Damit machst du nichts falsch. Inwieweit du dann zum zahlenden Kunden werden willst, entscheidest du ganz in Ruhe, wenn du soweit bist.

(Alle Screenshots: Dr. Web / Beitragsbild: Pixabay)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

Ein Kommentar

  1. Wunderbares Tool, das ich nicht kannte. Mit Combin findet man passende Beiträge zum Liken und Kommentieren oder kann auch neue Accounts ausfindig machen, denen es sich für eine selbst zu folgen lohnt. Dem Nutzer wird also der komplette Suchprozess abgenommen, womit man viel Zeit spart – einzig die Suchparameter musst man selbst eingeben, Combin liefert ein übersichtliches Ergebnis, mit dem man dann gut schneller arbeiten kann.

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