IBM und Pearson entwickeln KI-Lernplattform für Unternehmen

Anja Bauer-Nguyen
Autor Dr. Web
Aktualisiert:
2 Min. Lesezeit
IBM und Pearson entwickeln KI-Lernplattform für Unternehmen

Der Fachkräftemangel kostet die US-Wirtschaft jährlich über eine Billion Dollar. IBM und Pearson wollen mit KI-gestützten Lerntools gegensteuern – und nebenbei die Zertifizierung von KI-Agenten revolutionieren.

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Das Problem: Skills veralten schneller als je zuvor

Kennen Sie das? Kaum hat Ihr Team eine neue Software gemeistert, steht schon das nächste Update an. Die Qualifikationslücke zwischen dem, was Mitarbeiter können, und dem, was der Markt verlangt, wächst rasant. Laut einer aktuellen Pearson-Studie verursachen ineffiziente Karrierewechsel und Skill-Mismatches allein in den USA jährliche Einbußen von 1,1 Billionen Dollar – umgerechnet rund 1,04 Billionen €.

Learning im Workflow statt im Seminarraum

IBM und Pearson setzen auf einen Paradigmenwechsel: Lernen soll dort stattfinden, wo gearbeitet wird. Die neuen Tools basieren auf IBMs watsonx Orchestrate und watsonx Governance und sollen weltweit für Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen verfügbar sein. „Wenn Menschen dort lernen, wo die Arbeit passiert, wirkt sich das unmittelbar auf Produktivität und Leistung aus“, erklärt Omar Abbosh, CEO von Pearson.

„Wenn Menschen dort lernen, wo die Arbeit passiert, wirkt sich das unmittelbar auf Produktivität und Leistung aus“,

Omar Abbosh, CEO von Pearson

Maßgeschneiderte Plattform nach IBM-Vorbild

Für Pearson entwickelt IBM eine individuelle KI-Lernplattform nach dem Vorbild von IBM Consulting Advantage. Diese kombiniert menschliche Expertise mit KI-Assistenten, Agenten und digitalen Assets. Arvind Krishna, CEO von IBM, bringt es auf den Punkt: „Ob Sie ein Unternehmen führen oder gerade Ihren Abschluss machen – jeder muss neue Skills für die KI-Ära aufbauen.“

270 000 IBM-Mitarbeiter als erste Nutzer

Die Partnerschaft ist keine Einbahnstraße: Als strategischer Partner erhält Pearson Zugang zu IBMs 270 000 Mitarbeitern und Kunden für seine Enterprise-Lösungen. Dazu gehören Credly für digitale Zertifikate, Faethm für strategische Personalplanung und Pearson Professional Assessments, das weltweit IBM-Zertifizierungsprüfungen durchführt.

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Zertifizierung für KI-Agenten geplant

Besonders interessant für IT-Entscheider: IBM und Pearson wollen gemeinsam Tools entwickeln, die die Fähigkeiten von KI-Agenten verifizieren. Unternehmen könnten damit künftig sicherstellen, dass ihre digitalen Assistenten tatsächlich leisten, was sie versprechen – ein Qualitätssiegel für die KI-Arbeitskraft.

Jetzt die Weichen stellen

Die Kooperation ist Teil von Pearsons Strategie, mit ausgewählten Partnern 360-Grad-Beziehungen aufzubauen. Für Unternehmen, die ihre Belegschaft fit für die KI-Ära machen wollen, könnte sich ein Blick auf die kommenden Produkte lohnen – konkrete Verfügbarkeitstermine stehen noch aus.

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Anja Bauer-Nguyen
Autor
Anja Bauer-Nguyen berät Unternehmen bei der Optimierung von Geschäftsprozessen mit Hilfe von Automation und Software. An der Uni Mannheim hat sie Wirtschaftsinformatik studiert mit Schwerpunkt Business Intelligence und Datenanalyse. Sie schreibt regelmäßig für mehrere Online Magazine über Themen wie Software für Unternehmen, Automatisierung und Datenanalyse.
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