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Das beste Hosting: Shared, vServer, Cloud oder Managed?

Wer eine eigene Website haben möchte, auf die er zu 100 Prozent Einfluss nehmen kann, benötigt ein Hosting. Doch es gibt so viele Möglichkeiten, welche soll man wählen? Dazu kommt, dass du in jedem Bereich wirklich gute Lösungen bekommen kannst.

Jede dieser Lösungen hat seine Vor- und Nachteile. Wir leiten dich heute durch den Dschungel des Webhosting mit Schwerpunkt WordPress.

Das beste Hosting: so findest du es

WordPress funktioniert so ziemlich mit allen Optionen, die dir Hosting bieten kann. Im Grunde genommen ist es also eine Entscheidung, die du mit einer Prognose für die Zukunft treffen musst.

Natürlich wird eine Website auf einem guten Dedicated Server immer voraussichtlich am schnellsten ausgeliefert werden, doch so einen Server muss man auch administrieren können.

Dazu kommt noch der geplante Einsatzbereich der Website. Wird es ein persönlicher Blog, oder doch eher ein sehr umfangreicher Online-Shop, der, mit einem eigenen Werbeetat beworben, sehr viele Besucher anlocken wird.

Daher stelle dir zuerst einmal die Frage: Was genau will ich für eine Website haben und wie viele Besucher werde ich in der Anfangszeit erwarten? Wenn du das getan hast, dann erwarten dich die folgenden Möglichkeiten, aus denen du auswählen kannst:

1 – Shared-Hosting: für Einsteiger

shared-hosting

Bei einem sogenannten Shared-Hosting teilst du dir mit sehr vielen anderen Kunden einen Server.

Das muss nicht schlecht sein. Für Anfänger und Websites, die nicht so viel Besucherverkehr erwarten, kann dies eine gute Lösung sein. Shared-Hosting ist sehr preisgünstig und bei manchen Anbietern auch gut ausgestattet.

Wenn du nur einen persönlichen Blog haben möchtest, oder vielleicht eine Website für deine Hochzeit dein eigen nennen magst, dann funktioniert Shared-Hosting sehr gut für dich. Allerdings kann es auch knallharte Nachteile haben.

Pro:

Sehr günstig. Bereits ab ungefähr 5,99 Euro monatlich bekommt man ein brauchbares Paket mit SSD und PHP7. 96 MB PHP Memory Limit und zwei Domains sind ebenfalls inklusive.

Du musst dich nicht um die Sicherheit des Servers kümmern, und die meisten Dinge, die du benötigst, sind bereits installiert. Solltest du einmal Probleme haben, kannst du dich an den Support des Hosters wenden.

Kontra:

Auf manchen Shared-Hosting-Servern teilen sich Hunderte die Ressourcen des Servers. Wenn eine der anderen Websites angegriffen wird oder sehr viel Traffic bekommt, geht auch deine Website mit in die Knie. Denn wenn eine Website mehr Ressourcen verbraucht, als einkalkuliert, haben die anderen darunter zu leiden.

Zudem gibt es nur sehr wenige, wirklich gute Hoster, die für die Geschwindigkeit und die Sicherheit aller Websites auf dem Shared-Server sorgen. Dein Zugriff auf Ressourcen und Einstellungen ist ebenfalls sehr beschränkt.

  • Empfehlenswert für: Einsteiger und Projekte mit kleinem Budget
  • Bis wie viel Traffic: Nach eigener Erfahrung steckt ein gutes Shared-Hosting auch mal 20.000 Besucher monatlich weg.

2 – Ein vServer: für Fortgeschrittene

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Sogenannte vServer sind virtuelle Server. Das bedeutet nicht anderes als dass es sich um ein stark aufgebohrtes Shared-Hosting handelt. Du teilst dir immer noch mit anderen Sites einen Server, nur sind es bei einem vServer bedeutend weniger.

Ein echter, physikalischer Server wird mittels Software in einige virtuelle Server eingeteilt. Da diese virtuellen Server durch die Software voneinander getrennt ist, hast du einen Bereich mit dir zugesicherten Ressourcen, die du keinesfalls mit anderen teilen musst.

In diesem Bereich findest du gleich zwei Arten von Servern: einen sogenannten Managed-vServer und einen »normalen«, Unmanaged-vServer. Die Managed-Variante wird vom Hoster verwaltet und abgesichert. Zudem stellt dir der Hoster alle Tools zur Verfügung, die du zur Erstellung und Verwaltung deiner Website(s) benötigst.

Ein vernünftiger vServer kann schon einiges an Traffic wegstecken. Wenn deine Website größer wird und du einige tausend Besucher monatlich erwartest, dann ist ein vServer die richtige Wahl für Dich. Auch eigene Skripte kannst du mit einem virtuellen Server ausführen.

Pro:

Du bekommst ein deutlich größeres Stück vom Kuchen und hast zugesicherte Ressourcen. Deine Website wird nicht mehr darunter leiden, wenn andere Websites angegriffen werden oder sehr viel Traffic bekommen. Bei einer Managed-Variante sorgt dein Hoster für die Sicherheit des Servers und stellt dir alle Mittel zur Verwaltung deines Servers zur Verfügung.

Zudem hast du deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten und kannst daher bestimmen, wie die wichtigen Parameter des Servers aussehen sollen. Php-Version, das wichtige Php-Memory-Limit und viele andere Dinge kannst du nun individuell einstellen.

Kontra:

Wenn du nicht die teurere Managed-Variante gewählt hast, dann bist du selbst für die Sicherheit und die Software zur Verwaltung und Erstellung einer Website und der Server-Einstellungen verantwortlich. Wenn du keine Ahnung von Servern und ihrer Verwaltung hast, wäre ein vServer eine schlechte Wahl. Zudem hat ein Unmanaged-Server kaum Zugriff auf einen guten Support vom Hoster.

  • Preis: Ein brauchbarer vServer ist für ungefähr 18.- Euro monatlich zu bekommen.
  • Empfehlenswert für: Fortgeschrittene und Server-Profis. Wer nichts von Servern versteht, sollte definitiv einen Managed vServer wählen und lieber mehr Geld ausgeben.
  • Bis wie viel Traffic: Steckt nach eigener Erfahrung auch locker 100.000 Besucher monatlich weg, wenn eine vernünftige Variante gewählt wird

3 – Managed-Root Cloud Server: für Vorausschauende

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Ein Managed-Root Cloud Server ist eine intelligente Sache und zudem zukunftssicher. Im Grunde genommen ist es ebenfalls ein vServer, allerdings mit einigen wirklich greifbaren Vorteilen. Erstens ist er gemanaged und wird mit Support angeboten, zweitens sind die zugesicherten Ressourcen nicht statisch.

Sollte ein normaler vServer nicht mehr ausreichen, muss man ein anderes Produkt wählen und vielleicht wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen, als eventuell nötig. Zudem steht dann ein Umzug der Website ins Haus.

Bei dieser Variante des vServers bekommt man bestimmte Ressourcen zugesichert, die immer da sind. Kommt man jedoch mit diesen Ressourcen nicht mehr aus, kann man ganz einfach in der Serververwaltung die Eckdaten abändern. Mehr Ram, mehr CPU-Power oder eine größere SSD? Kein Problem, ist in Sekunden erledigt.

Bezahlen muss man nur das, was man auch benötigt. Braucht man mehr, wird es selbstverständlich teurer. Doch man kann sich ganz easy soviel Power zuweisen, wie man benötigt. Das kann zum Beispiel wichtig sein, wenn einmal kurzfristig viel mehr Besucherstrom kommt als zu normalen Zeiten.

Kurz die Ressourcen hochdrehen und gut. Geht der Besucherstrom zurück, kann man die Leistung wieder zurückschrauben. Bezahlt wird sekundengenau.

Pro:

Ein geringer Preis ermöglicht einen leichten Einstieg. Das Produkt ist voll skalierbar und passt sich deinen Anforderungen an. Um die Sicherheit musst du dich nicht sorgen, das erledigt der Hoster für dich. Abgerechnet wird sekundengenau, so sind die monatlichen Kosten gut kalkulierbar. Ein Auto-Installer sorgt für die schnelle Installation der bekanntesten Content Management Systeme.

Kontra:

Wenn beständig sehr hoher Traffic auf der Website ist, lohnt sich das Preisgefüge nicht mehr. Hier muss dann genau verglichen werden, ob man preislich und vor allem auch mit der Leistung nicht auf einen Dedicated-Server wechseln sollte.

  • Preis: Ab 0,02 Euro die Stunde oder 14,40 Euro im Monat. Bei Erhöhung der Ressourcen natürlich mehr.
  • Empfehlenswert für: Vorausschauende Menschen, die sich nicht groß um die Server-Administration kümmern können oder wollen. Bis zu einem gewissen Grad ist diese Variante zukunftssicher.
  • Bis wie viel Traffic: Auch in der kleinsten Variante steckt der Managed-Root Cloud Server locker mehr als 100.000 Besucher monatlich weg. Eine halbe Million sollte mit Erhöhung der Ressourcen preislich akzeptabel machbar sein.

