Spaces. Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Webprojekte. Loslegen und Spaces testen. Von Mittwald.
Redaktion Dr. Web 26. November 2015

Dr. Web-Ratgeber zur Hosterwahl: Worauf musst du achten?

Die qualifizierte Hosterwahl: Worauf musst du achten?

Die Auswahl des rich­ti­gen Webhosting-Providers ist nicht ein­fach. Besonders, wenn man zum ers­ten Mal eine Website erstel­len und ins Netz brin­gen möch­te, fällt die Auswahl schwer. Doch auch Fortgeschrittene fin­den es alles ande­re als ein­fach, sich durch das Dickicht der Anbieter zu kämp­fen, um den Hoster des Vertrauens zu fin­den. Provider ist näm­lich nicht gleich Provider und es hängt längst nicht alles nur vom Preis ab. Wir zei­gen dir, wor­auf du bei der Providerwahl unbe­dingt ach­ten soll­test und gehen dabei auf unter­schied­li­che Bedarfslagen ein.

Dr. Web-Ratgeber zur Hosterwahl: Worauf musst du achten?

Die Bedarfsanalyse: Webspace, Server oder Homepage-Baukasten?

Bevor du dich mit der Auswahl des pas­sen­den Webhosting-Providers beschäf­tigt, soll­test du eine ein­ge­hen­de Bedarfsanalyse erstel­len. Schreibe auf, was dir wich­tig ist und was genau du errei­chen möch­test. Nicht jeder Hoster bie­tet schliess­lich die­sel­ben Leistungen an und du wirst viel­leicht auch nicht alle ange­bo­te­nen Leistungen benö­ti­gen. Eine gute Bedarfsanalyse könn­te zum Beispiel fol­gen­de Fragen ent­hal­ten:

  • Was genau will ich? Reicht mir eine sta­ti­sche HTML-Webseite, oder brau­che ich ein Content Management System? (Ein CMS erhöht die Anforderungen)
  • Wenn CMS, wel­ches möch­te ich ein­set­zen?
  • Wenn CMS, wie­viel PHP-Arbeitsspeicher brau­che ich? Eventuell beim Hoster nach­fra­gen, ob 32 oder 64-Bit Betriebssysteme auf dem Server lau­fen. Bei 64-Bit Server-Systemen benö­tigst du meist mehr Speicher.
  • Nach Auswahl eines CMS die Mindestvoraussetzungen zu Installation und Betrieb lesen.
  • Wichtig: Habe ich Kenntnisse in PHP, HTML und CSS? Das ist bei der Auswahl eines CMS zu berück­sich­ti­gen. Ohne Kenntnisse wäre ein Dienstleister oder – bei ent­spre­chen­der Bereitschaft zur Einarbeitung – WordPress zu emp­feh­len.
  • Brauche ich E-Mail-Konten?

Dr. Web-Ratgeber zur Hosterwahl: Worauf musst du achten?

  • Wieviel Speicherplatz brau­che ich pro E-Mail-Postfach?
  • Brauche ich IMAP, oder rei­chen mir POP-3 E-Mail-Konten?
  • Wieviel Webspeicherplatz benö­ti­ge ich?
  • Existiert eine Traffic-Flatrate, oder muss ich zah­len, wenn ich über einen bestimm­ten Besucher-Traffic kom­me?
  • Brauche ich MySQL-Datenbanken (für CMS), oder nicht und wenn ja, wie vie­le?
  • Benötige ich Subdomains oder gar Wildcard-Subdomains (z.B. für WordPress-Multisite)?
  • Brauche ich spe­zi­el­le Server-Einstellungen, wie mod_rewrite (für schö­ne URLs eines CMS)?
  • Wie vie­le Domains brau­che ich und sind die­se im Preis inbe­grif­fen?
  • Wie vie­le Kunden/Webhosting-Pakete lie­gen auf einem Server? Existiert ein “Speed-Turbo” oder ande­re Formen der Priorisierung?
  • Wie wich­tig ist mir Support? Welche Arten von Support wer­den ange­bo­ten?
  • Wie hoch ist mein Budget?

Wenn du die­se Fragen ein­ge­hend beant­wor­tet hast, soll­test du ein genau­es Bild von dem Produkt gezeich­net haben, dass du benö­tigst. Damit fällt dir die Auswahl des pas­sen­den Providers sehr viel leich­ter.

