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Dieter Petereit 16. November 2012

HTML5: Internet Explorer 10 weiterhin auf den hinteren Rängen

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Hätte jemand dagegen gewettet? Wirklich? Hätten Sie tatsächlich vermutet, Microsoft würde mit dem neuesten Vertreter des Internet Explorers, der Version 10, die Führerschaft in Sachen Standard-Unterstützung zurück gewinnen? Gut, die Hoffnung stirbt ja immer zuletzt. Aber irgendwann stirbt sie doch…

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HTML5: Internet Explorer 320, Chrome 448

Die Website HTML5Test hat sich innerhalb der letzten rund zwei Jahre als Gradmesser der Standard-Unterstützung in Browsern etabliert. Der Test kann allerdings recht leicht – sagen wir – manipuliert werden. So ist Maxthon, der recht unbekannte asiatische Representant, seit einiger Zeit konsequent auf Platz 1 zu finden, was aber daran liegt, dass die Asiaten offenbar erkannt haben, woraus sich recht viele Einzelpunkte der Wertung im Vergleich zu relevanteren Vertretern generieren lassen. So brilliert Maxthon im Wesentlichen in Details der Formular-Interpretation, deren praktische Relevanz eher fraglich erscheint. In den Links zum Beitrag finden Sie einen ausführlichen Dr. Web-Bericht zum Thema.

Im Vergleich zur Vorgängerversion 9, die mit jämmerlichen 138 Punkten ein trauriges Bild in Sachen HTML5-Support bietet, kann die aktuelle Version 10 des Internet Explorer immerhin mit 320 Punkten einigermaßen an vordere Ränge anschließen. Fast schon wäre man versucht, dem Blätterer aus Redmond Konkurrenzfähigkeit zu bescheinigen. Auch hier ist es so, dass sich der wesentliche Punktabstand aus der unterschiedlichen Unterstützung der einzelnen Formular-Elemente erklärt. Immerhin 38 von 128 Punkten Differenz ergeben sich auf diese Weise.

Allerdings fällt der IE 10 auch in Bereichen hinten rüber, die für modernes Webdesign bereits deutliche Relevanz haben oder relativ kurzfristig haben werden. Hierzu gehören Data Attribute, respektive deren auswertender Zugriff, die Unterstützung von WebM, Web Audio, JavaScript Shared Workers, Geräte-Orientierung und andere vermeintliche Kleinigkeiten.

So zeigt sich auch mit dem neuen Microsoft-Browser ein durchwachsenes Bild, in welchem die Redmonder lediglich den sechsten Platz, nach Firefox und Safari, sowie Opera, Chrome und dem Asiaten Maxthon erlangen können. Rechnen wir die Webkit-Varianten zusammen, steht der IE auf Platz 4, was im Fußball immer noch nicht für die Champions League reichen würde…

Links zum Beitrag:

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

7 Kommentare

  1. Habe IE10, aber egal was ich mache, HTML5-Audio + Video will einfach nicht. YouTube verwendet anstatt HTML5 wohl lieber Flash als Weiche. Opera verweigert ebenfalls HTML bei meiner einfachen Testseite, egal ob lokal oder extern, warum auch immer. FF Spielt MP3 + Wav + Ogg + M4A + Ogg-Video ab, wobei der bei mp4-Video meldet, dass die Datei beschädigt sei. So ist das wenn jeder Browser-Hersteller sein eigenes Süppchen kocht und der Webentwickler darf darunter „leiden“.

  2. Sorry, wenn ich da mal klugscheiße, aber der größte Unterschied zwischen Maxthon (457 Punkte) und Chrome (448 Punkte) ist die Unterstützung von Microdata. Das bringt +15 Punkte. Diese Microdata-Codeauszeichnung ist allerdings *so wichtig*, dass es Wikipedia-Artikel in ganzen 4 Sprachen darüber gibt – deutsch ist nicht darunter. Insofern stimmt der Tenor auch des verlinkten DrWeb-Beitrags.

  3. Meine Browser-Nummer-Eins ist – nicht nur wegen des exzellenten HTML5-Supports – der Opera. Schneller (und sicherer) als andere Browser und ein E-Mail-Client ist auch schon eingebaut.

    PS: IE und Firefox gehören in die Tonne.

  4. Find ich ja auch toll, wie Chrome „alle“ neuen „Standards“ implementiert. Ich mein, vom IE halt ich nix, aber auch andere Browser sollten mal Prioritäten setzen. Die Webkits können zwar inzwischen alles mögliche, aber die groß rausposaunte jetzt integrierte unterstützung von CSS-Calc beherrschen sie noch immer nicht. Jedenfalls nicht, wenn es um unterschiedliche Einheiten geht. Zu was anderem braucht man das aber auch nicht, da würden sonst auch ältere CSS-Features reichen um selbiges umzusetzen.
    Am meisten nervt mich sowieso, das zukunftsweisende Demos fast ausschließlich nur noch für Webkits geschrieben werden, obwohl andere Browser das durchaus und teilweise sogar besser beherrschen.
    Errinnert mich irgendwo an eine Zeit vor 2000…

  5. Also alles erwartungsgemäss. Was heisst denn „die Führerschaft in Sachen Standard-Unterstützung zurück gewinnen“? Damit können nur die MS-Standards gemeint sein …

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