4 – Managed WordPress Hosting: Um nichts kümmern müssen

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Diese interessante, jedoch nicht so günstige Möglichkeit wird schnell übersehen, deshalb stelle ich sie hier kurz vor. Managed-WordPress-Hosting bedeutet ebenfalls ein Hosting auf einem vServer, allerdings einem sehr kleinen. Gerade einmal eine Website kann auf dieser Variante gehostet werden. Dafür jedoch musst du dich um überhaupt nichts kümmern.

Selbst der Umzug deiner Website wird vom Service-Team gemacht. Sie sichern deinen kleinen vServer ab, sichern deine WordPress-Core-Dateien und sorgen sogar dafür, dass dein WordPress immer die neuesten Updates bekommt. Auf Wunsch werden sogar deine Plugins und die Themes auf den neuesten Stand gehalten.

Auch um das schnelle Ausliefern deiner Website musst du dich nicht bemühen, denn selbst diese Dinge erledigen die Techniker des Hosters für dich. Du musst dich nur und ausschließlich um die Inhalte deiner Website kümmern.

Pro:

Dir wird wirklich alles abgenommen, du musst dich um nichts mehr kümmern. Absolutes Wohlfühl-Hosting. Zudem setzt der mir bekannte deutsche Anbieter Raidboxes auf SSDs, HTTP2, PHP7, nginx statt Apache und serverseitiges Caching. Das sorgt für wirklich rasant schnelle Websites.

Kontra:

Es kann nur eine einzige Website gehostet werden, jede weitere kostet dich noch mal die gleiche Summe. Du kannst nichts beeinflussen, musst alles so hinnehmen, wie man es dir vorsetzt.

  • Preis: Bei einem brauchbaren Paket ab 17,85 Euro im Monat inklusive MwSt.
  • Empfehlenswert für: Menschen, die sich um nichts kümmern wollen und trotzdem eine schnelle Website haben möchten.
  • Bis wie viel Traffic: Hier liegen mir keine Erfahrungswerte vor. Bei Interesse wende dich bitte an den Support von Raidboxes.

5 – Ein eigener Dedicated Server: für die Profis

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Hier kommen wir in den professionellen Bereich. Ein Dedicated Server ist etwas, was du anfassen kannst. Ein eigenes, vollwertiges Gerät, dass du mit niemandem teilen musst. Dies ist deine Wahl, wenn deine Website einen wirklich sehr hohen Besucherstrom im Monat bekommt und Page-Views hat, dass anderen die Augen tränen vor Neid.

Allerdings bist du vollständig für die Sicherheit, die Einrichtung, das Betriebssystem und das Tuning zuständig. Wenn Du kein Server-Profi bist, dann ist diese Wahl nichts für dich. Zudem muss die Wahl eines eigenen Servers gut bedacht sein, denn in der Regel muss man mit den vorhandenen Ressourcen leben und kann nicht einfach aufstocken. Server gibt es in jeder Leistungsklasse, daher sollte man sich vorher gut informieren und vergleichen, was wirklich geboten wird.

Wichtig zu wissen ist ebenfalls, ob man für den Preis, den man zahlt, auch Anspruch auf einen gewissen Support hat.

Pro:

Du bekommst ein eigenes Gerät und musst die Leistung nicht mit anderen teilen. Du kannst jedes Betriebssystem deiner Wahl installieren und jede Variante von zusätzlicher Software. Du kannst zum Beispiel nginx statt Apache nutzen, oder HTTP2 installieren. Die neueste PHP-Version ist kein Thema, denn du kannst jedes kleine Detail beeinflussen. Websites auf einem guten Server rennen gewöhnlich und haben genug Power für sehr viel Traffic.

Kontra:

Du bist für alles selbst verantwortlich und musst dich wirklich kümmern. Du musst den Server komplett selbst administrieren mit allem, was dazugehört. Betriebssystem, Verwaltungsoberfläche, Sicherheit, Tuning, zusätzliche Software – all das musst du bereitstellen und auf dem neuesten Stand halten. Tust du es nicht, machst du deinen Server angreifbar.

  • Preis: Ein brauchbarer Server mit Zukunftssicherheit kostet ab 130 Euro im Monat.
  • Empfehlenswert für: Wenn du Linux sprichst und Konsole denkst, dann ist diese Wahl für dich richtig. Auch für Reseller und Agenturen, die ihre Kunden-Websites selbst hosten wollen, wäre dies eine gute Wahl.
  • Bis wie viel Traffic: Ab 300.000 Besuchern monatlich. Doch auch ein Dedicated-Server kann nicht unbegrenzt Traffic wegstecken.

Neu und unverbraucht: Spezielles Hosting für WordPress

Savvii - Spezielles Hosting für WordPress

Savvii ist ein niederländischer Anbieter, der sich auf das Hosting für WordPress und Woocommerce Shops spezialisiert hat und relativ neu auf dem deutschen Markt ist. Angeboten werden mehrere Pakete, die von Shared-Hosting bis hin zu VPS-Servern variieren.

Um sich heute im knallharten Wettbewerb unter den Hosting-Anbietern durchsetzen zu können, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Genau das hat Savvii getan und aus diesem Grund ergänze ich den Artikel um diese Vorstellung.

Ich will es nicht verschweigen, der Anbieter ist nicht gerade billig. Doch billig in Verbindung mit WordPress ist niemals eine gute Entscheidung.

Savvii Shared Hosting Pakete

Bereits die Shared-Hosting Pakete unterscheiden sich grundlegend von anderen Hosting-Anbietern. Hier geht es nicht um billig, sondern um gut. Du kannst zwar nur eine einzige Website pro Paket hosten, doch dafür bekommst einen entsprechenden Gegenwert:

  • Savvii kümmert sich um WordPress- und Plugin-Updates für dich
  • Deine Website wird täglich auf Malware, Backdoors, Viren und ähnliches gescannt
  • Ein tägliches Backup ist inklusive
  • Es wird ein Varnish Cache für schnelle Ladezeiten genutzt
  • Du bekommst ein kostenloses SSL-Zertifikat mit Let’s Encrypt
  • Eine einfache Migration der Website mittels Plugin erleichtert dir den Umzug

Ab 11 Euro monatlich geht es mit dem Starter-Paket los. Für 29 Euro monatlich bekommst du noch die folgenden Leistungen dazu:

  • Ein kostenloses CDN (Content Delivery Network).
  • Snapshot-Backups – du kannst selbst ein Backup zu einer bestimmten Zeit erstellen und rücksichern
  • Falls deine Website gehackt wurde, ist die Reparatur einmal pro Jahr gratis

Savvii VPN Hosting Pakete

Die VPN Hosting-Pakete bieten neben erhöhter Leistung noch weitere interessante Details. Preislich geht es ab 69 Euro pro Monat für eine Website los. Alle oben genannten Leistungen sind ebenfalls inklusive. Hier die Mehrleistungen der VPN-Pakete:

  • Ein Hosting auf SSD-, anstatt auf HDD-Festplatten
  • 24/7 Notfall Support – Hilfe rund um die Uhr
  • Eine eigene IP-Adresse
  • Ein Caching der Website mit Varnish, Memcached und XCache
  • Serverstandort auswählbar: GB, DE, US, JP
  • Zwei Reparaturen gehackter Websites jährlich kostenfrei

Pro:

Du musst dich genau wie beim Managed WordPress Hosting unter Punkt vier um nichts kümmern. Der Hosting-Anbieter nimmt dir alles ab, die Websites werden sehr schnell ausgeliefert. Zudem musst du die Katze nicht im Sack kaufen, denn du kannst jeden Tarif 30 Tage kostenlos testen.

Optimal ist das Hosting für Menschen, die sich nicht mit Servern auskennen, sondern einfach nur eine Heimat für ihre Website suchen.

Kontra:

In den günstigeren Tarifen ist nur das Hosting einer einzigen Website inkludiert. Wenn du wie ich gleich vier Websites besitzt, dann wird es schnell teuer. Savvii bietet zudem kein Hosting von Domains und E-Mails an, sodass hier noch weitere Kosten auf dich zukommen.


Kinsta: Dediziertes Hosting in der Cloud

Kinsta wurde 2013 als Unternehmen des WordPress-Entwicklers Mark Gavalda gegründet und hat seinen Hauptsitz in London mit Büros in Los Angeles und Budapest. Gavalda legt Wert auf die Feststellung, dass alle seiner Mitarbeiter absolute WordPress-Profis sind und sich sogar aktiv an der Fortentwicklung der Plattform, sei es durch Core-Kontributionen, Plugins oder Themes, beteiligen. Klar, dass Kinsta sich auf reines WordPress-Hosting spezialisiert hat.