Ratgeber vor dem Ratgeber: die Unterschiede zwischen Webspace, Server und Homepage-Baukasten

Du hast ganz gene­rell im Wesentlichen drei Wege, die du gehen kannst. Du kannst ganz klas­sisch auf einen Provider von Webspace set­zen. Hier mie­test du dir einen Speicherplatz mit Zusatzleistungen auf einem Server im Hause dei­nes Providers. Damit beschäf­ti­gen wir uns im heu­ti­gen Beitrag noch genau­er.

Du kannst dir einen Server oder vServer mie­ten. Egal ob Server, also ein Gerät für dich ganz allei­ne oder vServer, eine kom­plet­te Serverinstanz für dich allei­ne, es bleibt mehr Aufwand an dei­nen eige­nen Hacken hän­gen. Grundsätzlich bist du bei einem Server für die Funktionsfähigkeit allei­ne ver­ant­wort­lich. Dazu gehört die gesam­te Konfiguration, das Einspielen von Sicherheitsupdates, ein­fach alles. Natürlich gibt es inzwi­schen, frü­her war das anders, auch Anbieter von Managed Servern, also Geräten, die von Providerpersonal betreut wer­den. Das lohnt sich aller­dings nur für wirk­lich gro­ße Web-Projekte, die der durch­schnitt­li­che Seitenbetreiber eher sel­ten betrei­ben wird. Noch nicht ein­mal Dr. Web belegt einen eige­nen Server, son­dern teilt sich die­sen mit sei­ner Schwester, dem Noupe Design Magazine.

Wenn dir sogar der Aufwand des Betreuens dei­ner Installationen auf dei­nem eige­nen Webspace zu hoch erscheint, weil du eigent­lich nur so schnell wie mög­lich online gehen willst, dann soll­test du dich mit dem Angebot der vie­len Homepage-Baukästen aus­ein­an­der­set­zen. Bei einem Homepage-Baukasten küm­merst du dich aus­schließ­lich um dei­ne Inhalte. Die gan­ze Technik inter­es­siert dich dabei nicht die Bohne. Homepage-Baukästen sind in den letz­ten Jahren mas­siv gereift und bie­ten inzwi­schen sogar eCommerce, Blogs und wei­te­re fort­ge­schrit­te­ne Features an. Wenn du dich dar­über näher infor­mie­ren willst, dann soll­test du zum Beispiel die eng­lisch­spra­chi­ge Seite Top10websitebuilders.com besu­chen. Auch in deut­scher Sprache gibt es indes hau­fen­wei­se Material dazu. Wir bei Dr. Web haben eben­so schon gele­gent­lich über Homepage-Baukästen berich­tet, so etwa hier, hier oder hier.

Gehen wir für den wei­te­ren Verlauf nun davon aus, dass du dich über Anbieter von Webspace infor­mie­ren möch­test, wer­den dir die fol­gen­den Tipps die Auswahl des rich­ti­gen Webhosting-Providers noch­mals ver­ein­fa­chen.

1. – Eine Liste mit in Frage kommenden Providern erstellen

Die Auswahl des richtigen Webhosting-Providers

Der ers­te Schritt besteht dar­in, im Netz nach Providern zu suchen. Deutsche Provider haben dabei den Vorteil, dass der Gerichtsstand in Deutschland ist. Das kann hilf­reich sein, falls es zu Problemen mit dem Provider kommt. Suche dir min­des­tens zehn Provider raus, um eine gute Ausgangsbasis für die wei­te­re Auswahl zu haben.

Je nach dei­nen Anforderungen kann der nun fol­gen­de Auswahl-Prozess ent­we­der recht ein­fach, oder etwas kom­pli­zier­ter sein. Wenn du zum Beispiel nur eine ein­fa­che, sta­ti­sche HTML-Website in das Internet stel­len möch­test und viel­leicht nur eine E-Mail-Adresse benö­tigst, dann rei­chen bereits die güns­tigs­ten Webhosting-Pakete um einen Euro rum.

Im Folgenden gehen wir jedoch von einem grö­ße­ren Projekt aus. Nehmen wir als ers­tes Beispiel einen WordPress-Blog und als zwei­tes eine Typo3-Unternehmenswebsite, bei­de haben unter­schied­li­che Voraussetzungen an ein Webhosting-Paket. Solltest du ein ganz ande­res CMS bevor­zu­gen – zum Beispiel Drupal oder Contao – so erge­ben sich wie­der­um ande­re Voraussetzungen.