Kinsta: Landing Page. (Screenshot: D. Petereit)

Relativ unbemerkt vom Wettbewerb konnte sich der relativ kleine Anbieter einen Namen machen und steht heute international selbstbewusst neben den Schwergewichten der Branche. Wichtigstes Alleinstellungsmerkmal neben der hohen Expertise: die Google Cloud-Plattform als Serverfarm.

Die Google Cloud ist eine der weltweit größten und leistungsstärksten Server-Infrastrukturen. Neben Akamai, Amazon Web Services und Microsofts Azure braucht sich die Google Cloud nicht zu verstecken.

Kinsta: Disruption des traditionellen Provider-Geschäfts

Während das typische Providergeschäft in der Vergangenheit darin bestand, eigene Serverfarmen aufzubauen oder sich im Wege des Housing bei Datacentern einzukaufen, erlauben moderne Cloud-Plattformen, wie eben jene aus Mountain View, den Einstieg in das Provider-Business ohne gravierende Investitionen.

Das gefällt den traditionellen Hosting-Anbietern natürlich nicht unbedingt. Zudem diese es schwer haben, sich gegen den neu entstehenden Wettbewerb durchzusetzen. Die getätigten Investitionen lasten schwer auf der Bilanz. Die erforderliche Flexibilität, den Kurs zu ändern, ist vielfach schon gedanklich, mindestens aber monetär nicht vorhanden.

Der Preis ist nicht das Angriffsziel der neuen Anbieter

So treten kleinere Unternehmen, wie Kinsta an, den großen Hosting-Anbietern das Fürchten zu lehren. Die Branche der Provider steht vor einer – wenn auch – schleichenden Disruption. Anders als bei anderen Disruptionen bestehender Geschäftsmodelle, geht es im Falle des Umstiegs auf Cloud-Strukturen weniger um Geld als mehr um technische Aspekte.

Wenn du dich mit Hosting-Angeboten auseinandersetzt, die auf Cloud-Plattformen aufsetzen, wirst du recht schnell erkennen, dass finanzielle Ersparnisse nicht der Grund sein können, dich von den neuen Anbietern zu überzeugen. Denn billiger ist diese Art des Hosting nicht per se. Erst, wenn deine Leistungsbedarfe so hoch werden, dass die Kosten des Hostings ohnehin nicht mehr der bestimmende Faktor deiner Überlegungen sind, zeigen Cloud-Angebote auch preisliche Vorteile.

Egal, wie du deine Serverfarm anlegst. So groß wie die Cloud wird sie nicht. (Bild: Depositphotos)

Cloud und WordPress liegen im Trend

Im Herbst 2017 stellte ich zwei maßgebliche Trends zu WordPress fest. Zum einen das steigende Angebot an Cloud-Services und zum anderen das steigende Angebot an dedizierten WordPress-Hostern.

Trends indes kann ich im Alleingang nicht aufhalten. Der Markt ist ganz offensichtlich da. Kinsta vereint sogar beide Trends gekonnt und surft damit voll auf der größten Welle. Da will ich nicht als Spielverderber gelten und schaue mir den Dienst durchaus aus der Nähe an.

Kinsta: Die Technik dahinter

Kinsta kannst du mit nichts vergleichen, das du traditionell bereits kennst. Wenn du eine ungefähre Vorstellung brauchst, dann denke am ehesten an virtuelle Maschinen. Kinsta arbeitet mit LXD/LXC, also Linux-Containern, die jeweils vollständige Systemumgebungen bieten. Das ist ansatzweise ähnlich den konventionellen virtuellen Maschinen, nur wesentlich verkapselter und wesentlich schneller, sowie skalierbar.

Jede WordPress-Site läuft in ihrem eigenen Container. Die Container teilen untereinander nichts. Es ist, als hättest du deinen vollkommen eigenen physikalischen Server, der aber wiederum frei skalierbar ist. Betreibst du mehrere WordPress-Sites, laufen auch diese jeweils in ihren eigenen Containern.

Da deine WordPress-Seite nun quasi ein eigener Server ist, kann das Caching auch auf der System-Ebene stattfinden. Du brauchst dich hierfür nicht mehr auf die üblichen Verdächtigen zu verlassen. Kinsta sorgt dafür, dass deine Seiten schnellstmöglich ausgeliefert werden.

Um deine kleine Festung sicher zu halten, bietet Kinsta mit dem „Free Hack Fix” den kostenlosen Fix im Falle eines Hacker-Angriffs an. Sie werden also schon aus Eigeninteresse alles daran setzen, das Sicherheits-Level hoch zu halten.

CDN, SSL, Staging – alles direkt vorhanden

Fest in den Leistungsumfang integriert ist das CDN des schweizerischen Dienstleisters KeyCDN, das wir dir hier auch schon mehrfach vorgestellt haben. Die CDN-Nutzung ist in die Kinsta-Tarife bereits eingepreist. Für WooCommerce und Easy Digital Downloads stehen ebenfalls serverseitige Optimierungen bereit.

Lass mich noch kurz eines zum Thema CDN sagen. Solltest du bereits bisher mit einem anderen CDN arbeiten, so kannst du das unter Kinsta ebenfalls nutzen. KeyCDN wird dir nicht etwa aufgezwungen.

Content Delivery profitiert stets von räumlicher Nähe. (Foto: Depositphotos)

Die Architektur des Angebots ermöglicht eben ganz generell die Implementation vieler vitaler Funktionen auf der System-Ebene. Genau auf dieser Ebene greifen sie am effektivsten, aber auf genau dieser Ebene kannst du im traditionellen Hosting nicht arbeiten.

Durch die Zusammenarbeit mit Let’s Encrypt hast du deiner WordPress-Site schnell SSL beigebracht. Der Vorgang ist unkompliziert und schnell und hat mit dem umständlichen Zertifizierungsvorgang, den du möglicherweise von deinem bisherigen Hoster kennst, nichts zu tun.

Auch um das Thema Backup musst du dich bei Kinsta nicht separat kümmern. Automatische Backups, jeweils nachts durchgeführt, sind Teil deines Tarifs. Zudem kannst du jederzeit manuelle Backups anstoßen, etwa, wenn du kurz vor einer umwälzenden Änderung stehst. Das Rückspielen von Backups ist allerdings eine Alles-oder-nichts-Entscheidung. Die Möglichkeit, lediglich die Dateien oder nur die Datenbank einzuspielen besteht nicht.

Wo wir gerade von gravierenden Änderungen sprechen. Du weißt genauso gut wie ich, dass wir nicht an der Live-Website rumdoktern sollen. Deswegen verwenden wir entweder einen Entwicklungs-Server oder wenigstens eine Staging-Lösung, die es uns erlaubt, Änderungen an unseren Konfigurationen zunächst gefahrlos in einer Testumgebung auszuprobieren, bevor wir selbige live schalten.

Das angesprochene Staging ist bei Kinsta im Lieferumfang. Du brauchst dir keine Gedanken um Alternativen, wie etwa das vor kurzem bei uns vorgestellte WP-Staging-Plugin, zu machen.

Kinsta macht noch ein paar andere Dinge anders als üblich

Um die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung weiter zu steigern, unterstützt Kinsta auch die ursprünglich von Facebook entwickelten HHVM, mit deren Hilfe sich die Ausführung von PHP-Code deutlich beschleunigen lässt. Hierzu wird PHP-Code zur Laufzeit in ausführbaren Code kompiliert. Sicherlich kennst du das früher gängige ZEND für diesen Zweck. HHVM wird allerdings eine ungefähr zehnfach höhere Arbeitsgeschwindigkeit bescheinigt.

Zusätzlich erlaubt dir Kinsta die nahezu freie Wahl zwischen allen aktuellen PHP-Versionen. Aus der Kundschaft des Providers ist zu hören, dass die Verfügbarkeit neuer PHP-Versionen bei Kinsta stets schon nach wenigen Wochen und nicht erst nach Monaten, wie bei traditionellen Anbietern üblich, gegeben ist. Kinsta setzt übrigens auf Nginx, nicht auf Apache.

Da der Umstieg von konventionellem Hosting zu Kinstas Cloud-Lösung doch nicht alltäglich ist, bietet der Provider in den meisten Tarifen die kostenlose Migration deiner Seite mit an.

Kinstas Dashboard benutzt man gerne. (Screenshot: D. Petereit)

Das Dashboard des Dienstes ist nicht das vergleichsweise unkomfortable, jedenfalls aber überaus betagte cPanel. Kinsta hat hier vielmehr eine eigene Lösung namens MyKinsta zu bieten, die schnell, komfortabel und einfach ist. Von hier aus verwaltest du deine WordPress-Container umfänglich. Dabei ist Kinstas Dashboard für jene erdacht, die täglich damit arbeiten. Der Fokus der Benutzeroberfläche liegt daher stark auf Alltagsaufgaben und nicht so sehr dem Verwalten eines Servers im Allgemeinen.

Auch der Zugriff auf deine diversen Logs ist von hier aus unproblematisch möglich. Eine eigene Statistikfunktion ergänzt deine GA-Berichte um die Daten, die du schnell mal eben haben musst. Ebenso behältst du von hier die wichtigen Performance-Werte im Blick. Solltest du mal schnell an deine MySQL-Datenbank müssen, startet ein entsprechender Klick aus dem Dashboard eine Instanz von PhpMyAdmin.

Bei traditionellen Providern weißt du zumeist, wo sich der Serverstandort befindet. Bei Kinsta kannst du ihn dir aus fünfzehn Lokationen weltweit aussuchen. Deutschland ist mit Frankfurt vertreten und du darfst davon ausgehen, dass die Google-Cloud-Anbindung an den DE-CIX mit zum dicksten gehört, was es in Deutschland geben kann.

So ist es kein Wunder, dass in den vielen Kundenberichten, die du im Netz zu Kinsta finden kannst, stets der Punkt Performance ganz besonders hervorgehoben wird. Dabei liest du etwa von Seitenladezeiten, die sich als unmittelbare Folge des Serverumzugs zu Kinsta, ohne weitere Optimierungsmaßnahmen, halbiert haben.

Unsere Kollegen von „Code in WP”, die vor einigen Monaten auf Kinsta umgestiegen sind, weisen zusätzlich auf eine halbierte TTFB (Time to First Byte), also die Zeit zwischen dem abgesetzten Request und dem Empfang des ersten Bytes durch den Besucher-Browser, hin.

Ein weiterer Punkt, den du den vielen positiven Kundenaussagen entnehmen kannst, betrifft die Qualität und Ansprechbarkeit des Supports. Danach ist rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche immer ein Experte ansprechbar. Und es scheint sich wohl tatsächlich stets um Experten zu handeln, die sich noch dazu wirklich um Lösungen bemühen. Klingt nach Utopia? Tja, irgendwie schon.

Kinsta und die Kosten

Ich deutete es weiter oben bereits an. Zu Kinsta wechselst du nicht etwa, weil es da besonders günstig ist. Hier muss ganz klar die Funktionalität kaufentscheidend sein. Du musst das angebotene Featureset nicht nur ganz attraktiv finden, sondern tatsächlich brauchen müssen.

So könntest du zwar für 30 USD im Monat in die Welt der Kinsta-Cloud eintauchen, hättest damit aber nur 20.000 Visits auf einer Domain frei. Mit 60 USD könntest du schon zwei Domains betreiben, kämest aber bei in Summe 40.000 Visits auch schneller an die Grenzen.

Kinsta: Die Preise variieren deutlich. (Screenshot: D. Petereit)

Wenn du also deine Websites nicht bloß zum Spaß betreibst, brauchst du mehr Reserven. Für 100 Dollar sind 100k Visits drin, für 200 kannst du 250k Besucher virtuell bewirten und für 300 USD dürfen es dann 400.000 sein. Die Details zum Preismodell vergleichst du direkt auf dieser Seite.

Würden wir Dr. Web auf Kinsta umstellen, müssten wir überlegen, ob wir den 300- oder den 400-Dollar-Tarif wählen. Unser jetziger Server kostet uns knappe 1.500 Euro im Jahr. Mehr als eine Verdoppelung der Hosting-Kosten würde das auf jeden Fall bedeuten. Damit will ich nicht andeuten, dass es den Mehraufwand eventuell nicht wert wäre, zumal ja bisherige Premium-Leistungen, die wir darüber hinaus bezahlen, künftig im Tarif enthalten wären.

Kinsta arbeitet gerade an einer Expansion in die deutschsprachige Hosting-Landschaft. Spätestens, wenn Kinsta komplett in deutscher Sprache anbietet, werden wir uns wohl mal ernsthaft mit dem Provider und den Perspektiven eines Umstiegs befassen.


Worauf muss man bei der Hosterwahl achten?

Die Auswahl des richtigen Webhosting-Providers ist nicht einfach. Besonders, wenn man zum ersten Mal eine Website erstellen und ins Netz bringen möchte, fällt die Auswahl schwer. Doch auch Fortgeschrittene finden es alles andere als einfach, sich durch das Dickicht der Anbieter zu kämpfen, um den Hoster des Vertrauens zu finden. Provider ist nämlich nicht gleich Provider und es hängt längst nicht alles nur vom Preis ab. Wir zeigen dir, worauf du bei der Providerwahl unbedingt achten solltest und gehen dabei auf unterschiedliche Bedarfslagen ein.

Dr. Web-Ratgeber zur Hosterwahl: Worauf musst du achten?

Die Bedarfsanalyse: Webspace, Server oder Homepage-Baukasten?

Bevor du dich mit der Auswahl des passenden Webhosting-Providers beschäftigt, solltest du eine eingehende Bedarfsanalyse erstellen. Schreibe auf, was dir wichtig ist und was genau du erreichen möchtest. Nicht jeder Hoster bietet schliesslich dieselben Leistungen an und du wirst vielleicht auch nicht alle angebotenen Leistungen benötigen. Eine gute Bedarfsanalyse könnte zum Beispiel folgende Fragen enthalten:

  • Was genau will ich? Reicht mir eine statische HTML-Webseite, oder brauche ich ein Content Management System? (Ein CMS erhöht die Anforderungen)
  • Wenn CMS, welches möchte ich einsetzen?
  • Wenn CMS, wieviel PHP-Arbeitsspeicher brauche ich? Eventuell beim Hoster nachfragen, ob 32 oder 64-Bit Betriebssysteme auf dem Server laufen. Bei 64-Bit Server-Systemen benötigst du meist mehr Speicher.
  • Nach Auswahl eines CMS die Mindestvoraussetzungen zu Installation und Betrieb lesen.
  • Wichtig: Habe ich Kenntnisse in PHP, HTML und CSS? Das ist bei der Auswahl eines CMS zu berücksichtigen. Ohne Kenntnisse wäre ein Dienstleister oder – bei entsprechender Bereitschaft zur Einarbeitung – WordPress zu empfehlen.
  • Brauche ich E-Mail-Konten?
  • Wieviel Speicherplatz brauche ich pro E-Mail-Postfach?
  • Brauche ich IMAP, oder reichen mir POP-3 E-Mail-Konten?
  • Wieviel Webspeicherplatz benötige ich?
  • Existiert eine Traffic-Flatrate, oder muss ich zahlen, wenn ich über einen bestimmten Besucher-Traffic komme?
  • Brauche ich MySQL-Datenbanken (für CMS), oder nicht und wenn ja, wie viele?
  • Benötige ich Subdomains oder gar Wildcard-Subdomains (z.B. für WordPress-Multisite)?
  • Brauche ich spezielle Server-Einstellungen, wie mod_rewrite (für schöne URLs eines CMS)?
  • Wie viele Domains brauche ich und sind diese im Preis inbegriffen?
  • Wie viele Kunden/Webhosting-Pakete liegen auf einem Server? Existiert ein “Speed-Turbo” oder andere Formen der Priorisierung?
  • Wie wichtig ist mir Support? Welche Arten von Support werden angeboten?
  • Wie hoch ist mein Budget?

Wenn du diese Fragen eingehend beantwortet hast, solltest du ein genaues Bild von dem Produkt gezeichnet haben, dass du benötigst. Damit fällt dir die Auswahl des passenden Providers sehr viel leichter.

Ratgeber vor dem Ratgeber: die Unterschiede zwischen Webspace, Server und Homepage-Baukasten

Du hast ganz generell im Wesentlichen drei Wege, die du gehen kannst. Du kannst ganz klassisch auf einen Provider von Webspace setzen. Hier mietest du dir einen Speicherplatz mit Zusatzleistungen auf einem Server im Hause deines Providers. Damit beschäftigen wir uns im heutigen Beitrag noch genauer.

Du kannst dir einen Server oder vServer mieten. Egal ob Server, also ein Gerät für dich ganz alleine oder vServer, eine komplette Serverinstanz für dich alleine, es bleibt mehr Aufwand an deinen eigenen Hacken hängen. Grundsätzlich bist du bei einem Server für die Funktionsfähigkeit alleine verantwortlich. Dazu gehört die gesamte Konfiguration, das Einspielen von Sicherheitsupdates, einfach alles. Natürlich gibt es inzwischen, früher war das anders, auch Anbieter von Managed Servern, also Geräten, die von Providerpersonal betreut werden. Das lohnt sich allerdings nur für wirklich große Web-Projekte, die der durchschnittliche Seitenbetreiber eher selten betreiben wird. Noch nicht einmal Dr. Web belegt einen eigenen Server, sondern teilt sich diesen mit seiner Schwester, dem Noupe Design Magazine.

Wenn dir sogar der Aufwand des Betreuens deiner Installationen auf deinem eigenen Webspace zu hoch erscheint, weil du eigentlich nur so schnell wie möglich online gehen willst, dann solltest du dich mit dem Angebot der vielen Homepage-Baukästen auseinandersetzen. Bei einem Homepage-Baukasten kümmerst du dich ausschließlich um deine Inhalte. Die ganze Technik interessiert dich dabei nicht die Bohne. Homepage-Baukästen sind in den letzten Jahren massiv gereift und bieten inzwischen sogar eCommerce, Blogs und weitere fortgeschrittene Features an.