2. – Nach Service-Qualität und UpTime googlen

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Diesen Schritt soll­test du kei­nes­falls über­sprin­gen. Google jeden Provider auf dei­ner Liste nach Service-Qualität und Ausfallrate. Auch Profis benö­ti­gen hin und wie­der Support, daher ist ein guter Support immer ein Entscheidungsgrund. Bringe in Erfahrung, was ande­re User über die in Frage kom­men­den Provider geschrie­ben haben. Sind sie mit der gebo­te­nen Leistung zufrie­den oder nicht, und wenn nein, dann aus wel­chem Grund? Auch die UpTime ist wich­tig zu erfah­ren, denn eine hohe Ausfallrate der Services bedeu­tet eine Nicht-Erreichbarkeit dei­ner Webseite wäh­rend die­ser Zeiten.

Wenn du beim Googeln vie­le nega­ti­ve User-Meinungen über einen Hoster lesen musst, strei­che die­sen Provider sofort von der Liste.

3. – Der Auswahlprozess – So findest du “deinen” Provider

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Gehen wir nun auf eini­ge wich­ti­ge Punkte in der Bedarfsanalyse ein und kon­kre­ti­sie­ren sie. Im Anschluss wirst du genau wis­sen, wor­auf zu ach­ten ist.

Der Webspeicherplatz

Der Speicherplatz dei­nes Hosting-Pakets ist rund um die Uhr mit dem Internet ver­bun­den und dient der Speicherung aller für den Betrieb der Homepage erfor­der­li­chen Daten wie HTML-, CSS- und PHP-Dateien, Bilder, Videos, Musik und so wei­ter. Die ange­bo­te­nen Speichergrößen sind meist recht groß­zü­gig bemes­sen, jedoch soll­ten es schon 15GB bei Einsatz eines CMS sein. In den meis­ten Fällen brauchst du weni­ger, doch mehr zu haben ist nie­mals ver­kehrt.

Der Traffic

Bei jedem Abrufen einer Datei von dei­nem Webauftritt ent­steht Datentraffic. Rufst du bei­spiels­wei­se eine gro­ße Grafik in der Größe von 40 KB ab, so ent­ste­hen bei 10 Besuchern 400 KB Traffic und bei 100 Besuchern rund 4 MB. Du siehst, bei einem höhe­ren Besucheraufkommen kann da schnell eini­ges zusam­men kom­men. Achte daher stets auf eine Traffic-Flat. Dann kann es kein böses Erwachen geben, wenn dei­ne Webseite schnel­ler erfolg­reich wird als gedacht.

E-Mail-Konten und Postfächer

Ein pro­fes­sio­nel­ler Webauftritt ver­wen­det E-Mail-Adressen der eige­nen Domain und kei­ne Freemail-Adressen. Achte daher dar­auf, dass aus­rei­chend E-Mail-Adressen erstellt wer­den kön­nen. Wichtiger als die schie­re Anzahl der mög­li­chen E-Mail-Adressen ist jedoch der E-Mail-Speicher. Dieser darf ger­ne so groß wie mög­lich sein, denn die­sen Speicher wirst du in der Regel auf alle Mail-Adressen auf­tei­len müs­sen. Jede E-Mail-Adresse benö­tigt ein Postfach und die­ses Postfach muss aus­rei­chend groß bemes­sen sein. Nur mit aus­rei­chend gro­ßem E-Mail-Speicherplatz kannst du jedem Postfach eine pra­xis­ge­rech­te Größe (min­des­tens 100MB, bes­ser 1GB) zuwei­sen. Spätestens, wenn mal grö­ße­re Anhänge in E-Mails emp­fan­gen wer­den müs­sen, macht sich das bemerk­bar.