Gehen wir für den weiteren Verlauf nun davon aus, dass du dich über Anbieter von Webspace informieren möchtest, werden dir die folgenden Tipps die Auswahl des richtigen Webhosting-Providers nochmals vereinfachen.

1. – Eine Liste mit in Frage kommenden Providern erstellen

Der erste Schritt besteht darin, im Netz nach Providern zu suchen. Deutsche Provider haben dabei den Vorteil, dass der Gerichtsstand in Deutschland ist. Das kann hilfreich sein, falls es zu Problemen mit dem Provider kommt. Suche dir mindestens zehn Provider raus, um eine gute Ausgangsbasis für die weitere Auswahl zu haben.

Je nach deinen Anforderungen kann der nun folgende Auswahl-Prozess entweder recht einfach, oder etwas komplizierter sein. Wenn du zum Beispiel nur eine einfache, statische HTML-Website in das Internet stellen möchtest und vielleicht nur eine E-Mail-Adresse benötigst, dann reichen bereits die günstigsten Webhosting-Pakete um einen Euro rum.

Im Folgenden gehen wir jedoch von einem größeren Projekt aus. Nehmen wir als erstes Beispiel einen WordPress-Blog und als zweites eine Typo3-Unternehmenswebsite, beide haben unterschiedliche Voraussetzungen an ein Webhosting-Paket. Solltest du ein ganz anderes CMS bevorzugen – zum Beispiel Drupal oder Contao – so ergeben sich wiederum andere Voraussetzungen.

2. – Nach Service-Qualität und UpTime googlen

Diesen Schritt solltest du keinesfalls überspringen. Google jeden Provider auf deiner Liste nach Service-Qualität und Ausfallrate. Auch Profis benötigen hin und wieder Support, daher ist ein guter Support immer ein Entscheidungsgrund. Bringe in Erfahrung, was andere User über die in Frage kommenden Provider geschrieben haben. Sind sie mit der gebotenen Leistung zufrieden oder nicht, und wenn nein, dann aus welchem Grund? Auch die UpTime ist wichtig zu erfahren, denn eine hohe Ausfallrate der Services bedeutet eine Nicht-Erreichbarkeit deiner Webseite während dieser Zeiten.

Wenn du beim Googeln viele negative User-Meinungen über einen Hoster lesen musst, streiche diesen Provider sofort von der Liste.

3. – Der Auswahlprozess – So findest du “deinen” Provider

Gehen wir nun auf einige wichtige Punkte in der Bedarfsanalyse ein und konkretisieren sie. Im Anschluss wirst du genau wissen, worauf zu achten ist.

Der Webspeicherplatz

Der Speicherplatz deines Hosting-Pakets ist rund um die Uhr mit dem Internet verbunden und dient der Speicherung aller für den Betrieb der Homepage erforderlichen Daten wie HTML-, CSS- und PHP-Dateien, Bilder, Videos, Musik und so weiter. Die angebotenen Speichergrößen sind meist recht großzügig bemessen, jedoch sollten es schon 15GB bei Einsatz eines CMS sein. In den meisten Fällen brauchst du weniger, doch mehr zu haben ist niemals verkehrt.

Der Traffic

Bei jedem Abrufen einer Datei von deinem Webauftritt entsteht Datentraffic. Rufst du beispielsweise eine große Grafik in der Größe von 40 KB ab, so entstehen bei 10 Besuchern 400 KB Traffic und bei 100 Besuchern rund 4 MB. Du siehst, bei einem höheren Besucheraufkommen kann da schnell einiges zusammen kommen. Achte daher stets auf eine Traffic-Flat. Dann kann es kein böses Erwachen geben, wenn deine Webseite schneller erfolgreich wird als gedacht.

E-Mail-Konten und Postfächer

Ein professioneller Webauftritt verwendet E-Mail-Adressen der eigenen Domain und keine Freemail-Adressen. Achte daher darauf, dass ausreichend E-Mail-Adressen erstellt werden können. Wichtiger als die schiere Anzahl der möglichen E-Mail-Adressen ist jedoch der E-Mail-Speicher. Dieser darf gerne so groß wie möglich sein, denn diesen Speicher wirst du in der Regel auf alle Mail-Adressen aufteilen müssen. Jede E-Mail-Adresse benötigt ein Postfach und dieses Postfach muss ausreichend groß bemessen sein. Nur mit ausreichend großem E-Mail-Speicherplatz kannst du jedem Postfach eine praxisgerechte Größe (mindestens 100MB, besser 1GB) zuweisen. Spätestens, wenn mal größere Anhänge in E-Mails empfangen werden müssen, macht sich das bemerkbar.

MySQL-Datenbanken

Klar ist, wer ein CMS einsetzen möchte, braucht im Allgemeinen mindestens eine MySQL-Datenbank. Natürlich gibt es auch CMS, die keine Datenbank benötigen, doch dieser Beitrag soll sich mit professionellen Lösungen beschäftigen, nicht mit Nischen-Produkten. Die wichtige Frage ist also nicht, ob du Datenbanken benötigst, sondern wie viele. Jeder einzelnen Webanwendung sollte eine eigene Datenbank zur Verfügung stehen. Also zum Beispiel eine Datenbank für WordPress, eine Datenbank für Analyse-Werkzeuge wie Piwik, falls Google-Analytics aus Datenschutz-Gründen nicht eingesetzt werden soll. Eine weitere Datenbank für Testzwecke und so weiter…

Empfehlenswert sind mindestens 5 MySQL-Datenbanken. So hat man noch Luft für eventuelle neue Projekte.

E-Mail-Postfächer: IMAP oder POP3?

Kurze Antwort: Immer IMAP. Wenn IMAP bei einem Provider nicht möglich ist, streiche ihn von der Liste. Mal ganz abgesehen von der Sicherheit (IMAP-Zugang kann verschlüsselt werden), bietet das IMAP-Protokoll noch weitere Vorteile. Hier ein Für und Wider der beiden Protokolle:

POP3

  • Über POP3 (Post Office Protocol Version 3), werden lediglich die E-Mails aus dem Ordner des Posteingangs vom Server heruntergeladen. Dabei kannst du auswählen, ob diese vom Server gelöscht werden oder nicht.
  • Meldest du dich nun mit einem anderen Gerät an, kann es sein, dass alle E-Mails erneut heruntergeladen werden, da diese auf dem Server bleiben. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn man dieselben Mails bereits mit einem anderen Gerät geladen hatte.
  • Es ist nicht zu erkennen, welche E-Mails bereits gelesen, beantwortet oder gelöscht wurden. Die gesendeten E-Mails werden serverseitig dabei nicht einsehbar.
  • TLDR: Das POP3-Verfahren dient nur zum simplen Download des Posteingangs. Eine Synchronisierung zwischen Endgerät und Email-Konto geschieht nicht.

IMAP

  • Über IMAP (Internet Message Access Protocol), wird der komplette Inhalt des Email-Kontos stets mit dem Mail-Programm auf dem Computer, Smartphone oder Tablet synchronisiert.
  • Sendest du beispielsweise eine Nachricht von deinem Computer mittels E-Mail-Client, so landet diese im Ordner “Gesendet” sowohl in deinem E-Mail-Client, als auch auf dem Server und auf anderen Geräten wie deinem Smartphone.
  • TLDR: Über IMAP sind alle Bewegungen deines Email-Kontos auf allen Geräten gleich. Jegliche Ordner werden synchronisiert, sodass du von allen Geräten den identischen Posteingang nutzen kannst.

Das IMAP-Protokoll ist die weitaus komfortablere Variante und immer eine gute Wahl, wenn man mit mehreren Geräten arbeitet.

Subdomains und Wildcard-Subdomains

Subdomains bietet fast jedes Paket heutzutage an, da reicht ein kurzer Blick, ob dem tatsächlich so ist. Eine Subdomain ist eine praktische Sache, man kann unter nur einer Domain mehrere Webseiten haben, indem man den einzelnen Websites jeweils eine Subdomain zuweist. So sieht eine Subdomain aus:

wordpress.deine-domain.de

Wildcard-Subdomains hingegen brauchst du nur, wenn du zum Beispiel eine WordPress-Multisite aufsetzen willst. Multisite meint, dass du unter einer Installation mehrere Webseite laufen lassen und verwalten kannst. Es mag noch weitere Verwendungen für Wildcard-Subdomains geben, mir ist nur diese eine bekannt.

Server-Einstellungen – was ist wichtig?

Einige Server-Einstellungen sind recht wichtig, und es ist vorteilhaft, wenn du diese selbst einstellen und beeinflussen kannst. Für die Darstellung von schönen, benutzerfreundlichen URL benötigst du mod_rewrite. Ansonsten könntest du nur die sogenannten “Messy-URLs” verwenden. Ein Beispiel:

Eine “schöne URL”: https://www.drweb.de/wordpress/

Eine “Messy-URL”: http://www.drweb.de/?page_id=1133

Das Arbeitsspeicher-Limit

Der PHP-Arbeitsspeicher sollte beeinflusst werden können, so dass immer das Maximum verwendet wird. Die dafür nötige Einstellung heisst memory_limit. Achte auf ein ausreichendes Limit. Für WordPress empfehle ich 96MB. Da hat man noch etwas Luft nach oben. Typo3 sollte hingegen deutlich mehr Limit haben. Offiziell empfohlen werden 128 Megabyte.

Anzeige von PHP-Fehlern aktivieren/deaktivieren

Die Anzeige von PHP-Fehlern muss beeinflusst werden können. Während der Entwicklung eines Themes oder einer Anwendung ist die Anzeige der Fehler erwünscht, auf einen Live-System jedoch stellt die Anzeige der Fehler ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Funktion nennt sich display_errors.

Beeinflussen der Standard-Zeichencodierung

Auf den meisten Webhosting-Paketen lautet der Standard-Zeichensatz ISO 8859-1. Da der heutige Standard im Webdesign jedoch UTF-8 lautet, muss man die Ausgabe beeinflussen können, insbesondere, wenn man statische HTML-Seiten online bringt.

W3C: Zeichencodierung für Anfänger

Vorbildliche Einstellungsmöglichkeiten in einem Webhosting-Paket.

Wie viele Domains sind im Paket inklusive?

Es kann niemals schaden, mehr als nur eine einzige Domain im Webhosting-Paket inklusive zu haben. Während in den günstigsten Paketen meist nur eine Domain inklusive ist, so darf man in mittelpreisigen Angeboten bereits mindestens zwei Domains (meist einmal .de und einmal .net, .com oder ähnlich) erwarten. Wenn mehr als nur eine Domain inklusive ist, muss nicht bei Start eines neuen Projekts gleich wieder investiert werden.

Transparenz: Wieviel Kunden kommen auf einen Server?

Es gibt Hosting-Pakete und Hosting-Pakete. Der eine Webhoster packt 200 Kunden (Webhosting-Pakete) auf einen Server, ein anderer nur 60 für denselben Preis. Den Unterschied spürst du in der Performance deiner Website. Um sicherzustellen, dass die Leistungen in guten Tarifen auch jederzeit zur Verfügung stehen und die Kunden-Webseiten schnell und zuverlässig ausgeliefert werden, hosten einige Anbieter besonders wenige Kunden je CPU-Kern und machen das auch transparent. Zusätzlich werden bei guten Providern sogenannte “Speed-Turbos” angeboten. Damit hat man in einem Webhosting-Paket die Möglichkeit, die Ladegeschwindigkeit optimal zu gestalten. Achte daher darauf, ob der Webhoster offen sagt, wie viele Kunden er auf einen Server packt.

4. – Wichtig: Guter Support

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass guter Support extrem wichtig ist. Ein Zeichen von hervorragendem Support ist es, wenn dieser gleich über mehrere Kanäle erbracht wird. Mein Provider bietet zum Beispiel Support in Form von E-Mails, eines 24/7 Ticketsystems, eines User-Forums und einer kostenlosen, telefonischen 0800-Support-Hotline an. Wenn ich einmal Support benötige, warte ich selbst bei Benutzung des Ticket-Systems nur maximal eine halbe Stunde auf qualifizierte Antwort.

Eine kurze Suche mit Google kann einen Eindruck davon verschaffen, wie qualifiziert ein Support arbeitet. Nutze diese Möglichkeit vor Abschluss eines Pakets.

5. – WordPress soll eingesetzt werden

Du möchtest einen Weblog oder eine Business-Webseite mit WordPress erstellen und hast keinerlei Programmier-Kenntnisse? WordPress wäre dann das richtige CMS für dich, da frische Themes und Tausende von Erweiterungen (Plugins) vorhanden sind. Als Nutzer von WordPress brauchst du schon mal keinerlei Programmier-Kenntnisse für den Betrieb. Die Installations-Voraussetzungen sind nicht allzu hoch, so dass nicht allzuviel Geld in ein Hosting-Paket investiert werden muss. Um ein benötigtes Paket besser einschätzen zu können, erfragst du bei den jeweiligen Providern, ob ein 32- oder 64-Bit Betriebssystem auf den Servern eingesetzt wird. Denn erfahrungsgemäß verbraucht WordPress auf einem 64Bit-Betriebssystem mehr Arbeitsspeicher. Das muss also in die Kalkulation einfliessen.

Meiner Erfahrung nach läuft WordPress hervorragend auf einem System mit 96MB Memory Limit. Dann gibt es auch noch Reserven für umfangreiche Themes und etliche Plugins.

Ein perfekt auf WordPress zugeschnittenes Webhosting-Paket sollte bei Abschluss eines 24-monatigen Vertrags (lange Laufzeiten sind günstiger als kurze) nicht mehr als 3,99 Euro im Monat kosten. Dafür bekommst du dann ausreichend Arbeitsspeicher, meist um die 10 Datenbanken, eine Traffic-Flatrate, mehr als ausreichend Speicherplatz, PHP 5.6 und alles andere, was man so brauchen kann.

6. – Webhosting für Typo3

Typo3 stellt mehr Anforderungen an ein Webhosting-Paket als Content Management Software wie WordPress oder Contao. Die für die neueste Version von Typo3 (Version 7) wichtigsten empfohlenen Voraussetzungen sind:

  • Apache mit mod_expires und mod_rewrite aktiviert
  • MySQL 5.5 oder neuer
  • GraphicsMagick oder ImageMagick v6 oder neuer auf dem Server installiert
  • PHP
    • Version 5.5 oder neuer
    • memory_limit auf mindestens 128M gesetzt
    • max_execution_time auf 240 Sekunden gesetzt

Ein für den Betrieb von Typo3 ausreichendes Webhosting-Paket solltest du bereits ab 9,99 Euro im Monat bei einer vereinbarten Laufzeit von 24 Monaten bekommen.

Fazit

Nach der Lektüre unseres großen Ratgebers sollte es dir leicht fallen, den passenden Webhoster zu finden und dich vor Enttäuschungen zu schützen. Immerhin gibt man bei manchem Hoster mehr Geld aus, als eigentlich für die Leistung angemessen wäre. Vergleiche daher immer gut und gib im Zweifel ruhig etwas mehr Geld aus. Das aber nur, wenn du nach umfangreichen Nachforschungen im Internet festgestellt hast, dass der ausgewählte Provider sehr gut von seinen Kunden bewertet wird. Deine Nerven werden es dir danken.

Ebenso danken werden es deine Nerven, wenn du schon im ersten Schritt sauber den Bedarf ermittelt hast. Lies also im Zweifel nochmal ganz oben unter Webspace, Server oder Homepage-Baukasten nach. Sicherlich macht es dich auf Dauer nicht glücklicher, wenn du statt eines ausreichenden Baukastens, einen vollwertigen Server gewählt hast.


Wie viel bringt ein CDN wirklich – lohnt es sich?

Genau das war die Frage, die sich mir stellte. Wie viel bringt ein CDN für eine normale, sehr extrem auf Speed optimierte Website, die nur Zugriffe aus dem deutschsprachigen Raum bekommt? Den Anbieter habe ich mir reiflich überlegt und ausgesucht.

KeyCDN.com

KeyCDN habe ich aus mehreren Gründen gewählt. Erstens gilt der Anbieter als wirklich schnell, zweitens läßt sich das CDN (Content Delivery Network) durch ein Plugin sehr leicht in WordPress-Websites integrieren – ohne lästige Code-Arbeiten. Drittens kann man die Dienstleistung 30 Tage kostenfrei testen.

Das ist ein CDN und das soll es bewirken

Ein Content Delivery Network (auch bekannt als Content Distribution Network) ist ein System von geografisch verteilten Servern rund um den Globus. Die Server verwalten jeweils eine Kopie der Daten. Primär geht es bei einem Content Delivery Network um Geschwindigkeit, Page Speed und Hochverfügbarkeit, jedoch bringt ein CDN noch eine ganze Reihe von weiteren Vorteilen.

Lange Ladezeiten sind ein No-Go für moderne Webseiten. Ein Content Distribution Network reduziert die Ladezeit einer Webseite signifikant. Die Inhalte werden immer vom nächstgelegenen Standort geliefert, so kann eine tiefe Latenz und minimaler Paketverlust sichergestellt werden. Eine tiefere Latenz hat auch eine schnellere Ladezeit zur Folge. Quelle: KeyCDN
Diese Vorteile hören sich natürlich sehr gut an. Allgemein wird zudem angenommen, dass ein CDN die Ladezeit einer Website durchaus auch halbieren kann. Heute beschäftigen wir uns jedoch nicht mit schönen Werbeversprechen, sondern mit der harten Realität und schauen genau hin, was ein CDN in der Realität bringt.