MySQL-Datenbanken

Klar ist, wer ein CMS ein­set­zen möch­te, braucht im Allgemeinen min­des­tens eine MySQL-Datenbank. Natürlich gibt es auch CMS, die kei­ne Datenbank benö­ti­gen, doch die­ser Beitrag soll sich mit pro­fes­sio­nel­len Lösungen beschäf­ti­gen, nicht mit Nischen-Produkten. Die wich­ti­ge Frage ist also nicht, ob du Datenbanken benö­tigst, son­dern wie vie­le. Jeder ein­zel­nen Webanwendung soll­te eine eige­ne Datenbank zur Verfügung ste­hen. Also zum Beispiel eine Datenbank für WordPress, eine Datenbank für Analyse-Werkzeuge wie Piwik, falls Google-Analytics aus Datenschutz-Gründen nicht ein­ge­setzt wer­den soll. Eine wei­te­re Datenbank für Testzwecke und so wei­ter…

Empfehlenswert sind min­des­tens 5 MySQL-Datenbanken. So hat man noch Luft für even­tu­el­le neue Projekte.

E-Mail-Postfächer: IMAP oder POP3?

Kurze Antwort: Immer IMAP. Wenn IMAP bei einem Provider nicht mög­lich ist, strei­che ihn von der Liste. Mal ganz abge­se­hen von der Sicherheit (IMAP-Zugang kann ver­schlüs­selt wer­den), bie­tet das IMAP-Protokoll noch wei­te­re Vorteile. Hier ein Für und Wider der bei­den Protokolle:

POP3

  • Über POP3 (Post Office Protocol Version 3), wer­den ledig­lich die E-Mails aus dem Ordner des Posteingangs vom Server her­un­ter­ge­la­den. Dabei kannst du aus­wäh­len, ob die­se vom Server gelöscht wer­den oder nicht.
  • Meldest du dich nun mit einem ande­ren Gerät an, kann es sein, dass alle E-Mails erneut her­un­ter­ge­la­den wer­den, da die­se auf dem Server blei­ben. Das ist vor allem dann ärger­lich, wenn man die­sel­ben Mails bereits mit einem ande­ren Gerät gela­den hat­te.
  • Es ist nicht zu erken­nen, wel­che E-Mails bereits gele­sen, beant­wor­tet oder gelöscht wur­den. Die gesen­de­ten E-Mails wer­den ser­ver­sei­tig dabei nicht ein­seh­bar.
  • TLDR: Das POP3-Verfahren dient nur zum simp­len Download des Posteingangs. Eine Synchronisierung zwi­schen Endgerät und Email-Konto geschieht nicht.

IMAP

  • Über IMAP (Internet Message Access Protocol), wird der kom­plet­te Inhalt des Email-Kontos stets mit dem Mail-Programm auf dem Computer, Smartphone oder Tablet syn­chro­ni­siert.
  • Sendest du bei­spiels­wei­se eine Nachricht von dei­nem Computer mit­tels E-Mail-Client, so lan­det die­se im Ordner “Gesendet” sowohl in dei­nem E-Mail-Client, als auch auf dem Server und auf ande­ren Geräten wie dei­nem Smartphone.
  • TLDR: Über IMAP sind alle Bewegungen dei­nes Email-Kontos auf allen Geräten gleich. Jegliche Ordner wer­den syn­chro­ni­siert, sodass du von allen Geräten den iden­ti­schen Posteingang nut­zen kannst.

Das IMAP-Protokoll ist die weit­aus kom­for­ta­ble­re Variante und immer eine gute Wahl, wenn man mit meh­re­ren Geräten arbei­tet.

Subdomains und Wildcard-Subdomains

Subdomains bie­tet fast jedes Paket heut­zu­ta­ge an, da reicht ein kur­zer Blick, ob dem tat­säch­lich so ist. Eine Subdomain ist eine prak­ti­sche Sache, man kann unter nur einer Domain meh­re­re Webseiten haben, indem man den ein­zel­nen Websites jeweils eine Subdomain zuweist. So sieht eine Subdomain aus:

wordpress.deine-domain.de

Wildcard-Subdomains hin­ge­gen brauchst du nur, wenn du zum Beispiel eine WordPress-Multisite auf­set­zen willst. Multisite meint, dass du unter einer Installation meh­re­re Webseite lau­fen las­sen und ver­wal­ten kannst. Es mag noch wei­te­re Verwendungen für Wildcard-Subdomains geben, mir ist nur die­se eine bekannt.

Das umfas­sen­de WordPress Multisite-Tutorial: meh­re­re Blogs mit einer Installation

Server-Einstellungen – was ist wichtig?