KeyCDN – Anmelden und Einrichten

Der CDN-Dienst von KeyCDN kann 30 Tage kostenlos getestet werden. Es müssen keinerlei Zahlungsdaten angegeben werden. Der Testzeitraum läuft automatisch aus, ohne sich zu verlängern. Wer den Dienst weiter nutzen möchte, muss seine Kreditkartendetails in das persönliche Profil eingeben.

Die Anmeldung

Klicke den »Try for free« Button auf der Startseite von KeyCDN und gebe deine Daten ein. Spätestens 15 Minuten danach bekommst du die Bestätigungsmail und kannst dich dann einloggen. Es kann durchaus sein, dass du keine Erfolgsbestätigung nach dem Ausfüllen und Absenden des »Start your free Trial«-Formulars bekommst.

Keine Panik, es funktioniert trotzdem.

Die Einrichtung einer Pull-Zone in der KeyCDN-Oberfläche

Ich habe eine Pull-Zone gewählt, weil die Einrichtung wesentlich schneller geht. Der Unterschied zu einer Push-Zone ist der, dass du keine Dateien auf den Server von KeyCDN hochladen musst. Der Anbieter holt sich die nötigen Dateien und Bilder von deiner Website selbsttätig. Das funktioniert hervorragend und schnell. Ich rate dir also dazu, eine Pull-Zone einzurichten.

Pull-Zone einrichten

Klicke in der linken Navigation auf »Zones« und danach auf »New Zone«.

new-zone
Neue Zone in KeyCDN erstellen.

Hier sind die Einstellungen, die ich getätigt habe. Da meine Website mit einem SSL-Zertifikat ausgeliefert wird, habe ich zudem die Einstellungen SSL auf Shared und Force SSL auf enabled gesetzt. Der Screenshot verdeutlicht meine Einstellungen. Für die erweiterten Einstellungen bitte den Haken bei »Show Advanced Features« setzen.

Die Zonen-Einstellungen

Ein Klick öffnet die vollständige Grafik.

Ein Klick auf »Safe« speichert die Einstellungen und erstellt die neue Zone. Das kann je nach Größe des Blogs einige Minuten dauern. Ein grüner Balken zeigt den Fortschritt der Aktion an.

Die neue Zone wird erstellt. Das kann einige Zeit dauern.
Die neue Zone wird erstellt. Das kann einige Zeit dauern.

Eine Besonderheit: Nachdem die Zone erstellt ist – der grüne Balken steht auf 100 Prozent – aktualisiert sich das Fenster nicht. Der Status »deploying« bleibt stehen. Ein Reload der Website zeigt den neuen Status dann korrekt an.

KeyCDN Integration in WordPress

Leichter kann es nun wirklich nicht gehen. Du benötigst dazu das kostenlose Plugin »CDN Enabler« von KeyCDN. Das kannst du dir von WordPress.org herunterladen und installieren.

CDN Enabler Plugin

Die Einstellungen des CDN Enabler Plugins

Die wenigen Einstellungen des Plugins sind schnell getätigt. Den markierten Punkt musst du nur ausfüllen, wenn deine Website über HTTPS ausgeliefert wird.

Die wenigen Einstellungen des CDN Enabler Plugins für WordPress.
Die wenigen Einstellungen des CDN Enabler Plugins für WordPress.

Ein Klick auf »Änderungen übernehmen« aktiviert das CDN. Solltest du ein Caching-Plugin benutzen, müssen auch dort Einstellungen getroffen werden. Ich nutze Cachify in Verbindung mit Autoptimize. Cachify cacht die Website und Autoptimize kombiniert und cacht mein JavaScript.

Einstellungen für das Autoptimize Plugin

In den Einstellungen von Autoptimize müssen die erweiterten Einstellungen aktiviert werden. Danach ist die CDN-URL in das Feld »CDN Basis URL« einzutragen.

Autoptimize-Optionen

Fertig! Jetzt läuft das CDN bereits und lädt die statischen Dateien von den CDN-Servern.

cdn-funktioniert
Ein Klick öffnet eine größere Auflösung.

Was mir gut gefällt

KeyCDN holt sich wirklich jede Datei, um sie von den CDN-Servern ausliefern zu können. Auch die direkt in den Theme-Dateien hardgecodeten Links. Da ich meine CSS-Dateien mit einem Versionierungs-System versehen habe, um sie einwandfrei vom Browser cachen zu lassen, habe ich sie direkt in die Theme-Dateien header.php und footer.php geschrieben, wie im vierten Teil unserer Serie über WordPress Highspeed beschrieben.

Selbst diese Dateien werden nun von KeyCDN ausgeliefert und die Versionierung der Dateien funktioniert immer noch reibungslos. Respekt!

Der Kostenfaktor

KeyCDN möchte 0,04 US-Dollar pro Gigabyte haben. Mindestens 29 USD muss man per Kreditkarte oder PayPal auf sein Konto laden. Dabei gilt folgendes: 1 Credit = 1 USD. Für welche Aktion sich die Credits wie verbrauchen, ließ sich für mich nicht ermitteln.

Das Ergebnis

Einen Tag vor der Umstellung auf ein CDN habe ich einen Speedtest mit den Pingdom Tools durchgeführt und kam zu einem wirklich guten Ergebnis. Jede Arbeit an meiner Website Techbrain.de hat sich gelohnt, sie ist ohne CDN rasend schnell:

Vorher, ohne CDN:

Die Testergebnisse vom 05.07.2016. Erster Abruf unter 500 Millisekunden.
Die Testergebnisse vom 05.07.2016. Erster Abruf bereits unter 500 Millisekunden.

478 Millisekunden Ladezeit ist ein echter Ritterschlag, ich war mehr als zufrieden.

Nachher, mit CDN:

Der erste Aufruf meiner Website nach der Implementierung des CDNs hat 1,2 Sekunden Ladezeit gezeigt. Leider habe ich davon keinen Screenshot mehr. Nach etlichen weiteren Versuchen ist folgendes dabei herausgekommen:

Der Speed-Test vom 11.07.2016. Etwas schneller nach etlichen Aufrufen.
Der Speed-Test vom 11.07.2016. Etwas schneller nach etlichen Aufrufen.

Ich hatte ein Widget in die Sidebar gezogen, deshalb 29 anstatt 27 Requests.

Lohnt sich ein Content Delivery Network?

Meine Website lädt – nach einigen Aufrufen – durchaus schneller. Ganze 106 Millisekunden. Da hatte ich mir wirklich mehr erwartet. Der Unterschied zwischen 478 und 372 Millisekunden ist mit dem Auge nicht mehr wahrnehmbar. Zudem sind 478 Millisekunden bereits richtig – wirklich richtig – schnell.

Im Grunde genommen habe ich dieses Ergebnis durchaus erwartet. Wenn auf einem wirklich guten Server gehostet wird, der PHP7 und HTTP/2 unterstützt, und SSD anstatt einer HDD anbietet, dann kann man mit einigem Aufwand auch ganz normale Websites mit vielen Grafiken auf der Startseite das Rasen beibringen. Du möchtest dafür eine Anleitung haben?

Mein Fazit

Wenn du mich fragst, ob sich ein CDN lohnt, muss ich eindeutig sagen, dass es sich nur lohnt, wenn du eine englischsprachigen Seite besitzt. Dann kommt Traffic aus der ganzen Welt auf deine Website, die dann wirklich von einem CDN profitieren könnte. Eine deutschsprachige Website sollte zuerst alle anderen Maßnahmen umsetzen. Schon das bringt unglaublich viel Einsparung und lässt den Blog extrem schnell werden.

Der Beitrag erschien erstmalig am 9.8.2016 und wird seitdem regelmäßig aktualisiert.

14 Kommentare zu “Das beste Hosting: Shared, vServer, Cloud oder Managed?”

Danke für die Übersicht!
Woran erkennt man denn, ob der aktuelle Hoster gut ist? Ich habe aktuell einen shared Server bei Prosite. Mit dem Support und den Preisen bin ich sehr zufrieden. Allerdings bin ich mir unsicher, ob nach einem eventuellen Umzug z.B. die Ladezeiten besser wären.
Gibt es da gewisse Richtwerte oder Benchmarks für die Hoster.
LG
Adrian

Hallo Adrian,
sorry, dass ich Deinen Kommentar erst jetzt bemerke. Also, Dein Hoster ist gut, wenn er SSDs anstatt HDD und PHP7 anbietet. Wenn Deine Website zudem noch akzeptabel schnell ist und der Support hilfreich und schnell, dann ist er gut.
Nein, mir sind keine Benchmarks bekannt. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir Alfahosting empfehlen, die bieten alles und haben einen extrem guten Support. Die Websites sind dort sehr schnell für ein Shared-Hosting. Kosten siehe oben unter Punkt eins.