Einige Server-Einstellungen sind recht wich­tig, und es ist vor­teil­haft, wenn du die­se selbst ein­stel­len und beein­flus­sen kannst. Für die Darstellung von schö­nen, benut­zer­freund­li­chen URL benö­tigst du mod_rewrite. Ansonsten könn­test du nur die soge­nann­ten “Messy-URLs” ver­wen­den. Ein Beispiel:

Eine “schö­ne URL”: https://www.drweb.de/category/wordpress/

Eine “Messy-URL”: http://www.drweb.de/?page_id=1133

Das Arbeitsspeicher-Limit

Der PHP-Arbeitsspeicher soll­te beein­flusst wer­den kön­nen, so dass immer das Maximum ver­wen­det wird. Die dafür nöti­ge Einstellung heisst memory_limit. Achte auf ein aus­rei­chen­des Limit. Für WordPress emp­feh­le ich 96MB. Da hat man noch etwas Luft nach oben. Typo3 soll­te hin­ge­gen deut­lich mehr Limit haben. Offiziell emp­foh­len wer­den 128 Megabyte.

Anzeige von PHP-Fehlern aktivieren/deaktivieren

Die Anzeige von PHP-Fehlern muss beein­flusst wer­den kön­nen. Während der Entwicklung eines Themes oder einer Anwendung ist die Anzeige der Fehler erwünscht, auf einen Live-System jedoch stellt die Anzeige der Fehler ein nicht uner­heb­li­ches Sicherheitsrisiko dar. Die Funktion nennt sich display_errors.

Beeinflussen der Standard-Zeichencodierung

Auf den meis­ten Webhosting-Paketen lau­tet der Standard-Zeichensatz ISO 8859–1. Da der heu­ti­ge Standard im Webdesign jedoch UTF-8 lau­tet, muss man die Ausgabe beein­flus­sen kön­nen, ins­be­son­de­re, wenn man sta­ti­sche HTML-Seiten online bringt.

W3C: Zeichencodierung für Anfänger

Dr. Web-Ratgeber zur Hosterwahl: Worauf musst du achten?

Vorbildliche Einstellungsmöglichkeiten in einem Webhosting-Paket.

Wie viele Domains sind im Paket inklusive?

Es kann nie­mals scha­den, mehr als nur eine ein­zi­ge Domain im Webhosting-Paket inklu­si­ve zu haben. Während in den güns­tigs­ten Paketen meist nur eine Domain inklu­si­ve ist, so darf man in mit­tel­prei­si­gen Angeboten bereits min­des­tens zwei Domains (meist ein­mal .de und ein­mal .net, .com oder ähn­lich) erwar­ten. Wenn mehr als nur eine Domain inklu­si­ve ist, muss nicht bei Start eines neu­en Projekts gleich wie­der inves­tiert wer­den.

Transparenz: Wieviel Kunden kommen auf einen Server?

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Es gibt Hosting-Pakete und Hosting-Pakete. Der eine Webhoster packt 200 Kunden (Webhosting-Pakete) auf einen Server, ein ande­rer nur 60 für den­sel­ben Preis. Den Unterschied spürst du in der Performance dei­ner Website. Um sicher­zu­stel­len, dass die Leistungen in guten Tarifen auch jeder­zeit zur Verfügung ste­hen und die Kunden-Webseiten schnell und zuver­läs­sig aus­ge­lie­fert wer­den, hos­ten eini­ge Anbieter beson­ders weni­ge Kunden je CPU-Kern und machen das auch trans­pa­rent. Zusätzlich wer­den bei guten Providern soge­nann­te “Speed-Turbos” ange­bo­ten. Damit hat man in einem Webhosting-Paket die Möglichkeit, die Ladegeschwindigkeit opti­mal zu gestal­ten. Achte daher dar­auf, ob der Webhoster offen sagt, wie vie­le Kunden er auf einen Server packt.

4. – Wichtig: Guter Support

Dr. Web-Ratgeber zur Hosterwahl: Worauf musst du achten?