Halte ich für eine fragliche Antwort ob SSD hier wirklich große Vorteile hat, wenn man sich mal die VPS mit SSD von Contabo anschaut, sind diese extrem gedrosselt im Lesen und Schreiben.
Einzig die IOPS sind höher als mit einer HDD/SAS ( unsere Erfahrung)
Wir haben uns lange mit dem Thema beschäftigt und viel getestet, der Unterschied SSD und vernünftig HDD/SAS war kaum spürbar/messbar nach meiner Erfahrung. Der Hype um SSD ist oft mehr Marketing, der Endnutzer würde gar nicht merken ob der Hoster wirklich SSD oder HDD/SAS einsetzt (wie auch)
Alfahosting.de – Schneller Support – Gute Ladezeiten
All-Ink.de – Schneller Support und Freundlich und sehr gute Ladezeiten
Kle-Hosting.de – Turbo Support und sehr gute Ladezeiten
Strato.de – Schnecken Support und extrem lange Ladezeiten
Contabo VPS – Support sehr schnell, SSD aber gedrosselt (Lesen/Schreiben)

Nein, habe ich nicht. Auf den ersten Blick schien das Produkt nicht konkurrenzfähig genug zu sein. Ich schaue es mir bei Gelegenheit genauer an.

Ich kann mir das einfach nicht mit der Serverhaftung erklären – Sorry!
Flattert eine Anzeige ins Haus, wird erst einmal Anzeige gegen Unbekannt gestellt, vorausgesetzt man war es wirklich nicht selbst.
Ich hatte Webspace – letztlich kann auch WordPress oder ein anderes CMS gehackt werden und darüber “schädlicher” Content gestreut werden. Dafür hafte auch Ich und nicht der Provider.
Ich habe meinen Server als separate Maschine mit einer Festen IP zuhause in der DMZ stehen. Wobei ich denke, dass mein Desktop grundsätzlich ein größeres Sicherheitsrisiko darstellt als ein Server, der nur bestimmte Dienste ausführt. Einfach, weil damit viel mehr Content aus dem Netz geladen und ausgeführt wird.
Verstehe die Panikmache daher überhaupt nicht mehr in 2016 mit heimischen Bandbreiten.

Ich verstehe Deinen Kommentar nicht. Also entweder bin ich blind oder habe in dem Artikel unsichtbare Wörter geschrieben. Denn von Serverhaftung habe ich nicht ein einziges Wort geschrieben. Lediglich davon, dass bei bestimmten Hosting-Varianten die Administration und die Sicherheit des Servers selbst übernommen werden muss.

Absatz vServer bei contra. Aber ok, Verantwortlich ist nicht das gleiche wie Haftung… war gedanklich evtl. schon Lichtjahre weit weg… Stichwort: Buzzwort und Hirn abschalten und Goldfischaufmerksamkeit und so… *grumml* Ich versuch die Kurve noch zu bekommen 😉 …aber evtl. wärs ja schon nen neues Thema…

Ich glaube es kommt sehr stark auf den Anbieter und das Paketangebot an, ob und wie viele Domains z.B. inklusive sind. Natürlich müssen die Pakete den Anforderungen und dem Know-How entsprechen, aber eben auch im gesamten ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten. Auch wenn Sicherheit, Datenschutz und Verfügbarkeit darüber hinaus berücksichtigt werden sollten.

Ich glaube die allermeisten WP Installation kommen mit einen günstigen Shared Tarif aus. Viele denken hier immer “Oh ich habe 1000 Besucher am Tag”.
Aber diese 1.000 Besucher sind rein gar nichts für einen Server – Also gerade einmal 41,6 Besucher pro Stunde und damit 0,69 pro Minute – Das ist einfach Sandkorn für einen Server. Das generiert nicht einmal wirklich Last auf einen halbwegs akzeptablen Server. Natürlich kommen die Besucher zu Stoßzeiten, oder zumindest wohl tagsüber. Also könnte man / 12 teilen anstatt durch /24. Aber raus kommen tut dasselbe.
Man sollte hier einfach die Last im Auge behalten und natürlich den Traffic. Dann und nur dann kann man entscheiden, wie man vorgehen möchte.
Aber ohne genaue Daten zu dem Traffic und der Seite an sich zu haben, kann man keine halbwegs genaue Empfehlung abgeben. Daher halte ich diesen Artikel auch mehr für Werbung als was anderes.

Hm,
erst sprichst Du von einem Shared-Hosting-Paket und hältst das für die meisten Anwender für ausreichend, und dann sprichst Du nur noch von einem Server und den 1.000 Besuchern am Tag auf dem SERVER. Und dann kommt noch der Vorwurf mit der Werbung…
Also, wenn wir von Shared-Hosting sprechen, dann ist Deine Rechnung einfach falsch, weil sich hunderte von Websites diesen einen Server teilen müssen. Das bedeutet Shared-Hosting. Wie schnell meine Website auf einem Shared-Paket ist, hängt auch ganz stark von den Nachbarn ab, und wie viel Besucher sie verträgt ebenfalls. Geht eine Website in die Knie, hat dies Auswirkungen auf die anderen Websites. Ist eine Website gehackt worden, KANN dies ebenfalls Auswirkungen auf die anderen haben. Es zählt nicht nur, wie viel Traffic ICH habe, sondern auch, wie viel Traffic die ANDEREN haben.
Nur und ausschliesslich bei einem eigenen Server (Virtuell oder nicht), stimmen Deine Aussagen. Und nein, der Artikel ist definitiv keine Werbung. Sondern eine Empfehlung aus 17 Jahren Erfahrung.

Hallo Herr Hecht,
Zitat:
Dein Hoster ist gut, wenn er SSDs anstatt HDD und PHP7 anbiete

Frage: Können Sie uns mal ein Benchmark vorzeigen wo die SSD Technik schneller ist als normale HDD im Raid 50/10 bei einer Webseite?
PHP 7 ist natürlich was WordPress angeht mit OPCache eine tolle Sache, das war es aber auch schon, bringt noch viele Probleme mit sich, aufgrund das nicht alles mit PHP 7 läuft vernünftig
ioncube läuft derzeit nur als Beta bei PHP7 und somit können schon Verschlüsselte Codes/Plugins/Theme/Software nicht benutzt werden und führt zu Problemen.
Auch sind noch genug Plugins im Umlauf die bei PHP 7 einige Fehler Produzieren.
Die Aussage das ein Hoster “gut” ist wenn er SSD und PHP 7 hat, halte ich für fragwürdig wenn ich Ehrlich bin. Ich Spielen viel andere dinger einen Rolle, wie z.b Support & Uptime
Viele Grüße aus Kleve
Andre Blenkers

Hallo Herr Blenkers,
warum soll ich einen Benchmark für etwas vorzeigen, was völlig logisch ist? Ein Notebook oder Pc läuft auch wesentlich schneller mit SSD, anstatt mit HDD. Zudem wird das jeder bestätigen können, der auf SSD hostet. Die Zugriffszeiten müssen wesentlich schneller sein, es sind schliesslich keine beweglichen Teile in einer SSD.
Das ein Hoster PHP7 im Paket hat, heißt noch lange nicht, dass man es auch nutzen muss. Wenn wichtige Dinge nicht laufen, schraubt man halt zurück. Übrigens laufen mittlerweile wirklich viele Plugins mit PHP7 problemlos – wenn sie ständig weiterentwickelt werden. Wenn nicht, dann nicht. Das kann man jedoch bereits vor der Installation sehen. Das irgendwelche Nischenprodukte mit PHP7 nicht laufen, ist Pech.
Ich stehe zu meiner Aussage, das ein Hoster gut ist, wenn er auch bei günstigen Shared-Tarifen SSD und PHP7 anbietet. Das bedeutet Service am Kunden. Der Hoster bietet seinen Kunden dann stets die neueste Technik an, das ist nicht selbstverständlich. Uptime sollte heute keine Frage mehr sein, sondern eine Selbstverständlichkeit. Support ist immer sehr wichtig, doch den bieten viele Hoster. Manche haben einen besseren Support, manche einen schlechteren. Meiner Erfahrung nach unterscheidet sich guter und schlechter Support nur nach der Zeitspanne, die zur Reaktion auf eine Anfrage benötigt wird.

Danke Herr Hecht, habe meine Nischen-Webseite bei Raidboxes gehostet. Bin servertechnisch eine absolute Null. Hatte damals bei einem Preisausschreiben ein Jahr dort das Hosting gewonnen. Aber der super Service, deren Know-How, die SSD-Technik, die automatischen Updates, die Backups, kostenfreies SSL und und und…. haben dazu geführt, dass ich die Mehrkosten gerne in Kauf nehme und dort geblieben bin. Für mich ist meine Webseite mein täglich Brot und ich fühle mich dort mit ihr gut aufgehoben, da ich kein IT’ler bin. Und das Paket welches für mich dicke reicht, liegt dann noch unter dem hier genannten Preis von 17,85 €, habe aber auch nicht den wahnsinnigen Traffic zu verzeichnen, aber eine stabile Webseite.

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