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass guter Support extrem wich­tig ist. Ein Zeichen von her­vor­ra­gen­dem Support ist es, wenn die­ser gleich über meh­re­re Kanäle erbracht wird. Mein Provider bie­tet zum Beispiel Support in Form von E-Mails, eines 24/7 Ticketsystems, eines User-Forums und einer kos­ten­lo­sen, tele­fo­ni­schen 0800-Support-Hotline an. Wenn ich ein­mal Support benö­ti­ge, war­te ich selbst bei Benutzung des Ticket-Systems nur maxi­mal eine hal­be Stunde auf qua­li­fi­zier­te Antwort.

Eine kur­ze Suche mit Google kann einen Eindruck davon ver­schaf­fen, wie qua­li­fi­ziert ein Support arbei­tet. Nutze die­se Möglichkeit vor Abschluss eines Pakets.

5. – WordPress soll eingesetzt werden

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Du möch­test einen Weblog oder eine Business-Webseite mit WordPress erstel­len und hast kei­ner­lei Programmier-Kenntnisse? WordPress wäre dann das rich­ti­ge CMS für dich, da fri­sche Themes und Tausende von Erweiterungen (Plugins) vor­han­den sind. Als Nutzer von WordPress brauchst du schon mal kei­ner­lei Programmier-Kenntnisse für den Betrieb. Die Installations-Voraussetzungen sind nicht all­zu hoch, so dass nicht all­zu­viel Geld in ein Hosting-Paket inves­tiert wer­den muss. Um ein benö­tig­tes Paket bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen, erfragst du bei den jewei­li­gen Providern, ob ein 32- oder 64-Bit Betriebssystem auf den Servern ein­ge­setzt wird. Denn erfah­rungs­ge­mäß ver­braucht WordPress auf einem 64Bit-Betriebssystem mehr Arbeitsspeicher. Das muss also in die Kalkulation ein­flies­sen.

Meiner Erfahrung nach läuft WordPress her­vor­ra­gend auf einem System mit 96MB Memory Limit. Dann gibt es auch noch Reserven für umfang­rei­che Themes und etli­che Plugins.

Ein per­fekt auf WordPress zuge­schnit­te­nes Webhosting-Paket soll­te bei Abschluss eines 24-mona­ti­gen Vertrags (lan­ge Laufzeiten sind güns­ti­ger als kur­ze) nicht mehr als 3,99 Euro im Monat kos­ten. Dafür bekommst du dann aus­rei­chend Arbeitsspeicher, meist um die 10 Datenbanken, eine Traffic-Flatrate, mehr als aus­rei­chend Speicherplatz, PHP 5.6 und alles ande­re, was man so brau­chen kann.

6. – Webhosting für Typo3

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Typo3 stellt mehr Anforderungen an ein Webhosting-Paket als Content Management Software wie WordPress oder Contao. Die für die neu­es­te Version von Typo3 (Version 7) wich­tigs­ten emp­foh­le­nen Voraussetzungen sind:

  • Apache mit mod_expires und mod_rewrite akti­viert
  • MySQL 5.5 oder neu­er
  • GraphicsMagick oder ImageMagick v6 oder neu­er auf dem Server instal­liert
  • PHP
    • Version 5.5 oder neu­er
    • memory_limit auf min­des­tens 128M gesetzt
    • max_execution_time auf 240 Sekunden gesetzt

Ein für den Betrieb von Typo3 aus­rei­chen­des Webhosting-Paket soll­test du bereits ab 9,99 Euro im Monat bei einer ver­ein­bar­ten Laufzeit von 24 Monaten bekom­men.

Fazit

Nach der Lektüre unse­res gro­ßen Ratgebers soll­te es dir leicht fal­len, den pas­sen­den Webhoster zu fin­den und dich vor Enttäuschungen zu schüt­zen. Immerhin gibt man bei man­chem Hoster mehr Geld aus, als eigent­lich für die Leistung ange­mes­sen wäre. Vergleiche daher immer gut und gib im Zweifel ruhig etwas mehr Geld aus. Das aber nur, wenn du nach umfang­rei­chen Nachforschungen im Internet fest­ge­stellt hast, dass der aus­ge­wähl­te Provider sehr gut von sei­nen Kunden bewer­tet wird. Deine Nerven wer­den es dir dan­ken. Ebenso dan­ken wer­den es dei­ne Nerven, wenn du schon im ers­ten Schritt sau­ber den Bedarf ermit­telt hast. Lies also im Zweifel noch­mal ganz oben unter Webspace, Server oder Homepage-Baukasten nach. Sicherlich macht es dich auf Dauer nicht glück­li­cher, wenn du statt eines aus­rei­chen­den Baukastens, einen voll­wer­ti­gen Server gewählt hast.

Links zum Beitrag

(dpe)

Redaktion Dr. Web

Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

12 Kommentare

  1. Das Thema Datenschutz fehlt mir in dem Beitrag. Der Vorteil von deut­schen Providern ist nicht nur der Gerichtsstand, son­dern das in der Regel die Server auch in Deutschland ste­hen und damit auch etwai­ge Nutzerdaten hier ver­blei­ben.

    Ansonsten sehr aus­führ­li­cher, guter Beitrag. Hätte man viel­leicht noch mit einer Checkliste im PDF-Format abrun­den kön­nen.

  2. Seit der Übernahme von MySQL AB von Sun durch Oracle steht das Datenbanksystem immer häu­fi­ger in der Kritik. Der Unterschied zwi­schen der frei­en und kom­mer­zi­el­len Version von MySQL wird immer gra­vie­ren­der (Quelle: Wikipedia).

    Da wun­dert es, wenn MySQL hier über­haupt noch Erwähnung fin­det.

    • Hm. Das wun­dert mich, dass dich das wun­dert. Denn, wenn ich mich in der gän­gi­gen Infrastruktur so umse­he, dann sehe ich nichts ande­res. Natürlich gibt es Alternativen. Nur wel­che Alltagsrelevanz haben die der­zeit?

  3. Auch wenn meh­re­re Autor*innen an einem Beitrag arbei­ten, kann und soll­te man sich eini­gen, ob die Leser*innen gesiezt oder geduzt wer­den sol­len. Es stört den Lesefluss und lenkt vom Inhalt ab, wenn man über sol­che “Nebensächlichkeiten” stol­pert.

    • Ein Wechsel zwi­schen sie­zen und duzen ist mir beim lesen des Artikels nicht auf­ge­fal­len. Dafür ist dein Kommentar dank der Sternchen kaum les­bar.

      • Ania hat Recht. Ich habe an zwei Stellen das Sie über­se­hen und nicht zu einem Du geän­dert. Auch wenn das bei einem Artikel mit 2.600 Wörtern nicht ganz unver­ständ­lich ist, soll­te das aber den­noch nicht pas­sie­ren. Jetzt ist das Malheur natür­lich beho­ben ;-)

    • Sollte mir da beim Angleichen einer durch­ge­gan­gen sein? Da bit­te ich aber viel­mals um Entschuldigung und hof­fe, die­se mei­ner­seits völl­lig unbe­ab­sich­tig­te Beeinträchtigung dei­nes Wohlbefindens hat sich inzwi­schen wie­der gelegt.

  4. Eine schö­ne Anleitung, wenn auch etwas zu sehr WordPress-las­tig. WordPress geeig­ne­ten Webspace bekommt man ja teil­wei­se nach­ge­wor­fen (ich weiss, Spreu und Weizen), aber da wo WordPress an und für sich gut läuft, fängt u.U. das dran­ge­flansch­te WooCommerce oder BuddyPress an zu ruckeln. Der Verweis auf Typo3 ist okay, ich hät­te noch mit Drupal, Magento und Co. wei­ter­ge­macht. Hier hät­te ich mir noch ein wenig mehr an Hardware-Betrachtung gewünscht. SSD Speicher, ein­ge­setz­te Server oder auch alter­na­ti­ve Webserver wie Nginx.
    Ansonsten mal eine hilf­rei­che Handreichung, die zudem mal die Wichtigkeit eines guten und vor allem kom­pe­ten­ten Supports her­vor­hebt.

    Und ganz unei­gen­nüt­zig wer­fe ich zum Thema Multisite noch mei­ne Anleitung in den Ring: http://lars-mielke.de/3836/einrichtung-einer-wordpress-multisite-mit-domain-mapping/

  5. Vor ca. 15 Jahren habe ich beschlos­sen, mir einen Hoster mit bes­se­rem Support zu suchen. Papier ist gedul­dig, die Funktionen und die Versprechen waren über­all ähn­lich bis gleich. Als ich bei einem Anbieter Fotos vom Team ent­deck­te, war die Sache klar: Langhaarige Typen, ech­te Nerds – wie ich! ;-) Bin dort noch immer Kunde …

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